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Cenies anweiſen, als er ſich ſelbſt, trotz aller ſeiner Eitelkeit, ange⸗ maßt hat. Seine Lehrgedichte— willſt Du die Gedichte nennen? Selbſt unter den Lehrgedichten ſtehen ſie auf der niedrigſten Stufe. Eeine Fabeln?— wer hat Aeſop und Phädrus einem Homer, Pindar, Lirgil nur von ferne an die Seite geſetzt? Lafontaine wird als ein Genie erſter Größe geprieſen, aber unter den Franzoſen, und von Franzoſen! Seine Komödien, ſeine Briefe, ſeine Proſa!— Ach laß nich; ich will ja gerne dem Volke ſeinen Götzen laſſen, nur verlange licht, daß ich ſelbſt niederfallen ſoll. Gellert war ein guter, frommer Mann, ein guter Schriftſteller für Zeiten, wo Gottſched alles war; per durchaus kein Dichter.— Ich rede nicht in der Hitze. Ich verſichere hic, daß ich für Gellerts wahre Verdienſte eben die Hochachtung habe, die du nur immer haben kannſt. Aber ihn mit Klopſtock nur vergleichen! Jein! Der Dichter, der nur eine große Seele, die wieder wirken kann, ſurk rührt, thut mehr, als der, der den ganzen Mittelſtand in eine dumme Andacht einſchläfert. Und darin, glaube mir, ſtimmt Klop⸗ ſock, ſtimmen alle übrigen Glieder des Bundes mit mir überein. Daſſelbe wird es wohl mit Bürgers Balladenpoeſie werden, nur daß Hürger wirklich ein Dichter iſt; wir wollen ſehen, ob eßeihm in der ſenore gelungen iſt, Verſtändlichkeit mit dichteriſchem Schwunge ebenſo r vereinigen, wie es ja wirklich einem Geßner, Kleiſt, Gerſtenberg, Gleim gelungen iſt.“
„ und das wird um ſo gerechtfertigter ſein,“ ergriff raſch Boie drs Wort,„als er ſein neues Geiſteskind mit unerhörter Anmaßung und Selbſtüberhebung vor unſern Richterſtuhl ſtellt. Hört und urtheilt filbſt. Schon früher ſchrieb er mir:„Sie können Ihre Begriffe gar ncht zu der Vortrefflichkeit dieſes Stückes erheben. Ja! das iſt eine Lallade, die ſich gewaſchen hat! Wenn es dabei nicht jedem kalt über de Haut laufen muß, ſo will ich mein Lebenlang Hans Caspar hißen.“ Allein das will noch nichts ſagen gegen den Ton, den er ir dem vorletzten Briefe anſchlägt:„Gott Lob! nun bin ich mit meiner unſterblichen Lenore fertig! ruf ich im Taumel meiner noch wallenden Begeiſterung Ihnen zu. Das iſt Dir ein Stück, Brüderle! — Keiner, der mir nicht erſt ſeinen Batzen gibt, ſoll's hören. Iſt's möglich, daß Menſchenſinne ſo was Köſtliches erdenken können? Ich ſtaune mich ſelber an und glaube kaum, daß ich's gemacht habe. Pahrlich, das exiſtirt noch nicht, weder in Proſa, noch in Reim! Ich muß mir ſelbſt zurufen, was der Cardinal von Eſte Arioſten
t Jnſel, in daa rief: Um Gott, Herr Bürger, wo habt Ihr nur die gewaltigen nverband. Echnurren her?— Ei, Ihr Geſellen dort, wie tief werdet Ihr die
üte davor abnehmen müſſen! Ich ſchicke es aber hier noch nicht nit, ſondern bring es binnen acht Tagen ſelbſt mit. Denn keiner
