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hinlänglich 866
heimzen, heymitzen, heynitzen, hénnitzen, jetzt Hinzmõß(Germ. 20, 43). Vielleicht aus gleich- bed. gr. lat. hemina, gr. nuiva und fuiva f.
hin, adv.: in der Richtung von dem Sprechenden weg; zu Ende, in Verlust ge- kommen, verloren(mhd.). Mhd. hine, hin, md. auch hen, ahd. hina, ags. hin(in hingang «Abgang, Tod), eine Bildung zu dem unter heint(s. d.) besprochnen Demonstrativpro- nomen. Vgl. hinnen. RA. hin und her, mhd. hin unt her, auch her unde hin; hin und wieder: hin und zurück, da und dort, dann und wann, bei Luther. ZUS. hinãb, adv., mhd. hin abe. hinän, adv., bei Luther. hinauf, adv., mhd. hin Qf, ahd. hina af. hinaus, adv., mhd. hin a3, ahd. hina 63ã. hinbringen, v., in die Zeit hinbringen, eig. weiterbringen, 1678 bei Krämer. S. hindurch, hinein, hin- fällig usw.
Hinde, f.(Pl.-n) u. Hindin, f.(Pl.-nen): die Hirschkuh. Mhd. hinde, ahd. hinta, hinda f., dazu mnd. hinde, hinden, ags.-engl.-anord.- schwed.-dän. hind f. Als urverwandt gilt gr. xeudc f.(Gen. keddoc)«Hirsch, Antilope?, doch stimmt die Lautverschiebung nicht. Lidén KEZ. 40, 257 sieht als Grundbedeutung chornlos» an und vergleicht aind. gämas, für das er eine Bedeutung chornlos» erschließt. Dazu lit. Smaälas«ohne Hörner», Ssmalis m., Smalé f.«Rind ohne Hörnery. Vgl. noch Charpentier KZ. 40, 430, W. Schulze KZ. 40, 566. Dazu mit der weiblichen Endung-in (s. d.) umgebildet 1562 bei Crusius Gramm. 1, 297 Hintin neben Hint, 1664 bei Duez Hindinne, 1678 bei Krämer Hindin, vor- bereitet durch die mhd. und mnd. Neben- form hinden(Diefenbach gl. 115 ²), in der das schließende n aus den obliquen Kasus in den Nom. gedrungenist. Vgl. Himbeere, Hindlãufte.
hindern, v.: rückgängig machen, im Fort- gang aufhalten. Mhd. hindern, ahd. hintiren und hinderön; dazu mnd.-ndl. hinderen, ags. hindrian, engl. hinder, anord. hindra, schwed. hindra, dän. hindre. Abgeleitet von der Präp. hinter(s. d.), wie ãußern von außer, fördern von förder. 4BL. hinderlich, adj., spät- mhd. 1428 hinderlich, mhd. im Adv. unhinder- lichen ungehindert». Hindernis, n., mhd. nindernisse,-nüsse n., selten hindernis f. Hin- derung, f., um 1480 im Voc. inc. teut. 1 72.
Hindin, s. Hinde.
Hindläufte, f.(Pl.-n): die gemeine Ci- chorie. 1595 bei Rollenhagen Froschm. 1, 2,
24 Hindleuffte, 1482 im Voc. theut. o 4 b hyndt-
Weigand, Deutsches Wörterbuch. 5. Aufl.
lauff, mhd. hintloifte, ahd. hintloipha f. mnd. hintlope, hintlof. Der Name bed.«am Lauf der Hinde, d. h. an und in Waldwegen wachsende Pflanze).
hindürch, adv., mhd. hin durch, s. hin. hinéin, adv., mhd. hin in und in hin, ahd. hina in. hinfällig, adj.: an Leibeskraft zum Hinfallen schwach, mhd. hinvellic«sterbend), 1483 bei Melber X 2² hinfellig«leer, gehalt- los, vergeblich»; dann«ohne Bestand, ver- günglich»(hinfellig Lob 1561 bei Maaler), cohne Halt»(von Behauptungen, 1663 bei Schottel 862). hinfort, adv., bei Luther hinfurt, mhd. hinnen vort. hinfür, adv., 1464 im Cod. dipl. Sax. reg. II, 3, Nr. 1075 ninfur«ferner?, ahd. hina fure, 1508 bei Keisersberg Pred. 67 d hinfäro, das sich bis zum Ende des 18. Jh. erhält, in gleicher Bed. fürhin vom 15. bis ins 18. Jh. hin- fürder, adv.: hinfort, 1470 im Cod. dipl. Sax. II, 3, Nr. 1139 hynfurder, nur noch alter- tümlich. hingeben, v. refl.: sich ganz und gar widmen, im 18. Jh.(Goethe 28, 30); da- zu Hingebung, f., bei Goethe 20, 211. hin- gegen, adv., 1561 im Amadis 1, 315 u. 363; Konj. da hingegen 1582 bei Fischart Garg. 334. hingehen, v., mhd. hinegãn, ahd. hina gangan.
Hinkel, n.(-S, Pl. wie Sg.): Huhn, urspr. Hühnchen. Luxemb., rhein., fränk. u. hess. Hinkel und Hünkel, 1540 bei Alberus dict. H h 2² und 1650 bei Moscherosch Phil. 2, 333 Hünckel, schon 1423 md. hinkel und 1338 hunckel, Germ. 9, 20 hunclen, aus mhd. hauo- niclin n., ahd. huonichli n. junges Huhn»⸗ neben ahd. im 8. Jh. huaninchili n.«Junges eines Vogels»(fdA. 3, 4645).
hinken, v.(Prät. hinkte, Part. gehinkt): mit einem kürzern oder lahmen Fufße gehen. Bei Luther mit schwacher Flexion(1. Kön. 18, 26), dagegen mit starker Biegung wie noch oberdeutsch mhd. hinken,(Prät. hanc, Plur. hunken, Konj. hunke, Part. gehunken), ahd. hinkan, ags. nur in hellehinca m.«der hinkende Teufel», anord. hinka chinken, lah- men», schwed. dial. hinka«zaudern, säumenꝰ, dän. hinke, ablautend mhd. hankeen. Dazu aind. Khaꝛ jati chinkt», ir. cengim«ich gehe (Stokes KZ. 40, 246) und mit anlaut.-s gr. ckdxeiy chinkeny, wie auch anord. skakler «lahm), schwed.-dän. skakl.
hinlänglich, adj.: ausreichend, 1691 bei Stieler. hinlässig, adj.: fahrlässig, nach- lüssig(Herder zu Lit. 1, 168), um 1480 im Voc. inc. teut. 17 b hinlesig, bei Luther hinlessig.
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