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den Mittelpunkt des Landes erſehen.
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Als Feſtung wird uns Luxemburg noch einmal begegnen. Die Stadt, unter den ſieben Städten des Ländchens weitaus die größte(faſt 14,000 Seelen), zerfällt, wie wir ſahen, in die Oberſtädte und die gewerbggichen Vor⸗ ſtädte im Thal. Ihr hohes Alter verräth ſich mehr in den Feſtungs⸗ werken als in ihrer ſonſtigen Phyſiognomie. Der größere Theil der Oberſtadt hat ein modernes Gepräge. Unter den Bauten zieht nur der Regierungspalaſt, einſt Stadthaus, durch ſeine ſpaniſch⸗nieder⸗ ländiſche Architektur das Auge auf ſich.— Doch hier, wo es ſich um Malen und Anſchauen handelt, iſt es an der Zeit, dem Griffel des Künſtlers das Beſte zu überlaſſen.
. II.
Wir kommen vom Land zum Volk.— Wem die Zeit fehlt, den Volkscharakter auf mehrfachen Fahrten und Wanderungen über
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in die Gegend von Metz, nach der belgiſchen Seite über Arlon hinaus, wo ihr das Walloniſche den Weg vertritt; gen Oſten iſt der Ueber⸗ gang in die rheiniſche Mundart der hohen Veen und der Eifel leiſe und allmählich. Das Luxemburgiſche iſt alſo ein äußerſter Sprach⸗ vorpoſten nach Weſten, und ſeltſam genug, wahrſcheinlich ein Miſch⸗
einem Dritten und Neuen zuſammengefloſſen ſind. Sprachprobe:
Kuck, nôper, wàât meng frêt as,— Schau, Nachbar, meine Freude!— Fré an der sonndes ré, Früh in der Sonntagsruh, Ech lauschteren a mengem gärtchen Da hör' ich dem Geläute Dem klackegeleits nô. In meinem Gärtchen zu.
Dô as't esé stell an hémlech, Kén zank a ké' gejeiz;
Am himmel kann't net schéner Wö a' mengem gärtche’ sén.
Da iſt's ſo ſtill, ſo heimlich, Kein Zanken und kein Schrein, Im Himmel kann's nicht ſchöner, Als in meinem Gärtchen ſein.
Luxemburg von der Oſtſeite. Nach der Natur aufgenommen von W. Simmler.
das platte Land hin zu ſtudiren, der thut wohl, die Reihen der Land⸗
leute auf den Wochenmärkten zu muſtern. Hier tritt ihm entgegen, was ihm zur Kenntniß der Volkstracht, der Volksſprache, der Phyſiognomik dient. Mit der Tracht iſt er am ſchnellſten im Reinen, daß es nämlich keine ausgeſprochene Tracht des Landvolkes mehr gibt.
Auch hier, wie in Belgien, in großen Theilen Frankreichs und der Rheinlande, iſt der Unterſchied von Stadt und Land verwiſcht. Die kurze, graue oder blaue Blouſe trägt der Städter wie der Bauer; die zierlichen weißen Häubchen der Frauen und Mädchen ſind nicht minder beiden Ständen gemein. Das Bewußtſein der Eigenart richtet ſich in dieſem Völkchen wohl nach außen, im Innern fſind die Scheidewände längſt gefallen. Das Land hat eben die Egalité der franzöſiſchen Revolution und den Nivellirungsproceß des erſten Kaiſerreichs durchlebt.
Der Typus der Köpfe des Landvolkes iſt ein gefälliger. Viele hübſche, blühende Geſichter. Aber es iſt etwas Fremdartiges, Nicht⸗ deutſches darin. Das vorherrſchend dunkle Haar, die ſchwarzen Augen, die geringere Individualiſirung der Geſichtstypen weiſen auf eine Miſchung mit romaniſcher Race.
Im Widerſpruch allerdings mit der Volksmundart. Denn dieſe
iſt in Stadt und Land echt germaniſch. Das Luxemburger Idiom dung, des officiellen Lebens.
ſſt ein Curioſum.
Auf dieſen deutſchen Sprachſtamm hat nun die romaniſche Nachbarſchaft, die ſtärkere Gravitirung gen Frankreich in neueren Zeiten, beſonders in der ſtädtiſchen Bevölkerung(denn das Landvolk iſt auch hier zäher und conſervativer) vielfache Romanismen ge⸗
pfropft. Wörter wie affront, apparenz, bal(bail), barlaff, car- trong, chabaud, coulang, ficelle, follement, femmen, forschett, V frippen, fruot(froid) u. ſ. w. werden von den Puriſten als
Schmarotzerpflanzen verfolgt. Aehnlich hat ſich unter franzöſiſchem Einfluß das Geſchlecht mancher Wörter geändert. Der Luxemburger V ſagt: die Platz, die Fenſter, der Eck(coin), der Botter.
Aber immerhin, es ſpiegelt ſich in ſolcher Sprachmengerei die Ebbe und Flut der Grenzlage zwiſchen zwei mächtig organiſirten Sprachen und Volksthümlichkeiten, die um die arme Seele des kleinen Nachbarn werben, und ſchließlich ſchonungslos die Beſonderheit aufſaugen werden. Und während ſo ſchon im Innern der Mundart ein gewiſſer V
Auflöſungsproceß ſich vollzieht, weit bedrohter iſt der ererbte Sprach⸗ beſtand und damit das Nationalgefühl, das in der Sprache ſich aus⸗ und abdrückt, durch die Propaganda des Franzöſiſchen in Schule, Kirche, Gericht, Verwaltung. Es wird damit der Dualismus groß⸗
gezogen zwiſchen einer platten Mundart, die allenfalls zum Alltags⸗
verkehr ausreicht, und der vornehmen Sprache des Geiſtes, der Bil⸗ Dieſer Zwitterzuſtand iſt aber, zumal
Seine Grenze dehnt ſich nach Frankreich hin bis das plebejiſche und noble Idiom von grundverſchiedenem Stamme
dialekt von Hoch⸗ und Niederdeutſch, ſo daß die beiden Hauptformen unſerer Sprache hart an der Grenze im Laufe der Jahrhunderte zu Eine kleine


