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Auch der bekannte Kaufmann
Chef iſt der jedesmalige Handelsminiſter, dem ein Curatorium aus fünf der höchſten Staatsbeamten zur Seite ſteht; an der Spitze der
Bankverwaltung ſteht ein Präſident, jetzt Herr von Dechend, dann
folgen vier Bankdirectoren, ein Juſtitiar, die Buchhalter, Caſſirer und das ganze Heer der übrigen Beamten, ſowie der Directoren und Vor⸗ ſteher der einzelnen Filiale— und alle regelt ein einziges Streben,
eine feſte DOrdnung. Zu dieſem mächtigen Baum iſt das unſchein⸗
bare Samenkorn herangewachſen, das nun vor hundert Jahren ge⸗ legt iſt.
Die Banken ſelbſt ſind italieniſchen Urſprungs, aber Jahrhun⸗
derte lang blieb dies Inſtitut auf das engere Vaterland beſchränkt. Die Amſterdamer(1609) war die erſte außerhalb Italiens gegrün⸗ dete, dann folgten die Hamburger, Rotterdamer, Nürnberger, die Engliſche, aber noch waren die Schwindel⸗ projecte, die Lawſchen u. a. ſo herrſchend——— und führten zu ſo all⸗— ꝗM⁴-— gemeiner Zerrüttung der Verhältniſſe, daß ſie in Preußen keine Stätte finden konn⸗ ten, und bis in die ökonomiſch ſo wohl⸗ geordnete Regierung Friedrich Wilhelms I. hatten wir hier keine Bank. Mit dem jungen Könige aber tauchten Projecten⸗ macher aller Art auf, Hoppmann, Grau⸗ mann, v. Cocceji und der bedeutendſte, v. Calzabigi, der durch den Major Quintus Icilius dem Könige empfohlen worden, nachdem er in Frank⸗ reich als Finanzmann eine Rolle geſpielt, und dort mit dem be⸗ kannten Caſanova de Seingalt ein Lotto di Genova errichtet. Aber trotz aller Mühe konnten dieſe Män⸗
ener, denen ſich auch
die Münzpächter Ephraim und Itzig anſchloſſen, kein Geld und keine Subſcriptionen für ihre Bankprojecte zuſammenbringen. Gotzkowski wurde hineingezogen, aber das Project zerfiel, die Gründer kamen in Ungnade, wurden beſtraft, und nach neuem Plane, an dem Quintus Icilius wieder betheiligt war, erſchien am 17. Juni 1765„das Edict und Reglement der königlichen Giro⸗ und Lehnbanko“; am 20. Juli deſſelben Jahres wurde ſie in dem noch heute der Bank gehörigen, oben erwähnten Gebäude in der Jägerſtraße eröffnet, unter die Verwaltung des Geh. Komm.⸗Raths Wurmb geſtellt, und dieſen Tag alſo haben wir als den Gründungs⸗ tag dieſes jetzt ſo gewaltigen Inſtituts zu betrachten.
Es würde zu weit führen, die Geſchichte ſeiner Entwicklung und dei in derſelben ſich zeigenden Fehler genau durchzugehen; nur in einigen Umriſſen wollen wir die Hauptphaſen derſelben erwähnen.— Die Bank begann ohne alle eigenen Mittel; die 8 Millionen, welche ze nach dem Grundgeſetz vom Juni 1765 als eine aus Staatsfonds
gewährenden Betriebsfond erhalten ſollte, ſind ihr nie gegeben worden; 400,000 Thaler wurden ihr gegeben und auch von dieſen ein großer Theil wieder fortgenommen, der Reſt war nur Vorſchuß, dazu kamen Verluſte, ſo daß die Bilanz der erſten beiden Jahre nur ein Deſicit aufweiſt. Selbſt die beinahe 9 Millionen Thaler, welche
Bilder aus Luxemburg.
