ballt mit dem gehöhlten Ende aus dem Teig von Waſſer, Salz und Mehl Kugeln und wirft ſie in den Hafen mit heißem Waſſer, daß ſie bald darin zitternd in die Höhe tanzen. Es ſind ihrer meiſt acht.
Mittlerweile ſiedet in einer eiſernen Pfanne Schmalz. Der Knecht ergreift nun wieder den oben gehöhlten Holzſtiel, holt die ver⸗ härteten Nocken aus dem ſiedenden Waſſer und wirft ſie in das flüſſige Schmalz, daß ſie ſich braun röſten. Es gewährt einen ſelt⸗ ſamen Anblick, die Männer in langer Reihe ſo vor den Feuern ſtehen zu ſehen, deren Glut bald unausſtehlich wird. Jeder hält den langen Pfannenſtiel an ſeinem äußerſten Ende. Weil er wegen der Hitze nicht näher hinzugehen kann, ſchlägt er das Stielende oft an ſeinen rechten Schenkel, damit ſich durch die Erſchütterung die Nocken in der Pfanne rühren und nicht an ihren Wänden anbrennen. Hat dann der lange Bereitungsproceß endlich durch Verſpeiſen ſeinen Abſchluß gefunden, ſo wird noch das Waſſer in dem Hafen benutzt, in welchem die Nocken hart geſotten wurden. Sie ſchneiden Brot in die Brühe, in welcher Teigüberreſte ſchwimmen oder gießen vom übrigen Schmalz daran.
Dann wird zur Arbeit aufgebrochen.
Bei warmen Wetter gehen ſie hemdärmelig hinaus— eine Weſte ohne Aermel, Lederhoſen, grobe wollene Strümpfe und dicke, ſchwerbenagelte Schuhe bilden dann ihre Bekleidung. Bei kühlem und ſtürmiſchem Wetter kommt eine kurze Wolljacke und ein Wetter⸗ mantel dazu. Dieſen, aus ſchwerem Wollenſtoff gefertigt, werfen ſie in die Lohe, damit er„ledern“ wird, braun, lohfarbig, waſſerdicht.
Zur gewöhnlichen Ausrüſtung, welche ſie immer in der Stube aufbewahrt liegen laſſen, gehört das Griesbeil, ein ſchmales Beil mit rechtwinkelig darauf ſtehender eiſerner Spitze und eine Krumm⸗ ſäge, Walderſag'n, welche an einer über die Bruſt laufenden Schnur getragen wird. Eine krumme Holzleiſte, in der Mitte ſo eingekerbt, daß die Zähne hineinpaſſen, dient ihr als Scheide.
Die Arbeit wird faſt ſtets paarweiſe, von zweien in Angriff ge⸗ nommen. Der eine nennt den andern ſeinen Geſpann.*
Beginnen wir mit dem Fällen der Bäume im„Schlag“. Zuerſt hauen die beiden eine tiefe Kerbe(Spahn) in den Stamm. Dann ſetzen ſie auf der anderen Seite ihre Säge an und ſägen, bis der Baum abgeſchnitten umſtürzt. Auf ebenem oder wenig abſchüſſigem Boden iſt das keine ſchwere Anſtrengung, wohl aber auf Vorſprüngen von Felswänden, von wo oft eine einzelne ſchlanke Lärche oder Fichte geholt werden muß. Da müſſen ſie ſich nicht ſelten ſchwere Steig⸗ eiſen anlegen, damit ſie am ſteilen Abhang während der Arbeit nicht ſtürzen und ſich noch wohl vorſehen, daß der umfallende Baum auf dem winzigen Felſenantritt keinen von ihnen in die Tiefe hin⸗ abſchlägt.
