Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
417-418
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417 eindächtig

eingefleischt 418

eindächtig, adj.(1. Thess. 2, 9): einge- denk. Im 15. Jh. indcchtig, vgl. andächtig.

Eindruck, m.(-es, Pl. Eindrücke): das Hineindrücken in eine Masse und die da- durch bewirkte Vertiefung; Einwirkung aufs menschliche Gemüt. Mhd. indruc m., bei den Mystikern auch in der 2. Bed.; nhd. erscheint das Wort erst wieder bei Ludwig 1716.

einen, v.: eins machen, vereinigen. Mhd. einen, ahd. einön, and. giénôn.

einer, das unbestimmte persönliche Pron., s. ein. Für beide Personen(die männliche und die weibliche) kann das sächliche eins gesetzt werden. Unser einer, s. unser.

Einer, auch Einser, m.(-, Pl. wie Sg.): das Zahlzeichen 1; am Würfel das As; in der Rechenkunst einziffrige Zahl aus Ein- heiten bestehend, im Gegensatz zu Zehner, Hunderter usw.(1774 bei Adelung, dagegen bei Adam Ries 1529 eins).

einerlei, adv., auch als Subst. gesetzt Einerlei n. Aneinandergerückte Genitive, mhd. einer leige, einer leie(s. dei).

einerseits, genitivisches Adv. mit ange- tretenem s; dafür mhd. die Akkusativver- bindung einsit auf der einen Seite, im Gegensatz zu andersit(s. anderseits). Noch nicht bei Adelung 1793.

einfach, adj. u. adv.: nur einmal ge- nommen, nicht zusammengesetzt; schlicht; leicht zu fassen oder auszuführen. In der 1. Bed. 1495 im Voc. rerum g 1 5b und bei Luther.

einfädeln, v.: den Faden durchs Nadel- öhr ziehen; auf feine Weise ins Werk setzen. 1678 bei Krämer einfädelen, einfademen. Das V. fädeln mit Übergang des n in l aus fädenen und dies aus fädemen, mhd. vedemen, ahd. fadamõn«mit dem Faden arbeiten, nähen.

Einfall, m.(-S, Pl. Einfälle): das Fallen in etwas; Einbruch; unerwarteter Gedanke. Mhd. jnval m., bei den Mystikern auch in der 3. Bed.

Einfalt, f.: Einfachheit; sittliche Ein- fachheit; ungekünstelter treuer Natursinn; Beschränktheit und Ungeschicktheit des Geistes. Mhd. einvelte, ohne Umlaut des a einvalte, einvalt f., ahd. einfalti f. Dazu got. ainfalpei f.«Gutmüũtigkeito, schwed.(aus dem Deutschen) enfald f.; ndl. eenvoud m.«Ein- heit, Singular). Abgeleitet von dem Adj. mhd. einvalt, ahd. einfalt, asächs. enfald, ags. ãnfeald einfach», got. ainfalbs aschlicht, arglos». S.-falt. Damit zusammengesetzt

Weigand, Deutsches Wörterbuch. 5. Aufl.

Einfaltspinsel, m.: geistig beschränkter Mensch. Bei Günther 467. S. Pinsel. 4 L. einfältig, adj.: mhd. einvaltec, umgelautet einveltec«einfach, schlicht, leichtgläubigy, ahd. einfaltig, ndl. eenvoudig, schwed. enfaldig, dän. enfoldig.

einfangen, v.: fangen und eintun; ab- grenzen, mit etwas umgeben. Mhd. inbahen, invän.

einfließen, v.: in einen Ort fließen(mhd. in vliezen); einlaufen(von Geldern); mit auf oder in, Einfluß, Wirkung haben(im 18. Jh.); beiläufig erwähnen(18. Jh.).

einflößen, v.: in etwas fließen machen (1640 bei Comenius); einem etwas beibringen, Z. B. Wissenschaften(so noch bei Adelung), jetzt nur von Gefühlen, die erweckt werden.

Einfluß, m.(-Sses, Pl. Einflüsse): das Fließen in etwas und Ort des Einfließens; von außen kommende Einwirkung. Mhd. vnvlaz m., auch in der 2. Bed.

einfrieden, meist einfriedigen, v.: zum Schutz mit einem Zaun umgeben. Zu- sammenges. mit mhd. vriden«um Frieden (s. d.) bringen, in Schutz und Schirm nehmen, mit einem Zaun umgeben». In der letzten Bed. häufiger bevriden, woneben frühnhd. auch bevridigen steht. Adelung hat nur einfriecdden, Heynatz 1795 auch einfriedigen, beide beanstanden aber noch das Wort.

Einfuhr, f.: das Hereinführen von Ge- treide in die Scheune, von Waren in das Land, Import. Alternhd. ist E.«das Her- einfahren, kommen oder der Ort, wo man hereinfäührty; die jetzige Bed.(im Anschluß an einführen) bei Frisch 1741, Adelung hat Einfahre. Vgl. Ausfuhr.

Eingebinde, n., s. einbinden.

eingeboren, adj.: einem Lande oder Ort der Geburt nach angehörig. Mhd. ingeborn, neben inborn, imborn, zusammengesetzt mit dem Adv. ein. Dagegen eingeboren, adj.: einzig durch Geburt. Mhd. eingeborn neben einborn, zusammenges. mit dem Zahlwort ein.

eingebracht, s. einbringen.

eingebürgert, s. einbürgern.

eingedenk, adj.: im Innern gedenkend. Mhd. Ingedenke neben indenke. Vgl. gedenkt.

eingefleischt, adj.: in fleischlicher Ge- stalt erscheinend; in oder zu Fleisch und Blut geworden; in Körpergestalt wirkend, leibhaftig. Verdeutschung des kirchlich-lat. incarnãtus, Part. Perf. Pass. von incarnãre. Bei Luther.

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