hum und er⸗
er.. 0 lte getroffen, wie ein Ge⸗
ſiich zufrieden aſe rieb.
1. Veppo
lugen immer te dann wi en Exeellen, wit ihm zu es Labyrinth er, die Genua Führer oder n.— Plötz⸗ d llopfte.— Fiſchercoſtüm
Herr, welcher
ich habe ihn
„bin ich viel⸗ dung, daß ich hend,„Bar⸗ ch vade ſchon valier, der bei
anti dignori! teller, und die
klen Haus
wie ihn der K en Wei⸗ enn Sie Lieb⸗ ört plaudern, uns auf eine nua!“ fragte
wie Sie, mit
—
lwecchſelte ich Coſtüm, zog eine blaue Blouſe an und begab mich nach 1 7
„Ihr ſeid ein unbezahlbarer Menſch, Beppo, aber erzählt weiter, ich brenne vor Verlangen!“
„O, dieſe Fahrt war ganz einfach, Signor! da ich ſowohl Sie als auch die bewußten Perſonen zu beobachten hatte, ſo ließ ich vom Zugführer dem Conducteur den Befehl ertheilen, ihm gleich Nachricht davon zu geben, wenn jene den Zug verließen, denn ich konnte mir ſchon denken, daß Sie ihnen folgen würden.“
„Alſo ſo war es,“ rief ich, und erzählte ihm, wie mich der Schaffner für einen Polizeidirector gehalten hatte—„und nun?— was nun?“ fragte ich weiter,—„ich hab' ſie unglücklicherweiſe aus den Augen verloren— habt Ihr vielleicht meinen Fehler wieder gut gemacht und wißt, wohin ſie ſich begeben haben?“
„Ganz beſtimmt, Signore, ich folgte ihnen unbemerkt bis zum Wagen, ſie ſind nach dem Hotel de la Croce di Malta gefahren.“
„Aber ſie können das Hotel ja verlaſſen.“
„Haben Sie keine Sorge, Signore,— erſt heute Abend reiſen ſie ab.“—„Wißt Ihr das ſo genau?“
„Ja, um acht Uhr dreißig Minuten.
„Wohin?— mit welchem Zuge?— ich begreife nicht!
„Keine Eiſenbahn! Die Herrſchaften ſchiffen ſich auf dem Schraubendampfer der Compagnie Rubatiano nach Civitavecchia ein.“
„Aber wie wißt Ihr alles das?“
„Ja, Signore, da muß ich Ihnen eine ganze Geſchichte er⸗ zählen und... da kommt Papa Geronimo!“
Der dicke Wirth trat mit einer ſchilfumſponnenen Flaſche ein.
„Hier, Signori,“ ſagte er, indem er die Flaſche nebſt zwei ziem⸗ lich unſauberen Gläſern auf den Tiſch ſetzte,„und wohl bekomm's!“
„Iſt das wirklich die letzte Flaſche?“ fragte ihn Beppo lächelnd.
„Hm!“
„Ich denke mir, es iſt nur die vorletzte, Geronimo, und wenn Ihr dafür ſorgt, daß der Herr tüchtig Durſt bekommt, ſo möchte ich wohl wetten, daß wir die letzte nachher noch leeren.“
„Ihr ſeid ein Spaßvogel, wie kann ich für den Durſt des Herrn da ſorgen?“
„Nichts leichter, Geronimo, wenn Ihr uns Oliven, Salami
— rmeſankäſe bringt, ſo wäre es ja wirklichnein Wunder, wenn
eſt nicht von ſelbſt käme!“
Ich begriff, wo Beppo hinaus wollte und zog ein Fünffranken⸗ ſtück aus der Taſche.
„Hier,“ ſagte ich,„und ſeid ſo gut und beſorgt mir alles das, wovon mein Führer Euch ſagte.“
„Da muß ich aber die Herren allein laſſen, denn meine Tochter i*ſt nicht zu Hauſe.“
„An?“ rief Beppo lachend,„und wofür haltet Ihr die Ge⸗ ſellſchaft dieſer Flaſche?“—
kümmerte mich wenig darum.
„Erzählt, Beppo, erzählt!“ rief ich.
