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„Aber wußten Sie denn, daß es überhaupt exiſtire?“
Er ſah mich mit dem Ausdrucke des größten Erſtaunens an— meine Frage ſchien ihm unbegreifbar.
„O!“ fuhr er fort—„Herr, wie biſt Du groß. wie biſt Du all⸗ gütig— das wird die Belohnung für all meine Schmerzen und Leiden ſein— Herr, wie danke ich Dir.. o wie danke ich Dir!“
Ich verſtand von alledem kein Wort— es ſchien mir, als wenn er ſelbſt nicht wüßte, was er ſpräche, denn, wie ich ſchon vorhin ge⸗ ſagt, ſein Geſicht glich dem eines Verklärten.
„Kommen Sie,“ rief er plötzlich, heftig aufſpringend,„kommen Sie.. wahrhaftig.. Sie ſollen ſehen, was ein Mönch vermag— kommen Sie!.. ich muß das Kind des Majors und Corinna Pe⸗ rettis erretten— ich, hören Sie— ich! das wird Gottes Lohn ſein! Kommen Sie!.. Sie ſollen mir helfen, Sie, der Bote Gottes, der mir die Verheißung ſeines Lohnes von fremder Erde her⸗ gebracht!“
Und er ergriff mich beim Arme und zog mich mit ſich fort— der Stadt zu... Ich ſah mich nach Menſchen um, ich hielt den Mönch für verrückt.
VI.
Erſt in der Nähe der Brücke ſchien ihm die Ruhe wiederzukom⸗ men— er ſtand ſtill, ſann einige Augenblicke nach— ging noch einige Schritte— und wiederum ſtill ſtehend ſagte er mit jenem be⸗ fehlenden Tone, der bei ihm das Zeichen zu ſein ſchien, daß er ſeinen geiſtlichen Stand vergaß.
„Haben Sie Geld?“—„Ja!“—„Viel?“
„Was nennen Sie viel?— Ich habe Creditive auf Rothſchild auf eine nicht unbedeutende Summe.“
„Verſilbern Sie alles, hören Sie, gleich heute!“
„Gut, ich werde es thun— aber ſagen Sie mir...“
„Wie viel enthält Ihre Bürſe jetzt, in dieſem Augenblick?“
„Ich weiß nicht... einige hundert Lire.“
„Bagatelle... können Sie mir in einer Stunde hundert Na⸗ voleons ſchaffen?“—„Beſtimmt!“
„Nun gut— in einer Stunde— wo?— warten Sie— wiſſen Sie, wo der deutſche Buchhändler Loeſcher wohnt?“
„Gewiß!“
„Nun, ich werde da ſein... Suchen Sie mir das Geld unbe⸗ merkt zuzuſtecken— kein Wort mehr... beſonders im Laden... kein Wort zu mir— Sie kennen mich nicht, verſtehen Sie? und
morgen gegen elf Uhr kommen Sie ins Kloſter und verlangen Fra Angiolo zu ſprechen... dann werden wir das weitere verabreden.“
Und haſtigen Schrittes, ohne meine Antwort abzuwarten, ging e von dannen und erſtieg den Hügel, welcher, wie ich wußte, zum Kloſter führte.
Ich ſah ihm nach— wahrhaftig, er hätte den Soldaten nicht verleugnen können; ſogar einige Spaziergänger mußten dieſelbe Be⸗ merkung wie ich machen, denn ſie ſahen erſtaunt dem Dominicaner
„Mach, der rüſtigen, feſten Schrittes mit erhobenem Haupte und leuch⸗
tendem Blicke dahinſchritt.
Ich war jetzt, ich brauche es dem Leſer wohl nicht zu ſagen, faſt noch verwirrter, als vorhin. Jetzt hatte ich einen Anhaltepunkt für meine künftigen Unternehmungen— aber Gott weiß, welchen! Das Benehmen des Marquis ſchien mir ſo unerklärlich, daß ich nicht wußte, was ich davon halten ſollte.— Ich nahm eine Droſchke, da es ſchon ziemlich heiß war und ließ mich zum Bankier fahren— und enregte nicht geringes Aufſehen bei dem Commis, als ich mir fünf⸗ hundert Napoleons zahlen ließ. Dann, da die Stunde, die der Marquis mir bewilligt, noch längſt nicht verſloſſen war, fuhr ich nach dem Café Nazionale, welches unter den Portiken liegt und nur einige Schritte von der mir zum Rendezvous bezeichneten deutſchen Buchhandlung entfernt iſt, beſtellte ein Sorbet und, indem ich mich ans Fenſter ſetzte, muſterte ich, über mein Abenteuer nachdenkend, die Vorübergehenden.
Ich mochte wohl eine Viertelſtunde dageſeſſen haben, als man nich plötzlich von meinem Sitz aufſpringen, Hut und Stock ergreifen, ein Geloſtück hinwerfen und mit der größten Eile zum Café hin⸗ gusſtürzen hätte ſehen können.
