Abgeordnete ſchleicht ſich hinaus, voran der„initiirende“ Staats⸗ Es iſt ein Demokrat aus der alten ſtrengen Schule, die ſeit zwanzig mann; aber Hans Köſter läßt ſich nicht ſtören. Er hält ſeine Rede Jahren nichts gelernt und alles vergeſſen hat, ein Fanatiker, der gar nicht für das Haus, ſondern für ſich ſelber, und er ſchwelgt in unerſchütterlich an Anſichten und Vorurtheilen feſthält, über welche
dem Sicherheitsgefühl, daß er bis zum Ende gehört werden muß die Geſchichte längſt zur Tagesordnung übergegangen iſt, der es ehr⸗ 1 und daß ihm immer noch einige Zuhörer bleiben werden; ein Ge⸗ lich mit der Sache meint, die er vertritt und für die er auch heute V fühl wonniger Tyrannei, unter der die Verſammlung ſeufzt und wieder kämpfen wird, mag dieſe Sache auch ein Unding ſein. Man gähnt, während die Journaliſten ſchon längſt die Feder weggeworfen kann ſolche Charaktere beklagen, aber man muß ſie, weil ſie auf innerſter haben. Endlich iſt er fertig und kehrt mit dem gehobenen Bewußt⸗ Ueberzeugung beruhen, reſpectiren. Und das thut im Anfange auch ſein, ſeiner Pflicht als Volksvertreter genügt zu haben, an ſeinen das Haus. Jedermann weiß im voraus, was er ſagen wird, kennt Platz zurück. ſeine Declamationen über die Freiheit, die man der Einheit nicht
Glücklicherweiſe iſt das Haus noch nicht gefüllt, und mancher partei angeſchloſſen, aber jetzt ſitzt er wieder auf der äußerſten Linken. V
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Die Bank der Bundescommiſſare.
Savigny. Von der Heydt. Roon. Bismarck Abgeordnete der äußerſten Rechten. Stenographen
Aber das Haus ſoll heute noch auf eine ſtärkere Probe geſtellt opfern dürfe, ſeine Warnungen vor dem Götzen der Macht und des werden, auf eine Probe, der es freilich ſofort unterliegt. Erfolges, ſeine Prophezeiungen von dem Untergange aller politiſchen
Auf der Tribüne erſcheint eine lange, kerzengerade, ſpindeldürre Freiheit, wenn man ſeinen Lehren nicht augenblicks und ſchnurſtracks Geſtalt, in einen langen, von oben bis unten feſt zugeknöpften Rock folge.— Jedermann weiß das auswendig, doch man hört ihn eine ganze gehüllt, mit enger Halsbinde und ohne jede Spur von Wäſche. Das Weile ruhig an, zumal er auch etwas zur Erheiterung des Hauſes ſchmale trockene Geſicht iſt welk und fahl, die großen Augen blicken thut, indem er inmitten ſeiner zelotiſchen Expectorationen wiederholt düſter und feindſelig. Er ſtellt ſich wie ein Ladeſtock vor das Red⸗ auf den„kühnen Staatsmann“ zeigt, der in ſeiner Nähe ſitzt,„zu nerpult, die linke ſteif am Körper herabhängende Hand hält ein ſeiner großen Freude noch immer daſitzt“. Als er aber dieſes Thema Actenſtück, die rechte iſt erhoben und zu einer Fauſt geballt, aus der fort und fort wiederkäut, es mit lauter abgenutzten Phraſen wieder nur der Zeigefinger ſich vorſtreckt und direct auf den Mittelpunkt der und wieder nur variirt: da bricht eine wahre Völkerwanderung aus, Erde weiſt. Er öffnet den Mund und ſpricht mit dumpf⸗pathetiſcher zu allen Thüren laufen die Abgeordneten davon und drängen ſich in Stimme Worte des Zornes und der Strafe. So gleicht er eigem den Büffeträumen zuſammen, wo Herr von Vincke einen Nachzügler Bußprediger oder gewiſſen fahrenden Mönchen des Mittelalters; nach dem andern fragt:„Macht Herr Groote noch immer ſo?“ und aber es iſt Alfred Groote, Reichstagsmitglied für Düſſeldorf, früher dabei die Geſte dieſes Herrn reproducirt, die geballte Fauſt, welche mit Landgerichtsrath daſelbſt. Zeitweiſe hatte er ſich der Fortſchritts⸗ dem vorgeſtreckten Zeigefinger wie ein Stampfwerk beſtändig auf und


