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heilig widd, em ſie beken Nap pinſe uſtins.
hlen, zu welc et der Geſchä idee Staunen
des Vaterlan das Mißtrau Lande beſie üſtet ſein? A ihren Geſchäſt türlich in ſalt e, ſie hätten geringſte Scha unte namenlo unk ihren En rmen gezwung le Geſchäftsle , ihre Fabr ner Zeit nict n dieſem ſo!
ſichtigen on zett dah, genkommel. dan und hät ſcht wohl, bis nnäherte, ſtn twickelte ſich hinzuſetzen, d den Vorſtehe gſte eingeſchin werden— ſil doch gefaßt ſ wenn z. V. ung ein einsi rubenbeſiter t
eent nichtsdeſtoweniger unſere ſtaunende Dankbarkeit. Und noch en Schritt that die Bank, von gleich unerhörter Kühnheit: ſie er⸗ hihte den Discontoſatz von einem Tage zum andern um 2 Procent, un 7 auf 9, und feſſelte ſo das Capital im Lande, machte es hier nutzbringend, und benahm ihm die Luſt, erſt im Auslande Arbeit zu ſuchen.
Das iſt die glorreiche Sommercampagne des Jahres 1866, durch welche die Bank ſich Ruhm und Dank für alle Zeiten erworben.
Was aber iſt denn nur dieſe„Bank“, dies wunderbare Weſen, das ſo Großes ſtill geleiſtet? Wir wollen ſie einmal mit einander beuchen, uns an ihrem Anblick, an den dort aufgehäuften Schätzen erreuen oder uns über ſie wundern, je nachdem es eben die Ver⸗ aulaſſung mit ſich bringt, und dann einmal nachforſchen, wie ſie denn das geworden, was ſie jetzt iſt.
Wir gehen zuſammen zur Jägerſtraße; dort, an der Ecke der Oerwallſtraße ſteht ein einſtöckiges, großes Gebäude, mit vergitterten Parterre⸗ und Souterrainfenſtern, ſtattlich und würdig im Bau; friher ſtand ein Poſten am Eingang, jetzt zeigt nur noch eine Tafel an der Außenſeite an, daß dies der Fall geweſen und daß am 15. März 1848 dort das erſte Opfer jenes Tages gefallen, ein Piſten, der bei der Vertheidigung ſeiner Waffe ums Leben kam. Wr treten ein und kommen auf einen hellen, freundlichen Vorplatz; hur beginnt die Völkerwanderung ſchon, hier ſtrömen die Scharen de Geſchäftstreibenden, aber alle zur Linken, in die verſchiedenen Canptoire; die rechte Seite iſt ſtiller, da führt eine Treppe hinauf invie Wohnung des Präſidenten, jetzt des Herrn von Dechend; der⸗ ſäbbe hat keine beſtimmte Sprechſtunde, ſondern in der Ueberzeugung, daß jeder, der zu ihm will, ihn nur in wichtigen Angelegenheiten, ba denen oft der geringſte Zeitverluſt verderblich ſein kann, zu ſprechen hahe, iſt er zu jeder Tageszeit für jeden Beamten wie Fremden zu⸗ ginglich. Einige Herren gehen über den Corridor zur Rechten, ernſt, mi ſtill ausgeprägtem Gefühle ihrer Bedeutung: es ſind Mitglieder der Directoriums, die zu einer Sitzung ſich in den mit den Bildern de früheren Präſidenten ſo wie denen der Könige geſchmückten Siſſionsſaal begeben.
