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Hemdes; Fanggeflecht im Wasser; Schwelle im Wasser zum Stauen», ahd. fah n.«Mauer?; dazu asächs. fax in jukfakk n.«Umzäunung eines Joches Landes», ndl. vak, afries. felr, ags. fœæc n.«Raum, Zwischenraum, Zwischen- zeity, anord.-got. fehlend, dän. fag n. aus dem Deutschen. Es stimmt zu gr. ŕν f.«Schlinge, Fischreuse, Schlagbauer, Fangkäfigy und gr. nnvbvoi, lat. pangere«festmachen, befestigen?, weiter gehört fügen(s. d.) hierher. Die Grund- bed. der Wurzel war wohl«in die Erde ein- rammeny, vgl. Meringer Idg. Forsch. 16, 176. Die übertragene Bed.«begrenztes Wissen- schaftsgebiety kommt erst um die Mitte des 18. Jh. auf und wird noch 1755 von Dorn- blüth 86 bekämpft.
fach, in Verbindung mit Zahlwörtern: in soviel Abteilungen genommen, als das Zahlwort anzeigt, z. B. ein-, zwei-, mannig-, vielfach. Mhd.-vach in zwνvach, manecvach (in spätern md. Quellen) ist erstarrter Akk. Plur. des Subst. vach, s. Fach(eine geniti- vische Verbindung ist mhd. drier vacher cdreimal, dreifach). Verwandt ist gr. ok in äãnc einmaly. Vgl.-falt.
Fachbaum, m. Baum, der bei einer Mühle oder einem Wehr das Wasser vor dem Gerinne in der vorgeschriebenen Höhe hält. Mhd. vächboum m., zu wühen«fangen».
fächeln, v.: gelind an-, zuwehen. 1537 bei Schaidenreißer Odyssea 22², bei P. Fleming 363 fächeln(144 das Fecheln), bei Stieler 1691 als fecheln verzeichnet. Abgeleitet von älternhd. Fechel,«Fücher»(s. d.), kaum direkt von fachen gebildet.
ifachen, v.: erregend anwehen. Zuerst bei Hagedorn Werke 2, 101 dann in der poetischen Sprache häufig geworden. Es ist (mit a für urspr.°) das frühnhd. fochen cblasen»(Fastnachtssp. 1454), das wohl auf mlat. focare«in Feuer setzen, entzünden» zurückgeht, s. Fächer. Vgl. auch anfachen, entfachen.
fachen, v.: kurze Wolle mit einem Bogen schlagen, daß die Flocken fliegen; dazu ndl. vacht f.«Wollenfell, Wollenflockey. Vielleicht zu Fach(s. d.), bei den Hutmachern Ab- teilung von Haaren, die zu Filzstücken be- arbeitet werden, oder eher zu stellen zu gr. nokoc m.«Schafwolle, Flockey, nexery«Wolle rupfen, kämmen), lat. pectere«kämmen», lit. pèsti«kümmen, raufeny, wozu auch ahd.-mhd. fahs m. n.«Haupthaary gehört.
Fächer, m.(-s, Pl. wie Sg.): Werkzeug
zum Windmachen durch Hin- und Herbe- wegen. Zurückgehend auf ein frühnhd. ſocher (1482 im voc. theut. 2 3²), focker(ebenda i 1b und 1470 in Diefenbachs mlat.-hd.-böhm. Wb. 128, 382), noch 1562 bei Mathesius Sarepta 208 b Focher, 1663 bei Schottel Fokker«Blase- balg», dann auch«Wedel», das entlehnt scheint aus einem lat. focärins(follis)«zum Herde gehöriger(Blasebalg), Blasebalg zum Feuer- machen», oder auch wie Focke f.«Fächer» (1678 bei Krämer) von fochen cblasen?(s. fachen) abgeleitet ist, s. Focke. Im 17. Jh. erscheint das Wort umgebildet zu Fechel (Logau 2, 141), das auch von Stieler 1691 neben Focker, Fucker angesetzt wird; end- lich erscheint 1715 bei Amaranthes und 1734 bei Freyer 276 Fecher. Adelung 1793 und Heynatz 1796 entscheiden sich für Fächer, das schon Rädlein 1711 und Frisch 1741 neben Föõcher, Fechel anführten. Die Form Fechtel bezeichnet Heynatz 1796 als märkisch(Fäch- kelchen bei Brockes 2, 1, 217, 1858 bei Scham- bach fechtle f.). Aus Hessen und Nassau wird Focht angegeben. 4BL. fächern, v., dafür älternhd. fochern(noch 1734 bei Stein- bach), fecheln, fächeln(s. d.), das sich mit besonderer Bed. abgezweigt hat, 1678 pei Krämer focken.
Fackel, f.(Pl.-/): flammend brennender Stab als Licht. Mhd. vackel, ahd. facchala. faccala f. Mit asächs. fakla, ndl. fabkel, ags. fœcele und Hœcele entlehnt aus dem gleich- bed. lat. facula(vulgärlat. facla) f., dem Dimin. von gleichbed. lat. fa(Gen. facis) f.
fackeln, v.: hin und her schwanken, zu- nächst von der Flamme(noch bei Adelung vom Lichte); Umstände machen, zaudern, in nicht f.(bei Nieremberger 1753); im Reden un- zuverlässig sein, flunkern(Goethe 1, 204). Ge- wöhnlich wird das Wort von Fackel abgeleitet, also«Fackel gleich bewegen». Doch hat sich wohl damit ein echt germanisches Wort in der Bedeutung sich hin und her bewegen», vgl. ahd. falclen«schütteln»(vom Rohr beim Winde), fries. faclen«hin und her bewegen», schwed. falcla«pfuschen», adän. fagle«in Un- ordnung bringen vermischt. Mhd. vackelen cwie eine Fackel brennen) stammt natürlich von Fackel. Nhd. zuerst in Fackelei«Um- herschweifen»(Moscherosch 1, 439). Vgl. auch Faxen und fichfacken.
Facçön, s. Fasson.
fade, adj.: ohne Saft und Kraft, Sinn oder Geist, geschmacklos. Aus franz. fade, das