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un Euch allen, er declamire ſo gut, als er will, kann Lenoren aufs iſte Mal in ihrem Geiſte declamiren; und Declamation macht die Halbſcheid von dem Stücke aus. Daher ſollt Ihr es von mir ſelbſt, ds erſte Mal in aller ſeiner Gräßlichkeit vernehmen. Dann ſollt ör die Genoſſen des Hains in der Abenddämmerung auf ein ein⸗ ſtmes, etwas ſchauerliches Zimmer zuſammen laden, wo ich, unbeſorgt und ungeſtört, das Gräßliche der Stimme recht austönen laſſen kann. Der jüngſte Graf ſoll, wie vor Loths Weibe, davor beben.“ „Das hätten wir aber wohl Noch hingehen laſſen; in ſeinem lezten Briefe überbot ſich Bürger ſelbſt und ſchrieb: Der Titel eines Plers ſcheint uns jetzt zu klein zu ſein; daher Wir uns denn den eines Condors des Hains beigeleget.“
1„Das ging, denn doch zu weit. Ich machte den Genoſſen des für den⸗ wo Heins in unſerer letzten Verſammlung von dieſer Anmaßung Anzeige, i erſte ſo ud nach einem gemeinſamen Beſchluſſe der anweſenden Mitglieder a uirn viele waren damals am Beiſammenſein gehindert, daher ich zu deren ingſt Du N Beſtem die Sache noch einmal in extenso vortrage) erließen wir an Muſen! Gr der Frevler folgenden Bundesbrief, den uns unſer Secretarius aus behüte uns 2 dem Concepte vorleſen mag.“ bwolde mehr Der Minneſänger Miller erhob ſich auf dieſe Mahnung und tanden. Nen ung mit pathetiſcher Stimme den Brief vor: boch, als Meil„Unſerem ehrſamen, lieben Sperber, Gottfried Auguſt Bürger, s neſthaft und zu erfragen in den Felsritzen zu Gleichen. te Voß„e 1 N Durch unſeren Gerichtsboten. iſelle⸗ Ie 1 Wir von Bragas Gnaden Adler des Hains wollen Dir, Ehr⸗ verdient er T ſaner, lieber Sperber, hiermit unangefügt nicht laſſen, wasmaßen c nicht vie lin Wir mißfällig vernommen haben und Uns zu wiſſen worden iſt, wie 47, als wnes Du wider alle Göttlichen und Menſchlichen Rechte Dir freventlich wöhnlihſte itit und ungeſcheut angemaßt und arrogirt haſt: ine Lſen 1) Dich über Deine Sperberſchaft zu erheben, und Dich nicht hohern— 4
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allein Uns, den Adlern des Hains, gleich zu ſtellen, ſondern Dich ſogar mit dem Namen eines Condors, des allergrößeſten aller gefie⸗ derten Geſchöpfe zu belegen: wie nicht weniger
2) Uns unter Dich herabzuſetzen, den Uns ſchuldigen Reſpect zu verſagen und im Gegentheil Uns mit einem niedrigeren Titul zu be⸗ nennen.— Ferner und zum
3) Haſt Du Deinen Gaſſenhauer„Eleonore“ nicht allein un⸗ ſterblich geprieſen, ſondern denſelben ſogar über unſere göttlichen Ge⸗ ſänge zu erheben Dich thürſtiglich vermeſſen. Endlich aber und
4) Iſt Deine unglaubliche Frechheit ſo weit gegangen, daß Du Uns Deine Untergebenen genannt haſt, da Uns doch die Natur zu Herren über Dich und Deinesgleichen geſetzt und geordnet. So iſt Uns auch
5) Auf eine andere Weiſe hinterbracht und zu Ohren gekommen, wie Du in Deinem verkehrten Sinn Dir vorgeſetzt, bei Vorleſung Deines Gaſſenhauers Uns allen(woran Wir jedoch noch billigen Zweifel tragen und Dich eines ſolchen Vermeſſens nicht fähig halten) auf die Hälſe zu treten.
