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dern, erhielt ſchon früh deshalb den Namen„Vater des Vaterlandes“. Bei
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Illuſtrirte Ch
ronik der Zeit.
der ſeinem Tode vorangehenden, verſchiedene Monate dauernden Krankheit blieb ihm die Ruhe und Klarheit ſeines Geiſtes. Das ſchönſte Bild von ſeinem Charakter wie von der durch ihn bewirkten Glückſeligkeit ſeines Voltes liefern uns die vom Krankenbette aus wenige Tage vor ſeinem Tode an den Thronſolger und die um ihn verſammelten Magnaten gerichteten Ab⸗ ſchiedsworte:„Die Beweiſe der Gnade, die mir mein Schöpfer erwies, ſind ſo bedentend, die Leiſtungen, durch welche ich meine Dankbarkeit hätte zeigen mögen, ſo gering, daß dieſer Gedanke allein mir die Abſchiedsſtunde er⸗ ſchwert. Die Pflichten, welche ich zu erfüllen nicht vermocht habe, hinter⸗ laſſe ich Dir, mein Sohn. Vor Allem empfehle ich Dir die größte Liebe zu Deinem Volke; denn Du biſt der König des beſten und treuſten Volkes. Uebe daher Dein königliches Amt mit Liebe und Sanftmuth. Halte auf Gerechtigkeit! Das Wort, welches Du gibſt, ſei einem Eidſchwur gleich; doch ſei eher zur Barmherzigkeit als zur Strenge geneigt!— Euch aber, meine getreuen Vaſallen, empfehle ich Gehorſam gegen den König, den Euch Gott gegeben hat. Die Angelegenheiten des Reiches hinterlaſſe ich in einem Zuſtande, mit dem ich zufrieden ſein darf, da ich Sorge getragen habe, daß er der beſte ſein möge, ſeitdem Portugal Könige hat. Th. B. Aſiatiſcher Aberglauben.— Das Geheimnißvolle der Frei⸗ maurerlogen hat dieſe in neueſter Zeit, wie ein Korreſpondent der Londoner „Times“ berichtet, in Indien, namentlich unter den Eingeborenen zu Dinapore, Patna und der Nachbarſchaft in einen argen Verdacht gebracht. Es entſtand nämlich daſelbſt das Gerücht:„die britiſchen Soldaten hätten Befehl erhalten, alle Eingeborenen, die ſie nach Sonnenuntergang oder an abgeſchiedenen Orten im Freien fänden, zu enthaupten, und die Köpfe würden in den Freimaurerlogen hinterlegt, wo man durch Beſichtigung derſelben Nachrichten über politiſche Intriguen gewinnen wolle.“ Aehnliche Dinge wurden den Freimaurern in Aſien ſchon öfter zur Laſt gelegt. Als vor einigen Jahren in der Stadt Batavia die Gasbeleuchtung eingeführt wurde, kam die ſeltſame Idee in die Köpfe der Eingeborenen, daß unter jeden Gasmeſſer zwei Fäſſer voll Kinderaugen gelegt würden, und daß des Nachts ein Geiſt,„Chrelik“ genannt, im Freien umhergehe und den Kindern die Augen ausſteche, und der Eindruck hievon war ein ſo all⸗ gemeiner, daß von den Malayen in Batavia keiner nach Eintritt der Dunkelheit mehr ſeine Behauſung verlaſſen wollte. Die holländiſchen Be⸗ hörden verloren endlich ihre Nachſicht mit dieſer Thorheit, welche die ganze eingeborene Bevölkerung von Batavia wie ein Wahnſinn erfaßt hatte, und mehrere Eingeborene, welche dieſes Gerücht weiter verbreiteten, obwohl ſie deſſen Grundloſigkeit kennen mußten, wurden ſtrenge beſtraft, worauf endlich die thörichte Meinung und ihre Folgen nachließen. Unter den Malayen wurde auch die Gasbeleuchtung den Freimaurern zugeſchrieben und die„Logen“ werden von ihnen„Roema Setan“, d. i.