Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
899-900
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899 Huld

Hummel 900

II.: Hui, 4, 8b in einem hui, bei Aventin 1, 198,

Augenblick, bei Luther 4, 4° auff ein

34 im ersten hui, 4, 508, 13 inz ersten hoi,

als Mask. 1691 bei Stieler auf einen Hui. Dazu mnd. in einem huye(huge)«uno impetuy. Wohl onomatopoetisch. Adjektivisch(Goethe

hylle, got. huljan, im Ablaut zu ahd. helan (§. hehlen). 1Hülse, f.(Pl.-/): Samengehäuse von

Pflanzen; umschließende Hülle aus Metall

12, 17) bei Luther 2, 442 b dieser Artikel ist

wol ein awenig zu hui.

lassendes Zugeneigtsein. Das Substantivum zu hold(s. d.). Alternhd. im 16. Jh. Hulde, mhd. halde f., md. holde, ahd. muld? und hulda f. «Zugeneigtheit des Höhern gegen den Nie- dern wie dieses gegen jenen, Treue, Freund- lichkeity», im Mhd. auch Erlaubnis, Dienst- barkeity; dazu asächs. huldi, afries. helde, hulde, ags. hylcha f., anord. hylla f. und hlli f. n. 4BL. huldig, adj.: zu Dienst und Treue ergeben(Möser patr. Phant. 3, 193 f.), freundlich, gütig(Rückert Ged. 128), mhd. huldic«zugeneigt, ergeben», ahd. huldig«ver- söhnlich»; davon huldigen, v.:

(1562 bei Mathesius Sar. 143 4). In der 1. Bed. mhd. hilse, auch hulsche, md. hulse, ahd. hulsa f. (aus halisa); dazu nd. halse, ndl. huls, halse,

aber ags. Rulz f., engl. haall. Alte s-Ableitung Huld, f.(ohne Pl.): freundliches, herab-

mnud. hulsen.

von dem Stamme, der in hehlen(s. d.) vor- liegt. Mit s-Ableitung auch got. hulistr n. ¹Hülle, Deckeo, ags, heolstor n. Hülle, Schlupf- winkel, Decke». 4.3L. hülsen, v.: der Hülse entledigen, 1517 bei Trochus Jéa hulßen, hülsig, adj., 1691 bei Stieler

hülsicht, im 16. Jh. hülschet, hülsechtig. ZUS.

den Eid

der Treue leisten(nd. im 15. Jh. huldighen

bei Diefenbach gl. 205 b), in Verehrung er- geben sein(bei Schiller Picc. 3, 4, Kraniche

des Ibykus V. 149), mhd. huldigen chold machen⸗, neben hulden, ahd. huldlan cergeben,

geneigt machen, Dienstbarkeit und Ergeben- heit geloben»; Huldigung, f., 1424 huldi- gung(Germania 28, 370). Huldin, f.(Pl. nen): Huldgöttin, Grazie, anmutreiches Weib, im 18. Jh.(Ramler 1, 97), vgl. Holdin; an- ders im 16. Jh. bei Mathesius Fastenpred. 86 Frau Huldin«böses Weib», wie bei Luther 3, 712 f. Fraue Hulda oder Frauwo Hulde als Personifikution der natürlichen Denkart im Gegensatz zur göttlichen Offenbarung. ZUS. huldreich, adj., 1691 bei Stieler.

Hülfe, s. Hilfæ.

Hülle, f.(Pl.-n): verbergende Decke, Umhüllung. Mhd. hüllle f.«Mantel, Tuch der Frauen zum Bedecken des Kopfes, Um- häüllung, md. hulle, ahd. hulla f.«Kopftuch». Mit dem Zeitwort hüllen(s. d.) zu ahd. helan verbergen»(s. hehlen). RA. die Hülle und Bülle: im Uberfluß, vollauf genug(1669 im Teutsch-Frantz. Lat. Dictionar. 177²), urspr. die zum Leben nötige Kleidung und Speise (im 16. und 17. Jh.), indem Hülle die Be- kleidung, Fülle die Nahrung ausdrückt, mit der der Mensch sich füllt, um leben zu können.

bei Rot Humanitet.

Hülsenfrucht, t., 1540 bei Alberus dict. tt 1b.

²Hülse, f.(Pl.-n) und Hulst, Hülst, m.(-es, Pl.-e): die Stechpalme, Ilex aqui- folium. Bei Voß Luise 1, 536 und 1574 bei Fischart Onomast. 232 b Hulst m., mndl. und ndl. malst m. mit angetretnem; aber and. hulis«Mistelꝰ, mnd. hals, hulsebom, 1577 in Weist. 3, 209 aus Westfalen der Pl. hülsen, clevisch 1477 und nnd. hulse f., mhd. hals m. «Stechpalme, Walddistel», ahd. hulis, huls m. cder Mäusedorny; dazu ags. holegn m., engl. hollg«Stechpalmey», vgl. air. cuileann, kymr. celyn«Stechpalme», korn. celin. Weitre An- knüpfungen sind unsicher. Vgl. Solmsen Btr. 7, 366 und Falk-Torp s. v. Mlse. Aus dem Deutschen entlehnt afranz. hous, nfranz. houx m.«Stechpalmey, petit houæ Muͤusedorns.

humän, adj.: menschenfreundlich, leut- selig, huldreich, gefällig. Im 17. Jh. aus gleichbed. lat. Rümänus. Humanität, f:: Freundlichkeit, Leutseligkeit, Höflichkeit, Menschlichkeit, Gesittung, edle Bildung, 1571 Aus gleichbed. lat.-

mänditas f. Als kulturgeschichtliches Schlag-

wort von Herder 1784 aufgenommen.

Vgl.

Ladendorf.

kums in eigennütziger Absicht.

hüllen, v.: verbergend bedecken, mhd. hüllen,

hullen, ahd. hulljan, hullan, asächs. bihullean,

Humbug, m.(-s): Schwindelei, Auf- schneiderei, bes. zur Täuschung des Publi- Um 1840 aus gleichbed. engl.-amerik. humbug(1760 belegt), von haom«summen, Gebrummey und bug&Popanzy.

Hummel, f.(Pl.-/): die große wilde brummende Biene Apis bombinatrix; bildl. umherschwärmendes unruhiges Mädchen(1691 bei Stieler tolle Haemmel); hummelartig- nende zweisaitige Zither(1781 bei Müller Siegfr. v. Lindenberg 1, 157); fauler Mensch

ndl. hullen, anord. Rylja, schwed. hölja, dän.(bei Luther 6, 149a; da älternhd. Hummel