Jahrgang 
14-26 (1877)
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aufregen, eGeddlz

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Genug der s ich ſelbſt; lauten, aber das übereilt t, Dir über e Reiſe wäre

ſeinem Seſſel

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Erklärung ge⸗ i geworden Eindruck.

Deine Mutter lb rathe ich Dein Veſuch ſchon wegen

tav dem alten Erwiederung ſo kam er Thüre und beobachten⸗ daß zwiſchen er er gab ſich reichte er zu⸗ und. Unterhaltung, er kannte auch wiſſen, daß er denken durfte;

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Vermuthung

vüüter der Frau ocht

glcke nann's, St Acerm utjen Volbalt

Illuſtrirte Chronil der Zeit.

4²³

Das Werk Wurzer's! ſagte er lakoniſch.

Glauben Sie das wirklich?

Es unterliegt für mich keinem Zweifel. Wurzer hat ihm die Wohnung in jenem Hauſe verſchafft, er hat ihn bei den Damen eingeführt und wahrſcheinlich auch die Rolle des Vermittlers ge⸗

jelt. iAber was könnte ihn dazu bewogen haben? ſagte der alte Herr, zweifelnd das Haupt wiegend.

Zuerſt war es die Befürchtung, Guſtav könne ihn bei ſeiner Couſine aus dem Sattel heben, es iſt ja nun erwieſen, daß Wurzer

Sie mögen Recht haben, aber dies kann der einzige Grund nicht geweſen ſein, Wurzer iſt ſchon ſeit einiger Zeit mit Theodore verlobt, und die Verlobung Guſtavs hat erſt geſtern Abend ſtatt⸗

efunden. 3Hat man einmal A geſagt, ſo muß man auch durchbuch⸗ ſtabiren, erwiederte Ackermann achſelzuckend,dieſe Konſequenzen laſſen ſich nicht umgehen. Zudem mag Wurzer geglaubt haben, er werde durch dieſe Verbindung den Aſſocis feſter an ſich ketten, möglich auch, daß er ſelbſt der jungen Dame in früherer Zeit Ver⸗ ſprechungen gemacht hat, die er dadurch einlöſen wollte.

Der Gutsbeſitzer fuhr von ſeinem Seſſel empor, zornig ſtampfte er mit dem Fuß auf den Boden.

Auch das noch! ſagte er. dieſes Mädchens ruht

Habe ich das behauptet? unterbrach Ackermann ihn ruhig. Ich ſpreche ja nur eine Vermuthung aus.

Aber in dieſer Vermuthung liegt eine Ehrenkränkung des Mädchens!

Und könnte bewieſen werden, daß dieſe Vermuthung richtig iſt, ſo würde Guſtav gewiß ſofort ſich zurückziehen. Es wird aller⸗ dings ſchwer zu beweiſen ſein, Wurzer iſt in dieſer Beziehung zu ſchlau, er weiß, was für ihn auf dem Spielt ſteht, wenn er den reichen Aſſocié verliert.

Bah, es liegt in meiner Hand, ob er ihn verlieren wird oder nicht. 5

Verzeihen Sie, das iſt ein Irrthum, ſagte Ackermann.Der Vertrag, den Guſtav mit ſeinem Aſſocié geſchloſſen hat, geſtattet Keinem von Beiden den Rücktritt. Sie haben damals auf meinen Rath nicht gehört, Sie waren ganz entzückt von der Geſchäfts⸗ tüchtigkeit Wurzer's, Sie wollten die Beiden ſo feſt und ſo lange wie möglich an einander ketten, nun kommen die Folgen, die Ihnen nakürlich unangenehm ſein müſſen. Was nun? fuhr er fort, während der alte Herr mit großen Schritten auf und nieder wan⸗ derte.Wollen Sie mit Guſtav brechen, ihm das Haus verbieten und.. Nein! rief Bogen barſch.Wenn Sie darauf gerechnet haben, dann befinden Sie ſich in einem Irrthum

Ich? erwiederte Ackermann ſcharf.Ihre Vermuthung iſt beleidigend. Mir iſt es außerordentlich gleichgiltig, ob Sie die Schwiegertochter anerkennen wollen oder nicht.