„Nun wohl,“ begann er,„Sie werden ſehen, wie einfach das alles iſt— man muß nur ſein Geſchäft verſtehen; dann geht alles gut und ich ſage immer, daß, wenn man in einer ſolchen Geſchichte Fiasco macht, man ſich gewöhnlich— wenigſtens acht Mal auf zehn die Schuld ſelbſt zuſchreiben kann, denn ſehen Sie, ehe man ſich un⸗ ſerm Stande widmet, muß man eine ganze Anzahl dazu erforder⸗ licher Requiſiten beſitzen, und wenn das nicht der Fall iſt, thäte man beſſer, irgend etwas anderes zu thun— und wäre es auch das ge⸗ wöhnlichſte aller Handwerke...“
„Ihr habt ganz Recht, Beppo, Sache, ich vergehe vor Ungeduld und
„Gewiß, Signore, Sie haben Recht, denn Sie müſſen mir jetzt neue Befehle geben;— alſo ich ging zur Polizei und wollte die Wohnung dieſer Damen erfragen und fand in den Anmeldungen keine Bezeichnungen, die auf dieſelben paßten. Dies war mir ein Zeichen, daß ſie nicht in einem Hotel abgeſtiegen, ſondern entweder bei Verwandten und Bekannten, oder vielleicht ſogar in ihrer eigenen Wohnung, obgleich letzteres eigentlich unwahrſcheinlich war. Nun
— aber ich bitte Euch— zur unſere Zeit iſt koſtbar!“
499
dem Bahnhofe. Ich ſchwankte erſt, nach welchem, denn Sie hatten nur geſagt, daß die Damen von Suſa gekommen und einen Ausflug nach Genua gemacht hätten; jedoch, da ich bedachte, daß man auf einem Ausfluge kein Gepäck mitnimmt und es mir darauf ge⸗ rade ankam, wie Sie gleich ſehen werden, ſo ging ich nach dem Schweizer Bahnhofe und miſchte mich unter meine improviſirten Col⸗ legen. Zuerſt ſah man mich ſehr ſcheel an, als man aber erfuhr, daß ich nicht gekommen wäre, um ſie in ihrem Geſchäfte zu beeinträchti⸗ gen, ſondern nur, um eine Erkundigung einzuziehen, und als ich dem, der mir dabei behilflich ſein würde, eine Flaſche Wein verſprach, da ward ich der Gefeierte der ganzen Geſellſchaft. Ich erzählte ihnen....“
„Um Gottes Willen, Beppo,“ unterbrach ich,„kürzt Eure Er⸗ zählung ab, die Zeit vergeht,— ich habe die vollſtändige Ueber⸗ zeugung, daß Ihr die perſonifieirte Geſchicklichkeit ſeid— ein ander Mal werdet Ihr mir dies alles erzählen— es wird mich ungemein intereſſiren— aber jetzt...“
„Gut!— alſo ich erfuhr von ihnen, daß ſie vor zwei Tagen Gepäck auf einen Wagen getragen, in welchen drei Damen einge⸗ ſtiegen wären, die der Beſchreibung, die ich gab, ganz ähnlich ſahen, und daß der Kutſcher, den einer von ihnen kannte, bei einer Herr⸗ ſchaft in Via Dora groſſa diene.— Da ich kurz ſein ſoll, ſo werden Sie ſich begnügen, zu erfahren, daß ich eine halbe Stunde ſpäter auf einem Steine an der Thür des beſagten Hauſes ſaß— mit dem Portier von meiner kranken Frau und meinen fünf Kindern ge⸗ ſprochen und von dem guten Menſchen die Verſicherung erhalten hatte, daß, wenn die Herrſchaft eines Dienſtmannes bedürfe, er mir den Vorzug geben würde. Einige Zeit lang ſaß ich da, als ein Ca⸗ briolet vor der Thür hielt und ein eleganter Herr ausſtieg und den Portier, der ihn ehrerbietig grüßte, fragte, ob ein Bedienter ſeiner Mutter im Hauſe wäre. Der Portier verneinte. Der Herr frug weiter, ob er ihm einen Gang machen könnte. Der Portier ant⸗ wortete, er wäre ganz allein im Hauſe. Der junge Herr ſtampfte mit dem Fuße— meinte, daß das gleich beſorgt werden müſſe, daß keine Zeit zu verlieren wäre und daß er nicht einen Augenblick übrig hätte. Nun zeigte ich meine Naſe— und der Portier, der mich be⸗ merkte, rief mich heran. Der Herr muſterte mich, und ich muß Ihnen geſtehen, daß mir ums Herz ziemlich ſchwül wurde, denn er kannte mich ganz genau und ich ihn auch... beſonderer Verhältniſſe halber — doch das hat nichts mit dieſer Geſchichte zu thun... obgleich... doch Sie haben mich ja gebeten, mich ſo kurz als möglich zu faſſen, und ich will Ihnen zeigen, daß, obgleich ich mit einer gewiſſen Ord⸗ nung zu erzählen liebe, ich doch kein Schwätzer im eigentlichen Sinne des Wortes bin. Alſo der Herr trug mir auf, ihm eine Depeſche auf das Telegraphenbureau zu bringen, die Abſendung derſelben zu beſorgen und den Empfangſchein dem Portier zu überbringen. Ich ließ mir das wenigſtens dreimal erklären und fing erſt zu begreifen an, als der Herr ungeduldig wurde und ich fürchten mußte, daß ich den Auftrag nicht bekommen würde. Er gab mir ein verſiegeltes Couvert, in welchem ſich die Depeſche befand, und ich eilte damit dem Telegraphenbureau zu und ſandte ſie ab. Eigentlich wollte ich gleich wieder zu Ihnen kommen und Ihnen den Inhalt dieſer Depeſche mittheilen...“
„Den Inhalt!“ unterbrach ich,„habt Ihr ſie denn geleſen?“ Beppo ſah mich groß an.
„Ich werde doch keine Depeſche einer Perſon, die mir zu beob⸗ achten aufgegeben iſt, ungeleſen fortſchicken!“ erwiderte er faſt ent⸗ rüſtet über meine Frage—„ich trat in den erſten beſten Hausflur, ſchnitt das Couvert an einer Ecke auf, zog das Blatt heraus und las:„Signor Antonio Botta, Genua. Halten Sie mir für morgen Mittag einen bequemen, für vier Perſonen beſtimmten Reiſewagen und Pferde bis Florenz bereit. Benachrichtigen Sie den Inhaber, daß, wenn ich mit dem Geſpanne zufrieden wäre, es möglich ſei, daß ich es weiter noch als bis Florenz gebrauche.“— Ich klebte das Couvert zuſammen und trug es an ſeine Beſtimmung; aber es ward mir klar, daß der Herr am nächſten Morgen mit drei Perſonen— wahrſcheinlich alſo mit den drei Damen nach Florenz— und noch weiter wolle. Ich wäre doch noch zu Ihnen gekommen, um Sie davon zu benachrichtigen, wenn mir nicht etwas eingefallen wäre— doch das war wieder eine andere Geſchichte. Ich wechſelte die Klei⸗
dung, nachdem ich den Empfangſchein der Depeſche an den Portier gebracht, und begab mich an einen Ort, wo ich dieſen Herrn gewiß
—
— —
— 2———


