VIII Vorwort.
absichtigt war, so fehlt es im Buchstaben A und im Anfang von B. Die Wörter auf-ieren haben, da sie stets auf dem i betont sind, keinen Akzent bekommen.
Ebenso habe ich die Länge der Vokale in deutschen Wörtern, wo diese nicht durch die Regeln der Rechtschreibung von selbst gegeben ist, nach den Vorschriften der deutschen Bühnenaussprache, vgl. Siebs Deutsche Bühnen- aussprache, 2. Aufl. 1901, durch einen- bezeichnet, allerdings auch nicht gleich vom Anfang an. Eingeklammerte Buchstaben bedeuten, daß die Schreibung mit ihnen und ohne sie erlaubt ist, z. B. Kram(me)tsvogel heißt, man kann Kramtsvogel und Krammetsvogel verwenden.
Was die sonstige Umschreibung der fremden Sprachen betrifft, so habe ich für das Indische, Awestische, Altbulgarische, Russische, Litauische, Lettische, Armenische und Albanesische die einheitliche Umschreibung der fremden Alphabete durchgeführt, wie ich sie Indogermanische Forschungen 21, 145 ff. schon im Hinblick auf dieses Werk vorgeschlagen habe. Es bedeutet also:
1.— die Länge des Vokals. Nur in althochdeutschen und mittelhochdeutschen Worten ist beibehalten worden.
2.“ und auf einem Vokal bezeichnen die Stelle des Haupttons.
3.“ hinter einem Konsonanten drückt die Palatalisation(Erweichung) aus.
4. Abgesehen von den deutschen Dialekten bezeichnet s den stimmlosen Zischlaut (deutsch ss, 5), 2 den stimmhaften(deutsch s), S den scha-, 2 den entsprechenden stimm- haften Laut(franz. J), c ist gleich ks, G= kSch, J= dsch.
5. Die sonstigen Spiranten sind durch F(engl. stimmloses th),&(der entsprechende stimmhafte Laut), † und 5(deutsch 1⁰), æ und„(deutsch ch und ndd. 9) bezeichnet worden.
6.= dem gutturalen Nasal, deutsch ng.
7.. unter einem Vokal z. B. d drückt die Nasalierung aus, franz. on.
8.» ist ein unbestimmter Vokal(sog. schawa).
9. Im Litauischen bezeichnet“ den Stoßton;— auf Diphthongen,“ auf einfachen Längen den Schleifton..
10. Im Indischen bezeichnet ein. unter dem Konsonanten, z. B die Zerebrali- sierung; g ist ein palataler Zischlaut, der etymologisch einem x entspricht.
4. Die Biegung der Wörter ist angegeben worden, bei den männlichen und sächlichen Substantiven mit, Angabe der Endung des Genitivs im Singular und des Nominativs im Plural, bei den weiblichen bloß des letzten, bei dem Pronomen, wo es nötig schien, durch alle Kasus des Singulars oder des Plurals, bei den starken Verben mit Anführung der Hauptformen, sowie des Präteri- tums im Konjunktiv oder des Imperativs, und bei den schwachbiegenden nur dann, wenn ihre Unterscheidung von gleichlautenden starkbiegenden hervorzu- heben war. Die Steigerung der Adjektive und Adverbien ist stets angegeben, wo sie in derselben den Umlaut bekommen, aber auch sonst gelegentlich angeführt. Wie schon in den frühern Auflagen ist auch in dieser auf die Entwicklung der neuhochdeutschen Wortbiegungen hingewiesen; diese Beiträge zu der immer noch fehlenden historischen neuhochdeutschen Grammatik werden willkommen sein.
5. Die Rechtschreibung ist natürlich die heute durchgeführte einheit- liche, und zwar geben die fettgedruckten Wörter diese wieder. Doch sind am


