dten.)
hehauen— oflegt jeder
freundlich e ch aniih
vogenſtuhl
debuig und e Aumert⸗ und reicher des Glüks und milden l in ihm ach ſeinen ſchein. Bei ehmen ſein, iffe kehrten len zurück, Vater und chen Hedde. mußte er il geworden, ſchte, denen dertragen.
ſo plößlich
, erkrankte ummen Aus⸗ bleich und ſt der Aerzte ehende Leben er freundlich⸗ he in ſeinen
m jetzt Geld chen er auf⸗ henen Lebens der menſch⸗ und klagend deren ſtarre
de, noch den die Faſſung und Würde
en vermochte, afenen Gattin n. ſtungewalles, inus ein Erb⸗ e rühten die eſchwiſter.
—
—-—-—————
——
Illuſtrirte Chronik der Zeit.
291
tinus an der Leiche durchwachte— ach, morgen ſchon war ſie ihm auf immer entriſſen, die er geliebt mit ganzem Herzen, auch nicht mehr an dem Anblick ihrer ſtarren Hülle durfte er ſich erlaben— dahin auf ewig ſein theuerſtes Gut!—
Verzweiflung ergriff des Mannes Seele und finſtere Gedanken durchzuckten ſein Hirn. Wie— wenn er ſich an die Geiſterwelt wandte, die ja dem Sterblichen nicht immer verſchloſſen ſein ſoll — wenn Meta ihm wiedergeſchenkt ward— was fragte er noch nach Anderem?..
Freilich bereute Herr Martinus, als nun endlich der ſchwerſte Augenblick überſtanden, der bitterſte Kampf ausgekämpft, und Frau Meta's Hülle in der Ahnengruft beigeſetzt war, ſeine frevlen Ge⸗ danken und Wünſche, betete auch gar inbrünſtiglich für das Heil ſeiner Seele— und das des geliebten Weibes— Ruhe aber fand er nicht, und ſelbſt als Alles im Hauſe ſchon im feſten Schlafe lag, wälzte er ſich noch ruhelos auf ſeinem Lager, trotzdem er auf das Aeußerſte erſchöpft war.
Da— die Mitternachtsſtunde hatte ſchon geſchlagen— pochte es ſchüchtern an das Fenſter ſeines zu ebener Erde gelegenen Schlaf⸗ gemaches und eine ihm— ach nur zu bekannte Stimme begehrte Emlaß. S. Martinus fuhr empor vom Lager, warf ein Nachtgewand über und wollte zum Fenſter eilen, aber ſeine Kniee verſagten ihm den Dienſt— er ſtotterte ein Stoßgebet hervor und lehnte ſich zit⸗ ternd an den Bettpfoſten.
Doch es klopfte wieder und wieder, jetzt deutlicher und ver⸗ nehmlicher noch, wie mit magiſchen Banden zog es den ſich doch innerlich ſträubenden Mann zum Fenſter— und wirklich— es iſt kein Traum, durch die kleinen runden Scheiben, die von außen ſtarkes Gitterwerk ſchützt, erblickt er die Geſtalt ſeines todten Weibes.
Sein Haar ſträubt ſich vor Entſetzen, der kalte Schweiß perlt von ſeiner Stirn, ſein Herz droht ſtill zu ſtehen, eiſiges Grauſen rieſelt erkaltend ihm durch's Gebein— er denkt daran, wie er die böſen Mächte angerufen, ihm die Dahingeſchiedene zurückzugeben, das Uebermaß des Schreckens läßt ihn plötzlich alle Kraft zuſammen⸗ raffen, er ruft den Namen Gottes an und öffnet dann das Fenſter.
