—
eine nu ſie ſic
eigert
mittel Lauf
deren ndeln ndſten dieſe rſchub m ſich näßige
ſeiner
in in⸗ Me⸗
Depu⸗ r Ge⸗ rund llialen Nouen, Orten. taſſirer
wärtige anſtän⸗
durch
inzver⸗ ermitt⸗
geheure labora⸗ geprägt dreißig ſüit älſchten uggeln. Münz⸗ cht da⸗ s auch der ſie
damals agbaren nd dieſe keit An⸗ mie und eß und Aber er ſeinem eutſchen vorzüg⸗
wbe voll gebracht. ger und Prägung ungenirt
as zweite erall die geweſen en ſtan⸗ rend im
ren.
ſehäuften ücee von d Braus hte, daß je Münf ausländi⸗ er kein Leute en keinen
eine
errathen, Er ge
Illuſtrirte Chronil der Zeit. 491
e, um ihr Schweigen den Anderen nach wo er ſie mit Hilfe der ten Lebensſtellungen unterbrachte. en blieben ihm treu ergeben, wahrſ keit, das Wohlleben und die reichlichen ſeinem Hauſe nur zu gut ge⸗ tlichen Arbeitsgehilfen, beſon⸗ een Mechanikers, chert zu haben.
Jedem von ihnen eine beträchtliche Geldſumm zu erkaufen, und ſandte den Einen nach Flandern und den Dritten verbündeten Bankiers in gu
Die übrigen Domeſtik lich weil ihnen die Ueppig goldenen und ſilbernen Abfälle in fielen. Auch der Treue ſeiner eigen ders des deutſchen Graveurs und des franzöſiſch ungeheure Belohnungen verſi Leute, die ja ſehr wohl erkennen mußten, an betheiligten, an und für ſich ſchon Thätigkeit das tiefſte Schweigen zu
—
ſcheint er ſich durch Freilich hatten dieſe welchen Verbrechen ſie ſich Gründe genug, über ihre
—
daß Vinache, obgleich alljährlich viele
Merkwürdig war es, gar keine regelrechte Buch⸗
Millionen durch ſeine Hände gingen, eine weitverzweigten Geſchäfte angelegt hatte. einer Frau, die gebildeter war wie er ie auf irgend einen Papierwiſch ächtniß. Doch ſſirer Tronchin
führung über ſ ſelten einmal diktirte er ſ einige Bemerkungen, die ſ ch verließ er ſich auf ſein gutes Ged aß Samuel Bernard, deſſen Ka ſo beſſer Buch und Rechnung Ilzu viel von dem reichen
ſchrieb; gewöhnli läßt ſich annehmen, d und die anderen Betheiligten um führten und gehörig aufpaßten, daß nicht a Gewinn an des Italieners Händen kleben
Unter Denjenigen, „in Geſchäften“ häufig beſuchten, bef Alchemiſt Namens Martino Polli, arbeitete, ferner der Herzog v. Vinache er einſt wegen völliger worden war, dann Herr Marion, chauſſée und noch vie mit den Schwindelgeſt Akten nicht erſichtlich. Male entging der gewandte Fäl Verhängniß, bevor er demſelben endlich Publikum waren viele Klagen über da ſchlechte Geld verbreitet; ſchwerden, daß man ihre L und dem königlichen Münzho gegen Stephan Vinache und Geno
In Folge deſſen wurde der dem Neapolitaner geſchickt, um die war ſchon vorher gewarnt worden; dächtige bei Seite geſchafft und emp liebenswürdigſten Gaſtfreundſchaft. D end Livres beſtochene Beamte,
——
eines höchſten Glanzes anden ſich ein alter italieniſcher der auch zeitweilig für ihn Briſſac, von deſſ Unbrauchbarkeit fortgeſchickt Beamter der Mare⸗ ſe Perſönlichkeiten chäften in Verbindung ſtanden, iſt aus den
die ihn zur Zeit ſ
ſcheinlich wurde dieſe ſeltſame Zuſammenkunf Vinache in erträumte Sicherheit zu wiegen, damit er nicht vor ſeinem tragiſchen Ende unbequeme Enthüllungen in die Welt ſchleudere.
Drei Tage ſpäter, am 20. Februar, wurde der„Magier“ bei dunkler Nachtzeit verhaftet und in die Baſtille gebracht.