Wenn Du nun auf dieſe Weiſe Dich vielfältig und gröblich vergangen haſt: Als ſetzen, befehlen, ordnen und wollen Wir, thun es auch hiermit Kraft dieſes Briefs, daß Du
1) Am künftigen Sonnabend, wird ſein der 21. Auguſt, bei rechter früher Tageszeit in Unſerer Verſammlung Dich einzufinden, geſtalten Wir Dich denn hiermit heiſchen, laden und citiren. So nicht minder
2) Erwarten Wir, daß Du Uns von Deinem gottloſen Ver⸗ halten ſeit Verfertigung der berüchtigten„Eleonore“ Red' und Ant⸗ wort geben und Uns geziemende Abbitte zu leiſten nicht verweigern wirſt. Widrigenfalls aber
3) Sollſt Du wiſſen, daß bei verharrlicher Verweigerung durch Unſern einſtimmigen Rath Folgendes erkannt iſt, daß Dir
Durch Unſern Büttel Deine Fittiche abgeſchnitten, Dir vor die Augen gehalten, damit Du ſieheſt, daß es nur Sperberfittiche ſind; dieſelben hierauf, Dir zur wohlverdienten Strafe, andern aber zum gerechten Abſcheu und Exempel an Dein eigenes Scheunenthor genagelt werden ſollen. V. R. W.
Gegeben in Unſerer Verſammlung den 18. des Auguſt⸗Monats im Jahre nach Chriſti Geburt 1773.
K. F. Cramer. G. D. Miller, Secretär mppr.
Dieſe Citation, fuhr Boie fort, übernahm unſer Bundesmitglied Cramer, an Bürger zu übermachen und hat es auch mit einem per⸗ ſönlichen, freundlich mahnenden Begleitſchreiben, das er uns zu den Acten gegeben, gethan. Da aber beſagtes Mitglied, ſeiner löblichen Gewohnheit gemäß, heute in unſerer Verſammlung nicht zugegen zu ſein geruht, ſo fordere ich unſeren Secretarius auf, beſagtes Schrei⸗ ben, wie es in den Acten iſt, zu unſerer Kenntniß zu bringen.
Miller nahm das Schreiben aus dem Actenfascikel auf und las es vor:
An den Herrn Amtmann Bürger in Gelinhauſen. Du übermüthiges Gefieder!
Sieh einmal, was Du durch Deine Tollkühnheit angerichtet haſt! Der Hain hat Dich nicht allein für keinen Condor erkennen wollen, ſondern hat den einmüthigen Ausſpruch gethan: daß Du zur Zeit nur noch ein Sperber ſeiſt, wohl aber dereinſt, wenn Du noch mehr specimina edirt haben wirſt, zur Würde eines Adlers, dergleichen wir ſind, erhoben werden könnteſt.(Dies iſt ein Schimmer des Troſtes, den ich Dir im Vertrauen geben kann.) Du haſt den ewigen Liebe⸗ und Lobebund, ſo wir mit einander errichtet, in Deinem übermüthigen Condorſchreiben dergeſtalt hintangeſetzt, daß ich es habe nicht ändern können, mein Votum mit zu dem Decrete zu geben, welches ich Dir hiermit im Namen des Hains zufertige. Auch kann ich hinfüro nicht mehr Dein Procurator ſein, bei den Beſchmutzungen Deiner ſein⸗ ſollenden Condorſchaft. Deinen Ruhm kann ich auch fürder nicht bei den Steinadlern propagiren. Lobchens, die ich auf meiner Reiſe für Dich geſammelt, werde ich Dir nicht mittheilen, wohl aber Taxirun⸗ gen, ſo ich gehört. Weißt Du auch ſchon, daß Dich der göttliche Wieland in ſeinem Götterboten angetaſtet hat? Du wirſt Dich alſo Sonnabend einſtellen. Ich bin indeſſen doch auf Deinen Gaſſen⸗ hauer neugierig und verharre noch immer mit einigem Eſtime
Dein günſtiger Freund K. F. Cramer, Adler.


