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ehe er 1827 als Junker in das Leibregiment eintrat. Im nächſten Schon 1848 war er zum Oberſtlieutenant ernannt und bald darauf Jahre ward er Unterlieutenant, und nun mußte auch er ſich dem zum Flügeladjutanten des neuen Königs. Jetzt war die Unbill des Schickſale fügen, dem ſo viele junge, talentvolle Officiere in den ſüd⸗ Schickſals, welches ihn in ſeinen erſten Jahren verfolgt, faſt ausge⸗ deutſchen Staaten unterlegen ſind. Er blieb 12 Jahre Unterlieute⸗ glichen; er hatte noch im rüſtigſten Mannesalter eine der einfluß⸗ nant, und erſt 1840, in ſeinem dreiunddreißigſten Jahre und im reichſten Stellungen des Hofes und der Armee— war vermögend,
Augenblicke, wo er im Begriff war, ſeinen Abſchied zu nehmen, erhielt hochgeachtet, von ſeinem Könige geliebt.... was kann ein Menſch er ſein Patent als Oberlieutenant. Dem Kronprinz Max hatte er auf Erden wohl mehr ſich wünſchen?
dieſe Beförderung zu danken; er war ihm im vorhergehenden Jahre Doch nur eine kurze Raſt war dem Unglücklichen gewährt— als Kammerherr zuertheilt worden und that bei ihm Dienſte eines— es war, als ob ihm— kein Mitleid.... keine Ruhe gegönnt Ordonnanzofficiers; der geniale und herzensgute Prinz hatte oft den werden ſollte!
Mißmuth auf der Stirn des jungen Mannes geſehen und hatte durch Was war es, das ihn traf? welchen Schlag, ſo ſchmerzlich wie
gütiges Zuſprechen ihm das Geheimniß ſeines gekränkten Ehrgeizes keinen anderen hatte das Schickſal für ihn auserleſen?— Noch heute von den Lippen gelockt. König Ludwig I.— der Leſer weiß es viel- ſchütteln ſeine beſten Freunde ſinnend den Kopf, wenn man ihnen leicht— war dem Militärweſen ſo ſehr abhold, daß die jüngeren von jener Zeit aus dem Leben Zollers ſpricht.
Officiere unter ſeiner Regierung alle Hoffnung verloren hatten, es Niemand weiß etwas Beſtimmtes; jeder von ihnen vermuthet je zu etwas zu bringen. Wie gewiſſe Regierungen, welche es nicht etwas anderes— aber wie geſagt, vermuthet es nur. Dem ſpähen⸗ wagen, ein Inſtitut öffentlich zu unterdrücken, ihm nur die Erlaubniß den Auge ſeiner Freunde und ſeiner Feinde blieb alles verborgen. zur Aufnahme neuer Mitglieder verweigern und es ſo langſam aus⸗ Immer noch war die Gnade und die Freundſchaft des Königs in ſterben laſſen— ebenſo ſchien König Ludwig I. ſich die Aufgabe ge⸗ eben ſo hohem Grade wie früher ſein— niemand hatte ihm etwas ſtellt zu haben, die höheren Stellen ſeiner Armee nach und nach zum zu Leide gethan, ſeine äußeren Umſtände— in einem Worte— Erlöſchen zu bringen. Er konnte den jungen Leuten, die ein ſtrenges waren dieſelben geblieben; doch wie kam es, daß aus dem kräftigen, Examen beſtanden hatten, nicht die Aufnahme in die Armee ver⸗ heiteren Manne mit offenem Blicke und ſtets lächelnden Lippen in weigern, doch er legte ihrem Avancement ſo viele Hinderniſſe in den wenigen Wochen am Ende des Jahres 1849 ein düſterer, ernſter, Weg, daß mehr als zwei Drittheile ſicherlich, nachdem ſie die langen faſt despotiſcher Mann geworden iſt? kein Lächeln belebt mehr ſein ſchönen Jugendjahre im nutzloſen Warten auf Avancement vergeudet, ſchönes, männliches Geſicht, kein gütiges oder freundliches Wort ſich von einer Carriere zurückzogen, die ihnen ſo wenig Ausſicht auf kommt mehr von ſeinen Lippen... ernſt und ſchweigend verrichtet Erfolge bot. Es fand ſich manchmal, daß einige dieſer jungen Leute er ſeinen Dienſt, dann zieht er ſich in ſeine Wohnung zurück, läßt Protektoren hatten, die für ſie an die Gerechtigkeit des Königs appel⸗ ſich bei allen denen, die ihn beſuchen, verleugnen und erſcheint erſt
