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auswendig, adj.: nach außen gekehrt; auf der Außenseite befindlich, äußerlich. Mhd. azwendec, worin oendec zu wende f., nhd. Wende(s. d.). Davon das Adv. a., cauf der Außenseite; aus dem Gedächtnisy. Diese Bed. erscheint frühnhd. in der Verbindung mit lernen(Murner Geuchm. 53), können(Luther) oder sagen(Maaler 1561). Ahd. entsprechend nzana«außen»(Otfrid1, 1, 109 3ana gisingan). auswerfen, v.: aus etwas(einem Innern) herauswerfen, sei dies durch Tätigkeit von außen(so z. B. vom Ausnehmen der Ein- geweide bei Wild) oder von innen, mhd. nzwerfen, ahd. Aauerphan; verwerfend aus- scheiden oder ausstoßen;(Geld) zu einem Zweck bestimmen, aussetzen(im 17. Jh.); intr.(vom Perpendikel) im Schwung einen weiten Zirkelbogen durchlaufen. auswirken, v.:(bei Handwerkern) durch Arbeit herausbringen oder fertig machen; (Wild) aus der Haut nehmen; erwirken, aus- richten. Mhd. Aauürken. auswischen, v.: durch Wischen besei- tigen; durch Wischen reinigen, mhd. düz- wischen; einen raschen Schlag geben(in einem eins a. eig. ein Auge auswischen?); intrans. davonlaufen, eig. rasch über den Boden dahingleiten(Schiller 1, 351). Auswuchs, m.(-ses, Pl. Austwüchse): krankhaft Herausgewachsenes an Körpern, Bäumen usw., auch bildlich. Für älteres Auswachs um 1750 gebildet. Vgl. Ambuchs. Auswurf, m.(es, Pl. Auszwürfe): die Handlung des Auswerfens(Apostelg. 27, 18); was ausgeworfen wird, spätmhd. au‿ανανντν m. cdas durch den After Ausgeworfenen; als verabscheut ausgestoßener Mensch oder als verabscheut ausgestoßene Menschen. 4 3L. Auswürfling, m.(nach der letzten Bed. von Auszwurf), spätmhd. Auurfelinc m. auszehren, v.: 1) trans. völlig verzehren (frühnhd.). 2) intrans. völlig verzehrt wer- den, erschöpft, im Schwinden begriffen sein; mit dem Verzehren zu Ende sein(Sir. 14, 17). Davon Auszehrung f.: völlige Ver- zehrung(1727 bei Aler); auszehrende Krank- heit, Schwindsucht(1774 bei Adelung). Auszug, m.(-es, Pl. Auszülge): Zug aus einem Orte, Lande usw., mhd. dzeuc m.; was herausgezogen wird, Kraftauszug(Extrakt) wovon, Feinstes, Bestes aus etwas(bei Opitz, Pleming), namentlich Wesentlichstes aus einer Schrift(bei Luther);(veraltet die recht- liche Bed.) Angabe, um sich aus etwas her-
weigand, Deutsches Wörterbuch. 5. Aufl.
auszuziehen(1. Macc. 8, 26), Aus- und Ein- rede, Einwand, Ausflucht(mhd. Azeuc m., lat. exceptio);(jetzt in der Rechtssprache) was beim Abtreten liegenden Gutes, vornehmlich eines Hauses(auf Lebenszeit) ausgenommen und vorbehalten ist(so schon spätmhd.). Davon Auszügler, m.: der diesen Vor- behalt gemacht hat.
aut: etwas(Gegensatz naut«nichtsy). Nur in den mundartlichen Redensarten: aut oder naut(entweder)«etwas oder nichtse(in der Zimmerschen Chronik 1, 48, 31 aeder ut noch, nut); man spricht von naut, es kommt von aut. Vgl. engl. ought or nought. aut geht mit der westmd. Mundarten eignen Verwandlung von iu in à(Später au) zurück auf mhd. iut(für gewöhnliches iht), abgeschwächt aus iuaet, iuavweht, ahd. eowiht, eig. cirgend ein Ding?, ebenso naut auf mhd. nit(für gewöhnliches niht), abgeschwächt aus niuwwet, niuzoeht, ahd. neowiht, eig. cnicht irgend ein Dingy. S. nichf.
authentisch, adj. und adv.: echt, glaub- würdig. Nach gr. lat. duthenticus, gr. adbev- rixc cbestimmten Urheber habend, gebildet von gr. abevrnc m.«unumschränkter Herr, Selbstherrschery. Schon im 16. Jh. entlehnt (Fischart Garg. 153).
Auto-: erstes Glied vieler Zusammen- setzungen, die in deutscher Form erst seit dem 18. Jh. vorkommen und durchweg der ge- lehrten Sprache angehören. So Autochthone m.(-n, Pl.-n): Ureinwohner(2u gr. Xνν f. «Erde, Land), bei Campe 1813.— Auto- didakt, m.(en, Pl.-en): durch Selbstunter- richt Gebildeter. Aus gr.-mlat. autodidäctus, dem als Subst. gesetzten M. des gr. Adj. ετοdidoxroc«durch sich selbst unterrichtet» (von didoxroc zu didãcxeiv clehrenꝰ).— Auto- graph, n.(-es, Pl.-en): eigenhändige Schrift. Aus gr. Jat. autögraphum, gr. abrérꝓev Ur- schrift), dem als Subst. gesetzten N. des gr. Adj. abrérpaooc«selbst(eigenhändig) ge- schrieben»(zu paqoc von Tpdcety«schrei- ben*). Bei Nehring autographum.— Auto- krat, m.(-en, Pl.-en): Selbstherrscher. Aus franz. autocrat m., gebildet vom gr. Adj. abroxparnc æselbstherrschend»(-xparnc von xpureiv«obherrschen»). Davon Autokratie, f.: Selbstherrschaft. Ausgleichbed. franz. auto- cratie f.(-cratie nach gr.-oτeio f. Herr- schafts).— Automat, m. n.(-en, Pl.-en): sich von selbst bewegende Maschine, Selbst- triebwerk. Aus gleichbed. gr.-lat. austömatum,
(gr. adréuorov, dem subst. gesetzten N. des gr.
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