Jahrgang 
01-12 (1867)
Seite
187
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harr ik dat Wurt to End bröcht, ſo treckt he ahn Füer aff un lett mi mit minen halben Witz, wat bekanntlich gor keen Witz is, ſtahn. Stahl un Steen in de Hand, bliv ik verwunnert ſtahn un kik em na, as he ſin langen Been in de Hand nimmt un utkratzt un ümmer den Hot ſwenckt un röppt:Ich empfehle mich Ihnen, ich empfehle mich Ihnen! Wat föllt den in, denk ik ſo bi mi, he ſüll di doch kennen.

He denkt wohrhaftig, dat ſeh'k em an, nicks anners von di, as da⸗

du mit ens unklok worden büſt un he ſik vör di wohrſchug'n möt. Aewerſt utſpreken harr he mi laten mößt. Ik wull nämlich ſeggen,

dat, wenn ik mal an de Glasmakerblas kam, denn warden dat glik

grote Kannbuddels, ſo vel Rägen*) heff ik in min Boß. Lütte

*) Rogen Kraft.

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Medicinbuddels kann ik nu doch mal nich maken, Herr Canzli⸗ directer.

Von den Hyperbeln dieſes alten Originals erwähne ich nur bei⸗ läufig des Schnellläufers, der ſo raſch im Kreiſe lief, daß er ſchließlich ſeinen eigenen Rücken vor ſich laufen ſah, den Maler, der ſo täuſchend Stein auf Holz malte, daß es im Waſſer unterging, und die ſchwer auszudenkende kleine Geſchichte:

Dis doch nicks vottelhafter, as ſik en Koh to hollen! Alle Morgen heff ik minen ſchönen Rohm, den ik mi ſülb'n affüll un de Melk gev'k em wedder to ſupen.

(Schluß folgt.)

Lin Hephata in Baiern.

Wenn man früher auf der breiten Heerſtraße geradeſten Wegs von München nach Wien wanderte, traf man da, wo die Straße den ſtattlichen Innſtrom erreicht, auf eine einſame Wallfahrtskirche, die bei einem Treffen im franzöſiſchen Kriege ſtarkem Geſchützfeuer aus⸗ geſetzt, in Folge davon arg beſchädigt war und ſeitdem öde und ver⸗ laſſen ſtand. Einen noch peinlicheren, unheimlicheren Eindruck machte das daneben liegende Beneficiatenhaus; das Dach zum Theil zerſtört, zum Theil von Moos überwachſen, die Fenſter zertrümmert, die Mauern den Einſturz drohend. Trotzdem blieb man an der ein⸗ ſamen Stelle, an der ebenſo die Landſtraße oben, wie der Fluß unten am Berge eine Ecke macht, faſt unwillkürlich ſtehen. Die Ausſicht von Ecksberg ſo heißt der Ort gehört zu den ſchönſten in Ober⸗ baiern. Zu den Füßen der wild dahinrauſchende grüne Strom, der gerade hier, einſt von dem Thauwetter des Frühlings angeſchwollen, eine blühende Stadt in ſeinen Fluten begraben haben ſoll. Ge⸗ rade vor das weite Schlachtfeld von Ampfing, jetzt ein blühender Garten, durch deſſen grüne Felder und Wälder die Bauernhöfe, ſo ſtattlich und ſchmuck, wie kleine Villen, hervorſchauen. Zur Linken liegt die alte Stadt Mühldorf, kaum eine Stunde entfernt, ein ur alter Ort, deſſen ſonderbare, orientaliſch ausſehende Häuſer mit platten Dächern noch heute von ihren Erbauern, Coloniſten aus Ita⸗ lien, erzählen. Noch weiter links erheben ſich die zwei ſpitzen Thürme der berühmten Kirche von Altötting, dem beſuchteſten der bairiſchen Walffahrtsorte, dem Sitz derſchwarzen Maria, in deren Capelle ſeit drei Jahrhunderten die Herzen der bairiſchen Könige beigeſetzt werden. Und hinter der weiten lachenden Ebene mit ihren Flecken und Städten ſchließt die Alpenkette die wunderſchöne Ausſicht ab. Eine ſchneebe⸗ deckte Spitze ragt neben der andern hervor, von der Zugſpitze an bis zu dem gewaltigen Watzmann bei Berchtesgaden und den grünen Bergen des Salzkammerguts.

Die einſame Wallfahrtskirche mit der wunderſchönen Ausſicht, und das verfallene Haus dabei war vor dreißig und mehr Jahren das Ziel, zu dem ein armer Knabe aus Mühldorf faſt täglich ſeines Vaters Kuh und Ziegen auf die Weide trieb. Er hatte ſeine Thiere wohl lieb und freute ſich ihrer, aber ſie blieben doch immer ſo blöde und ſo ſtumm, wie die Kirche oben verlaſſen und öde. Da regte ſich in dem Knaben je länger je mehr ein Sehnen, etwas anderes zu wer⸗ den, als ein Hirt, und mit Kindern umzugehen, denen er ſagen könne, wie lieb ſie Gott habe, die er lehren könne, Gott wieder lieb zu haben. Von dieſer Sehnſucht getrieben, machte er ſich eines Tages auf den Weg nach München und klopfte an ein Kloſter mit der dringenden Bitte an, man ſolle ihn doch um Gotteswillen unterrichten und ihm helfen, daß er ein Lehrer oder ein Pfarrer werden könne. Der Knabe ſcheute keine Arbeit und keine Entbehrung, wurde Gymnaſiaſt und

Student und trat darauf in einem Dorfe am Fuße der bairiſchen.