Vielleicht wollen ſie den Disconto herabſetzen, vielleicht eine an ere Frage berathen, die von eingreifendſter Wichtigkeit für die zahze Geſchäftswelt iſt. Aber zur Linken in den gewölbten Corridor hitein, da ſtrömt die Maſſe; in eine Thür hinein eilen Leute, der glicklich ſituirten Minorität angehörig, die dort ihre Werthſachen in Wirwahrung geben oder ihr Geld deponiren wollen— denn wo wäre eiſicherer als hier? In eine andere drängen ſich Caſſenboten mit Gdbeuteln auf dem Arm, aus einer dritten kommen ſolche heraus, in eine vierte gehen andere mit kleinen Portefeuilles, deren Werth aher die großen Caſſabeutel weit überragt— alle kommen ſehr ſchnell nider heraus, die Expedition iſt muſterhaft organiſirt, Beamte ſind inhinreichender Zahl vorhanden, jedes Geſchäft wird ſchnell ausge⸗ fihrt. Folgen wir ihnen, gehen wir zunächſt denen mit den Porte⸗ fellles nach, ſo kommen wir in das Discontocomptoir, d. h. das⸗ ſenige, wo Wechſel ſchon vor dem Verfalltage gegen einen beſtimmten Zusfuß eingelöſt werden, wenn ſie zwei ſichere Unterſchriften tragen; ja ſchon eine einzige genügt, und das unterſcheidet die preußiſche
1 Baak von den meiſten anderen großen Geldinſtituten, das macht ſie
an ihr Wirken ſo ſegensreich, denn ſie nimmt größere und kleinere Wechſel von Kaufleuten, Gewerbtreibenden, Landwirthen, kurz, von ſedem Geldbedürftigen.
Und wie bedeutend dieſer Discontoverkehr iſt, geht daraus ſeryor, daß der Umſatz ſich auf etwa 300 Millionen jährlich beläuft, 5.h.— auf circa eine Million täglich! Und dabei wird jede Unter⸗ ſchift geprüft, wird mit der vorhandenen verglichen, die Beamten eennen ſie auch ſchon durch langjährige Uebung, und ſo kommt es zenn, daß trotz dieſes ungeheuren Umſatzes faſt nie ein gefälſchter Wechſel acceptirt oder discontirt wird und nur höchſt geringe Ver⸗ luſte vorkommen. Denn die Bank geht in ihrem Verkehr mit der größten Vorſicht zu Werke; überall hat ſie ihre Agenten, welche ihr gennue Rapporte einreichen über den Geſchäftsgang, das Leben ſelbſt und über etwaige nachtheilige Gerüchte, welche über die Firmen, mit henen ſie in Verbindung ſteht, circuliren, und über welche dann oft feſendere Erforſchungen angeſtellt, beſondere Vorträge gehalten wer⸗ —h und oft beſchränkt ſie ihren Verkehr mit irgend einem Hauſe aue bricht ihn ganz ab, lange vorher, ehe dies Haus ſelbſt weiß, daß smit ihm ſchlecht ſteht. Darum aber auch müſſen die Beamten und
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die Agenten der Bank eben ſo zuverläſſig als discret ſein, ſie werden lange geprüft, ehe ſie angeſtellt werden, dann aber ſtehen ſie auch feſt, keiner geht in andere Stellungen über, und unter den vierhundert Angeſtellten iſt noch keine Untreue, keine Pflichtverletzung vorge⸗ kommen!— Aber gehen wir weiter: Wir kommen in einen langen Saal, wo das baare Geld gezählt, controlirt und in Beutel (à 500 Thlr.) gethan wird; hier ſehen wir ein Unicum, einen Caſſirer, der in der Stunde 30,000 Thaler zu zählen im Stande iſt! Er nimmt aus dem dabei liegenden Geldhaufen die Hände voll Thaler, und in einer Schnelligkeit, daß man kaum folgen kann, ſchiebt er ſie immer zu zehnen aus der Hand auf Häufchen, nie mehr, nie weniger und dabei fühlt er jeden einzelnen Thaler an, ob es kein falſcher iſt: er unterſcheidet ſie am fettigen Gefühl! Ihm gegenüber ſteht ein anderer Beamte zur Controle, und nachdem dieſer die Häufchen nach⸗ gezählt, werden ſie in Beutel gethan, die mit einer Etiquette mit Nummern verſehen ſind. Dann kommen dieſe fort; wohin? Folgen wir ihnen.