„Teufelshäuſer“ genannt. X R. Der letzte Markgraf von Schwedt, ein höchſt wunderlicher Kauz, hielt ſich, trotz ſeiner kleinen Einnahmen, auch eine Schauſpieler⸗ truppe. Dieſe ſpielte nun eines Abends Schiller's„Räuber“. Der biedere Markgraf ſchien im Ganzen mit dem Stücke recht zufrieden, doch ließ er am anderen Morgen den Regiſſeur rufen und ſagte zu ihm:„Hör' Er, das Stück gefällt mir, aber wenn Er es wieder gibt, dann muß der Karl das Malchen(Amalia) kriegen und leben bleiben, der Alte auch, der Franz, das iſt ein ſchlechter Kerl, den kann Er man im Thurm laſſen.“ Und ſo geſchah es denn auch bei den nächſten Aufführungen. B.⸗A. Die Kaffleia Titan iſt die größte Blume, die man kennt. Sie kommt im Innern der Wälder von Sumatra vor und ſitzt ſchmarotzer⸗ artig auf den untern Stengeln und Wurzeln von Cistus angustifolia. Die Knoſpe zeigt, ehe ſie aufblüht, einen Durchmeſſer von faſt einem Fuß und iſt von dunkler, ſchmutzigrother Farbe. Die Blume iſt, wenn völlig aufgeblüht, ein wahres Wunder des Pflanzenreichs; ſie hat faſt drei Fuß Breite. Das Gewicht der ganzen Blume beträgt 12 bis 15 Pfund. Ver⸗ ſuche, dieſe Blume nach Europa zu verpflanzen, ſcheinen noch nicht geglückt zu ſein. B.⸗A. „Ein gelehrter General im Feld iſt dem Feinde lieber als
im Jahre 1707 im ſpaniſchen Erbfolgekriege den Feldzug einmal auf eine durchaus ſtreng wiſſenſchaftliche Weiſe führen wollte. Er ſtellte ſeine Truppen nach den von den beſten Schriftſtellern alter und neuer Zeit vorgeſchriebenen Methoden auf und verlor binnen wenigen Stunden 18,000 Mann, 120 Fahnen, das ganze Gepäck und die ganze Artillerie. B.⸗A. Die vollendeten Thürme des Kölner Doms werden die höchſten der Welt und zwar 151 Meter hoch ſein. Bis jetzt hatte dieſen Ruhm der St. Nikolaithurm in Hamburg gehabt. Derſelbe mißt, laut Angab der deutſchen Bauzeitung in Berlin, 144,% Meter. Die St. Peterskuppel in Rom hat eine Höhe von 143,50 Meter. Dann folgt der Thurm des Straßburger Münſters mit 142,10; die Cheops⸗Pyramide bei Gizeh in Egypten mit 137, der Stephansthurm in Wien mit 136/ und der Martins⸗ thurm in Landshut mit 132,50 Meter. R. Ein praktiſcher Kontrakt.— Im Jahre 1728 hielt der Mark⸗ graf von Ansbach um die preußiſche Prinzeſſin Friederike Louiſe an. Als die Vermählung nahe bevorſtand, ſagte der König zu der Braut:„Wohlau, Gott gebe Dir Glück und Segen! Aber höre, Louiſe, wir wollen einen Kontrakt mit einander machen. Ihr habt in Ansbach gutes Meht, aber keine ſo guten Schinken und Würſte, auch nicht in der Menge wie hier zu Lande. Ich eſſe aber gern gute Paſteten. Du ſollſt mir alſo von Zeit zu Zeit gutes Mehl ſchicken, und ich will Dich dagegen mit Schinken und geräucherten Würſten verſehen!