Der kalte Nachtwind weht ihn an wie Geiſterhauch.„Meta,“ ſpricht er jetzt laut und feierlich zu der drunten Harrenden, deren kleine Hand ſich ihm entgegenſtreckt.„Meta, was willſt Du von d Was kann ich thun, auf daß Du Ruhe findeſt in Deinem Grabe?“
„Oeffne, Martinus, ich bin's, Dein Weib!“
„Geiſt meines verſtorbenen, geliebten Weibes, weiche von mir, und ich will Dir heilig geloben, daß meine Klagen und Thränen, die Deine Grabesruhe geſtört, Dich fürder nicht mehr beläſtigen ſollen, ich will mich dem Willen des Höchſten demüthig fügen.“
„Ich bin aber Dein leibhaftiges Weib und nicht ein Geiſt, ich lebe und bin Dir zurückgegeben durch Gottes Güte— laß mich ein, ſonſt erſtarre ich vor Kälte an der Schwelle Deines Hauſes!“
„Man trug Dich als Leiche über dieſelbe,“ rief Herr Martinus ſchaudernd,„und von dort her kehrt Niemand zurück— Du biſt vielleicht ein Blendwerk der Hölle,“ fuhr er, von Entſetzen gepackt, fort,„das meine unſterbliche Seele verderben will und die lockende Geſtalt meines theuren Weibes angenommen hat. Es geſchehen keine Wunder mehr, und ebenſo wenig meine Meta von den Todten erſtanden, in meine Arme zurückkehrt, ſo wenig vermag mein Schimmel, der im Stall angekettet liegt, dieſen zu verlaſſen und die Treppen zum oberſten Stock herauf zu ſteigen und ſeinen Kopf zur Bodenluke hinaus zu ſtecken. Weiche— ruheloſer Geiſt!“
Flehend erhob die Geſtalt die Arme empor, ſie war zu ſchwach vielleicht, um ſprechen zu können, denn kraftlos brach ſie an der Mauer, an die ſie ſich gelehnt, zuſammen.
Herr Martinus ſchloß das Fenſter. Da erfüllte ein gar ſelt⸗ ſames Geräuſch das ſtille Haus— ein Trappeln und Raſſeln— leiſes Wiehern— es kam näher; auf's Neue lauſchte der bebende Mann. Trapp— trapp ging es die Treppe hinan in das obere Stockwerk— die Kette raſſelte hinterdrein und ſchlug auf den ſteinernen Stufen laut ſchallend auf.
Jetzt ward es auch lebendig im Hauſe, die Stallbuben mit ſchnell angezündeten Laternen kamen herbei geſtürzt, Herr Martinus faßte ſeinen ganzen Muth zuſammen, öffnete die Thüre und herrſchte die Leute mit der Frage an: was der Lärm bedeute bei nacht⸗ ſchlafender Zeit?
„Der Schimmel, Herr, Euer Reitpferd, hat ſich plötzlich los⸗ geriſſen und iſt vor uns mit ſammt der Kette, die ihn an den Eiſenring im Stalle feſthielt, hier in's Haus und vor unſern Augen die Treppen hinauf gelaufen— das iſt ein Wunder, wie wir keines noch erlebt, kommt ſelbſt mit uns und überzeugt Euch!“
Herr Martinus aber war in die Kniee geſunken und, die Hände zum Gebete gefalten, ſprach er tief erſchüttert:
„Herr, mein Gott, Du biſt der Gnädige und Allmächtige, Deine Allmacht will ich preiſen immerdar in Demuth!“
Verwundert ſahen die Knechte das ſeltſame Gebahren ihres ſtolzen Herrn, aber ihr Erſtaunen ſollte noch geſteigert werden, als Herr Martinus, ſich ſchnell erhebend, ihnen gebot, des Hauſes Pforte zu öffnen.
Seine Stimme und ganzes Weſen waren wieder ſo gebieteriſch. daß ſie ohne Murren dem befremdlichen Befehle gehorchten, und ehe ſie noch eine weitere Frage wagen konnten, war Herr Martinus ſchon hinaus geeilt und erfaßte mit ſeinen ſtarken Armen die dort hingeſunkene Frau.
Die nachgeeilten Knechte erkannten ſchaudernd in der lebloſen Geſtalt die todte Herrin.
Da ertönte helles Pferdegewieher ob ihren Häuptern, ſie ſpran⸗ gen vorwärts, dem Fahrdamme zu— o Wunder, droben aus der Dachluke am Giebel des Hauſes reckte der Schimmel ſich mit dem Oberkörper hinaus und wieherte fröhlich.
