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beſchadet der Verpflichtungen ſeines Recommandeurs, nie ſcheute, ſeine Menagerie dem Publicum ſelbſt lautrufend anzupreiſen, iſt gewiß denen aufgefallen, welche damit das Verfahren, wie es bei Renz ge⸗ bräuchlich iſt, und wie es an der frühern Akenſchen Menagerie geübt wurde, verglichen haben. Aber die Gründe ſind ſehr einfach. Zu den Vorſtellungen in einem großen Circus gehen ſtets nur ſolche, welche es ſich ſchon vorher vorgenommen haben, ein Anpreiſen iſt alſo un⸗ nöthig, und in der Akenſchen Menagerie waren die Eigenthümer des Deutſchen nicht hinreichend mächtig, und, was das Wichtigere, der
Erfolg des Ganzen hing weniger mit ihrer eigenen Perſon zuſammen.
Dies war aber bei Kreutzberg im vollen Sinne des Wortes der Fall. Er hatte, gleich Renz, von der Pike auf gedient und alſo alle Urſache, ſich als die Seele des Ganzen zu betrachten, und ſo mußte er denn auch bald finden, daß er ſelbſt ſeine Menagerie dem Publicum beſſer empfahl, als der angeſtellte Recommandeur, der für ſeinen Lohn heute die„Raubthiere aller Welttheile,“ anpreiſt, morgen eine Rieſendame, übermorgen ein Rieſenſchwein ꝛc.
Durch dieſen engen Zuſammenhang der Perſon des Beſitzers mit der Bedeutſamkeit der Menagerie hat denn dieſelbe ſich auch ſtets ihr originelles Gepräge gewahrt, und dies ſchon würde ihr noch eine lange Lebensfähigkeit verbürgen, müßte nicht auch die geſtählteſte Natur dem Alter doch ſchließlich ihren Tribut entrichten. So aber ſind dieſe
Zeilen, welche unſer Bild begleiten, eigentlich ein Nachruf an die
Kreutzbergſche Menagerie als ſolche; denn der Beſitzer hat ſich, wenn nicht alle Nachrichten trügen, entſchloſſen, ferner nicht mehr zu reiſen, ſondern ſeine Menagerie in einen zoologiſchen Garten zu verwandeln, zu deſſen Sitz die Stadt Genf auserſehen ſein ſoll.
Da ſonach Kreutzberg(wir meinen hier immer den Vater) als reiſender Menageriebeſitzer bereits der Vergangenheit angehört, ſo dürften vielleicht einige biographiſche Notizen hier am Platze ſein; aber leider iſt es ſehr wenig, was darüber mitzutheilen iſt.— Dem Herkommen nach iſt Kreutzberg ein Preuße und reiſte ſtets mit preußiſchem Paß. So trug denn auch ſeine Tochter, als bei dem Aufenthalt der Menagerie in Leipzig die Nachricht von der Erſtür⸗ mung der Düppeler Schanzen durch die Preußen ankam, eine ſchwarz⸗ weiße Schärpe zur Feier dieſes Sieges, als ſie bei der Vorſtellung als Thierbändigerin erſchien, und der Reſpect vor dieſen Farben er⸗ ſtreckte ſich alſo ſchon damals auf die afrikaniſchen Beſtien.