Liegt der Baum endlich auf dem Boden und ſind die Aeſte ab⸗ geſchnitten, ſo handelt es ſich um die Beſtimmung des Stammes. Iſt dieſer zu Bauholz beſtimmt, ſo bleibt er in ſeiner ganzen Länge liegen oder wird höchſtens roh zugehackt, daß die viereckige Balken⸗ form nothdürftig hervortritt. Zur Zeit des Bedarfes ſchleift man den Stamm durch die Kraft von Menſchen oder Zugthieren, bindet ihn auf einen Karren, der nur vorne Räder hat oder zerrt ihn mit Seilen weiter oder läßt ihn auf einem Schlitten hinabgleiten— je nach Bodenbeſchaffenheit und Jahreszeit. Am ſchwierigſten erſcheint der Transport, wenn der Stamm am Rande oder auf dem Vor⸗ ſprunge einer Wand liegt. Dann wird er an ſeinem dicken Ende mit einem Seil feſt umwickelt, welches man auf der entgegengeſetzten Seite drei Mal um einen anderen ſtarken Baum oder einen Felsblock ſchlingt. So ſchwebt der Baum in der Luft über die Felſen hinab, bis er eine Stelle erreicht, von welcher man ihn auf eine der ange⸗ gebenen Arten hinabbringen kann. Indeſſen ſucht man dieſe Beför⸗ derungsweiſe über die Wände, das„Anſeilen“, möglichſt zu ver⸗ meiden, weil ſie durch die Abnutzung koſtſpieliger Stricke zu theuer kommt. Stämme, welche ſich zum Bretterſchneiden eignen, ſind die geſuchteſten, weil aus ihnen am meiſten Geld gelöſt wird. Dieſe nun werden zunächſt der Rinden entkleidet, damit ſich während ihres Lagerns der Borkenkäfer nicht einniſte und die Fäulniß keinen Halt gewinne. Dann bleiben ſie liegen und warten auf den Winter, die glatte Schneebahn, auf welcher ſie meiſt von Zugthieren ihrer Be⸗ ſtimmung entgegengeſchleift werden.
Der Schnee des Winters iſt überhaupt, wie wir auch bei der Hantirung der Holzknechte mit dem Brennholz ſehen werden, für die Holzarbeiter ſo nothwendig, wie für den Egypter das Ueberſchwellen
230
ſeines Stromes. Er gleicht die Unebenheiten der Hänge aus und läßt den Schlitten zu, das bequemſte aller Beförderungsmittel. Nichts fürchtet der Bergbewohner ſo, als einen ſchneeloſen Winter. In einem ſolchen kann nicht der dritte Theil der gewöhnlichen Holzmenge herabgebracht werden. Die Leute können auf den Bergen nicht ar⸗ beiten, Sägmühlen und Flößer müſſen nahezu feiern— Verdienſt⸗ loſigkeit iſt die Folge ſolch milder Launen des Wetters.
Für den Bedarf der Menſchen, insbeſondere der Salzſudwerke und anderer Werkſtätten der Betriebſamkeit, hat das Brennholz die meiſte Bedeutung. Es werden zunächſt aus den Stämmen Ab⸗ ſchnitte von ſechs Fuß Länge geſägt und geſpalten. Iſt die Lage zum Hinabbringen günſtig, ſo ſpaltet(kliebt) man es wohl noch kleiner an den„Klub“⸗Plätzen.
Zu ſolchen ſteigt dann der Holzknecht im Winter hinauf. Er hat ſeinen Schlitten, eine eiſerne Kette und einen Strick auf dem Rücken. Dieſer Schlitten muß ſo beſchaffen ſein, daß er bergauf⸗ wärts getragen werden kann. Auf dem Holzplatze angelangt, ladet er, wenn der zu durchfahrende Abhang ſteil, wenig,— wenn er ſanfter i*ſt, mehr Scheiter auf ſeinen Schlitten und befeſtigt ſie mit Kette und Strick. Dann ſtellt er ſich mit den Füßen auf je eines der beiden „Hörner“, Schnäbel, des Schlittens und ſauſt mit ſeiner Laſt den Berg hinab. Die Schnelligkeit kann er durch eine hinten angebrachte „Eiſenkralle“ hemmen, deren Zähne ſich in den Boden ſchlagen, wenn er auf eine damit in Verbindung ſtehende Stange tritt. Doch be⸗ ſorgt das Hemmen auch oft ſein Genoſſe, der hinten auf dem Schlitten aufſteht. Eines der wichtigſten Hilfsmittel zur Beförderung der Brennholzſcheiter ſind die„Rißen“.