Alpen ſein erſtes Vicariat an. Eine der erſten Aufgaben, die ihm hier von ſeinem Pfarrer übertragen wurde, war die, ein armes blödſinni⸗ ges Mädchen von elf Jahren, das mit den anderen Kindern in der Schule nicht fortkam und unempfänglich für jeden geiſtigen Eindruck ſchien, zu unterrichten. Da hatte der Mann nun erreicht, was der Knabe ſich erſehnt hatte. Er ging mit wahrer Wonne daran, dem blöden Kinde die Liebe Gottes aufzuſchließen.Das armſelige Kind, ſo erzählt er ſelbſt,erweckte durch auffallend ſchnelle Entwickelung ſeiner tiefſchlummernden Geiſteskräfte in mir die Ueberzeugung, daß eine planmäßige Pflege und Unterweiſung an ſolchen Kindern nicht vergeblich ſei, und gab die Veranlaſſung, daß mir bald ein derartiges **

Kind nach dem andern anvertraut ward. Da ward die kleine Woh⸗ nung bald zu enge, und es fragte ſich, welches von den beiden Aem⸗ tern dem andern zu lieb aufgegeben werden ſolle, das Seelſorgeramt in der Gemeinde, oder das Erzieheramt an den armen Kindern? Die Liebe zu den blöden Kindern aber hat den Sieg davongetragen.

Als nun Pfarrer Probſt das iſt der Name jenes armen Knaben von Mühldorf darüber nachſann, welchen Weg er wohl einſchlagen ſolle, um nun ganz ſeinen Kindern leben zu können, fiel ihm die alte verfallene Kirche und das öde Haus zu Ecksberg wieder ein. Der Erzbiſchof, an den er ſich wandte, gab ſeine Zuſtimmung, daß der ehemalige Wallfahrtsort ein Daheim für blödſinnige Kinder werde. So zog im April 1852 Probſt in das verfallene Ecksberg ein. Ein Paar blödſinnige Kinder begleiteten ihn. Einige Freunde in Mühl⸗ dorf verſchafften ihm das Nöthigſte. Auch nicht einen Gulden Geld hatte er in der Taſche, aber deſto mehr Liebe zu ſeinen Kindern und die fröhliche Zuverſicht im Herzen, daß Gott den Blöden hold iſt und alle ſeine Verheißungen hält. Und ſiehe da: täglich brachten ihm gute Leute gerade ſo viel, als er brauchte. Das Haus ward wieder hergeſtellt,

Halbjahres ſchon ſechzehn cretinöſen Kindern eine Zufluchtsſtätte.

Und ſeitdem ſind faſt fünfzehn Jahre verfloſſen. Die Ausſicht iſt noch gerade ſo ſchön, wie früher, ja noch ſchöner geworden, da der ganze Berg bis herab zum Innſtrom von einem blühenden Garten überkleidet iſt. Die Kirche aber und das Haus daneben ſehen ganz anders aus. Das Haus iſt zu einem mächtigen, drei Stock hohen Anſtaltsquadrat mit großem Hofraum und freier Einfahrt geworden. In ſeinen beinahe 70 Zimmern wohnten im vergangenen Jahre 97 Blödſinnige mit ihren Pflegern und Pflegerinnen. Stattliche Waſch- und Oeconomiegebäude ſchließen ſich an das Haupthaus an. Und in der Mitte, von Gärten und Anſtaltsfeldern umgeben, liegt die Kirche, in der nun täglich wieder Gottes Ehre geſungen und gefeiert wird. Dem ganzen Leben in dieſem Hauſe der Barmherzig⸗ keit, jedem einzelnen der Kinder, ihren Spielen, ihrer Arbeit, ihrem Unterricht, den freundlichen Lehrern und Pflegerinnen, und vor allen dem Mann, deſſen Glaube und Liebe ſo von Gott geſegnet iſt, merkt man auf den erſten Blick an, daß Gott ſeine Kinder alle lieb, und die elendeſten am liebſten hat, und daß nichts auf Erden glücklicher macht, als ihn wieder zu lieben.

Die Perſonen, die Pfarrer Probſt in der Pflege der Kinder unterſtützen, gehören keinem Orden an, melden ſich vielmehr alle frei⸗ willig. Sie haben eine, wie leicht einzuſehen, ſehr ſchwere Arbeit und erhalten einen ſehr geringen Lohn. 1863 wurden für 27 An⸗ geſtellte nur 800 Gulden Lohn verausgabt. Und dennoch waren damals ſchon fünf ſeit zehn Jahren, acht über fünf und vier über drei Jahre in der Anſtalt. Der treueſte Freund und Gehilfe des Pfarrers iſt der Anſtaltsarzt, Dr. Medicus, der von Anfang an in demſelben Geiſte und mit derſelben Liebe mit ihm gearbeitet hat. Alle zwei bis drei Jahre kommen andere Freunde der Anſtalt, die zu einem jetzt ſehr zahlreich gewordenen Hilfsverein verbunden ſind, zu einer General⸗ verſammlung zuſammen. Dann iſt früh ein Gottesdienſt in der Kirche, an dem die ganze Kinderſchar Theil nimmt. Danach beginnt eine Prüfung im Religionsunterricht, im Leſen, Schreiben, Rechnen, Singen und im Anſchauungsunterricht. Dann geht es an die Arbeitsprüfung. In dem dazu beſtimmten Saale liegen die Hand⸗ arbeiten der Mädchen und ein Verzeichniß der vielen Gegenſtände,

die ſeit der letzten Prüfung gefertigt und dem Gebrauch übergeben.

ganz allmählich, ein Stück nach dem andern, und bot am Ende des erſten