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Das nundartliche Drara.
Frankfurter eister.
Unter den zahnlreichen rundartlichen Prazen, die Frankfurt hervor- gobracht nat, steht die bexannte Schulxonödie, Per Proreotor, von Karl Iuduig Textet, dem Vetter Goethes, an erster Stelle. Feben Seiner L T kulturgeschichtlichen und sprachlichen Bedeutuns ist es das Alteste zeugnis für die literarische Verwendung des frankfurter Dialektes. Zwar werden in den Quellen zwei ältere Lustspiele in sachs enhäuser undart
genannt: Die Sachgenhäuser und Das Junge mepaar, die im Archiv für
fronkfurter deschichte und kunst(3. Folge III, 275) ervühnt werdon, aber eie sind nie gedruckt worden und leider auch nicht nandschriftlich er-
nalten. Der verfasser ist vahrs cheinlich Heinrich i1lheln Sexfried go-
wesen, der nach dem Theaterkalenden von 1783 an 28. Ju11 1775 geboren wurde, aber ebenso verschollen ist, wie seine beiden Lustspiele.
Der Prorector, die klassische Schulkonödie der frankfur ter mna- art, gelsselt mit dbermdtigem Schüleruits die gosinnungsloae Beschränkt- heit oines 1à4ppischen Pedanten von Lehrer und szeichnet it öastlioher
Ironie ein verblüffend lebenswahres B11d von den Sohulverhältniseen an Ede does 18. Jahrhunderts.
A1 Verfasser des Prorectos kennen vir Seer durch Friedrioh stoltzes Zeugnis, densen Lehrer er gevesen iat. N war am 13. 1I. 1775 geboren,„tudierte Rechtauiasenschaft und habi11tierte aich kurs nach seiner Doktorprüfung in Fanre 1800 in Tübingen. In Somer 1813 vurde er Rochtsanvalt in seiner Vaterstadt, adar dieeen Beruf dald vieder auf und orwarb seinen Unterhelt Srren Prirstuntefrtent. r tarb ale Pfründner am 37. osander 1851. 3
4as vir von Textor haden,„une 101


