399 Düttchen
Eber 4⁰0
Düttehen, s. Deut.
Dutzend, n.(-s, Pl.-e): zwölf an der Zahl. Spätmhd. fotzen, tutzen n., woraus mit angetretenem Dental zutzend, dutzend, früher auch tutzet, datzet. Aus dem gleichbed. franz. douzainc, ital. dozzina f., woraus auch ndl. dozijn n., engl. dozen.
duzen(mit 7), v.: mit du anreden. Mhd. duzen, düzen(woraus älternhd. auch dauzen), abgeleitet von dt. ZUS. Duzbruder, m., frühnhd.(Ringwald getr. Eckh. F 4).
dwatsch, s. hoatsch.
Dynamit, n.(-s): sehr starker Spreng- stoff. Ein 1867 von A. Nobel gebildetes Wort, abgeleitet von gr. dvapuic f.«Kraft, Gewalt, wirkendes Vermõgen», das auch sonst noch in vielen wissenschaftlichen Fremdwör-
tern wie Dynämilc, Dynamomuaschinen usw. auftritt. Einzelne davon schon im 18. Jh.
Dynäst, m.(en, Pl.-en): abhängiger Machthaber eines kleinen Landes. Aus gr. Jat. dynastes, gr. duvdcc m.«Machthabery. Bei Roth 1791. 481. Dynastie, f.: Herr- schergeschlecht. Aus gr.-mlat. dynastia, gr. dovacreia f.«Macht, Herrschafty. Bei Wächtler 1711.
Dys-, aus gr. duc-«schlecht» entlehnte Vorsilbe, mit der viele Fremdworte zusammen- gesetzt sind, z. B. Dysenterie, f.(Pl.-=): Ruhr. Aus gleichbed. griech. du‿evrepia f., dessen zweites Glied«Inneres» bedeutet. 1710 bei Nehring. Dyspepsie, f.: schlechte Ver- dauung. Aus gr. duc-nepia f.«Unverdaulich- keity. 1727 bei Hübner.
E
Ebbe, f.: regelmäßig weichende Meerflut; ibnjan(in ga-ibnjan) andere Ableitung zeigt.
(bildlich) Leere nach Abfluß. Aus dem Ndd., mndl. ebbe f., andd. in ebbiunga f.; dazu nal. ebhe f., afries.-ags. ebha m., engl. ebb,(entlehnt) schwed. ebb m., dän. ebbe. Das echtnor- dische Wort in dän. euje, aisl. efja f.«Moor, Schlammy. Da das e umgelautet, vielleicht zu ahd. aba«weg von)—(s. ab), abun cabgewendet»(s. äbicht), also«die abge- wendete, zurückweichende Fluts», oder zu aber, äber«leer, trockeny. Vielleicht aber auch eine alte Zusammensetzung ap-iſcd das Zurückgehen des Wassers». Vgl. auch Wiede- mann Bezz. Btr. 28, 74. Jedenfalls ist das Wort alt. Bei Henisch 1616 als sächsisch, dann bei Schottel 1663 als hd. verzeichnet. 4BL. ebben, v., mnd. ebben, and. in firebben «verwallen, wallend weichen(von Zorn)y, mhd.(vereinzelt im Md.) eppen, ags. ebbian.
eben, adj.: geradlinig, ohne merkliche Er- hebung und Vertiefung. Mhd. eben, ahd. eban; dazu asächs. eban(and. emnia), ndl. even, ags. efen, engl. even, anord. jafn, schwed. jämn, dän. Jävn, got. ihns, vielleicht aus ios(mn wird zu bn) und zu lat. aemaulus«nacheifernd, imitor«komme gleichy, imãgo Ebenbildy, gehörig, vgl. Walde s. v. Davon das Adv. eben: gleichmäßig; genau; in diesem Augen- blicke. Mhd. ebene, ahd. ebano. 4 BL. Ebene, f., mhd. ebene, ahd. eban, ebenè f. ebenen, ebnen, v., mhd. ebenen, ahd. ebanön; dazu anord. jafnd, schwed. Jämna, während got.
Vgl. auch neben.
Ebenbaum, m.: ein Baum, der ein feines steinhartes schweres schwarzes Holz hat, das Ebenholz. Mhd. ebhoum, meist in lat. PForm ebenus, aus gr.-lat. ébenus f.«Ebenbaum und Ebenholzy, gr. éßevoc f., dies aus hebr. hob- ninè, dem Pl. von hobni statt obnã«steinern», von oben d. i. eben Stein.
Ebenbild, n.: genau Entsprechendes. Mhd. ebenbilde n.— ebenbürtig, adj.: aus gleichem Stande geboren. Mhd. eben- bürltic.— ebenfalls, genetivisches Adv.: in übereinstimmender Weise mit dem Vorher- gehenden. Bei Stieler 1691 ebenfalls, 1598 bei Albertinus Sendschreiben 3, 158 5b ebens- falls, 1652 bei Gombert 8, 10 cebenes Falls. Ebenmaß, n.: Gleichmaß. Mit Wechsel des Geschlechts(s. Maß) aus mhd. ebenmäe, ahd. ebanmäãza f. 4B, ebenmäßig, adj. u. adv., mhd. ebenmezec, adj.
Ebenholz, s. Ebenbaum.
Ebenist, m.(en, Pl.-en): Tischler, der ein- gelegte Arbeit(urspr. Ebenholzarbeit) macht. Aus franz. ébéniste, ital. ebanista m., von lat. ehenus f.(s. Ebenbaum). Bei Roth 1791.
Ebenteuer, s. Abenteuer.
Eber, m.(-s, Pl. wie Sg.): männliches Schwein. Mhd. eber, ahd. ebar, ebur m., dazu and. evur-, ags. eofor, anord. jõfurr m.(über- tragen«Fürst, König») und weiter lat. aper, abg. vepri m.«Wildschwein». Vgl. Walde s. v.