Gleichzeitig verhaftete man auch den Graveur Schulz und den Mechaniker Thuriat. Sie wurden über ihre Thätigkeit im Dienſte des Neapolitaners verhört und ihre Ausſagen ſind in den Akten deponirt. Was ſpäter aus ihnen geworden iſt, weiß man nicht. Wahrſcheinlich ſind ſie nach jahrelanger Haft in einem unterirdiſchen Kerker der Baſtille verfault, wenn man keine bequemere Manier, ſie aus dem Wege zu räumen, vorgezogen hat.
Der Polizeiminiſter d'Argenſon kam in die Baſtille, um Stephan Vinache zu verhören. Das Ergebniß dieſer Verhöre iſt in vorſtehender Darſtellung enthalten. Die Protokolle wurden in’'s geheime Archiv des Staatsgefängniſſes gelegt und ſind erſt fünfund⸗ achtzig Jahre ſpäter, nach Erſtürmung und Demolirung der Baſtille, bekannt und veröffentlicht worden.
In wie weit die
lſcher dem rächenden doch zum Opfer fiel. s in Cirkulation befindliche von auswärtigen Regierungen kamen B andesmünzen in Paris verſchlechtere; fe gingen geheime Denunciationen
—
Polizeikommiſſär Socquart zu Sache zu unterſuchen. er hatte rechtzeitig alles Ver⸗ fing den Kommiſſär mit der en folgenden Tag kehrte der nachdem er ſich an el in Champagner berauſcht, zu daß die über den vor⸗ ſprengten böswilligen Gerüchte ſchänd⸗ Beiläufig wollen wir bemerken, daß ene grobe Amtsverletzung
mit einigen tauſt des Schwindlers lukulliſcher Taf ſeinen Vorgeſetzten zurück mit der Meldung, trefflichen Älchemiſten ausge liche Verleumdung ſeien.( Socquart ſeine ſpäter durch me Nach der Entf lichen Diener und Geh Er ſagte ihnen, ihn je durch unvorſichtige fahr brächten. Im Auguſt 1703 begaben ſich einige dem Landgute des vorgeblichen A
bei dieſer Gelegenheit bewieſ hrjährige Haft in der Baſtille büßen mußte.)
ernung des Beamten rief Vinache ſeine ſämmt⸗ ilfen zuſammen und hielt ihnen eine trotzige daß er ſie würde hängen laſſen, wenn ſie Aeußerungen über ſeine Thätigkeit in Ge⸗
Beamte des königlichen lchemiſten, weil daß in dem dortigen La⸗ Aber Herr Menager, der der mit den Münz⸗ und tlichen und dienſtlichen Verkehre id warnte Vinache. den ſchleunigſt entfernt, den Verbrecher zeugen konnte. ohne etwas ausgerichtet
Münzhofes nach neue Denunciationen eingelaufen waren, boratorium gekippt und gewippt würde. ſchon genannte Genoſſe Finanzbeamten in ſtetem geſchäf ſtand, bekam rechtzeitig Wind davon un verdächtigen Apparate und Werkzeuge ſo daß nichts zurückblieb, was gegen Die Beamten kehrten nach Paris zurück,
des Fälſchers,
Verbrecher, in's Ausland eichthümer in Frieden zu ckſal, offenbar Bekanntſchaf⸗ zu Tag größere Preis kaufte er das Gut ac daſſelbe große Gut in t als Unterverwalter hatte brauchen au warf er 600,000 Livres aus verzinslich bei den Zollämtern König hatte die Zölle verpfändet, welche der fortwährend in Flan⸗
Noch wäre es Zeit geweſen für den en und dort die gewonnenen R Doch Vinache trotzte übermüthig dem Schi ſeine hochgeſtellten und vornehmen ten. Er blieb zu Paris und entfaltete von Tag chwendung. Für theuren Coubron und dann vom Herzog v. Briſſ Anjou, wo man ihn einſt nich können. Für einen neuen Schloßb und belegte ungeheure Summen zu Paris und Nouen, denn der um die Millionen aufzubringen,
im Vertrauen auf
Pracht und Verſ
zurmel entnehmen zu können, daß zwiſchen dem Gef den drei Verlarvten ein heftiger Streit ſtattfinde. Zuletzt ſchien
dern wüthende ſogenannte ſpaniſche Erbfolgekrieg verſchlang. Auch handelte Vinache um das Landgut Ermenonville, das ſpäter durch Rouſſeau's Aufenthalt und Grab ſo berühmt wurde, und bot 250,000 Livres dafür, erhielt aber nicht den Zuſchlag.
