Jahrgang 
27-38 (1867)
Seite
433
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inm bereis dien er war einige Jahre älter als ich, aber... nun ich will es nur ge⸗ Rutter, die aie ſtshen, ich wollte ihm nicht wohl, denn ich verzieh ihm nie, daß er wenm eMa don Einfluß, den er ſich auf den alten Baron erworben, nicht haupt⸗ 1 Ah daß Au ſächlich dazu benutzte, eine Ausſöhnung zwiſchen Vater und Sohn 38 aushaucht. fl herbeizuführen oder daß er es nicht wenigſtens verſuchte. uche; bittt umn Es ſchien mir bald, daß dieſes Gefühl, welches mich von ihm füreibt abſtieß, ſeinem Scharfſinne nicht entgangen war, und ſeit dem Augen⸗ un; er 4 Plau blicke änderte ſich auch das Betragen des alten Barons gegen mich, 6 eni und zwar dermaßen, daß ich nach einigen Monaten mich gezwungen ac ſiect diit gem ſah, ſein Haus zu verlaſſen, um ernſteren Folgen vorzubeugen, denn en von mair mein der Obriſt nahm ſchon ganz die Manieren an.... als wolle er mich vergebe wie ſein eignes Kind behandeln. nacwerk ſtr a Als ich im Begriffe ſtand, Turin zu verlaſſen, traf ich eines das Couberi un de Tages den Cavaliere im Café St. Carlo; er kam gerade aufs mich⸗Fu. d gibt ſi de und ſtreckte mir die Hand entgegen. A deht weds ſchmerzt mich wirklich, Sie nicht mehr beim Baron zu era, 3 ergerund ſehen, ſagte er,aber alle Wetter, Sie ſind doch auch zu empfind⸗ bedgewarfer di⸗ lich laſſen Sie den alten Narren doch ſchwatzen, was er will; daß nd Herm. M r nicht recht bei Sinnen iſt, müſſen Sie doch wohl wiſſen! Winterjag Ich drehte ihm den Rücken, ohne ihm zu antworten..., der deuiſche ges. De Menſch, welcher ſeinen Wohlthäter faſt öffentlich verhöhnte, war keiner

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Ein deutſches Familienblatt mit Illuſtrationen.

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III. Jahrgang.

Ansgegeben am 13. April 1867. Der Jahrgang läuft vom October 1866 bis dahin 18617.

1867 Nℳ

Clelia.

Eine Erzählung nach mitgetheilten Papieren von A. Mels. (Fortſetzung.)

Der Baron hatte ſich einige Zeit nach der Trennung von ſeinem Sohne einen Neffen, den Cavaliere Carlo Salviati ins Haus ge⸗ nommen und hatte in dieſem wirklich ein dermaßen biegſames Werkzeug ſeines despotiſchen Willens gefunden, daß er mit ihm wohl k. Gefahr lief, ihn unter ſeiner rauhen Hand zu zerbrechen, wie er es nit der Zärtlichkeit ſeines Sohnes gethan.

Mir flößte der Cavalier nicht die geringſte Sympathie ein,

Antwort werth. Nachdem ich Turin verlaſſen, nahm ich für einige Zeit meinen Aufenthalt in Genua und verlebte dort ein Jahr, welches ich als

ines der glücklichſten meines ganzen Lebens betrachte. Ich habe

Ane Vorliebe für Ortſchaften, welche mit keiner anderen verglichen

werden können, und die Leſer, welche Genua kennen, werden meiner

Behauptung beiſtimmen, daß nichts auf der Welt der alten Königin des mittelländiſchen Meeres mit ihrer paradieſiſchen Umgegend gleicht.

Ich wohnte im Dorfe Pegli, wo der Marquis Palavicini die Wunder der Gärten Armidas, welche Taſſo beſingt, nachzuahmen ge⸗ ſucht hat und kam ſehr ſelten nach der Stadt, da ich mich mit vielem

Fleiße dem Studium der Malerei hingab und der Marquis eine der

auserwählteſten Galerien Italiens zu meiner Verfügung geſtellt hatte.

Eines Abends faſt ein Jahr war verfloſſen, ſeitdem ich Turin verlaſſen endete die Oper im Theater Carlo Felice ſo ſpät, daß, als ich nach dem Hafen wollte, um mich in meinem gewöhnlichen Boote nach meinem ländlichen Wohnorte hinüberfahren zu laſſen, ich

keinen Bootsmann mehr fand, und da der Weg im Wagen faſt zwei

Stunden dauert, ſo beſchloß ich, die Nacht in Genua zu bleiben. Ich ſchlenderte, da es noch zu früh war, um das Bett aufzuſuchen, die Via Balbi hinunter, und als ich mich nach einiger Zeit etwas er⸗

müdet fühlte, wat ich in das Café della Concordia.

Damals war dieſes Caffeehaus noch, wenn nicht das ſchönſte, jedoch gewiß eines der ſchönſten Europas. Nirgends ſitzt man trau⸗

licher als in-diefen ſchönen Sälen, deren Freskogemälde und Moſaik⸗

arbeiten Platz in einem Muſeum finden könnten und hunderttauſende gekoſtet haben, nirgends kühler und angenehmer als in der Art von ſchwebenden Gärten, in welchen man zwanzig und fünf und zwanzig Fuß von der Erde einen Apfelſinen⸗ und Citronenhain mit unſäg⸗ licher Mühe gegründet, in welchem ein Springbrunnen in der brennen⸗ den Mittagsſonne noch friſche und kühle Luft verbreitet!

Ich ſetzte mich in den zu dieſer Stunde ziemlich leeren Mo⸗ ſaikſalon und ſchlürfte ein Scorbet ein, indem ich eine deutſche Zeitung las. In einer Ecke ſaß ein Mann, welcher gleichfalls las in der anderen eine Gruppe von Officieren, welche heiter plauderten. Eine Viertelſtunde war vielleicht verfloſſen, als mich das Geräuſch zweier Eintretenden in meiner Lectüre ſtörte. Ich hob den Kopf in die Höhe, ſenkte ihn aber gleich wieder der Cavaliere Salviati halte mit einem anderen Herrn zwei Tiſche von mir entfernt Platz genommen.

Ich verſuchte weiter zu leſen, aber es gelang mir nicht; die un⸗