Richtung von der Piazza Madame die Portiken hinunter einem Ge⸗ genſtande zu, der meine ganze Aufmerkſamkeit in Anſpruch zu nehe men ſchien?
Noch mehr!— Warum hatte ich denn in dieſem Augenblicke alles vergeſſen, was mich noch vor wenigen Minuten ſo ausſchließlich beſchäftigee— das Kind des Majors— Salviati— den Mönchh — den ganzen Grund meiner Reiſe?
Athemlos ſtürzte ich vorwärts und zügelte erſt meinen Lauf, als ich mich faſt nur zehn Schritte von drei Damen entfernt befand, die langſam und oft an dieſem oder jenem Schaufenſter ſtill ſtehend, vor mir gingen!— Ich hatte dieſe drei Damen vom Fenſter des Café Nazionale aus geſehen und.... wer weiß warum? mein Herz hatte mit einem Male zu ſchlagen aufgehört— das Blut war mir in den Kopf geſtiegen und, ohne zu wiſſen, was ich that, eilte ich ihnen nach.
Warum?— was wußte ich, warum?— vielleicht um die ſechszig Franken, die dieſe Damen mir ſchuldeten, wieder zu erlangen? denn es war die Dame von St. Jean de Maurienne mit ihren beiden B⸗ gleiterinnen Paula und Clelia.
Ich mußte ſelbſt lachen, als ich mich, nachdem ich wieder zu V Athem gekommen, fragte, warum ich ihnen nachlief, und mir die Antwort gab, daß es wahrſcheinlich des Geldes halber wäre. Ich zog meine Brieftaſche.. warum?. ich öffnete ſie.. ohne Grund. und freute mich wie ein König, als ich die Immortelle ſah.
Die Damen ſchritten vorwärts— ich ihnen nach— ſie ſtehen ſtill— ich gleichfalls— endlich verlaſſen ſie die Portiken und biegen links ein— ich will eben ein Gleiches thun, als ich ſie in einen La⸗ den eintreten ſehe.— Nun beſchließe ich, auf und abzugehen und zu warten, bis ſie den Laden verlaſſen, als zufälliger Weiſe mein Blick auf das Schild des Geſchäftes fällt und ich erſtaunt zurückfahre.— Ich las: Librairie Etrangère de H. Loescher.—
Meine Unbekannten haben mich meinem Beſtimmungsorte zu- geführt! Ich ſehe nach der Uhr, noch fehlen fünf Minuten an der Stunde— ſchnell iſt ein Entſchluß gefaßt— ich trete in den Laden und bitte um den Catalog der letzten Neuigkeiten im Buchhandel.
Die drei Damen ſtehen vor dem Ladentiſche und haben meinen ℳ Eintritt gar nicht bemerkt; vor ihnen liegt eine Auswahl von Guides-voyagcurs, die ſie durchblättern, und ich höre die liebliche V Stimme Fräulein Paulas, welche ſagt:
„Haben Sie denn gar keinen Guide, der ſich ſpeciell mit der Riviera del Levante und dem Golfe von Spezia beſchäftigt?“
„Bitte um Entſchuldigung, Mademoiſelle,“ erwidert dez mis—„hier in dieſem Guide von Mittel⸗Italien werden G was Sie wünſchen, finden.“
Paula blättert in dem ihr hingereichten Buche, die mit ihrem immer freundlichen Lächeln thut ein Gleiz Clelia— ich kann ihr Geſicht in einem Spiegel ſer Clelia hat ihre ſtets gleichen, ſtarren Züge bewahrt. nicht täuſche, ſieht ſie angegriffen und leidend aus; das liche Geſicht iſt blaß, die Augen trübe— ihre ganze Halt ſchlafft.— Warum ſchnürt ſich denn mit einem Male d. meiner Bruſt ſo ſchmerzvoll, als ich den Leidensausdruck, de Nimbustum das Haupt des jungen Mädchens ſchwebt, erker Es iſt unſchicklich, fremde Perſonen in einem Geſchäfte anzuſpre — doch was!... ich habe dem jungen Mädchen ſchon einma Dienſt geleiſtet und— wer weiß?— überdem bin ich ein C dem ſeinem Schuldner gegenüber alles erlaubt iſt.
„Haben die Damen eine glückliche Reiſe gehabt?“
Man dreht ſich erſtaunt um— ſieht mich eine Se verblüfft an; dann erkennt man mich...
„Ah, ce monsienr!“«... ſagt die Tante—„ig Herr... wir ſind vor einer Stunde erſt von Genua ich muß Ihnen nochmals für Ihre Freundlichkeit Maurienne danken.“
„Für den Dienſt, den Sie mir geleiſtet ha lächelnd und einen Blick auf Clelia werfend.... wie wunderſchön iſt dieſes Mädchen! Ihr Auge h Starrheit— ihr Blick iſt thränenſchwer— ſie ſi an— und ich fühle mich erröthen, als wenn ich alt wäre....
Doch plötzlich nimmt der Blick Clelias eine an.... Erſtaunen— Verwirrung... ja faſt G