Daß Kreutzberg von unten auf ſeine Laufbahn begonnen, wurde ſchon bemerkt, aber ich ſelbſt habe nie Ausführliches darüber erfahren. Ich konnte mich, trotz meines freundſchaftlichen Verhältniſſes zu ihm, nie dazu entſchließen, ihn über ſeine Vergangenheit auszufragen, und er ſelbſt hatte weder Ruhe, noch, wie es ſchien, rechte Neigung, ſich freiwillig darüber auszuſprechen. Er ſoll als Bänkelſänger ange⸗ fangen haben und mit dem Leierkaſten herumgezogen ſein. So un⸗ wahrſcheinlich das erſtere immerhin iſt, ſo habe ich ihn doch ſelbſt einen Leierkaſten mit Kennermiene drehen und prüfen ſehen, als es ſich darum handelte, dem Elephanten zur Ausübung ſeiner muſikaliſchen Talente ein Inſtrument anzuſchaffen. Uebrigens iſt ſein Anfang in der That gleichgültig, denn er möge geweſen ſein, welcher er wolle, Kreutzberg war nur zum Menaggeriſten geboren und wäre es über kurz oder lang geworden, denn dazu hatte er ein ausgeſprochenes Talent. Ganz entgegen der Anſchauungsweiſe vieler, verſtehe ich hierunter eine Summe von achtungswerthen Gaben, Neigungen und Erfahrungen, wie ſie den Träger derſelben weſentlich von andern ſeines Zeichens unterſcheiden. Seine Liebe zu den Thieren und das lebendige In⸗ tereſſe an ihnen unterſagte ihm z. B. jede Mißhandlung derſelben, und dergleichen konnte nur vorkommen, wenn er perſönlich abweſend war. Das war auch die Haupturſache, warum er es in ſeinen Leiſtungen als Thierbändiger ſo weit brachte und ſeine Stellung als ſolcher viel länger wahren konnte, als andere, denen es vielleicht gleich war, ob ſie heute Löwen, morgen Wachsfiguren bändigten, wenn ſie nur Geld machten. 2
Mehr aber, als ihm dieſe Bedeutung zu wahren, muß es dem Thierfreunde darum zu thun ſein, Kreutzberg als denjenigen hinzu⸗ ſtellen, der eine lange Reihe von Jahren hindurch und mit eigenem Intereſſe an der Sache, dem deutſchen Publicum die lebendige An⸗ ſchauung einer großen Menge ſchöner und anziehender, zum Theil noch nie geſehener Thiere vermittelt hat. Es iſt hierbei ein großer Vortheil, den die reiſenden Menagerien dem Publicum bieten, ja ein Vorzug derſelben vor den zoologiſchen Gärten, beſonders hervorzu⸗
heben. Dadurch nämlich, daß die letzteren an den Ort gebundene
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Inſtitute ſind, zwingen ſie den nicht an dieſem Ort Wohnenden ent⸗ weder dorthin zu reiſen oder auf den Genuß ihrer Schätze zu ver⸗ zichten; die Menagerien hingegen beſuchen alle Orte, zu Zeiten, wo ein großes Zuſammenſtrömen aus der Umgegend ſtattfindet, und es iſt daher entſchieden gar keine Frage, daß die bei weitem größte Mehr⸗ heit des ganzen Volkes ihre Anſchauung lebendiger wilder Thiere durch die Menagerien erhält.
Aber noch in anderer Weiſe haben ſich die Menagerien ein Verdienſt um das Vaterland erworben. Daß die Siege in Schleswig⸗ Holſtein ihren Wiederklang ſogar im Thierkäfig gefunden, wurde ſchon erwähnt; aber nicht blos an der Feier errungener Siege, nein, auch an dem Erringen ſelbſt können ſich die Thierbudenbewoh⸗ ner ſehr wohl betheiligen. Oder wer hat nicht von Kreutzbergs Elephanten viele Jahre lang das patriotiſche„Schleswig⸗Holſtein meerumſchlungen“ auf der Drehorgel abſpielen gehört? Wo iſt je⸗ mals ein größerer Tyrtäus geſehen worden? Gewiß, der patriotiſche Rüſſel eines ſolchen Elephanten hätte ſich geſträubt, ein däniſches Lied zu drehorgeln, während ſich die nur ans Geſchäft denkenden Pferde des großen Renz in Kopenhagen leider bereitwillig fanden, däniſche Siege über Deutſche verherrlichen zu helfen.
Ueberhaupt haben die Elephanten Kreutzbergs ſtets ihre Zeit recht verſtanden. Annectiren iſt ihnen von jeher geläufig geweſen.
O, ich habe traurige Erfahrungen hierin gemacht. Hier ein Beiſpiel.