“ Dieſer Kontrakt wurde von dem Töchterchen freudig genehmigt und gehalten. R. Sonderbare Gebräuche.— Wenn ein Fürſt auf Timor(der größten und äußerſten der ſogenannten kleinen Sunda⸗Inſeln) oder ein Mit⸗ glied ſeines Hauſes krank wird, ſo hat immer irgend ein Unglücklicher die Schuld davon zu tragen, der der Zauberei und des Einverſtändniſſes mit böſen Geiſtern angeklagt und eingekerkert wird. Ferner wird eine Menge Vieh geſchlachtet und geopfert, um die erzürnten Geiſter zu beſänftigen, wobei bemerkenswerth iſt, daß die Timoreſen nichts anderes opfern, als was ſie ſelber nicht eſſen mögen, wie die Hörner, den Schwanz, die Pfo en, mit einem Wort den Abfall des Thieres, während ſie die guten Stücke unter einander vertheilen und ſelber aufſpeiſen.— Wenn die Fürſten auf Timor einander bekriegen wollen, ſo opfern ſie vorher einen Baͤffel oder ein anderes Thier, um aus den Eingeweiden zu ſehen, ob das Glück ſie begünſtigen wird. Wenn ihre Prieſter oder Wahrſager nichts Gutes pro⸗ phezeihen, ſo warten ſie einige Tage und opfern dann auf's Neue, ſo lange, bis die Vorzeichen günſtig ſind Tritt dieſer Fall endlich ein, ſo ziehen ſie mit wildem Geſchrei und bei dem Klange eines ausgehoͤhlten Büffelhornes in's Feld und fangen damit an, Alles, was ihnen begegnet, zu zerſtören und zu verbrennen, alle Menſchen, die ſie erreichen können, Greiſe, Weiber und Kinder zu tödten und ihnen die Köpfe abzuhauen,
Badihali) ihres Kampongs aufgehängt werden. S. Wozu Träume gut ſind.— Alles im Bereiche der Schöpfung hat ſeinen beſtimmten Zweck, und auch die Träume mögen ihn haben, obwohl man über denſelben in der gelehrten Welt noch nicht recht ſich im Klaren befindet. Vielleicht hilft ſolgende Thatſache dieſem Mangel ab. Zu Paris, Ontario, in den Vereinigten Staaten, erſchien kürzlich eine alte Dame auf dem Zollhauſe und beſtand darauf, den Zoll für eine Anzahl Silberlöffel zu bezahlen, die ſie vor zwanzig Jahren in das Land ge⸗ ſchmuggelt hatte. Dieſe Silberlöffel hatten ihre Träume ſeit jener Zeit beunruhigt. X., R. Die Zeiten ändern ſich.— Nach einem engliſchen Geſetze vom Jahre 1648 ſollten alle Schauſpieler als Landſtreicher anzuſehen ſein. Alle, welche des Verbots ungeachtet auf einem Theater ſpielten— die meiſten waren auf Cromwell's Befehl niedergeriſſen worden— ſollten erſt aus⸗ gepeitſcht und dann eingeſperrt werden⸗ 131 Jahre ſpäter wurde der große Schauſpieler David Garrick mit königlichem Pompe in der Weſt⸗ minſterabtei am Fuße des Shakeſpeare⸗Denkmals beigeſetzt.— In Frank⸗ reich dekretirte 1789 der Nationalconvent, in deſſen Schoße ſo mancher „Komödiant“ ſaß, daß Schauſpieler und Scharfrichter von der Wahl⸗
Geld.“— So lautet ein altes Sprichwort, das unzweifelhaft eine große Wahrheit ausdrückt. Man denke nur an den engliſchen General Galway, der
Anſere Franz Auguſt Freiherr Schenk v. Stauffenberg.
(Mit Porträt auf S. 281.)