VII. Auf dem Lande bei Luxemburg
Friedrich der Große ihr als Reſervefond anvertraute, war nicht ihr Eigenthum. So kam es, daß ihr ganzes eigenes Vermögen noch im Jahre 1806 nur aus 700,000 Thalern beſtand, und auch dieſe gebührten eigentlich nicht ihr, ſondern hätten zur königlichen Dispo⸗ ſitionscaſſe abgeführt werden müſſen.— Nun brach das Unglück des Jahres 1806 ein, die Bank wurde von dem ganzen Unheil mit be⸗ troffen, das über den preußiſchen Staat verhängt war. Ein Theil ihrer Caſſen wurde vom Feinde geraubt, die fürchterlichſten Verluſte entwertheten ihren Reſt; die Provinzen, zu deren Hebung ſie faſt 10 Millionen hatte hergeben müſſen, werden zu einem feindlichen Staat gebildet; zwar wird der Beſitz jener 10 Millionen ihr von dem Eroberer durch die feierlichſten Verſicherungen garantirt, aber mit Verhöhnung ſeiner Verſprechungen raubt er ſie; die Bank dient
als Generalſtaats⸗
leiſten, welche der rui⸗ nirte Staat ihr nicht erſtatten kann,— die Bank iſt factiſch rui⸗ nirt.— 1818 begann die Reorganiſation mit einer Activmaſſe, unter welcher über 15
ter und unſicherer, zum Theil ganz un⸗ einziehbarer Forde⸗ rungen figurirten und mit einem Deſicit von über 7 Millionen. Und aus dieſer Noth hat ſie ſich heraus⸗ gearbeitet aus eigener Kraft, welche beſon⸗ ders ſeit dem Jahre 1856, wo das neue Bankgeſetz(deſſen Detaillirung fürnicht kaufmänniſche Leſer kaum von Intereſſe ſein dürfte) ins Leben trat, ſich frei entfalten konnte, ſo daß der vor kurzem veröffentlichte Bankausweis über das Jahr 1866 ſtau⸗ nenswerthe Dimen⸗ ſionen des Geſchäftes aufweiſt. Die Ge⸗ ſammtumſätze der Bank betrugen über 2000 Millionen Thaler, über 30 Millionen mehr als im vorigen Jahre; alſo in der böſen Zeit des Jahres 1866 iſt der Verkehr der Bank ſo ſehr geſtiegen! Ein Beweis für die Wahrheit des im Eingange dieſes Aufſatzes über ihr ſegensreiches Wirken Geſagten. Der Betriebs⸗ fond der Bank beſtand, mit Ausſchluß der Noten, aus etwa 40 Millionen. So war ihr Vermögen durch die umſichtige Verwaltung ſeit dem Jahre 1818, alſo in noch nicht 50 Jahren, geſtiegen. Der Banknotenumlauf betrug durchſchnittlich 122 Millionen. Discontirt wurden etwa für 250 Millionen Wechſel; 93 Millionen Thaler wurden im Lombard⸗ geſchäft als Darlehne ausgeliehen, der Gewinn bei dieſen Geſchäften betrug über 6 Millionen.
kaſſe, muß Vorſchüſſe
Millionen unverzins⸗
Das iſt in gedrängteſter Kürze ein Bild von dem Umfange des
Betriebs der Bank in einem Jahre, dieſes Inſtituts, welches Gelder und Pretioſen in Verwahrung nimmt, Kapitalien verwaltet, auf Effecten und Waaren Darlehen gibt, Wechſel discontirt und ſomit in jede Branche des Geſchäftslebens eingreift, jede fördert, jede un⸗ terſtützt, und weil nicht der Gewinn ihr erſtes und oberſtes Princip iſt, zu jeder Zeit ſegensreich wirkt— in Kriſen doppelt— und das in ſeiner impoſanten Ruhe unerreicht daſteht. Ehre ſeinen Leitern! Th. Coßmann.
ich! So dact ven ich widerholt mit ſei und einen tiefen Miiruich gelingen, unken mochten woh dn de ſächſiſchen de raßen Schloſſe mit ſchaften, unverſchär den, ungezogenen— denen ſe das dorr einer Goudernante ſollte. Unſere Umgeb auch nicht gerade g ſhöönen Kinde Muth dunpf und ſchawerl Brauſen der Brand nahen Meeresſtrau laugſan hirſcted durch den üefen toockene, Leczende ſich dieſer nördli anſe in us nes mächtigen Na merſatt nennen die wenigen Prn die auf der äußerſt Zunge nach em ſa lrin da drüben hit Endlich iſt das hand errecht, ſ— Abſertigung der und Patete; nu Schritte, ein ſe des preußiſchen gußemene Herrf


