pulenten rkaunt erkannt
Polizei
gekehrt t, kann er fort, Stirne
achſel⸗
arüber
er Liſte,
ngt ein Garten,
ſcht. etwa ſehr rKauf⸗ rhalten,
t gewor⸗ n Hermn den vor⸗ ür aulé⸗
dillionär
——,—ö
—
—
Illuſtrirte Chronik der Zeit. 447
iſt, wird es ihm auf einige Tauſend mehr oder weniger nicht ankommen.“
„Dann wüßte ich etwas Paſſendes,“ ſagte der Makler lebhaft. „Würde der Herr die vollſtändige Einrichtung, Mobiliar, Wagen und Pferde mit übernehmen?“
„Wohl nur unter der Bedingung, daß es eine Einrichtung erſten Ranges iſt.“
„Fürſtlich, ſage ich Ihnen! Und dabei ganz neu, nicht das Geringſte fehlt.“
„Und der Preis?“
„Achtzigtauſend Thaler. Ich gebe Ihnen die Verſicherung, daß dieſer Preis niedrig genannt werden muß. Das vollſtändige Mobiliar iſt darin einbegriffen, Treibhäuſer, Wintergarten mit den ſeltenſten, prachtvollſten Pflanzen, die herrlichſten Pferde und Equipagen, Kunſtwerke von namhaftem Werth und ſo weiter. Wollen Sie aber das Inventar nicht erwerben, ſo beträgt der Preis für die Gebäude allein fünfzigtauſend Thaler, aber ich würde Ihrem Herrn Schwager rathen, das Inventar ebenfalls zu über⸗ nehmen, er wird es zu dieſem Preiſe nicht anſchaffen können.“
„Und wer iſt der Verkäufer?“
Der Makler zuckte bedauernd die Achſeln.
„Er wünſcht, daß ſein Name erſt dann genannt werde, wenn das Geſchäft definitiv abgeſchloſſen wird,“ ſagte er.
„Aber der Käufer muß doch zuvor das Kaufobjekt beſichtigen können!“ erwiederte Wittich in befremdetem Tone.„Man kauft doch keine Katze im Sack, und hier handelt es ſich um eine enorme Summe.“
„Der Verkäufer verlangt, daß der Käufer ſich vorher mit ihm, eventuell mit mir, ſeinem Bevollmächtigten, über alle Be⸗ dingungen einige, und ich finde das ganz in der Ordnung.“
„Und wie lauten dieſe Bedingungen?“
Der Makler öffnete ein großes Buch und las:
„Die Kaufſumme muß an demſelben Tage, an welchem der
notarielle Akt ausgefertigt wird, gezahlt werden, am zehnten Tage nach der Ausfertigung dieſes Aktes tritt der Käufer in den Beſitz des Kaufobjektes, welches ihm alsdann von dem Bevollmächtigten des Verkäufers übergeben wird. Die Koſten des Kaufaktes, ſowie die Proviſion für den Vermittler trägt der Verkäufer allein.“
„Hm, ich finde dabei nur auffallend, daß das Geld zehn Tage voraus gezahlt werden ſoll,“ ſagte Wittich. 4
„Wenn ich Ihnen den Namen des Verkäufers nenne, ſo werden Sie kein Mißtrauen mehr hegen.“
„Nun wohl, ſo nennen Sie ihn!“
Der Makler wiegte bedenklich das Haupt und blätterte dabei in ſeinem großen Buche.
„Es iſt Bedingung, daß der Name nicht genannt werden darf,“ ſagte er,„wenigſtens nicht eher, bis Ihr Herr Schwager die ernſte Abſicht zeigt, das Haus zu erwerben.“
„Mein Schwager iſt nicht hier,“ erwiederte der Kommiſſär ungeduldig,„er hat mich beauftragt, Alles ſo weit in Ordnung zu bringen, daß er ſofort nach ſeiner Hierherkunft das Geſchäft abſchließen kann. Nun aber werden Sie ſelbſt zugeben, daß man mit einem Verkäufer, der hinter den Couliſſen bleibt, nicht unter⸗ handeln kann, und daß ſelbſt von einem Abſchluß der einleitenden Bedingungen nicht die Rede ſein darf, ſo lange man nicht einmal weiß, um welches Kaufobjekt es ſich handelt. Wozu dieſes Geheim⸗ niß? Wenn der Verkäufer ein ehrlicher Mann iſt, ſo—“
„Er hat beſondere Gründe,“ warf der Makler ein,„Gründe, die auch Sie anerkennen werden.“
„Iſt dies wirklich der Fall, gut, dann können Sie dreiſt den Namen nennen, ich werde ſchweigen und mich der Bedingung fügen.“
Der Makler blickte eine geraume Weile unentſchloſſen vor ſich hin, er mußte zugeben, daß das Verlangen Wittich's kein unbilliges war, man konnte Niemandem zumuthen, ein Haus zu kaufen, ohne es vorher beſichtigt zu haben.
„Wollen Sie mir Verſchwiegenheit verſprechen, auch dann, wenn aus dem Geſchäft nichts wird?“ fragte er endlich.
„Jawohl, den Fall natürlich ausgenommen, daß meine Amts⸗ pflicht mir nicht gebietet—“
„Ach was, Ihre Amtspflicht kann dabei nicht berührt werden.