Der Mann, welchen wir unſeren Leſ rn auf der erſten Seite dieſes Heftes im Bilde vorführen, iſt eine der bedeutendſten ſtaatsmänniſchen Ka⸗ pazitäten und parlamentariſchen Größen der deutſchen Gegenwart, der Vicepräſident des deutſchen Reichstages in der jüngſt abgelaufenen Sitzungs⸗ periode: Franz Auguſt Freiherr Schenk v. Stauffenberg, zu⸗ gleich einer der Führer der Fortſchrittspartei der bayriſchen Abgeordneten⸗ kammer. Freiherr Schenk v. Stauffenberg iſt am 3. Auguſt 1834 zu Würzburg geboren als der Sohn des königl. bayriſchen Kämmerers Friedrich Freiherr Schenk v. Stauffenberg, und gehört einer alten und angeſehenen Familie des grundbeſitzenden ſchwäbiſchen Adels an. Seinem lebhaften Geiſte und unabhängigen Sinne ſchwebte ſchon frühe das Ziel einer geſetzgeberiſchen Thätigkeit für ſein engeres und weiteres Vaterland vor, und ſo widmele er ſich auf den Univerſitäten Würzburg und Heidelberg mit allem Eifer dem Studium der Rechte und Staatswiſſenſchaften, trat nach beſtandenem ausgezeichnetem Examen in Würzburg die praktiſche
fähigkeit ausgeſchioſſen ſeien. 22 Jahre ſpäter wurden Frangçois Talma und Hippolyte Mars von Napoleon I. für hoffähig erklärt. R.
Bilder. juriſtiſche Laufbahn an, und wurde 1860 zum Subſtituten des Staatsan⸗ walts, 1863 zum Staatsanwalt in Augsburg befördert. Politiſche Gründe und insbeſondere Meinungsverſchiedenheiten, die ihn mit dem damaligen Regierungsſyſtem und dem Miniſterium. in Konflikt brachten, veranlaßten ihn 1866, ſeine Entlaſſung aus dem Staatsdienſte zu neymen und ſich in's Privatleben zurückzuziehen, wo ihm die Verwaltung ſeiner Güter in Bayern und Württemberg z. B. ſeines Familiengutes Geißlingen, Oberamts Ba⸗ lingen) Becchäftigung genug bot. Allein man hatte in dem tüchtigen jungen Staatsbeamten ſchon innerhalb ſeines Wirkungskreiſes eine ungemeine Ar⸗ beitskraft, ein ungewöhnliches Maß von Kenntniſſen und einen lauteren und unabhängigen Charatkter kennen gelernt, welcher für die geſetzgeberiſchen Gewalten ſeines Vaterlandes nicht verloren gehen dürfe, und ſo wurde Freiherr Schenk v. Stauffenberg denn bei Gelegenheit einer Nachwahl im Oktober 1866 durch den Wahlbezirk Augsburg zum Mitglied des hayriſchen Abgeordnetenhauſes erwählt, welchem er ſeitdem ununterbrochen als eine der tüchtigſten und achtbarſten Kräfte angehört. Er ſchloß ſich hier der Fraktion der Fortſchrittspartei an, deren Vorſitzender er ſpäter ward, ſah ſich unmittelbar nach ſeinem Eintritt in die Kammer in mehrere Kommiſſionen und beſonders
welche als Siegeszeichen mitgenommen, geräuchert und in dem Rathsſaal— g
in den Finanz⸗Ausſchuß ge⸗
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diſer beiden
Wahliras
einer deubſch Kuich verin Wahltreis) Fraktion an⸗ ſtrebſam, ein Rodner und
Das alte ſchuſten Lagen der ſteile Bö Hafenbucht la und die Hoe daß die Ausſſt des Dey vol! hat. Dazu iſt würdigen Kont begegnet: einei den Berghang
Gaſſe in den zweite odet ge und dann wie vierteln mit ſ mauriſchem G naiſſance mit! Magazinen im Kontraſte in T einander Abend ſation und Va ſarbe vom dun der Pariſerin.
über deren ein geborenen, die
die Oberſtadt,
deren neuere nuehr und met und das Treil halben Widdher Deeypengaſſen
geben, daß er Naſe wird der den Auge die
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Site 284) 6 Kinhenaugen Rell, Felgen u. ſbajliche Vi
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