Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
819-820
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819 hätscheln

Eiley entstammen. Diese aber sind aus einem germ.*heist entlehnt, ags. höst f. Heftigkeit», adj.«heftig, ahd. heisti cheftigy, die weiter zu got. haifsts f.«Streit, Zank, Wettkampf gehören. Weitre Herkunft ist un-

sicher. Zu aind. képig«übelgesinnt⸗?(Uhlen-

beck), ir. ciopaim- quälen(Zupitza KZ. 36, 244), zu aind. ihan rasch, schnell?(Zupitza 182), zu abg. cépiti«spalteny. Bei Wieland Idris 164 Hast m. Davon hasten, v.: jäh eilen,

Haue 820

Männer und Weiber», bes.«für Soldaten⸗ (Sturmhaube), ahd. hüba f.; dazu mnd. hüve, ndl. Ruif, ags. häüfe f., anord. häüfa f.«Mütze, Kappe», schwed. hufua, dän. hae ᷣHaubey. Dazu anord. hüfr m. Bauch der Schiffsseiten, ags. ⁵⁴/ f., engl. hive«Bienenkorby und weiter gr. xunn f.«Höhle?(Hesych), xöreov' n. cBechers, lat. ciöpa f.«Tonne, Kufeꝰ?, aind.

küpas m. Grube, Höhley. Vgl. Walde s. v.

4BL. hauben, v.:

gegen Ende des 18. Jh. in die Schriftsprache Haäubchen überdecken, 1691 bei Stieler haubelen, in der Bed.«einem tüchtig auf die Haube Flöhh. 1737, sich hasten 1691 bei Stieler, aus mnd. und mndl. hasten. hastig, adj., 1691

aufgenommen, vereinzelt schon im 16. Jh. bei Wickgram Ovid 5, 13 und 1573 bei Fischart

bei Stieler, schon mhd. hastec-, hestecliche

Adv.(neben haste-, hesteläche, mnd. haste- lilee) aus mnd. hastich, dazu mudl. haestich,

afries. haestig. Hastigkeit, f., 1691 beiStieler.

hätscheln, v.: zärtlich, allzu sorgfältig behandeln. Bereits 1691 bei Stieler hätscheln, 1711 bei Rädlein hötscheln, aber ursprüng-

licher wohl«auf der Lisglitschbahn hingleiten? (fränkisch, dafür höscheln bei Rädlein), Dim. von hatschen, hätschen«schleppend, schleifend Ende des 17. Jh. anstatt der Kammerstücke

gehen»(hefschen Franck Sprichw. 2, 10 ⁰b, Fi- schart Garg. 362), tirol. hatschen streichelnd liebkoseny.

Hatschier, m.(-S, Pl.-e): Leibtrabant,

ehemals zu Pferde. Schon im 17. Jh.(Duez 1664) aus dem noch daneben und früher vor-

kommenden Hartschier(frühnhd. im 16. Jh. harschier, herschierer, erdschier, im 15. Jh. hertschier Sachsenheim Mörin 478, artschierer

1402 bei Janssen Reichskorr. 1, 660, 7), aus

ital. arciere, arciero m.«Bogenschützey, franz.

im 12. Jh. archer, von ital. arco, lat. arcus m. Bogeny.

Hunde; dann bildlich. Im 16. Jh. bei Aven-

Lohn mit Pferd und Wagen fahren.

mit einer Haube be- kleiden, mhd. hühen. häubeln, v.: mit einem

gehen? 1573 bei Fischart Flöhh. 1282 häublen, zu mhd. hiacbel n. Häubchem-. ZUS. Hauben- lerche, f.: Lerchenart mit einer Haube, d. h. 6 12 hervorstehenden Federn oben auf dem Kopf, 1557 bei Heußlin Vogelb. 170 Heübel- lerch, bei Duez 1664 Haahellerche(zum Dim. mhd. Rhiubel n. Häubchen).

Haubitze, f.(Pl.-n): grobes Geschütz zu Kartätschen, Granaten usw. Im 15. Jh. hauffnitz, hauffenitz, seit den Hussitenkriegen, aus tschech. houfiice, houfenice f., das urspr. (hölzerne) Schleuder für Steine bed. Gegen

wieder aufgekommen, 1691 bei Stieler Hau- bitz f., 1711 bei Rädlein Haubitz m.

Hauch, m.(-es, Pl.-e): aus dem Munde gehende Luft; sanftes Wehen. 1663 bei Schottel. Von hauchen, v., mhd.(noch selten) hüchen, seit Luther allmählich(im 17. Jh. bei Duez, Krämer usw.) in Auf- nahme gekommen. Ein lautmalendes Wort (Frisch 1741). Vgl. Kauchen.

haudern, v.: gewerbsmäßig Reisende für 1627

bei Zincgref Schulbossen 11 haudern, mit Hatz, f.(Pl.-en): Jagd mit Hetzen der

tinus 2, 466, 33 Hatz f., eig. Hatze(Stieler 1691), oberdeutsch unumgelautet, eins mit

Hetze(s. d.); verschieden davon in der Bil-

dung älternhd. Hatz m.(Liliencron Volksl. 2, 82, Murner Narrenb. 63, 5). Von hetzen(s. d.). Hau, m.(-es, Pl.-e): Waldort, wo das

Holz abgehauen wird. Mhd. hou m.(Gen. hoεενε)«IHolzhieb, Hiebabteilung eines Wal-

(1539 bei Braunschweig Chir. 37 Hauv, mnd. houae m.).

eingetretnem d aus spätmhd. htren«auf einem Mietpferd reiten, in einem Mietwagen fahren,- (beide Bed. 1418 bei Janssen Reichskorr. 1, 318), mnd. und mndl. nyren«mieten»(s. Heuer f.). 4BL. Hauderer, m.: Miet-, Lohnkutscher, 1590 bei Fischart Garg. 15 Haderer. Haue, f.(Pl.-): Haugerät zur Feld- arbeit. Mhd. holuawe, ahd. houwwa f. Von hauen, v.(Prät. hieb, Konj. hiebe, Part. ge-

hauen): schneidend einschlagen; eindringlich des», von hauen(s. d.). Eig. der Hau«Hieby md. im 14. Jh. hieh und hib, Plur. hierwen,

Haube, f.(Pl.-n): rundliche Kopfbe-

kleidung;

schlagen. Mhd. houwben(Prät. hie und hieno,

Part. gehouwen), ahd. houtoan(Prät. hiu, hio, Pl. hiuzaben), daneben schwachbiegend mhd.

ihr in Form, Überdeckung usw. nhouwwen(Prät. houte, nhd. haute), ahd. houawon

Khnliches. Mhd. hübe f.«Kopfbedeckung für(in gihouavn); dazu starkflekt. asiichs. gihauaban,