Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
1111-1112
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1111 Konnexion

Konstabel 1112

«Stallmeister»(lat. comes m. Begleiter, im Spätlat.«Inhaber eines Hof-, Staatsamtes», und lat. stabzulum n.«Stall»).

Konnexiön, f.(Pl.-en): einflußreiche Verbindung. Im 17. Jh. Connexion(bei Neh- ring), aus franz. connexion f.«Verbindungy, von lat. connexio f.«Verknüpfung», zu lat. connectére«zusammenknüpfen.

Konrad, Mannsname. Mhd.-ahd. Kuonrät, ags. Cénrécd. Zgs. aus kúhn und Rat. Dazu die Koseformen Kurt, nd. Körd, und Kunz, mhd. Kuonze, Kunze, ahd. Chuonzo, Ounzo.

Konrektor, m.(-s, Pl.-en): Mitrektor (zweiter Lehrer) einer Schule. Neulateinisch.

konsekrieren, v.: weihen, einweihen. Mhd. consacrieren, md. consecriren(Germania 18, 266), aus lat. consecräre.

Konséns, m.(Gen.-es, Pl.-e): Zustim- mung. Im 15. Jh.(1411 bei Janssen Reichs- corr. 1, 217 consensbrief), aus lat. consensus m. Ubereinstimmungy.

konsequent, adj.: folgerecht. Im 18. Jh. aus lat. consequens(Gen. conseguentis), dem Part. Präs. von lat. consegui nachfolgen, logisch folgen». Konsequénz, f.(Pl.-en): Folge, bei Luther 7, 253 b Consequentz, aus gleichbed. lat. consequentia f.

konservativ, adj.: erhaltend. Aus engl. conservative von einem nlat. conservativus er- haltendy zu lat. conserväãre, s. Konservieren. Seit 1831 in England als politisches Schlag- wort belegt und bald danach als Name einer bestimmten Partei auch in Deutschland ver- breitet. Vgl. Ladendorf.

Konservatörium, n.(-s, Pl.-rien): höhre Schule für Musik. Latinisiert nach gleich- bed. franz. conservatoire(so noch 1813 bei Campe) von lat. conservãre, s. d. folg., also eig. Ort zur Erhaltung(der wahren Musik).

konservieren, v.: erhalten, bewahren. 1571 bei Rot conservirn, aus gleichbed. lat. conservãre. Konsérve, f.(Pl.-n): einge- machte Früchte, Gemüse usw. 1580 bei Sebiz Feldbau 70 Conser/ f., 1616 bei Henisch Con- serv f.(eingezuckerte Blumen und Kräuter), 1546 bei Bock 2, 20 b Conserva f., aus mlat. conserva f.

konsistént, adj.: dicht, dauernd, haltbar. Aus lat. consistens(Gen. consistentis), dem Part. Präs. von consistére«sich hinstellen, seinen Stand haben, feststehen, bestehen. Davon Konsisténz, f.: Bestand, Dichtheit, Dauer, 1716 bei Ludwig Consistenz, franz. consistance, ital. consistenza f.

Konsistörium, n.(-s, Pl.-rien): Ver- sammlung; zusammengesetzte geistliche Be- hörde(1562 bei Mathesius Sarepta 193 b Con- sistorium). Mhd. consistorium n. cSitzung unter Vorsitz des Papstes»(Ottokar 19471), aus lat. consistörinm n.«Versammlungsort», von lat. consistére æsich hinstellen.

konskribieren, v.: Mannschaft ausheben zum Soldatendienste. Im 17. Jh. conscribiren (aufschreiben, viel Schreibens machen), um 1800 in der Bed.«um Kriegsdienst auf- schreiben und ausheben?, aus gleichbed. lat. conscribere. Konskriptiõn, f.(Pl.-en): Aushebung zum Kriegsdienst. Bei Goethe 7, 22. Nach gleichbed. franz. conscription f. (1798), aus lat. conscriptio f. Aufzeichnungy.

Konsöle, f.(Pl.-/): Kragstein, Wand- gestell, Träger für Statuetten u. a. Aus glbd. franz. console f., das vielleicht von consoler ctrösten stammt. Bedeutungsentwicklung: Trost, Stütze, Stützbänkchen. 1791 bei Rot.

Konsöls, pl.: Staatspapiere. Aus engl. consols. Im 19. Jh.

Konsonant, m.(-en, Pl.-en): Mitlauter. 1478 bei Nicl. v. Wyle 350, 30 consonant, 352, 6 consonanten, um 1522 bei Iekelsamer 11 Konsonant Mitstymmer. Aus gleichbed. lat. (litera) consonans f., eig. Part. Präs. von con- sondre«mitertönen⸗. Davon konsonän- tisch, adj., 1593 bei Helber 5 consonantisch. Konsonanz, f.(Pl.-en): Einklang, im 18. Jh. Consonanz, aus gleichbed. lat. consonantia f.

Konsorte, m.(-en, Pl.-en): Mitgenosse, Teilnehmer, jetzt meist in anrüchigem Sinne. 1562 bei Mathesius Sarepta 60 b der Pl. Con- sorten, aus lat. consors m.(Gen. consortis) Teilhaber.

konspirieren, v.: übereinstimmen, sich verschwören. Bei H. Sachs Fab. 359, 100. Aus gleichbed. lat. conspträre. Konspira- tiön, f.(Pl.-en): Übereinstimmung, Ver- schwörung, 1509 bei Brant Layenspiegel C 6 b Oonspiration, im 15. Jh. bei Oheim 112, 8 conspiraz f., aus gleichbed. lat. consperdtio f.

Konstãbel, m.(-s, Pl. wie Sg.): Feuer- werker, Stückmeister, Kanonier, 1617 im teut- schen Michel 18. Aber Voc. ex quo von 1469 constabel m.«adelicher Fürstenbotes, mhd. con- stabel m.«Anführer, Befehlshaber», aus mlat. constabulus(S. Konnetabel); spätmhd. constavel, kunstabel m.«Mitglied der patrizischen Gelags- genossenschaft in den Reichsstädten, Junker?. Konstäbler, m.(-s, Pl. wie Sg.): Stück- meister, Kanonier;(englischer) Polizeidiener.