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und auch im Auslande dafür gehalten werden, und unſere Landsleute würden trotz ihrer faſt übergroßen Genügſamkeit zu nichts gelangen, wenn das Ausland ihnen nicht die Mittel gäbe. Das iſt beſchämend für uns, aber nichtsdeſtoweniger wahr!— Ja von dieſer Genügſamkeit und Sparſamkeit der deutſchen Gelehrten können Sie ſich kaum einen Begriff machen,“ fuhr er lächelnd fort.„Für ſeine große afrikaniſche Reiſe, die 6 Jahre dauerte, gebrauchte Dr. Barth ungefähr 1500 Pfund Sterling, aber er erſcheint noch gewiſſermaßen ein Verſchwender, wenn man an Rohlfs denkt, der ſeine 1 ½ jährige Reiſe durch Marokko und Tuat mit 600 Thaler herſtellt— an Radde, der 5 Jahre lang Oſtaſien mit 3813 Rubel durchreiſt— und endlich an Burckhardt, der auf einer Reiſe durch Nubien zwei Mariathereſien⸗ thaler mitnimmt, 800 Stunden Weges zurücklegt, die wichtigſten Forſchungen macht und...... einen Mariathereſienthaler noch wieder zurückbringt!“
„Auch auf dieſem Punkte wird unſer Neu⸗Deutſchland nicht zurückbleiben,“ ſagte ich—„Sie werden ſehen, daß auch hierin 1866 einen Wendepunkt bezeichnet.“
„Ich glaube es auch,“ erwiderte er— ich ſelbſt habe vor kurzer Zeit den Vorſchlag gemacht, einen geographiſchen Verein zu gründen zur Unterſtützung, Ausrüſtung und Ausſendung deutſcher geo⸗ graphiſcher Erforſchungsreiſenden und freue mich, Ihnen ſagen zu können, daß derſelbe trotz der ſehr ungünſtigen Zeitumſtände ſchon jetzt großen Anklang findet.— Das Land, welches einen Alexander v. Humboldt und einen Karl Ritter hervorgebracht hat, muß an der Spitze der Geographie ſtehen bleiben. Noblesse oblige!— Dieſer Verein, wenn er, wie ich hoffe, zu Stande kommt, wird außer dem Zweck der materiellen Unterſtützung der Forſchungsreiſenden noch den Haupt⸗ zweck haben, Concentrirung und Zuſammenwirken— eine Art von Syſtem in ein ſolches Unternehmen zu bringen, z. B. zu vermeiden, daß die Reiſenden ein und denſelben Weg einſchlagen und ſo die rechts und links dieſes Weges liegenden Gegenden faſt gänzlich unbe⸗ rührt laſſen. Sehen Sie! eines der Länder, die wir am wenigſten kennen, und doch eigentlich am meiſten kennen müßten, iſt Paläſtina, aus dem wir hunderte von Reiſeberichten haben. Und dieſe Un⸗ kenntniß zeigt am beſten, wie unſyſtematiſch man vorgegangen iſt. Ein ſtarker, einiger Verein kann allein Ordnung hereinbringen— und wenn Deutſchland wirklich nicht das Land iſt, welches für die Wiſſenſchaft ſo enorme pecuniäre Opfer wie andre zu bringen fähig iſt— nun gut, ſo mögen wir weniger leiſten! aber daß dies Wenige ſich nicht zerſplittert und die deutſchen Leiſtungen ihren wohlver⸗ dienten Ruf bewahren— das kann nur eine einheitliche Leitung bewirken.“
„Wie in der Politik—“ ſagte ich lächelnd.
„Ganz richtig,“ erwiderte Dr. Petermann.
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Ich ſchied, nachdem ich länger als 1 ½ Stunde bei dem berühmten Geographen verplaudert und er mir eine Broſchüre gegeben, in welcher er die oben ausgeführten Meinungen ausführlich beſpricht— ich ſchied von ihm mit dem Gefühl aufrichtiger Verehrung für ſein ſchlichtes und durchaus nicht pedantiſches Weſen. Er machte mir den Eindruck eines Gentleman.. der ſich mit Geographie beſchäftigt. Und für den Laien iſt ſolch ein Eindruck der wohlthuendſte und auch der, welcher am meiſten ſich einprägt und am längſten braucht, um verwiſcht zu werden.— Erſt nachdem ich Gotha verlaſſen, erfuhr ich, daß England— das doch wahrhaftig nicht verſchwenderiſch mit der Anerkennung deutſchen Werthes umgeht— die außerordentlichen Leiſtungen Dr. Petermanns dadurch geehrt hat, daß es ſeinen Namen: 1. einer Inſel in der Baffings⸗Bay— 2. einer Inſel an der grön⸗ ländiſchen Küſte, 3. einer Bucht im höchſten bis jetzt erreichten Norden 4. einem 10,000 Fuß hohen Berge auf Neuſeeland und 5. einem Cap an der chineſiſchen Küſte— gegeben hat.
Dr. Petermann vereinigt in ſich zwei Typen, welche Sympathie erzeugen müſſen: das Großartige in der Auffaſſung ſeiner Wiſſen⸗ ſchaft, das er den Engländern entlehnt, und das Beſcheidene und durch und durch Gründliche des wahren deutſchen Gelehrten!
...„Und nun,“ ſagte Herr Beſſer, welcher mich aus dem Büreau des Dr. Petermann wieder abholte,„will ich Sie hin⸗ führen, wo Sie ein begonnenes Werk ſehen können, das für gar manche Leſer des Daheim ein beſonderes Intereſſe haben muß— ein neues Unternehmen, das gelingen wird, wie ich hoffe— einen Miſſions⸗ atlas!“
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Gern ließ ich mich in das Büreau des Dr. Grundemann führen, welcher mit großer Bereitwilligkeit die Entſtehung des Ge⸗ dankens, einen Miſſionsatlas zu entwerfen, mir mittheilte. Auch hier verlebte ich eine äußerſt intereſſante Stunde und überzeugte mich, wie leicht es iſt, große Reſultate zu erzielen, wenn die einzelnen Kräfte ſich nicht zerſplittern, ſondern ſich einem großen Ganzen anſchließen.
