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Amberg 48
n.; dazu asächs. aldar«Lebenszeit, Leben), ags. ealdor«Lebeny, anord. aldr m.«Lebens- zeit, hohe Lebenszeity, schwed. dlder, dän. alder m., got. in framaldrs«in Jahren vor- gerückt» enthalten. Wie alt(s. d.) von got. alan abgeleitet. 4B L. altern, v.: alt werden. Erst bei Steinbach 1734, wührend älternhd. mhd. alten, ahd. altén gesagt wird.
alterieren, v.: in schädigender Weise beeinflussen. Refl. sich.«sich in Unruhe des Gemütes versetzeny. Aus franz. altérer „Schädigen, eine Gemütsbewegunghervorrufen- usw., von lat. alterare«anders machen», von alter«der anderey. Im 17. Jh. entlehnt(Schupp Schriften 1, 567).
Altermutter, f.(Pl.-mütter): Groß- mutter, Urahne. Mhd.(in md. Quellen) ellermüter f. Altervater, m.(-s): Groß-, Vorvater. Mhd. eltervater m. Beide zu- sammenges. mit dem Kompar. elter.
Altertum, n.(-s, Pl. Altertümer):(im 17. Jh., bei Krämer 1678, jetzt veraltet, doch 2z. B. noch bei Klopstock Oden 75) Hoch- sein in Jahren;(seit etwa 1700, 2z. B. bei Günther Ged. 312) längst vergungenes, fernes Zeitalter; aus alter Zeit Herrührendes, mit dem Pl. Altertümer«Denkmäler jenes fernen Zeitalters(bei Steinbach 1734). 4BL. alter- tümeln, v.: die Art des Altertums haben oder diese zu geben suchen(Goethe 41, 1, 109). altertümlich, adj., erst am Ende des 18. Jh. gebildet(bei Kl. Schmidt und Nobß).
Altervater, s. Altermutter.
altfränkisch, adj.: veraltet u. der Gegen- wart nicht angemessen. Mhd. altfrensch d. i. altfrenkisch. Wahrscheinlich zur Ritterzeit in rheinischen Landen aufgekommen, wo man die an der einfachen Sitte der Vorfahren fest- haltenden Franken in Gegensatz stellte zu den durch die neumodischen, aus Frankreich kom- menden Sitten Beeinflußten, vgl. Hugos von
47, 93 1..). Eig. der unter den Meistern(einer Zunft) der älteste und deshalb erste ist.
Altreiß, m.(en, Pl.-en): der alte Schuhe flickt; Trödler. Mit Ubergang von eu in ei aus mhd. altriage. Vgl. Riester.
Altvater, m.(*s, Pl.-väter): ehrwürdiger, alter Vater, Patriarch. Mhd. altvater m. 4B2. altväterisch, adj.: nach Art der Vorfahren, altfränkisch. Frühnhd.
altvettelisch, adj.: nach Art der alten Weiber. Bei Luther. S. Vettel.
Altvordern, Pl.: die Urväter. Mhd. alf- vordern, ahd. altfordoron, Pl. zu fordoro adj. «der frühere», mit alt verstärkt. Der später veraltete Ausdruck ist in der 1. Hälfte des 18. Jh. durch die Schweizer Schriftsteller wieder aufgebracht worden(Schönaich ver- spottet ihn, Adelung 1793 führt ihn noch nicht an, Heynatz 1796 kennt ihn nur aus ceinigen Gegenden).
Altweibersommer, m.(-s, Pl. wie Sg): die zur Herbstzeit im Freien fliegenden Spinnenfiden; schöne späte Herbsttage. Erst bei Campe 1807. Eig. Sommer, der den alten Frauen zufällt(ebenso bayr. ãänlsummer), der für die Jugend nicht gut genug ist.
am vor einem Subst., aus an dem zusam- mengezogen. Mhd. ame, aus an deme.
Amalgäm, n.(-es, Pl. c): die chemische Verbindung von Metall mit Quecksilber zu einer weichern Metallmasse(1594 bei Fisch- art Onomast. 390 Amalgama);(bildlich) Ge- menge durch Verbindung. Aus gleichbed. span. ital. amälgama f., von gr. uckaTua Er- weichungsmittel, weicher Körpers. Amarant, m.(¹es, Pl.-e): der Garten- V fuchsschwanz. Aus gr. Jat. amarantus, gr. dudpavroc m.«nicht welkende Blume, Papier-
V blumey, dem als Subst. gesetzten Masc. des gr.
Adj. dudpavroc«unverwelklich», dann wegen der Dauer der Blüten auf den Gartenfuchs-
Trimberg Renner 22267. Vgl. ZfdWf. 7, 15. schwanzübertragen. Bei Maaler 1561 A maranth.
Anders bei Leibniz Unvorgreifl. Gedanken 8 32
Amarelle, f.(Pl.-n): die Weinkirsche.
das Alt-Fränchische und das Alt- Sächsische, Spätmhd. von dem gleichbed. mlat. amarel-
ohne tadelnden Beisinn, von der Sprache. Althee, f., auch m.(s, nach Tee): das Ei- bischkraut, eine Malvenart. Aus gr. Jat. althaea, gr. G«Guid, eig.«Heilkrauty, von dXGetv cheilend. altklug, adj.:(veraltet) durch Alter klug; für frühes Alter zu klug. Rädlein verzeichnet. ältlich, adj.: Altmeister,
lum n., dem Neutr. des mlat. Adj. amarellas,
Erst 1711 bei fabelhaften Weiberstaates in Skythien; über-
das, von lat. amarus«bitter» abgeleitet, zuerst cbitter» und dann etwa«weinsäuerlich» be- deutet.
Amazone, f.(Pl.-n): Heldenweib eines
haupt kriegerisches Heldenweib. Nach franz.
ein wenig alt. Mhd. altlich. amazone aus gr. Jat. Amazon, gr. Auxthv f. m.(-s, Pl. wie Sg.): hervor- Schon mhd. amazöne f. ragender Meister(1807 bei Campe, auch Goethe
Amberg, s. Anhöhe.


