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... Die Thätigkeit Canroberts vor Sebaſtopol iſt zu allge⸗ mein bekannt, als daß dieſelbe hier erwähnt zu werden bedarf. Ihm allein verdankt es die franzöſiſche Armee, daß ſie fähig war, ſo lange Monate dem Klima und der verheerenden Krankheit Trotz zu bieten und aus allen Gefechten ſiegreich hervorzugehen. Und nicht allein die franzöſiſche, ſondern auch die engliſche, die unter dem unfähigen Lord Raglan ſich ſo überaus blamirte, hatte dem General Canrobert gar viel zu danken; denn mit echter Kameradſchaft ſorg te er für ſie. — Die engliſchen Soldaten bei ihrer Rückkunft bekannten es laut in allen Zeitungen, daß ſie in der Krim verhungert wären, wenn die Franzoſen ſich ihrer nicht angenommen hätten.
Er verweigerte Malakoff zu ſtürmen.„Ueber eine Hekatombe von Todien geht der Weg des Generals Canrobert zum Siege nicht!“ ſchrieb er an den Kaiſer—„Malakoff kann zehn⸗, kann auch zwan⸗ zigtauſend Menſchenleben koſten, das ſcheint mir zu theuer bezahlt. Warten wir noch einige Zeit, meine Maßregeln führen zum ſicheren Erfolge ohne ſolchen Menſchenverluſt.“
Die Strategen mögen gar viel hiergegen einzuwenden haben.. jedoch dieſe Gefühle können nur einen Menſchen ehren.
Der Kaiſer konnte und wollte jedoch nicht warten— Canrobert legte das Obercommando nieder, und Peliſſier, der ſolchen Gefühlen nur mit einem hämiſchen Lachen begegnete, übernahm die Oberleitung des Feldzuges mit dem Befehl, Malakoff zu ſtürmen. In der fran⸗ zöſiſchen Armee wird es Canrobert ſehr hoch angerechnet, daß er ſo viel Selbſtverleugnung und wahre Männlichkeit beſaß, nicht von der Armee zu ſcheiden, ſondern das Commando ſeiner Diviſion wieder zu übernehmen und unter dem Befehl deſſen fortzudienen, der am vorhergehenden Tage noch ſein Untergebener war und ſeine Befehle auszuführen hatte!
Des Kaiſers Gerechtigkeit unterſchätzte die Dienſte Canroberts nicht, obgleich ihm nicht der Ruhm geworden, Sebaſtopol zu nehmen. Er ward, 46 Jahre alt, zum Marſchall von Frankreich ernannt und ihm nach einer ephemeren diplomatiſchen Miſſion nach Stockholm der Oberbefehl über das dritte Armeecorps in Nancy gegeben.
Im Jahre 1859 ſehen wir ihn wieder an der Spitze dieſes Armeecorps unter dem Kaiſer nach Italien ziehen und nur mit einem
*) Es exiſtirt ein Geſetz in Frankreich, welches dem Herrſcher die Erlaub⸗ niß gibt, bei dem Hinſcheiden von Perſönlichkeiten, welche dem Staate in höheren Stellungen gedient haben, ihre ſämmtlichen Papiere mit Beſchlag zu belegen, und ſie erſt dann der Familie wiederzugeben, wenn man ſich über⸗ zeugt hat, daß in denſelben keinerlei Aufklärung über Staatsgeheimniſſe, Briefe des Souverains ꝛc. ꝛc. ſich befinden. Dieſe Maßregel iſt allgemein in Frankreich, und ſelbſt der Herzog v. Morny, der Bruder des Kaiſers und Herr Mocquard, ſein Secretär, ſind davon nicht verſchont geblieben
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Theile ſeiner Truppen bei Magenta eingreifen. Während der Schlacht bei Solferino hatte ihn ein Befehl des Kaiſers auf der Straße nach Mantua feſtgebannt, da dieſer faſt mit Beſtimmtheit vorausſetzte, daß die 30,000 Mann ſtarke Garniſon einen Ausfall machen würde. Dem gegebenen Befehle getreu, verweigerte Can⸗ robert dem General Niel die erbetene Unterſtützung und rückte ihm erſt zu Hilfe, als er die Ueberzeugung gewonnen, daß dieſer Ausfall nicht ſtattfinden würde. Nach dem Feldzuge beſchuldigte Niel Can⸗ robert, daß er ihn im Stich gelaſſen habe, und ein Duell hätte ſicher⸗ lich zwiſchen beiden ſtattgefunden, wenn die Autorität des Kaiſers nicht dieſen unerquicklichen Streit geſchlichtet hätte, indem er dem Marſchall Canrobert Recht gab. Auch die beſten Hiſtoriographen dieſes Feldzugs, u. a. der General Moltke, vertheidigen Canrobert energiſch gegen die Anklagen Niels.
Im Jahre 1861 erhielt Marſchall Canrobert den Befehl über das 4. Armeecorps in Lyon, und nach dem Tode des Marſchalls Magnan den des 1. Armeecorps und ſomit das Herz des Kaiſer⸗ reiches— Paris— ſeiner Obhut anvertraut.