Wie viele Bäche wären ſeit langer Zeit im Sand vertrocknet, wenn ſie nicht auf ihrem ſchlängelnden Wege ein Flüßchen gefunden, der ihren beſcheidenen Waſſerbeitrag dem gewaltigen Strome zugetragen hätte. Ich finde kein beſſeres Beiſpiel für den Miſſionsatlas. Es iſt ein Unternehmen, das nicht allein für die Miſſion eine auss nahmsweiſe große Hilfe und Erleichterung iſt, ſondern auch die Wiſſenf ſchaft zieht ihren Tribut von den Beobachtungen dieſer meiſtentheils ſehr gebildeten Männer, welche Jahrelang wenig bekannte Erdſtriche f bewohnen und ihre langen Mußeſtunden gern mit meteorologiſchen Be⸗ obachtungen, Explorationen und Zeichnungen ausfüllen, wenn ſie wiſſen, daß das, was ſie zu ihrer geiſtigen Erholung thun, einen hohen Werth empfängt durch eine Veröffentlichung, die all dieſe Be richte zu einem großen Ganzen verarbeitet. Und die Wiſſenſchaft muß auch mehr Vertrauen den Berichten eines Mannes ſchenken, der lange Jahre einen ſolchen Ort bewohnt, als dem bewährteſten Reiſenden, welcher oft kaum einen Tag dort verweilen kann. 3
Dr. Grundemann vertheidigte ſelbſtverſtändlich das Miſſions⸗ werk mit großem Feuer, und auf eine Bemerkung, die er vor kurzem gehört, zurückkommend, ſagte er:
„Man behauptet, daß die beſte Civiliſation durch den Handel und durch die europäiſche Geſittung den Naturvölkern gebracht würde, und daß wir mit unſerer dogmatiſchen Theologie mehr ſchaden als nützen.— Es iſt dies eine leere Redensart— und ich möchte fragen, was wir Culturvölker denn eigentlich den Naturkindern gebracht haben? Haben Sie ſchon einmal einen Wallfiſchfahrer geſehen? Schöne Vertreter der europäiſchen Geſittung! Ich würde es keinem Südſee⸗ inſulaner verdenken können, wenn er in der großen Mehrzahl dieſer Menſchen ein moraliſch tiefer als er ſelbſt ſtehendes Weſen erblicken würde, trotz ihrer bedeutenden Ueberlegenheit in allen Lebensfertig⸗ keiten. Was haben die Europäer— mit Ausnahme der Religion— unter die von ihnen entdeckten Völkerſchaften gebracht? Nichts als Unheil! Branntwein, der die Völkerſchaften decimirt und viele bis zum Ausſterben gebracht hat,— und ſchändliche Krankheiten, die ihnen unbekannt waren. Wie viele Beiſpiele von ſchmählichem Be⸗ trug— von öffentlichem Raub könnte ich Ihnen citiren, der heute 9 noch von Europäern in jenen Gegenden ausgeführt, erſt nach Jahren und durch Zufall bekannt wird und keinen Richter auf Erden findet.“
„Aber das ſind wohl nur vereinzelte Fälle?“ unterbrach ich.
„Nein!“ erwiderte er mir—„und wenn dem auch ſo wäre, wenn keine einzige dieſer grauſen Thaten, von denen alle Berichte er⸗ zählen, vollführt würden— können Sie leugnen, daß alle ſogenannten civiliſirten Völker, die zu den Naturkindern gehen, andere Zwecke haben, als ſich Schätze und Gewinn bei ihnen zu holen? Der Miſſionar iſt der einzige, der ihnen etwas bringt— einen köſtlichen! Schatz— nicht dogmatiſche Theologie, ſondern das Chriſtenthum,
„und der, um ſie damit zu beglücken, ſein Leben ſogar oft opfert.“
„Ja, wenn alle Miſſionare kur dieſen hohen Standpunkt im Auge hätten,“ ſagte ich dann würden wir alle wie ein Mann hinter ihnen ſtehen. Aber denken ie eon Pritchard in Otaheiti
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und neuerdings an Ellis in Madagascar....“ 3
„O!“ unterbrach er mich—„einiger weniger halber, die ihren hohen Beruf falſch auffaſſen, kann doch das Ganze nicht verurtheilt f werden. Auf einige Beiſpiele von ſchlechten Miſſionaren könnte ich. nt ihnen mit hunderten von Namen antworten, die eines jeden Mannes — und wenn er ein Atheiſt wäre Achtung durch ihr Leben, Wir⸗ ken und ihren Tod erzwingen würden! Doch laſſen wir dieſes Thema. Ich glaube feſt, daß der größte Theil der Anfeindungen der Miſſion aus Unkenntniß entſteht, die principiellen Geg er ſind meiſtentheils u Anomalien. Ich bin überzeugt, daß wenn unſere Gegner wiſſen würden, was die Miſſion iſt— ihre Zahl bedeutend zuſammen⸗ ſchmelzen würde. Und dazu, wenn Gott will, wird unſer Miſſions atlas helfen.“—
„Ja, aber Sie vergeſſen, Herr Doctor, daß die ſchlimmſten Tauben die ſind, die nicht hören wollen.“—
„Gut! auch das will ich Ihnen zugeſtehen, da Sie mir die Hoffnung von vorne herein abſprechen;— aber dann wird unſer
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