Jahrgang 
27-38 (1867)
Seite
554
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554 Marſch als folgende höchſt naiv⸗lyriſche Phraſe:Le général par

intuition devine les nuages passant au-dessus de sa téte lui apportent la nouvelle du danger qui menace la France!*)

Draht, welcher die unter Malakoff aufgeſpeicherten Pulvertonnen mit der elektriſchen Batterie in Sebaſtopol in Verbindung ſetzte.

Orden waren die einzige Auszeichnung und Belohnung, welche Mac Mahon für den Sturm von Malakoff erhielt der Marſchalls⸗ ſtab war für Canrobert, und die erſte Beglückwünſchung, welche dieſer erhielt, war die ſeines ſiegreichen Kameraden.

Kaum iſt ein Jahr verfloſſen, ſo ſehen wir Mac Mahon von neuem auf dem Schauplatz ſeines früheren und erſten Ruhmes in Afrika einen thatenreichen Antheil an der Expedition Randons gegen die Kabylen nehmen und im nächſtfolgenden 1858 nicht zu⸗ frieden mit der ausnahmsweiſe großen Popularität, die er bei der Armee genoß.... um die Popularität der Nation buhlen.

Man kennt das ebenſo unſinnige als verbrecheriſche Attentat Orſinis man weiß, daß in Folge deſſen ſowohl der geſetzgebende Körper als auch der Senat die ſogenanntenSicherheitsgeſetze de⸗ cretirten, welche der Regierung die unumſchränkte Gewalt über die Perſon der Verdächtigen ertheilte. Es war niemand widerſpricht dem ein drakoniſches Geſetz, welches in der erſten und wohlberech⸗ tigten Aufregung erlaſſen war; aber man muß der ſo arg verleum⸗ deten franzöſiſchen Regierung die Gerechtigkeit widerfahren laſſen, zu bezeugen, daß vielleicht noch nie eine Regierung mit einer ſo furcht⸗ baren Waffe, wie dieſes Geſetz es war, ſo milde umgegangen iſt. Mac Mahon war der einzige Senator, welcher dagegen ſtimmte, und als ihn der Kaiſer am nächſtfolgenden Tage empfing, ſagte er, iom kalt lächelnd die Hand reichend:Je croyais, qu'après Malakoff votre immortalité n'avait plus besoin de ce vote!*) Dieſe ruhige und deſto beißendere Ironie ſoll, wie man erzählt, vom General nie vergeſſen worden ſein; doch nichts hemmt die Gunſt, welche der Kaiſer dem bewährten Krieger zollt, den er gleich darauf zum General⸗ gouverneur von Algerien ernennt und ihm 1859 im italieniſchen Feldzuge den Oberbefehl über das 2. Armeecorps ertheilt.

Jetzt kommt die Epoche, wo das Kriegsglück Mac Mahons ſich auf eine wirklich erſtaunliche Weiſe zeigt. Es iſt heute unumſtößlich feſtgeſtellt, daß die Schlacht bei Magenta ſich aus einem beiderſeits unvorhergeſehenen Zuſammenſtoß entwickelt hat, und daß die fran⸗ zöſiſche Garde, welche ſich um den Kaiſer geſchart und alle Angriffe des weit überlegenen Feindes zurückſchlug, die wahre Heldin dieſes Krieges geworden iſt. Mac Mahon, welcher bei Turbigo das linke Ufer des Ticino gewonnen, hatte keine Urſache, keinen Grund, ſich auf Magenta zu wenden. Er konnte weder den Kanonendonner hören, noch konnten ihm Nachrichten zukommen, in welcher bedräng⸗ ten Lage ſein Kaiſer ſich befand; nichts ſagte ihm, daß einige Stunden ſpäter der Name jenes unbekannten Dorfes, auf das er ſich ſelber unbewußt ſeine Truppen dirigirte, für alle Zeiten der ſeine werden würde; nichts keinen Grund! und dennoch, wie von einer inneren Stimme getrieben, wie von einer gebietenden Macht gezwungen, geht er darauf los und rettet den Kaiſer und die franzöſiſche Armee.

Der officielle franzöſiſche Berichterſtatter dieſes Feldzuges, der Baron von Bazancourt, findet keine andere Erklärung für dieſen

*)Ich dächte, daß nach dem Tage von Malakoff Ihre Unſterblichkeit dieſes Votums nicht mehr bedurft hätte.

General von Moltke in ſeinem Werke über den italieniſchen Feldzug überſetzt dieſe hochtönende Phraſe in gutes Deutſch:General Mac Mahon wußte nicht, wohin er marſchirte.

Am nächſten Morgen war der glückliche General Marſchall von Frankreich und Herzog von Magenta; der Kaiſer hatte kaiſerlich belohnt!

