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genitivisches Adv. Bei Adelung 1774. 4BL. eignen, v.: zu eigen machen, mhd. eigenen, ahd. eiganen; eigen sein(frühnhd., jetzt nur poetisch). Refl. sich eignen«wozu passeny (von Campe für sich gualifizieren gebildet). Eigenheit, f.(zu eigen in der 2. u. 3. Bed.), mhd. eigenheit f. Eigenschaft, f., mhd. eigenschaft, spätahd. eiginscaft f.«Eigentum, Eigentümlichkeity. Damit zusammengesetzt Eigenschaftswort, n., bei Adelung 1793. eigentlich, adj. und adv. Mit eingeschobe- nem k aus mhd. eigenlich«eigentümlich, aus- drücklich, bestimmt»; in der letzten Bed. namentlich das Adv. eigenliche. Eigen- tum, n., mhd. eigentuom, n. Davon Eigen- tümer(spätmhd.) und eigentümlich, adj.: als Eigentum angehörig(frühnhd.); überhaupt«eigen, sonderbar»(noch nicht bei Campe 1807). ZUS. eigenartig, adj. Bei Campe 1807. Eigenbrötler, m.: Son- derling, eig. der eigenes Brot backt, einen eigenen Haushalt führt. In dieser Bed. schon im ältern Nhd. Vgl. mhd. einbrœtec «der sein eigenes Brot hatv. Eigenliebe, f., bei Stieler 1691. Eigenlob, n., bei Luther als eigen lob. eigenmächtig, adj., im 16. Jh. Eigenname, m., bei Luther als eigen name. Eigennutz, m., im 15. Jh. (Liliencron 1, 558), bei Luther getrennt eigen nutz. Davon eigennützig, adj. Eigen- sinn, m., bei Luther als eigen sinn, während das Adj. eigensinnig schon im 14. Jh. vor- kommt als«freiwilligy, im 15. in der jetzigen Bed. Eigenwille, m., im 15. Jh. als eigen will, während das Adj. eigenwillig, schon mhd. erscheint.
neignen, v.: zu eigen machen, s. eigen.
zeignen, refl. v. in es eignet sich«zeigt sich geisterhaft an⸗(Musäus Volksmärchen 2, 79, Goethe Faust 11417). Mit ei für eu aus mhd. öugenen, gewöhnlich öugen zeigeny, ahd. ougan, augan«vor Augen bringen, zeigeny, ags. 5owan, got. augjan«zeigen»; refl. mhd. sich öugenen sich zeigen», bei Luther sich eugen. S. ereignen.
Eigner, m.(*s): Eigentümer, Besitzer. Bei Logau 2, 7, 98, Eigener 1663 bei Schottel 333.
Eiland, n.(es, Pl.-e): wasserumflossenes Land, Insel. Mhd.(erst in der höfischen Poesie) eilant, meist einlant, n.«Inselꝰ, gleich- sam«isoliertes, abgesondert liegendes Land), aber wohl nur angelehnt an ein und entlehnt aus mndl. eiland(das selbst aus dem Fries. entnommen ist), mnd. eiland, eland, oland,
ags. éaland, égland, igland, engl. island, anord. eyland, dän. eiland n.«Insel), die zusammen- gesetzt sind mit einem Worte, das unserm Aue(s. d.) entspricht, also eigentlich s. v. a. cim Wasser liegendes, von diesem umflossenes Land).
Eile, f.: Eifer, Geschwindigkeit wozu. Mhd. le, ahd. Ma f. Von eilen, v.: auf ein Ziel hin geschwind sein, mhd.-ahd. ilen; dazu asächs. Ilian, ndl. ijlen«sich strebend bemühen, wonach mit Eifer tätig seiny, aus dem Deutschen schwed. da, dän. ile. Viel- leicht mit ags. e m., anord. u. noch norw. il f. «Fufßsohle), afries. ile«Fußballe, Schwieley, zur Wurzel aind. ĩ gehen», lat. ire, griech. léeva. Von Sievers Idg. Forsch. 4, 340 aus dlã erklärt, und zu anord. 7d, id f.«studiumꝰ gestellt. Davon eilends, adv., eigentlich Genitiv des Part. Präs. von eilen. Im 15. Jh. bei Tucher Baumeisterb. 128, 8 ellentz, bei Luther auch eilend. 4L. eilig, adj. u. adv. Mhd. Aec, ahd. Mläc«eifrig, eiligy, Z0S. Eilbote, m. Nach Kindleben 1781 ein neu- gebackenes Wort. eilfertig, adj. u. adv. Im 17. Jh.(Schottel 349). Eilwagen, m., Nachbildung von Eilpost, das Campe für Diligence vorschlug.
eilf, s. elf.
Eimer, m.(-S, Pl. wie Sg.): Wasser- gefäß mit übergehendem Bügel zum Tragen und Schöpfen; ein Flüssigkeitsmaß. Mit Assimilation des mnb aus mhd. eimber, einber, auch eimer, ahd. eimbar, einbar m., und abge- leitet eimberd, einbr? n.; dazu and. Enzbar m. n., ndl. enamer m. Scheinbar zusammengesetzt aus ein und-bar von ahd. beran«tragen), also eig. Gefäß mit einem Griff, einträgiges Wassergefäßy, im Gegensatz zu Zuber(s. d.). Formen wie ahd. ambar, ember, ambri, ags. amber, omber m.,(entlehnt) schwed. ãnmbar n. lassen indes einbar als volksetymologische Umdeutung eines auf gr.-lat. amphora f. «zweihenkeliger Krugy beruhenden Wortes erscheinen.
lein, zunächst Zahlwort, dann in den Pronominalbegriff übergehend, um Gleichheit zu bezeichnen(ein und derselbe); unbestimmtes Pronomen= irgend einer, jemand; das N. ein mit Gen. Sg. des Subst., z. B. ein Leides, ein Wesens; das N. eins als unbestimmtes Objekt in eins trinken, eins plaudern; un- bestimmter Artikel(auch in Wendungen wie ein langes und ein breites sprechen, es ist un ein gutes besser); demonstr. Pronomen