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Der Mann, deſſen Lebensbild wir ſo eben zu ſkizziren verſucht haben, iſt ohne Zweifel eine der bedeutendſten Erſcheinungen des zweiten Kaiſerreichs; aber von einer andern Art von Bedeutung, als man ſie ſich gewöhnlich in unſerem Lande vorſtellt. Canroberts Charakter hat ſehr wenig von der ſo glänzenden und verführeriſchen Außenſeite der Franzoſen. Er iſt ſtill und wortkarg, und Sclave der Methode ſowohl in ſeinem Stande, als auch in ſeinem Privat⸗ leben.— Der Zug des Genialen fehlt ihm gänzlich. Ohne das un⸗ bedingte Vertrauen der Armee zu genießen, iſt er immer noch der be⸗ liebteſte Marſchall— beſonders bei den Soldaten. In den höheren Kreiſen begegnet man ihm mit einem gewiſſen Unbehagen, da ſein ſchlichtes, einfaches und doch ſo überaus gewähltes zierliches Weſen wenig zu der brillanten Geſellſchaft des Kaiſerreichs paßt. Er hat ſich mit einer ſchottiſchen Dame aus der Familie der Mac Donald verheirathet, die ganz ſeinen Geſchmack für Häuslichkeit theilt, denn, obgleich von großer Schönheit, ſpielt ſie doch gar keine Rolle in der hohen Geſellſchaft. In der Politik iſt Canrobert in erſter Linie der Gegner alles Revolutionären, daher er dem Kaiſer entſchiedene Op⸗ poſition in ſeiner italieniſchen Politik machte und ganz der Partei der Kaiſerin angehört. Seine letzte öffentliche Kundgebung war im Se⸗ nate eine heftige Diatribe gegen die Vertheidiger... Renans.
Dieſem Manne wird, wie man ſagt, der Kaiſer in einem etwai⸗ gen Kriege mit Preußen eine der hervorragendſten Stellungen der Armee anvertrauen, und ich glaube mich nicht zu täuſchen, wenn ich behaupte, daß unſere Generale des vorjährigen Krieges in dem „kleinen Herrn“ einen würdigen Gegner finden werden.
Doch möge dieſer Beweis nie geführt werden! Das iſt wohl der ſehnlichſte Wunſch aller Verſtändigen dieſſeits wie jenſeits des Rheins.
in Zufluchtshaus.
Lebensbild aus den Schweizeralpen.
In der Cantoniera di San Giuſeppe an der Gotthardſtraße, am Ausgange der ſchauerlichen Schlucht des Tremola⸗Thales, finden wir ein ſehr bewegtes Leben. Der enge Raum der düſtern Stube iſt mit Menſchen überfüllt. Sie gehören den verſchiedenſten Na⸗ tionen an, und ein und d aſſelbe Schickſal hat ſie hier unter den Schutz des Zufluchtshauſes zuſammengeführt.
Früh am Morgen hatte die Spitze der Fibia ſchon„ge⸗ raucht“*) und auf den Nachmittag die„Guxeten oder Tor⸗ menta“**) prophezeit. Und richtig war ſie auch zeitig genug her⸗ eingebrochen mit ihrer vollen unbändigen Gewalt, und hatte den
kurz vorher noch hellen klaren Tag zur düſtern Nacht umgewandelt Ohrbetäubend heult der
Cantoniera.
Sturm um die feſten dicken Mauern der
*) Fibia, die höchſte der vielen Gotthardſpitzen. Wenn der Wind den feinkörnigen Hochalpenſchnee um ſie herum aufwirbelt, ſo pflegen die Berg⸗ leute zu ſagen:„die Fibia raucht.“
) Guxeten oder Tormenta„iſt der fürchterliche Schneeſturm des Hochgebirges..
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Und ſturmbewegt ſieht es auch gleichzeitig aus in den Gemüthern der Menſchen, welche die ungezähmte Wuth der„Guxeten“ in der Stube der Cantoniera zuſammengewürfelt hat. Der ältere ſtatt⸗ liche Mann mit dem unvermeidlichen Alpenſtock in ſeiner Hand, der in der Mitte unſeres Bildes am Tiſche ſitzt, iſt ein reicher engliſcher Lord, der den Sommer und Herbſt Berge und Thäler des Schweizer⸗ ländchens durchreiſt, und nun als verſpäteter Wandervogel über den Berg hinüberzieht unter Italiens milderen Himmel, um im Dolce far niente daſelbſt den Winter zu durchleben. Er ſchleppt ſeinen eigenen Wagen mit gewaltigem Gepäcke überall hin. Wegen des friſchge⸗ fallenen Schnees hatte derſelbe ſchon in Andermatt auseinander⸗ gelegt und auf Schlitten verladen werden müſſen. Dem langen Zuge der Schlitten war eine Schar rüſtiger„Ruttner“ vorangeſchritten, um mit ihren Schaufeln die ganz eingeſchneite Bahn wieder zu öffnen. Trotz des hellen, heitern, dunkelblauen Himmels hatte der Spittler im Gotthardhoſpiz den Engländer ernſtlich gewarnt, heute noch weiter zu gehen, indem die Tormenta lan e vor dem Abend da ſein werde. Der mißtrauiſche Inſulaner witterte in der wohlmeinenden Warnung
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