Das werde ich nicht thun! Guſtav weiß, daß er zwiſchen uns und dem Mädchen wählen muß, warten wir nun ab, was er thut. Ich werde ihm weder das Haus verbieten, noch ihn enterben, aber ich werde fortan von ihm auch keine Notiz mehr nehmen.

Ackermann ſchüttelte zweifelnd das Haupt.

Ob dies das Richtige iſt, weiß ich auch nicht, ſagte er,ich hi anders verfahren und dieſe Verbindung zu hintertreiben uchen.

Und wodurch wollten Sie das ermöglichen?

Dadurch, daß ich den jungen Mann von hier entfernte!

Kann ich ihn dazu zwingen?

Auf gewaltſamem Wege nicht, aber es gibt andere Zwangs⸗ mittel, und ich meine, die Sache ſei wichtig genug, um dieſe Mittel nicht unverſucht zu laſſen.

Ich möchte dieſe Mittel kennen lernen.

Sie ſind ſehr einfach. Beauftragen Sie mich, in Böhmen oder Schleſien Bergwerke für Sie zu kaufen, ich werde den Auftrag ausführen

Nichts davon, wenn ich bitten darf!

öören Sie vorher, was ich Ihnen ſagen will, dann können Sie immer noch ihr Veto dagegen einlegen. Sind Sie in dem glücklichen Beſitz eines Bergwerks, ſo beauftragen Sie Guſtav, hin zu reiſen und Ihr Intereſſe wahrzunehmen, er kann das nicht ab⸗ lehnen, denn es iſt zugleich auch ſein Intereſſe, und in dem hie⸗ ſigen Geſchäft verſäumt er durch die Reiſe nichts.

Er wird dennoch ſich weigern!

Wir werden ſchon Gründe genug finden, dieſer Weigerung entgegen zu treten, dafür laſſen Sie mich ſorgen. Und iſt er ein⸗ mal abgereist, dann wollen wir ihn draußen ſo lange beſchäftigen

Wenn ein Flecken auf der Ehre

bis wir hier das Ziel erreicht haben. Opfer werden allerdings ge⸗ bracht werden müſſen, das ſage ich Ihnen voraus, aber Sie werden dafür auch nicht den Aerger erleben, die Wittwe Freimuth mit ihrer Tochter in Ihrem Hauſe empfangen zu müſſen.

Und dafür macht mein Sohn mir dann ſpäter den Vorwurf, ich trage die Schuld an ſeinem Unglücke, erwiederte der Cutsbeſitzer, der in Gedanken verſunken ſtehen geblieben war.

Wir müßten es ſehr plump anfangen, wenn er Ihnen dieſen Vorwurf machen könnte, ſpottete Ackermann, der inzwiſchen eine Cigarre angezündet hatte und jetzt die erſten Rauchwölkchen vor ſich hinblies.Im Gegentheil, Guſtav ſoll zuerſt ſein Wort zurück⸗ nehmen

Wie wollen Sie das ermöglichen?

Das ſei meine Sorge, ich werde darüber nachdenken, ſobald Sie auf meine Idee eingegangen ſind. Der junge Mann ſoll die Ueberzeugung gewinnen, daß das Mädchen ſeiner Liebe nicht werth iſt; haben wir dies erreicht, ſo haben wir auch das Spiel ge⸗ wonnen.

Robert Bogen ſchüttelte bedenklich das Haupt, das Projekt ſeines Schwiegerſohnes ſchien ihm doch nicht ſo recht zu gefallen.

Wenn Guſtav den Plan durchſchaute,, ſo würden auf mich alle Folgen zurückfallen! ſagte er.

Wenn Sie ſo große Bedenken hegen, dann können Sie aller⸗ dings nichts Beſſeres thun, als Ihre Zuſtimmung zu dieſer Heirath zu geben, erwiederte Ackermann ironiſch.

