Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
43-44
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43 alls

Alphabet 44

nicht zur Sache gehörigy, abgeleitet von älXoc sder andere. Im 18. Jh. aufgenommen(der j. Goethe 2, 449).

alls, adv.: in einem fort, immer; wieder- holt. Nur noch mundartlich(in Südwest- Deutschland, Hessen, Thüringen, auch bei Schiller in Kab. u. Liebe 1, 1). Aus mhd. allez«immery, dem adverbiell gebrauchten Akk. Ntr. von al.

Alltag, m.(-J, Pl.-e): der gewöhnliche Werktag, den Feiertagen entgegengesetat. In der ältern Sprache nur das Adv. alltag, alltags«täglichy(vgl. mnd. aldages) aus den aneinandergerückten Akk. Pl. alle tage mit angetretenem adv.-s entstanden, das dann in Zusammensetzungen wie Alltagsleidler(Stieler 1691) erscheint, daraus erst das Subst. Alltag. 4B L. älltäglich, adj.: werktäglich(aber all- käiglich ist das durch all verstärkte käglich).

Allvater, m.(-s): Vater des Weltalls, Gott. Nach anord. alfadir(der Bezeichnung Odins) von Klopstock gebildet.

allzumal, adv.: allinsgesamt. Mhd. alzemitl.

Alm, f.(Pl.-en): Gebirgsweide. Neben- form von Aſpe(s. d.), mhd. albe, Gen. alben, woraus im Bayrischen der Nom. alm, der schon in frühnhd. Quellen des 15./16. Jh. erscheint. ZUS. Almrausch, m.(-s): Alpenrose. Bayrisch.

Almanach, m.(-es, Pl.-e): Jahrbuch. Aus franz. almanach, das auf griech. AXuevixia«xd zurückgeht, wie nach Eusebius( 340) prae- paratio evangelica 3, 4 mit Beziehung auf den Syrer Porphyrius( 304) die ägyptischen Kalender genannt worden sind. Dies stammt vielleicht aus dem Koptischen. Almanach erscheint bei dem Astronomen Georg von Peurbach( 1461) zu Wien in einer lat. Schrift für astronomische Beobachtungen und Jahresberechnungen und bürgerte sich im 16. Jh. in Deutschland ein.

Almer, f.(*s, Pl. wie Sg.): Kasten, Wand- schrank in oberd. und md. Mundarten. Im 15. Jh. almerl, armer, meist weitergebildet almerei, vgl. Heyne Hausalt. 1, 262. Aus mlat. almaria f.«Gerüteschrank», hervorge- gangen aus dem Plur. des gleichbed. mlat. almarium, armarium n., von lat. arma pl. «Gerät, Waffenꝰ.

Almosen, n.(-s, Pl. wie Sg.): Armen- gabe. Aus mhd. almuosen, ahd. alamuosan, almsan n.(daneben auch elemosyna, elimuo-

sina, alamuasa f.); dazu ndl. aalmoes, ags.

celmesse, engl. alnes(Pl.), anord. ölmusa,

schwed. almosa, dun. almisse f. Aufgenommen aus dem in der Kirchensprache üblichen gr.- lat. eleemosyma, gr. exenocoyn durch Ver- mittlung des Romanischen, wo es afranz. almosne, nfranz. aumõne, prov. span. almosna, ital. limosina f. lautet. Die Form Almosen (bei Luther, aber sonst im 16. Jh. oft Al- müsen, Almuusen, Hulsius 1596 hat Allemosen) erklärt sich durch Einwirkung des Grund- wortes. Alternhd. auch an arm angelehnt Armüsen n.(Hug Rhetorica 1540). 4BL. Almosenier, m.(-s, Pl.-e): Almosenpfleger. Nach franz. aumönier gebildet, das auf milat. eleemosnarius zurückgeht.

Aloe, f.(Pl. s,-n/), Name mehrerer aus- lündischer Pflanzen. Mhd. ahd. albe, aus gr.- lat. aloe, gr. dXön f., das auf hebr.'ahdälin Pl.«Aloeholzy, npers. däliwã zurückgeht.

Alose, gekürzt Alse, f.(Pl.-n): der Mai-, Gangfisch. Aus franz. alose, und dies aus altkelt. lat. alausa f.(Ausonius Mosella 127). Alse schon 1563 in Forers Fischbuch 1795.

Alp, m.(-es, Pl.-e): lastend aufliegende, brustbeklemmende Traumgestalt. Mhd. alp (Pl. elbe) bedeutet«gespenstiges Wesen, Nacht- gespensty, ebenso mnd. alfm., übereinstimmend mit ags. œlf, anord. ãlfy m.«Elfe«, das man zu skr. bhüs- ckunstreich, Bildner, auch Name von drei kunstreichen Elfen, gestellt hat. Vgl. Mogk Pauls Grd. ²2 3, 268. Ap ist md. und findet sich bei Luther und Alberus in der Bed.«Kobold, Dämon», die sich später auch in der Anwendung auf Menschen zeigt; jetzt hat sich nur die auch schon mhd. Bed. caufliegendes Nachtgespenst» erhalten.

Alpe, f.(Pl.-n): Bergweide auf dep Alpen. Mhd. albe, Gen. alben(s. Alm), ahd. alpa f.(Pl. alpun«Alpen») choher Bergy, hän gt mit lat. A pes, gr.-gall. Areic zusammen. Diese sind kaum zu lat. albus«weißy zu stellen, sondern gehören zu einem wahr- scheinlich vorindogerm. Worte alb Berg, Höhe», das in zahlreichen Ortlichkeitsnamen wie Albion, ir. Alba«Schottlandy, ital. Alba longa, Allburnus«ein Gebirge in Lukanien» über Westeuropa verbreitet ist. Vgl. Walde s. V. albus. Im Nhd. erhielt sich die Bed. cGebirge» nur in den Namen(die rauhe Alb auch mit der ursprünglichen Lautform). 4BL. Alpner, m.(-s): Alpenbewohner, um 1480 im voc. inc. teut. a 5a albner. Daneben Alpler, Alpler m.

Alphabet, n.(-s, Pl.-e): das Abc. Mhd. alfubéte aus dem urspr. von Kirchenschrift-