Endlich aber nahm das öffentliche Gerede über die Münz⸗ verfälſchungen des neapolitaniſchen Alchemiſten ſo ſehr überhand, daß die Regierung nicht länger mehr ihre Ohren dafür verſchließen
Hauptſächlich trug dazu der Verrath eines Buchhalters
Namens Boisrobert bei, der aus Samuel Bernard's Bankgeſchäft wegen allerlei Unrechtlichkeiten fortgejagt worden war. Dieſer Menſch rühmte ſich öffentlich, daß er in alle Schwindelgeſchäfte ſeines früheren Prinzipals eingeweiht ſei. Er ſchrieb an Frau v. Main⸗ tenon und Ludwig XIV. und erbot ſich, für 100,000 Livres die genaueſte Auskunft zu geben. Man machte aber von dieſer An⸗ zeige keinen Gebrauch. Auch ſchrieb er an Vinache einen Droh⸗ brief, um 100,000 Livres herauszupreſſen, und es iſt ſehr wahr⸗ ſcheinlich, daß er die Summe erhalten hat.
Am 17. Februar 1704 ließ der Miniſter v. Chamillard den Magier zu ſich nach Verſailles entbieten und hatte mit ihm eine lange Unterredung, die ſich jedoch in keiner Weiſe auf die Geſchäfte des Kippens und Wippens bezog. Der Miniſter befragte den ehemaligen Wunderdoktor über die Heilkraft gewiſſer Rezepte und ließ ſich von ihm einige Arkana geben. Dann erkundigte er ſich nach dem Herkommen und den Familienverhältniſſen des Gaſtes. Der geborene Lazzaroni brachte mit dreiſter Stirne die hochmüthige Lüge vor, daß er der Sohn eines hohen neapolitaniſchen Würden⸗ trägers ſei, und Chamillard ſchien ihm ohne Weiteres Glauben zu ſchenken. Die Audienz war äußerſt gemüthlich und Miniſter und Verbrecher ſchieden höchſt freundſchaftlich von einander. Wahr⸗
t nur veranſtaltet, um
In der Nacht vom 19. auf den 20. März 1704 fuhr eine
Kutſche vor dem Baſtillenthore vor. Daraus ſtiegen drei verlarvte und bewaffnete Männer, zeigten einen königlichen Befehl vor und verlangten zum Gouverneur geführt zu werden.
Herr v. St. Mars wurde aus ſüßem Schlummer geweckt
und beeilte ſich, die Herren in geheimer Audienz zu empfangen. Sie zeigten ihm einen zweiten Befehl, der ſie zu einem ſofortigen nächtlichen Beſuch bei dem gefangenen Magier Stephan Vinache ermächtigte.
Der Gouverneur rief den Schließer und einen Wachtpoſten und
gab ihnen Auftrag, die Unbekannten nach dem dritten Zimmer des Thurmes La Bertaudière zu führen und ſich im Uebrigen ganz nach ihren Weiſungen zu richten.
Das dritte Zimmer des Thurmes La Bertaudière war derſelbe
Kerker, in welchem genau vier Monate vorher, nämlich am 19. No⸗ vember 1703, der geheimnißvolle Mann mit der eiſernen Maske das Zeitliche geſegnet hatte.
Und wiederum ſollte dies Gemach der Schauplatz eines geheim⸗
nißvollen Drama's werden.
Als die Unbekannten nach einer langen Wanderung durch die
weiten Korridore, und nachdem ſie mehrere Treppen erſtiegen, vor der Kerkerthüre angelangt waren, gaben ſie dem Schließer Befehl, dieſelbe zu öffnen, und hießen ihn dann mit dem Wachtpoſten außen warten, indeſſen ſie ſelber in das Gefängniß gingen, wo Stephan Vinache im Bette lag und ſchlief.
Es war eine halbe Stunde nach Mitternacht. Die Fremden blieben dreiviertel Stunden bei dem Gefangenen.
Der außen wartende Schließer La Boutonière und ſein Be⸗ gleiter, der Korporal Hirlanque, glaubten aus dem leiſe und unverſtändlich durch die dicke Eichenholzthüre dringenden Stimmen⸗
angenen und