Unter Rißen verſteht man im Gebirge breite Prügelbahnen an einem Bergabhange, der mit großen Scheitern ſo gepflaſtert iſt, daß das darauf geworfene Holz über ſie hinabkollert. Verlohnt es der Mühe, das heißt, bieten die umgebenden Wälder ſo viele und ſo nach⸗ haltige Ausbeute, daß eine koſtſpieligere Anlage gedeckt erſcheint, dann baut man die Rißen ſo, daß Waſſer darüber hinabgeleitet werden kann. In dieſem Falle müſſen die Unterlagsbalken feſt aneinander ſchließen und die Zwiſchenräume mit Moos verſtopft ſein, damit das Waſſer nicht durchſtckert, ſondern die hineingeworfene Scheiter raſch die jähe Bahn hinabſchwemmt.
Auf Abhängen, welche nur wenig Ertrag geben können, begnügt man ſich, große Scheiter einfach hart neben einander zu legen und die Steigerung der Abſchüſſigkeit dieſer Bahn vom gefrorenen Regen⸗ waſſer, Glatteis und Schneekruſten zu erwarten..
Ehe die Scheiter an den oberen Rand der Riß gelangen, müſſen ſie meiſtens von ihren Standplätzen aus die ſogenannten„Erdge⸗ fährten“ hinabrutſchen. Der Holzknecht pickt oben die herumliegen⸗ den Scheiter mit ſeinem Griesbeil auf und wirft,„pirſcht“, ſie den ſteilen Hang hinunter, von wo ſie ſpringend den ebenen Abſatz hart oberhalb der Riß, die„Bühne“, erreichen.
Hier ſtehen ſeine Kameraden und wiederholen daſſelbe Gebahren. Das ſchwerſte der Klafterſcheiter, von ihren gewaltigen Luftſprüngen,
Drehlinge(Drahlinge) genannt, wird zuerſt in die Riß hinabge⸗
worfen, um im Schnee den anderen Bahn zu machen. Bleibt dies, vom Schnee aufgehalten, träge auf halbem Wege liegen, ſo wird es bald von einem nachgeſendeten zu weiterer Bewegung aufgemuntert. Dann folgt Stoß auf Stoß, Schlag auf Schlag, bis der ganze Scheiterberg hinabgeſtürzt iſt. Unten werden die Hölzer von dem„Auf⸗ wurf“ empfangen, von mehreren dicken Baumſtämmen, die im Boden ſtecken und nach aufwärts gebogen daſtehen, damit keines der Scheiter weiter ſpringt und ſich die herabrollende Maſſe nicht auf einem zu großen Raume zerſtreue. Unten picken wieder Holzknechte mit Gries⸗ beilen den Scheiterberg auseinander. Sie werden entweder bis auf weiteres aufgeſchichtet, oder in einen Triftbach geworfen, oder vom ugvieh fortgeſchleppt..
3* Ahais Neiüſender über die Rißen hinabſtürzenden Scheiter iſt es, welches dem Reiſenden in einſamer Bergſchlucht oft vernehmlich wird, wie ferner Schlachtendonner..
Indeſſen iſt es Zeit, unſere Knechte von der Arbeit weg in die Holzſtube zurückzubegleiten, wo ſie von ihrem ſauren Tagewerk aus⸗ ruhen. Schon lodert wieder die Flamme, vom Gäumel angezündet. Manchmal langt er auf die zwei ſchweren Stangen, die über dem Herd befeſtigt ſind, die„Widozen“. Dort liegt das Holz, damit es dürr wird. Von dieſen zieht er es herab und ſchürt vorſorglich das Feuer, welches abermals„Nocken“ gar machen ſoll.
(das
C
„Sco
Brunr
luntert — wein ein G ander
Vorf Geſe der L hervol lock. völker deutun über bleiben worde moni alter gehe
man. jüng die I gendſt Almen er S mimu ſene ſchau hauf ſaube den4 Singe
wieder
Arbeif
welch Glei hinal Beer Hühe bei ſ „Me daß hätte Doch umi mit
wl laut den Sch
ſchri knech in de den Ki Mi Rü den unb
lben von werd