In einem Winkel dieſes Saales iſt eine Fallthür, eine eiſerne, mit Riegeln und Schlöſſern wohl verwahrt. Drei Beamte kamen auf den Ruf des Herrn Präſidenten, der uns ſelbſt in dieſe verbor⸗ genen Räume hinabzugeleiten die Freundlichkeit hatte, herbei, jeder mit einem anderen Schlüſſelbunde— denn von da ab gehören zu jedem Schloß drei Schlüſſel, deren jeder im Beſitze eines anderen Beamten iſt,— öffneten die Fallthüre, und wir zwängten uns auf ſteiler Leiter hinab in die Tiefe, in die Keller des Banktreſors.— Welche Träume und Phantaſieen ſteigen da auf in dem Gehirne eines gewöhnlichen Sterblichen, wenn er von dieſen Räumen hört! Denn in der That kann man in keinen reicheren Schacht der ganzen Welt ſteigen als in dieſen! Wo fände man ſo die Millionen gediegenen Goldes und Silbers aufgehäuft, wo fände man ſolche Schätze in ſo engem Raume! Und wo ſähe es nüchterner, proſaiſcher aus? Statt der blitzenden und ſtrahlenden Metalle, der phantaſtiſchen Geſtalten der Erze, ſtatt der Gnomen, welche, wenn auch nicht vor aller Augen, doch vor denen der Bergleute da umherhuſchen— kommen wir in feſte, gewölbte Keller, ſpärlich erleuchtet, und mit hölzernen, von unten bis zur Decke reichenden Repoſitorien in lange Gänge getheilt. Noch an die Dunkelheit nicht recht gewöhnt, ſtolperten wir beim Eingang über etwas, das im Wege lag; es war ein Haufe gefüllter Caſſen⸗ beutel, die noch nicht einrangirt waren, und wir ſtiegen über dies koſtbare Pflaſter— es waren etwa 400,000 Thlr.— ruhig fort. In den Repoſitorien liegen die ſchon gebuchten und eingereihten Caſſen⸗ beutel, jeder zu 500 Thlr., jeder mit ſeiner Marke und Nummer verſehen, immer 8 in jedem Fach über einander, ſo daß beim ſchnellſten Durchgehen doch ſofort ein voller Ueberblick und eine richtige Controle über die dort aufgehäuften Summen möglich iſt: dann aber kamen wir in die Barrenräume; mehrere dieſer gewaltigen Keller lagen gefüllt mit Silber⸗, andere mit Goldbarren, aber auch ſie gewähren nicht den geträumten Eindruck, denn beide haben die Form gewöhn⸗ licher Torfziegel, nur etwas abgeſtumpft nach unten, und die Silber⸗ barre iſt etwa 1300, und die kleinere Goldbarre etwa 5000 Thlr. werth, und ſo liegt das Edelmetall da vor uns, todt, unſcheinbar, nicht blitzend und ſtrahlend, und nur, wenn wir anklopfen, klingt ein lieblich heller Ton hervor, der Kern dieſes Sirenengeſanges, mit dem das Gold und das Silber einſt die Menſchen verführt und ſich an ihnen dafür rächt, daß ſie es herausgeholt aus der Tiefe ihres Daſeins. O, wer ein Goldſtück doch einmal verfolgen könnte, von
ſeinem erſten Lostrennen von der Mutter Erde bis zur Münze, zum
Bankier, zu ſeinem Clienten, zum Spieltiſch, zum Geſchmeide einer galanten Dame— oder zum erſten Schmuck einer frommen Confir⸗ mandin, zum Trauring und zur Tinctur für verlorene Jugendkräfte. Es wäre ein intereſſantes Stück Lebensgeſchichte! Aber hier haben wir es nur mit der Wirklichkeit zu thun, die Ausführung jener Pee mag ein geſchickterer, phantaſievollerer College übernehmen. Wir ſtiegen alſo wieder auf„zum roſigen Licht,“ doch eigenthümlich bewegt von dem Anblick dieſer ſo ſtill daliegenden Millionen, die ſchon durch ihr Daſein an dieſem Orte den ganzen Handel des Vaterlandes und ſeiner Induſtrie Feſtigkeit und Sicherheit gewähren; ihre Ruhe da unten iſt alſo keine unfruchtbare.
So ſteht nun die Bank da! Und um dies ganze große Getriebe in regelmäßigem Gange zu erhalten, iſt eine wohlgegliederte Organi⸗ ſation nothwendig, welche ſich, mit den 130 Filialen und über 400 Beamten, von oben herab in folgender Weiſe geſtaltet. Der oberſte


