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Hof aind. göthas m.«Anschwellung, Aufgedunsen- heit». Vgl. Walde s. v. ZU0S. Hodensack, m., im mrhein. Voc. ex quo 1469 hodensacke m., ebenfalls im 15. Jh. hodensag m.(Diefen- bach gl. 403).
Hof, m.(-es, Pl. Höfe): innrer abge- schloßner Raum bei Gebäuden; Fürstensitz, sowie die an demselben oder überhaupt um den Fürsten versammelten Vornehmen(diese Bedeutung unter Einfluß von franz. cour); Haus und Wirtschaftsgebäude eines Gutes; (im 15. Jh. auch schon) heller Nebelring um Sonne oder Mond. In diesen Bed. mhd. hof m.(Gen. hoves, Pl. hove, höve), md. auch hob, ahd. hof m.(auch Garten); dazu asächs. hof m.(Pl. hobos)«Herrenhof, herrschaftliches Gut, Palast», ndl. hof n.(auch Garten), afries. hof n.«Haus mit Umgebung, Kirch-, Gerichts- Fürstenhof», ags. hof n. Gebäude, Fürsten- gebäude», anord. hof n. cumhegter Raum mit Haushaltgebäuden, Tempel, Fürstengebäudey, (entlehnt) schwed.-dän. hof. Uber Verwandt- schaft mit gr. wfroc m.«Garten?(. Hufe) vgl. Sievers Btr. 16, 237. Von Meringer Idg. Worsch. 18, 267 als«Wohngrube» zu aind. küpas«Grube, Höhle» gestellt, wohl besser aber zu Hübel(s. d.)«Hügel». Alles unsicher.
Hoffart, f.(ohne Pl.): das Hochhinaus- wollen über andre; Großtun mit Gepränge. Zgs. aus hoch und Fahrt, noch im 16. Jh. Hochfart f., mhd. hõöchvart f., auch höhevart, hõvart, höhe zu varn, d. h.«Art vornehm zu leben, Glanz und Pracht, edler Stolzo, dann'bermut, prangendes Großtun, hoch- fahrendes Wesen, Trotz», ahd. höhfart f. Ubermuts, im 14. Jh. hoffart, das im 16. Jh. zur Herrschaft gelangt, auch bei Luther Hof- fart; dazu ndrhein. im 14. Jh. nõfard, hõjfard (Kloster-Altenberger Hdschr.), mnd. hochbart, hovart f.«Hochmut». Davon hoffärtig, adj.: hoch- und übermütig, mhd. höchvertec«hoch- gesinnt, stolz, prachtvoll», dann in heutiger Bed. ahd. höhfertig, höhvartig stolz, über- mütig, trotzig», im 14. Jh. hoffertic, dazu ndrhein. im 14. Jh. höferdig, höfferdig.
hoffen, v.: etwas künftiges Angenehmes erwarten. Mhd. hoffen erst im 13. Jh. in österreichischen Gedichten, aber noch nicht bei Hartmann v. Aue, Wolfram v. Eschen- pach, Gottfried v. Straßburg und im Volks- epos, erst nach 1250 wird es häufiger statt des ältern mhd. dingen, gedingen, ahd. dingen choffen», mit dem Subst. mhd. gedinge m. f. n.,
ahd. gidingo m., gedingd f. und gedingi n.
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«Denken, Hoffnungy. Das Wort ist ins Mhd. und in die oberd. Mundarten durch das Mittel- deutsche des 12. Jh.(hoffen) aus dem Niederd. eingedrungen: andfränk. föhopa f.«Hoffnungy,
mnd. hopen, hapen choffenꝰ, mndl. hopen, zu ultest ags. im 9. Jh. hopian choffen»(engl.
hope), tõhopa f.«Hoffnung». Entlehnt schwed. hoppas, dän. haabe. Einer Zusammenstellung mit lat. cupére«wünschen» widerstreitet dessen nach dem Gesetze der Lautverschiebung nicht stimmendes p. Das Wort ist vielmehr mit hiipfen zu verbinden, und die Bedeutungsent- wicklung war wohl«aufspringen, erwarten, hoffen». Vgl. in der Jügersprache der Hirsch verhofft«sieht sich um, stutzty. Noch heute bayr. verhoffen über ein Ding«davon über- rascht, darüber stutzig werden, auffahrenꝰ, schwäb. verhofft cerschreckty». Vgl. DWB. 4, 2, 1668. 4B L. hoffentlich, adv., 1664 bei Duez, mhd. das Adj. hoflich, hoffenlich Hoffnung erweckendy. Hoffnung, f., md.- mhd. hoffenunge f.
hofleren, v.: einem Frauenzimmer schön tun,(ihr als der Herrin) den Hof machen (s. Cour); auf den Hof machen, die Notdurft verrichten(16. Jh., ZfdA. 3, 32, 43). Mhd. hovieren, hofteren, md. hovéren«sich in fest- licher Geselligkeit erfreuen, prangen,(mit Dat.) zur Verherrlichung musizieren, ein Ständchen bringen, den Hof machen, galant sein, auf- warten, dienen», urspr.«das Gefolge sein oder bilden», zu ahd. hof m.«Gefolge eines Herrn?; dazu mnd. hovéren, havéren chöfische Be- lustigungen treiben, aufwaften, schmeicheln).
höfisch, adj.: bei Hofe gebräuchlich oder als schicklich geltend. Mhd. hövesch, höwisch, höfsch, md. hovesch, hofsch, frühmd. huvisch zu einem Hofe gehörend, hofgemäß, fein- gebildet, zart gesittet; das Wort wurde ge- bildet, um das romanische(franz.) courfois, mhd. kurtois, kurteis auszudrücken. Vgl. hpübsch. Weitre Ableitungen von Hof: höf- lich, adj.: dem Hoftone, d. h. fein gesitteten und gebildeten Tone gemäb, mhd. hovelich, im Adv. hoveliche, hofliche, hövelich; dazu Höflichkeit, f., um 1480 im Voc. inc. teut. K 32 hoflichkeit. Höfling, m., mhd. im 12. Jh. hoveline m. dem Hofleben und der Hofsitte Angehöriger. ZUS. mit Hof: Hofhalt, m. und Hofhaltung, f.: das Hofhalten eines Fürsten und die Gesamtheit der dazu gehörigen Personen und Gegenstände, Hofhalt im 19. Jh., Hofhaltung 1642 bei Duez. Hoflager, m.: Ort, wo ein Fürst mit seinem Gefolge vor-