Schnell herbeigeholte Nerzte brachten die Ohnmächtige, welche man weich und warm gebettet, in das Bewußtſein zurück. Aber Frau Meta war noch zu ſchwach, um die Geſchichte ihrer aus⸗ geſtandenen Leiden erzählen zu können, ſie wies nur mit bittender Geberde auf den kleinen Finger ihrer linken Hand, den ein koſt⸗ barer Brillantring ſchmückte. Ueber dem Ringe war eine tiefe Schnittwunde zu ſehen die ſogleich ſorglich verbunden ward. Dann flößte man der Kranken einige Löffel voll heilkräftigen Balſams ein und ſie ſchlief endlich ſanft und ruhig ein.
Herr Martinus wich nicht von dem Lager ſeines ihm ſo wunderbar wieder geſchenkten Weibes, er pries des Ewigen Güte, war aber dabei doch ſehr begierig, zu erfahren, welcher Mittel ſich der Allmächtige bedient habe, die Todte zu einem neuen Leben zu erwecken. Erſt als der Tag ſchon herauf dämmerte, verſank der er⸗ ſchöpfte Mann in einen tiefen Schlaf.
Die Sonne ſtand ſchon hoch am Himmel und die Wunder⸗ mähr von dem Geiſterpferde, das Treppen hinan zu ſteigen ver⸗ mochte und vor welchem Thüren und Fenſter ſich öffneten, war ſchon durch die redſeligen Dienſtleute in der ganzen Stadt verbreitet worden, als Kurt, der Leibdiener, Herrn Martinus weckte und ihn durch Zeichen aufforderte, ihm in das anſtoßende Zimmer zu folgen.
Schweigend erhob ſich der Herr, warf noch einen zärtlichen Blick auf die immer noch ſanft ſchlummernde Meta und trat in das Nebengemach.
Hier ſah er ſich einem alten Manne gegenüber, der in ein ſchäbiges braunes Wams und ſchwarzen Mantel gekleidet war und den breitrandigen Filzhut unter dem Arme hielt, ſo daß ſein weißes Haupt entblößt war.
Beim Erblicken des Kaufherrn begann der Greis heftig zu zit⸗ tern, warf ſich auf die Kniee nieder und erhob flehend ſeine Arme.
„Gnade, geſtrenger Herr!“ ſtammelte er bebend. Herr Mar⸗ tinus trat erſtaunt zurück.
„Was begehrſt Du von mir, Alter, daß Du alſo um meine Gunſt wirbſt? So knieet man vor Gott, erhebe Dich und ſage mir Dein Begehr.“.
„Nicht eher will ich mich von meinen Knieen erheben, bis Ihr mir Gnade gewährt, kennt Ihr mich nicht, geſtrenger Herr?“ erwiederte ängſtlich der Greis.
„Ich habe Dein Antlitz ſchon geſehen, doch weiß ich nicht wo — ſag' an, wie iſt Dein Name?“
„Konrad— der Todtengräber,“ flüſterte der Bittſteller, das Haupt ſenkend.
Herr Martinus ſchnellte empor, wie von einem elektriſchen Schlage berührt.
„Ja— jetzt erinnere ich mich Deiner, Du kommſt, mir Be⸗ richt zu erſtatten über den Vorgang in der Gruft, der die Rettung meiner theuren Eheliebſten bewerkſtelligte, ſprich, wer brach den Bann der finſteren Gruft, weſſen Arm befreite die Lebendig⸗Todte? Sprich ſchnell und fürchte Dich nicht, wenn auch vielleicht eine Nachläſſigkeit von Dir die Urſache war, daß man in die Gruft ein⸗ drang, ich verantworte Alles vor dem hochweiſen Rath und dem Herrn Bürgermeiſter unſerer Stadt.“
„O Herr— hört meine Beichte und richtet milde,“ flehte der Greis, und dann erzählte er folgende Geſchichte mit ſtockender Stimme und häufig von Schluchzen unterbrochen:.
Er ſei bitter arm und habe ſich den Biſſen vom Munde abge⸗
darbt, um ſeinen Sohn, der ein Handwerk gelernt und es in der
Stadt betreibe, zu unterſtützen, auf daß er einen eigenen Hausſtand gründen könne. Dies ſei auch geſchehen, er habe ein braves Weib, gute Kinder, aber Krankheit und Unglück im Geſchäft hätten die Vermögensverhältniſſe der kleinen Familie ſo zurückgebracht, daß Noth und Sorge eingekehrt ſeien. Jetzt zumal drohte ihnen das äußerſte Elend, da die Gläubiger das arg verſchuldete Beſitzthum