Der Gutsbeſitzer ſtand am Fenſter und blickte ſinnend auf den Garten hinunter.

Wollen Sie die ganze Ausführung Ihres Planes mit allen etwaigen Folgen übernehmen? fragte er nach einer Pauſe.

Ohne Bedenken! Sollte der Plan mißlingen, was ich für unmöglich halte, ſo ſtelle ich mich in den Riß und Guſtav ſoll nicht die geringſte Berechtigung haben, Ihnen ein Vorwurf machen zu können.

Wohlan, ich will mit meiner Frau darüber berathen, ſagte der alte Herr,morgen ſollen Sie meine Entſcheidung hören. Es gefällt mir nicht, daß ich dieſer Sache wegen mich in Spetulationen einlaſſen ſoll, gegen die ich ſtets Abneigung empfunden habe; könnte es nicht ohne dieſe geordnet werden?

Wir müſſen einen triftigen Vorwand haben, Guſtav hinaus⸗ ſchicken zu können, erwiederte Ackermann achſelzuckend,und den erhalten wir, wenn Sie als Bergwerksbeſitzer ihn auffordern, Ihr Intereſſe an Ort und Stelle wahrzunehmen.

Es will mir nicht in den Sinn, daß es gerade ein Bergwerk ſein muß! Guſtav wird erklären, er verſtehe davon nichts, und dieſe Erklärung müßten wir gelten laſſen. Der junge Mann iſt ein Bücherwurm, er hätte ſtudiren ſollen, leider habe ich daran zu ſpät gedacht.

Halt, Sie bringen mich da auf eine andere Idee! ſagte Ackermann.Ich ſtehe mit einem Baron in Unterhandlung, der ſein Rittergut verkaufen will, und ich erinnere mich, daß im Ver⸗ zeichniß des Inventars auch eine große und ſehr werthvolle Bibliothek aufgeführt iſt. Kaufen Sie dieſes Gut, ich werde das Geſchäft in Ihrem Namen abſchließen. Sie ſchicken dann Guſtav dahin mit dem Auftrage, die Bibliothek zu ordnen und ihren Werth feſtzu⸗ ſtellen, ich bin überzeugt, in dieſe Falle wird er mit dem größten Vergnügen hineingehen..

Und welcher Preis wird für das Gut gefordert?

Dreimalhunderttauſend Thaler, die Hälfte ſofort zahlbar, die andere Hälfte kann zu fünf Prozent verzinst auf dem Gute ſtehen bleiben.

Und was ſoll ich mit dem großen Gute anfangen? Ich ver⸗ ſtehe nichts von der Landwirthſchaft.

Seien Sie deshalb unbeſorgt, ich werde dem Verwalter auf die Finger ſehen und ſeine Rechnungen revidiren. Man könnte dann ja abwarten, ob Guſtav an der Landwirthſchaft Gefallen findet, in dieſem Falle übertragen Sie ihm das Gut, und in den erſten Jahren werde ich ihm gerne mit meinem Rathe zur Seite ſtehen. Will er es nicht, ſo verkaufen wir das Rittergut wieder, und ich gebe Ihnen mein Wort darauf, daß Sie eine hübſche Summe dabei verdienen werden.

Der Gutsbeſitzer hatte die Hände auf den Rücken gelegt, raſt⸗ los durchwanderte er das Zimmer, er bemerkte nicht, daß der Blick ſeines Schwiegerſohnes voll fieberhafter Erwartung ihm folgte.

Ich will es mir überlegen, brach er nach einer Weile das Schweigen,jedenfalls gefällt mir dieſes Projekt beſſer als das frühere. 1

Sie müſſen ſich bald entſchließen, der Baron ſteht auch noch mit Anderen in Unterhandlung!

Laſſen Sie mir Zeit bis morgen.

Gut, ich werde heute noch den Baron durch ein Telegramm