Mieine in die Menagerie mitgebrachten Semmeln, Aepfel und dgl.
waren einſt bereits vergeben, aber der kleine afrikaniſche Elephant, jedenfalls in Erwägung, daß er nicht wachſen könne, wenn er nichts zu ſich nehme, ſtreckte verlangend und gleich einem dringenden Frage⸗ zeichen den Rüſſel nach mir aus. Um ihm zu beweiſen, daß ich mit dem beſten Willen ihm nichts mehr geben könne, zeigte ich auf meine Rocktaſche, damit er ſich ſelbſt von deren Leerheit an Lebensmitteln überzeugen könne. Ich hoffte natürlich, daß er ſeinen Rüſſel leer wieder herausziehen würde, aber wie hatte ich mich getäuſcht! Einer meiner dicken Tuchhandſchuhe erſchien mit dem Rüſſel am Tageslicht, um aber ſofort mit graziöſem Bogenſchwung im Elephantenmaul zu verſchwinden. Was half es mir, daß ich mit der Hand ſchnell nach⸗ fuhr, um wenigſtens eine Abſtimmung zu ermöglichen. Ein kurzes. Wackeln des Maules bekundete, daß er zur Nimmerwiederkehr, we⸗ nigſtens in dieſer Geſtalt, verurtheilt war. Hätte ich geahnt, daß dem Elephanten die Annexion ſo gut bekommen würde, ich hätte ihm ſofort den andern vereinſamten Handſchuh noch gereicht, ſo aber ge⸗ ſellte ſich zu dem Schrecken über den Verluſt noch der über die etwaigen ſchädlichen Folgen dieſer noch nicht officiell eingeführten Elephanten⸗ nahrung, und erſt nach einigen Tagen, als mich das dauernde Wohl⸗ befinden des Taſchendiebes von meiner Beſorgniß befreite, hatte ich den Muth, den zurückgebliebenen Handſchuh ſeinem Bruder nachzu⸗ ſenden, den er freilich wohl kaum noch wird erkannt haben.
Und nun einmal zu unſerm Bilde.— An anderer Stelle habe ich ſchon das Innere von Menagerien durch Wort und Bild ge⸗ ſchildert, hier haben wir es mit der Außenſeite zu thun, welche auch dem Unbemitteltſten zugänglich iſt, und das ganze Publicum in ſeiner vollen Majeſtät kann daher Richter ſein.
Der geſuchteſte Platz zur Aufſtellung einer Menageriebude iſt ſtets an dem Kreuzungspunkte zweier Straßen, damit dort die Caſſe, alſo der Eintritt eingerichtet werden kann. Die Vortheile einer ſolchen Lage ſind zu einleuchtend, um noch erörtert zu werden, für die umſtehenden Schaubudeninhaber freilich nur um ſo ſchlimmer, da eine große Menagerie ohnedies ſtets ein gefährlicher Concurrent iſt. Für alle dergleichen Leute iſt es der erſte Zweck, das Publicum zunächſt vor der Bude oder dem Zelt zu verſammeln, um ſie dann von der Wichtigkeit ihrer Sehenswürdigkeiten zu überzeugen. Zu welchen verzweifelten und hochkomiſchen Mitteln dabei oft gegriffen wird, wiſſen alle Beſucher von Meſſen, Jahrmärkten u. dgl. Die Steigerung iſt um ſo größer, je zahlreicher die Concurrenz iſt, während ſolche Anſtrengungen faſt ganz wegfallen, wenn z. B. eine große Me⸗ nagerie ſich allein an einem Orte aufhält. Unſer Bild zeigt daher das Entree der Kreutzbergſchen Menagerie in einer Meßſtadt und während der Meſſe, meinetwegen der Leipziger Meſſe. Es iſt Sonn⸗ tag, die Landbevölkerung iſt zu tauſenden zur Stadt gekommen, und es gilt, deren Zähigkeit zu überwinden. Die Concurrenz iſt zwar groß, aber die Mittel ſind ihr gewachſen, und von Entmuthigung iſt keine Rede. Neben der ſogleich beginnenden Vorſtellung iſt„Fütte⸗


