Jahrgang 
13-26 (1867)
Seite
197
Einzelbild herunterladen

d

ad

Mäffiſ

TI eänh, 1

7 As wohl, du guler Reiterdienſt, Zu Fuß muß ich nun wandern, Leb wohl, mein Rößlein, du gewinnſl Zum Reiter einen andern, Rimmer führ' ich dich zum Trauk Nimmer mit dem Säbel blauk, Mit dem klirrenden Sporn Durch Hecken und Dorn, Jag' ich ein und aus mit dir die Welt, Man hat die Luſl mir abgeſtellt.

Einſl glaubt' ich wohl, mein Rößlein gut, Wir ſprengten oft noch beide 8 Zum Rampf mileinander durch Tod und Blut, Auf ſonniger Schlachtenhaide.

Nun iſt es aus,

Ich ſlerbe zu Haus,

Slatt in Schlachten froh

Auf dem Siechenſtrohh, Und du ſchnaubſt, wenn ich todt bin, nicht In mein Kaltes, bleiches Angeſicht.

Lebt wohl, ihr Rameraden all, Ergeh's euch eines beſſern! Golt ſchütz euch vor Bleſſur und Fall Und vor Spital und Meſſern.

Und du mit dem Goldgelock

Droben im dritten Skock,

Schan mir nicht nach!

Kaum ertrag ich die Schmach; Crompele, du luſliges Reiterſignal, Schmettre, ſchmettre zum letzten Mall!

1 Hermann Lingg.