Der Verkäufer iſt Herr Ackermann, aber das muß ganz unter uns
bleiben!“ Wittich ſah den beleibten Herrn überraſcht an. „Herr Ackermann?“ fragte er.„Ich glaube; Sie ſcherzen,
mein Beſter, aber ſolche Scherze liebe ich nicht.“ Der Makler hatte das Fenſter, das bisher offen geweſen war,
geſchloſſen, es wurde dadurch noch drückender in dem dumpfen, heißen
Zimmer.
„Was könnte mich denn zu ſolchem Scherz veranlaſſen?“ er⸗ wiederte er.„In meinem Intereſſe liegt es, daß das Geſchäft ab⸗ geſchloſſen wird—“
„Sie haben Recht,“ unterbrach der Kommiſſär ihn raſch,„aber Sie werden es auch natürlich finden, daß dieſe Mittheilung mich in höchſtem Grade überraſchen muß! Herr Ackermann wohnt ja noch nicht lange hier, er hat vor Kurzem die Tochter eines hieſigen reichen Bürgers geheirathet, das Palais gekauft und, wie man be⸗ hauptet, fürſtlich eingerichtet. Und nun ſollte er plötzlich zu demn Entſchluß gekommen ſein, Alles verkaufen zu wollen? Nehmen Sie mir's nicht übel, das klingt etwas unglaublich.“
„Anſcheinend ja,“ nickte der Makler,„aber ich würde es auch dann nicht unglaublich finden, wenn es nur eine Laune des reichen Herrn wäre.“
„Und iſt es etwas mehr als das?“
„Allerdings! Sie haben mir Verſchwiegenheit verſprochen—“
„Und ich hoffe, Sie werden nicht zweifeln, daß ich mein Ver⸗ ſprechen halten werde.“
„Keineswegs, Sie würden mir dadurch großen Schaden zu⸗ fügen. Madame Ackermann iſt ſeit einiger Zeit leidend, die Aerzte haben zu längerem Aufenthalte in einem ſüdlichen Klima gerathen, und Herr Ackermann will ſich nun in Italien ankaufen, wenigſtens gedenkt er dort einige Jahre zu bleiben.“
„Nun, gegen dieſen Grund läßt ſich nicht das Mindeſte ein⸗ wenden, Ackermann kann ihn offen nennen—“
„Erlauben Sie, das kann er nicht. Madame iſt mit dem Pro⸗ jekt gar nicht einverſtanden, ſie will in der Nähe ihrer Eltern bleiben, und der Rittergutsbeſitzer Bogen iſt ebenfalls nicht dafür. Herr Ackermann aber, und ich kann ihm das nicht verargen, hat keine Luſt, mit ſeiner Frau und ſeinen Schwiegereltern darüber lange Debatten zu führen, er zieht den kürzeren Weg vor. Da Haus und Mobiliar ſchon vor ſeiner Heirath ſein Eigenthum waren, ſo hat er auch die Berechtigung, Beides zu verkaufen, ohne dazu der Genehmigung ſeiner Frau zu bedürfen. Es wird Ihnen nun einleuchten, weshalb er dieſen Verkauf heimlich abſchließen will, Madame und die Schwiegereltern dürfen davon nicht eher etwas erfahren, bis die Thatſache vollzogen iſt.“
„Hm, das nenne ich ein Geſchäft unter ſehr erſchwerenden Verhältniſſen!“
„Durchaus nicht, Herr Kommiſſär! Will Ihr Herr Schwager das Haus ſammt dem Inventar erwerben, ſo einigen wir uns zu⸗ erſt über die Bedingungen, alsdann wird Herr Ackermann die Stunde beſtimmen, in der eine Beſichtigung ſtattfinden kann. Von dieſer Beſichtigung würden nur das Boudoir und das Schlafgemach der Madame Ackermann ausgeſchloſſen ſein. Iſt die Sache ſo weit geordnet, ſo wird der notarielle Akt vollzogen und die Kaufſumme gezahlt, und am zehnten Tage danach tritt der Käufer in den Beſitz ein. Herr Ackermann wird bis dahin das Dienſtperſonal entlaſſen und mit ſeiner Frau in's Bad reiſen, im Bade erſt will er ihr die Eröffnung machen, daß er fortan ſeinen Wohnſitz in Italien zu nehmen gedenkt.“
Der Kommiſſär ſchüttelte mit bedenklicher Miene das Haupt, es ſtiegen andere Zweifel in ihm auf, an die der Makler noch nicht gedacht zu haben ſchien.
„Haben Sie mit Ackermann perſönlich darüber geſprochen fragte er.
„Sein Sekretär vermittelt die Sache.“
„Wer iſt dieſer Sekretär?“
„Wollen Sie mit ihm direkt unterhandeln? Ich bitte Sie, das nicht zu thun, denn ich könnte dadurch um meine Proviſion gebracht werden, die ja Herr Ackermann allein zu zahlen hat.“
„Ich denke nicht daran,“ erwiederte Wittich,„ich möchte Sie nur auf einige Bedenken aufmerkſam machen, die in ernſte Erwägung gezogen werden müſſen. Iſt nicht ein gewiſſer Becker der Sekretär des Herrn Ackermann?“
„Nun, wenn Sie es wiſſen—
„Allerdings weiß ich es, aber das iſt auch Alles! Kennen Se dieſen Mann genauer?“ G
„Nein, ich bin durch eine Zeitungsannonce mit ihm in Ver⸗ bindung gekommen.“
„Und es iſt Ihnen gar nicht aufgefallen, daß er Ihnen die ſtrengſte Verſchwiegenheit zur Pfbicht gemacht hat?“
„Nein, durchaus nicht, die Gründe liegen ja auf der Hand
(Fortſetzung folgt.)
7
41
1u