lirten, und man erzählt gar viele Geſchichten, wo ſelbſt Prinzen des wieder am nächſten Tage mit demſelben marmorblaſſen Geſichte und
königlichen Hauſes,— ſogar der oberſte Chef der Armee, Prinz Karl demſelben ehernen Ernſt, der ſich ſo plötzlich ſeinem ganzen Weſen von Baiern,— vom Könige abgewieſen worden waren, wenn ſie um aufgeprägt hat.... Und nichts iſt geſchehen, die Neuigkeitskrämer Avancement für irgend einen bewährten Officier nachſuchten. Der des Hofes mit ihren immer ſpähenden Augen, mit ihren ſo glatten Kronprinz hatte hierin ſchon herbe Erfahrungen gemacht; nichts⸗ Zungen, mit ihren ſo geübten Ohren, die jeden Luftzug des Hofes deſtoweniger verſuchte er es noch einmal zu Gunſten ſeines Kammer- verſtehen und ihm eine Deutung geben, ſcheinen blind, ſtumm und herrn, und es gelang ihm, ſeinen königlichen Vater in einer jener taub geworden zu ſein; ſie begreifen nicht... und haben noch heute Stunden nervöſer Aufregung zu treffen, die der König ſo oft hatte nicht begriffen. Das Geheimniß iſt gut bewahrt worden, dermaßen
und wo ihm jegliches Regierungsgeſchäft unangenehm und läſtigwar. gut, daß es faſt in Vergeſſenheit gerathen iſt und daß im vorigen
„Gut, gut“— ſoll er ſeinem Sohne, der um Zollers Avan- Jahre erſt, als die Kriegesnachrichten ganz Baiern in Bewegung
3 cement bat, geantwortet haben;—„mache lauter Generallieutenants ſetzten, einige wenige ſich entſannen, daß der Commandant der 3. bai⸗
aus Deinen Kammerherren, aber laſſe mich damit in Frieden.“ riſchen Armeediviſion jener ſelbe Zoller wäre, welcher ſich vor ſechs⸗ Dieſer üblen Laune des Königs hatte es alſo Zoller zu danken, zehn Jahren eines Tages ſtumm und bleich vor dem Könige Max
daß er— wie oben erwähnt— nach zwölf Jahren vom Unter⸗ zum verbeugt hatte, als dieſer ihm zum Lebewohl herzlich die Hände Oberlieutenant avancirte; aber der Kronprinz, dem es am Herzen drückte und ihm nach mehrfachen Geſuchen die Erlaubniß ertheilt zu liegen ſchien, dieſe Ungerechtigkeit wieder gut zu machen, bewirkte hatte, zum Regimente zurückzukehren!— Wir vergaßen zu erwähnen, ſchon nach zwei Jahren auf eine faſt ähnliche Weiſe, daß er Haupt⸗ daß ſeit längerer Zeit Zoller ſchon das Amt eines Hofmarſchalls be⸗ mann wurde. König Ludwig unterzeichnete das Patent mit einem kleidete und daß ihm in der Carriere des Hofdienſtes die glänzendſte
Dieſelbe Scene wiederholte ſich faſt wörtlich, als ihn der Prinz Oscar von Zoller übernimmt in Augsburg das Commando des
zwei Jahre ſpäter zum Major vorſchlug und ihm dieſer Grad auch dritten Infanterieregimentes, und ſeine erſte Amtshandlung iſt die, 4
