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Lehrer(ihn bös unterbrechend).
Du sollst nicht so späthe kommen und Deine
Mutter geht mer gar nischt ahn!.
2 Fritze(verwirrt). i 5 Un meine— en scheen Kumpelmente machen—
un meine Mut— en scheen Kumpelmente machen—
Lehrer(haut ihn). Ich werde Dir ens machen! Fritze(schreiend). Ei, du mein Herr Jerum! ich sull ein scheen
Kumpelmente machen un hier schickt se dem Herrn
Schulmester ene frische Läberwurscht!
1 Lehrer(schmunzelnd).
Nu siegh en mahl an! Worum sagst De des denn nich zuerscht von der Läberwurst? Na, gleb se her, Fritzchen! greine nich; ich hab Dir zu ville gethan, aber Du sollst die Schmiere zu gut behal⸗ ten, ich würde mich an die halten.— Erdmanu, Deine Eltern haben och ingeschlachtet, abex Du hast mer nischt gebracht, hast mer nur ene Blutwurst vorgelesen; na wart, ich werde sie Dir anreuchern! Sag's nur daheme, es is mer nich der Wurst we⸗ gen, aber man steht doch die Liebe. Sie riecht sehr scheene!— Häre mal, Mehlberg, Ihr habt ja och Schweine? i
Mehlberg.
Ja, die läben noch!
Lehrer.
Na, Du weßt nu, ich liebe—
Mehlberg. Die Schweine? 2 Lehrer.
Ochse! daß man an mich denkt!— Setze Dich
daher, Fritzchen, zu mir, mer wollen weiter geh'n.
Mehlberg, was bildet die Erde? Die E— Mehlberg. Die E 5 0 t gun J Lechrer. No? Die Ele— Mehlberg.
Die Elementersch!
Mosfue ether ewe nin mia an
Wie viele Elemente giebt es, Erdmann?
Erdmann. 11
Tausend! 5 5 1 uu nech ner. u
Viere giebt es, Esel!
Erdmann.
Mein Voater sagt aber immer:
ment! 3
„Tausend Ele⸗ 6(Forts. folgt.) Re
Dieser Tage kam die Fregatte, die Preußen von den Engländern eingetauscht hat, vor Kopenhagen angefahren. Man steckte die preußische Flagge auf und sogleich fingen die Dänen an zu puffen, dreis⸗ sig Mal, das heißt ohngefähr auf deutsch: G'un Morgen Herr Fischer! Wie nun auf, dem Lande Sitte, so auch zur See, der Begrüßte antwortet: schön Dank, aber mit dem Kanonenschnabel. Die Fregatte sagte aber nichts, sondern blieb stumm wie ein Fisch. Den Daunen war eine solche Unhöflich⸗ keit im Leben nicht vorgekommen, sie wußten sich diese preußische Wortfaulheit(die sonst in Preußen gesucht sein will) gar nicht zu erklären. Endlich kam ein Boot an's Land, worin ein preußischer Offizier saß.
Dieser bat um Entschuldigung, daß
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den Namen Almus Inkermann.
die Fregatte nicht„schön Dank“ gesagt, aber es ginge aus dreiunddreißig Gründen nicht. Erstens hätten die Engländer die Kanonen behalten, weil sie solche dermalen selbst nöthig brauchten. Die Dänen sahen die Gewichtigkeit des ersten Grundes ein, daß sie die andern zweiunddreißig Gründe erließen und wie⸗ der die besteu Freunde wurden.
Vor einigen Tagen kam der französische General Canrobert zu dem englischen Lord Raglan und sagte: „Eh bien, Lord, es ist Alles fir und fertig zum Sturm, wie wär's, wenn wir drauf los machten?“ Da erwiederte der englische Pflegmaticus:„Wenn Sie stürmen wollen, in Gottes Namen, aber ich stürme nicht mit. Ich habe blos noch 16,000 Eng⸗ länder. Wie leicht könnten mir diese bei einem Sturme abhanden kommen, alsdann wär ich ein General ohne Armee, ein Haus ohne Land.“ Man weiß nicht, was Canrobert dem Sturmunlustigen geantwortet, nur so viel, daß man noch nicht ge⸗ stürmt hat. Aber geschossen haben sie das Blaue vom Himmel herunter Tag und Nacht aus fünf⸗ hundert Kanonen. i
Zur bösen Zeit, als es nur sehr schmale Bissen für die armen Soldaten der Westmächte in der Krim gab und sie daher am Leibe nicht zunahmen, konnte man sich nicht genug verwundern, daß die schmale Kost auf einen jungen, sehr hübschen Fran⸗ zosen gar keinen Einstuß übte; während die Kame⸗ raden sichtbar abmagerten, fand bei dem tapferen jungen Franzosen das Gegentheil statt und zeichnete sich stets durch Tapferkeit aus. Hatte er doch in der Schlacht bei Inkerman einen Kameraden, den die Russen total umzingelt, mit wahrhaftem Hel⸗ denmuthe herausgehauen. Er erntete deshalb selbst das Lob aus dem Munde des General Canrobert und des tapfern General Bosquet. Plötzlich ist der tapfere Franzmann unsichtbar geworden. Man fragt, man erkundigt sich, Niemand weiß, wo er hinge⸗ kommen. Sollte er zu den Russen übergegangen sein? Nimmermehr, aber er kann in einen russischen Hinterhalt gefallen sein. Dies ist die allgemeine Vermuthung und darum wird der abhanden ge⸗ kommene allgemein betrauert. Nach vierzehn Tagen ist er vergessen. Es vergehen nochmals vierzehn Tage, Niemand gedenkt mehr des jungen Tapferen. Siehe, plötzlich ist er wieder da, aber in Beglei⸗ tung eines ganz kleinen Erdenbürgers, der auf den Armen getragen wird und sich nicht wenig in die⸗ ser Krim'schen Welt umschaut. Jetzt lößte sich zur allgemeinen Freude des ganzen Lagers manches Räthsel. Der junge Franzose war die Gattin eines Unterofftziers, desselbigen, den sie mit so großer Bravour aus den Händen der Russen befreite. Da die junge Mutter die Almaschlacht mitgeschlagen, so erhielt der kleine Erdenbürger, bei dem das ganze Regiment Gevatter stand, in der heiligen Taufe Ist das nicht ein gemüthliches Intermezzo in der Belagerung von Se⸗ bastopol?
In Nordamerika hat sich eine Partei gebildet, die einzig und allein den Zweck hat, dem immer weiter um sich greifenden Pabstthum ein Ende zu machen oder wenigstens Schranken zu setzen. Die Amerikaner sind der Ansicht, daß man zwar völlige Glaubensfreiheit gestatte, aber der heilige Vater solle
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