Seit jenem Ruhmestage iſt beſonders in Deutſch⸗ land der Name Mac Mahons nur einmal wieder aufgetaucht es war, als er als Geſandter ſeines Kaiſers bei der Krönung König Wilhelms jenen faſt märchenhaften Luxus entfaltete, der den aller anderen Geſandten in den Hintergrund ſchob. Nach dem Tode Pe⸗ liſſiers wurde er Generalgouverneur von Algerien und bekleidet noch heute denſelben Poſten.

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Der Herzog von Magenta iſt zweifelsohne der glücklichſte Ge⸗ neral des heutigen Frankreich; während ſeiner ganzen Carriere hat er nie einem Rückzug beigewohnt nicht einmal einem Kampfe, der zum Stehen gekommen war. Er iſt ein glücklicher General, ein be⸗ fähigter und überaus tapferer Soldat, ein grand Seigneur im wei⸗ teſten Sinne des Wortes, voll genialer Originalität.... wir wollen dies alles willig und gern zugeben aber viele ernſte Leute in Frankreich theilen dieſe Meinung: der Marſchall Mac Mahon iſt kein Charakter. Seine Kriegslorbeeren ſind nicht durch ſein Leben verdunkelt worden, aber ſie haben auch keinen neuen Glanz durch daſſelbe erhalten. Der Herzog iſt mit Recht ſtolz auf die Dienſte, die er ſeinem Vaterlande erwieſen, aber wiederum kann er ſich kein franzöſiſches Heer ohne den Marſchall Mac Mahon an der Spitze

lich nicht halb ſo viel, als er ſich vorſtellt. Er liebt nicht ſeinen Kaiſer, er achtet die Inſtitutionen, die ſein Land ſich gegeben, nicht. Er glaubt noch feſt an die Zukunft der Orleans für Frankreich und begreift nicht, welch unnennbares Weh er über ſein Land heraufwünſcht.

Für uns Deutſche mit der düſtern Möglichkeit eines Krieges gegen Frankreich hat der Marſchall Mac Mahon keine andere Bedeu⸗ tung, als die eines tüchtigen und überaus glücklichen Generals, doch glauben wir nicht und wir müſſen eingeſtehen, daß wir uns iſolirt in dieſer Meinung befinden daß der Kaiſer ihm ein zu unbeding⸗ tes Vertrauen in einem Kriege ſchenken würde; von einem Commando en chef würde auf keinen Fall die Rede ſein.

Wir können es aus beſter Quelle geſchöpft verſichern, daß der Kaiſer weder unbedingtes Vertrauen in die Perſon noch in die militäriſchen Fähigkeiten des Herzogs von Magenta hat.

Er vertraut nur in das Kriegsglück des Eroberers von Malakoff

launiſch und wetterwendiſch iſt.

*) Der General erräth durch Intuition die über ſeinem Haupte da⸗ hinſchwebenden Wolken bringen ihm die Nachricht von der Frankreich be⸗ drohenden Gefahr.

Kuguſtin und Rouſſeau,

nach der Parallele

ihrer Bekenntniſſe.

Von Dr. Rudolf Kögel. (Schluß.)

Immer wieder mahnt Auguſtin ſeine Leſer zur Vorſicht, zur Demuth, zur liebenden Fürbitte, zur Selbſterkenntniß, zum Vertrauen, daß keiner an ſeinem inneren Auferſtehen verzweifle:ich kann nicht,

ſondern aufwache und Gottes Macht preiſen lerne. Tief im Staube

liegt er und ruft:Was ich Gutes habe, iſt Dein Werk und Geſchenk, was Böſes, iſt meine Sünde und Deine gerechte Strafe. Welche

herrlichen Speculationen ſonſt auch eingeſtreut ſind und namentlich in den drei letzten Büchern den Schluß bilden über einzelne Seelenkräſte,

über die Natur des Glaubens, über die Glaubwürdigkeit der Schrift, über den Urſprung des Böſen, über den freien Willen, über die Er⸗

löſung: unſere Haupttheilnahme bleibt immer als eine perſönliche dem großen Bekenner ſelbſt zugewendet, wie erim Staube ſich mit Gott unterhaltend, an der ewigen Liebe ſich ſonnt und die Leſer ihm nur wie Schatten vorſchweben. Scheinbar ſelbſtverſtändliche Wohl⸗ thaten Gottes er feiert ſie als beſondere Gunſtbeweiſe, ſcheinbar verzeihliche Kindheits⸗ und Jugendſünden er richtet ſie unter tiefen Schmerzen der reuigen Rückerinnerung. Stets ſtehen ihm die Ge⸗ bote als der Spiegel ſeiner Beichte vor Augen. Es iſt nicht mehr Lebensbeſchreibung, es geht alles in Betrachtung und Gebet über. Wie Pſalmenchöre ſchweben an uns ſeine Worte vorüber ein Ge⸗

denken. Er hat viel für Frankreichs Kriegsruhm gethan, aber ſicher⸗

aber ſein großer Oheim hat es bitter erfahren, daß auch dieſes

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