zuerkannt wurde. Zoller hatte ſich das ganze Vertrauen ſeines jun⸗ dem älteſten Major die Leitung des Regimentes zu überlaſſen. Dann gen Gebieters zu erwerben gewußt; er lebte mit ihm in einem innigen läßt er ſich den Unterofficier kommen, welcher mit dem Einexerciren geiſtigen Verhältniſſe, und die Jahre, die nun folgten und die wie der Rekruten gewöhnlich betraut iſt, zieht ſeine reichbetreßte Uniform ein unheilſchwangeres Gewitter, welches nach und nach den Horizont aus, läßt ſich einen Soldatenrock und ein Gewehr bringen und ſagt
immer mehr verdüſtert, für die öffentliche Ruhe Europas heraufbe⸗ dem ſeinen Augen und Ohren nicht trauenden Unterofſicier:
eine der erſten Eichen, die er zu entwurzeln ſuchte, war der halb⸗ lang, ſetzt der Unterofficier ſeine Inſtructionen fort, denen der Oberſt Ntauſendjährige Stamm, auf dem die Krone der Wittelsbacher ſo lange ſtets mit der größten Aufmerkſamkeit zuhört, indem er die ih e⸗ Nund ſo glorreich geruht hatte. König Ludwig des Erſten Energie benen Befehle mit der peinlichſten Präciſion ausführt. Nachdem eichte nicht hin, um die Krone, die er mit jugendlichem Leichtſinn ſein„Einexercirungscurſus“ beendet, macht er wochenlange Marſch⸗ aufs Spiel geſetzt, im letzten Augenblicke wie ein Mann zu ver⸗ übungen mit gepacktem Torniſter und dann endlich Schießübungen theidigen... ſie fiel wie ein Spielzeug von ſeinem Haupte in die und läßt nicht eher nach mit allen dieſen Disciplinen, bis der Unter⸗ Hände des irregeleiteten Volkes und wäre vielleicht dort zerbrochen officier ihm ſein Wort gibt, daß der Herr Oberſt der geſchulteſte und zerſchellt, wenn Kronprinz Max ſie nicht gerettet hätte, indem er Soldat ſeines ganzen Regimentes ſei. Die Officiere, wie leicht ſeine Stirn damit zierte. vorauszuſehen, ſchütteln bei allem dieſem den Kopf und meinen, doe Während dieſer ganzen grauſen Zeit, einer Zeit, die für das man ihnen vom Hofe ein Original geſchickt habe, um ihr Regiment tindlich gute Herz des Kronprinzen eine ſchreckliche ſein mußte, ſtand zu commandiren, das— man auch wohl beſſer gethan hätte, bei Zoller ihm wie ein treuer Freund in allen Verhängniſſen zur Seite. Hofe zu behalten. Doch wie erſtaunen ſie, als der Oberſt ſie am
1 ſchworen zu ſein ſchienen, verfloſſen für den Kronprinzen und ſeine„Sie werden mich wie einen Rekruten behandeln— mich ein⸗ 4 Umgebung in heiterer Ruhe, in die ſich ernſte Studien für das künf⸗ exerciren, und je ſtrenger Sie gegen mich verfahren werden, deſto zu⸗ tige Wohl des Landes miſchten.... Da brach der Sturm los, riß friedener werde ich mit Ihnen ſein.“ wie ein angeſchwellter Gebirgsſtrom alles zerſtörend vor ſich hin, und Sechs Wochen hindurch, morgens und abends zwei Stunden
ſarkaſtiſchen Lächeln, indem er ſagte: Zukunft bevorſtand. 3—„Nun, Gott ſei Dank— da haben wir ja einen Capitän mehr!“.
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Tage, nachder am ſich verſa Regimente hier enſc fenigen Of Hofe gibt, Namen„Ar enntichamb dß ih mich zu eommand darauf gerich gen, daß Si
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Bataillon und Regimente zur gimentes wieder
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diſe Strenge i jeder begeugen härter, als geg jahrein auf ein G ſen, ot nist Weer, ſaß Tag keine Mi
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