Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
931-932
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931 Instinkt

interessant 93²

antastjam n., lit. 1S εν f. Pl.«Eingeweides., denen ein Wort wie lat. intus, gr. evröc «innen» zugrunde liegt.

Instinkt, m.(-es, Pl.-e): Naturtrieb. Bei Wieland 11, 14 und Suppl. 2, 92, 1703 im Zeit.-Lex. Instinctu. Aus lat. instinctus m. «Antrieb», zu instinguèere«anreizen, antreibenꝰ.

Institüt, n.(-s, Pl.-e): Anstalt, Stiftung (Lessing 10, 259). 1571 bei Rot Institut, Fürnemen, Weiß, form und regel», 1494 bei Brant Narr. 76, 67 institut«Justinians Institutionen», aus lat. institstum n.«Einrich- tungs, von instituere«hinstellen, einrichten?.

instruieren, v.: einrichten, mit Verhal- tungsbefehlen versehen; unterrichten, belehren. In diesen Bed. 1571 bei Rot instruirn, aus lat. instruére. Instruktiön, f.(Pl.-en): Belehrung, Anweisung; Vollmacht, Vorbe- reitung einer Rechtssache zum Richterspruch. In der 1. Bed. 1497 bei Janssen Frankf. Reichskorr. 2, 625 und bei Luther 2, 1812 Instruction, aus lat. instructio f.

Instrumént, n.(-s, Pl.-e): Werkmzeug; Tonwerk; Urkunde. Aus lat. instrümentum n. Werkzeug, Gerüt, Hilfsmittél(von lat. in- struere«aufschichten, einrichten»), entlehnt schon 1383 mrhein. instrument n.«Urkunde, Beweisschrift(Weist. 1, 544), in der Bed. «Werkzeug» 1561 bei Maaler,«sprachwerk- zeug» um 1522 bei Ickelsamer 13,«Tonwerk- zeug) 1575 bei Fischart Garg. 453. Instru- mentälis, m.: Fall(Kasus) auf die Frage wodurch? womit?(vgl. desto, indem, 206).

Insubordinatiön, f.: Ungehorsam gegen den Vorgesetzten(bes. den militärischen). 1813 bei Campe aus gleichbed. franz. insubordina- tion f., gebildet aus in«uny, sub«unter» und lat. ordo«Ordnung.

Insuläner, m.(-s, Pl. wie Sg.): Insel- bewohner. 1801 bei Campe. Aus gleichbed. lat. insulänmus m., von insula f.«Insel.

Insült, m.(-s, Pl.-e): beleidigender Anfall, Beleidigung. Bei Goethe 6, 212, aus mlat. insultus m.«Anfalls. insultieren, v.: übermütig beleidigend anfallen. Bei Schiller 8, 146, 17, aus lat. insultäãre«an etwas springen', dann can jem. seinen Mutwillen üben», zu lat. insilire«auf etwas springen, es anfalleny.

Insurgént, m.(-en, Pl.-en): Aufstän- discher, Aufrührer. 1791 bei Roth, anders 1775 bei Adelung in der Bed.«ungarischer Miliz-, Landwehrsoldat, durch Aufgebot ein- berufen», aber schon 1710 bei Nehring in- surgieren cerheben, empören». Aus lat. in-

surgens, Part. Präs. von insurgere«sich er- heben, aufstehen», dann«sich empören». intelligént, adj.: einsichtsvoll. 1801 bei Campe, aus lat. intelligens, Part. Präs. von intelligére«inne werden, einsehen». Intelli- génz, f.(Pl.-en): die Einsicht, 1571 bei Rot Intelligentz, aus lat. intelligentia f. ZU8. Intelligénzblatt, n.: öffentliches Anzeige- blatt, Wochenblatt, aus engl. intelligence, nach khe office of inlelligence«Intelligenzkontor» (Nachrichtszimmer), deren erstes 1637 von John Innys zu London errichtet wurde(Beck- mann Beitr. 2z. Gesch. der Erfindungen 2, 237). Intendänt, m.(-en, Pl.-en): Oberauf- seher. 1703 im Zeit.-Lex., aus franz. inten- dant m., zu lat. intendére«ausspannen, seine Geisteskräfte, seine Aufmerksamkeit worauf richten, worauf achteny. Intention, f.(Pl. -en): Absicht, Vorhaben, 1571 bei Rot, aus lat. intentio f., von lat. intendére. Interdikt, n.(-s, Pl.-e): Untersagungs- befehl, Untersagung;(kirchlich) der große Kirchenbann(1717 bei Nehring). In der 1. Bed. 1571 bei Rot, aus lat. interdickun n., von interdicérye«untersagen, verbieten. interessänt, adj.: wichtig, anziehend, einnehmend. In der 2. Hälfte des 18. Ih. (1778 bei Hermes Soph. 1, 11 und bei Goethe Briefe 2, 15) aus gleichbed. franz. intéressant, eig. Part. Präs. von intéresser(s. d. folg.). Interésse, n.(-s, Pl.-n): Verwebtsein in eine Sache, Teilnahme für dieselbe; Beziehung; Reiz; Vorteil, Eigennutz;(Pl. Interessen) Zinsen eines Kapitals. Aus lat. interesse cfür jem. von Wichtigkeit oder Reiz sein», eig.«dazwischen sein»y(inter c«zwischen?, esse«sein»), schon spätmhd. im 15. Jh. in die deutsche Rechtssprache entlehnt inter- esse n.«der durch Versäumnis oder Arbeits- unfähigkeit eines andern entgangne Vorteil und Nutzen?, 1512 in Reichsordn. 832 Au- teil», im 16. Jh. auch Vorteil, Eigennutz» (nach Rot 1571 schon zur Zeit Kaiser Maxi- milians I., im Beyrischen Krieg 1505, aufge- kommen), sowie«Zins von ausgeliehenem Kapital»(bei Luther W. 6, 50), endlich seit der Mitte des 18. Jh.«Anteilnehmung, Wohl. gefallen»(bei Kant 7, 44 H.),«Anteilnahme, bewirkender Reiz⸗(Leisewitz Jul. v. Tarent 1, 1). Interessént, m.(-en, Pl.-en): An- teil an einer Sache Habender, 1710 bei Nehring. interessieren, v.: wofür Teilnahme erre- gen, einnehmen, jem. anziehen, reizen, 1663 bei Schupp 593 und 1714 bei Wächtler, aus