Jahrgang 
01-12 (1867)
Seite
161
Einzelbild herunterladen

mit ein Pfund erechnet, daß bei 1s 10 Millionen de der Londoner urnn ließ, wurde ci wf glänzende warten, daß ſi elt in nicht langer cken gleicher Weiſe hendraht zwiſchen ſich für ihn ſwärtig reichen die nden. allen Seiten hin ſung der beiden en Seiten beeilt hat man bereits ſleit die geographi⸗ er Orte Ameritas r Zeitunterſchiede. u Zeitungen beider tracte abgeſchloſſen e Correſpondenten

vielleicht das wich⸗ s ſich von Jahr zu t, über den ganzen ihrer deellen Be⸗ ganze Menſchen⸗ welcher jedes Glied a hat.

Iu Dürers Meelier X. Jahrh.(Schluß). der Hochſommerzeit. Das Rieſenkabel.

b. ichen und u albuch gehölt

h forgfältigſe

:---

R

Ein deutſches Familienblatt mit Illuſtrationen. Erſcheint wöchentlich und iſt durch alle Buchhandlungen und Poſtämter vierteljährlich für 18 Sgr. zu beziehen. Kann im Wege des Buchhandels auch in Monatsheften bezogen werden.

III. Jahrgang. Ausgegeben am 15. December 1866. Der Jahrgang läuſt vom October 1866 bis dahin 1867.

1867. 11.

Fröhliche Weihnachten.

Novelle von Arnold Wellmer.

Es iſt eine Stadt, wie es deren viele im lieben Vaterlande gibt nicht zu groß und nicht zu klein nein, gerade ſo mitten in der Welt!

Der Abend dämmert herein aber nicht wie alle Tage: lang⸗ ſam, bedächtig und ein wenig melancholiſch nein, keine Spur davon, der Abend überſtürzt ſich faſt vor Eifer, es heute noch um einige Minuten früher dunkel zu machen, als es ſonſt bei den December⸗ abenden Sitte iſt. Und dieſer Eifer wird belohnt, es wird von Se⸗ cunde zu Secunde dunkler, und das iſt vorläufig am heiligen, fröh⸗ lichen, ſeligen Chriſtabende die Hauptſache! Und jetzt iſt es ganz dunkel geworden, wenigſtens ſo dunkel, als der Schnee es werden läßt, der weich und blendend weiß auf den Straßen und Dächern ruht. Nach und nach wird es hell hinter den Fenſtern, an denen die Eisblumen ihre erſten Blätter treiben. In einzelnen Häuſern werden ſchon die Weihnachtsbäume angezündet. Ah! wie die Eisblumen bei dieſem Lichtglanze glitzern faſt wie die wirklichen Blumen, wenn der Morgenthau auf ihnen ruht und die leuchtende Sommerſonne ſich in jedem Tröpflein ſpiegelt! Wie der Schnee auf den Fenſtergeſimſen blitzt, als ſei er mit Diamantenſtaub beſtreut!

Zu dieſen Häuſern, die ihre Weihnachtslichter ſo früh leuchten laſſen die Thurmuhren haben ſo eben erſt ein Viertel auf ſechs ge ſchlagen gehört indes nicht das ehrenwerthe Haus: J. C. Strant und Comp., Colonialwaarenhandlung en gros und en détail. Dort iſt der Weihnachtsbaum noch nicht einmal vollſtändig vorhanden. Während J. C. Strant und Comp. nebſt ſechs blauhändigen, blau⸗ naſigen Jünglingen vorn im Laden ein lebhaftes Detailgeſchäft in Zucker und Kaffee, Zimmt und Reis, Chocolade, Roſinen und ſämmt⸗ lichen Punſchingredienzen machen, iſt Fräulein Roſaura Strant in der großen Wohnſtube nach dem Hofe hinaus eifrig damit beſchäftigt, einen ſtattlichen Weihnachtsbaum mit goldenen Nüſſen und Aepfeln, Zuckerpuppen und Papiernetzen zu behängen.

Fräulein Roſaura Strant iſt die Schweſter von J. C. Strant und die Stiefſchwägerin des Compagnons Tobias Mäuslein. Herrn Tobias Schweſter war nämlich die ſelige Frau J. C. Strant, die ſchon vor zehn Jahren ihr Erdenconto abſchloß und ihrem Ehepartner

einen reizenden Saldo von 11 Jahren hinterließ: Elſe oder wie im Kirchenbuche ſteht Eliſabeth Strant!

Wir laſſen J. C. Straut und Comp. und die ſechs Jünglinge vorläuſig ungeſtört im Geſchäft. Sie haben alle Hände voll zu thun, um jedem Käufer noch vor Schluß des Ladens gerecht zu werden. Und der Laden wird heute, dem Chriſtabend zu Liebe, ſchon eine Stunde früher geſchloſſen, als gewöhnlich. Für dieſe Ausnahme ſind die ſechs LadenjünglingeOnkel Tob ſehr dankbar. So wird nämlich Herr Tobias Mäuslein im ganzen Hauſe und in der weiten Bekanntſchaft abgekürzt ins Geſicht und hinter dem Rücken, je nachdem! Herr Tobias nimmt es aber durchaus nicht übel, wenn ihm auch zuweilen einOnkel Tob ins Geſicht fliegt, der des Reſpects wegen eigentlich auf ſeinen breiten Rücken zielen ſollte.

Wir treten ins Wohnzimmer; wir wiſſen, daß wir hier Fräulein Roſaura vorſinden, mit der Ausſchmückung des Chriſtbaums be⸗ ſchäftigt.

Die Autorität des Kirchenbuches berechtigt uns niederzuſchreiben, daß genau vor vierzig Jahren auf einige Wochen kommt es bei einem ſo großen Zeitraume natürlich nicht an eine kleine Roſaura Georgina Amanda Strant, als geboren und mit der Nothtaufe ver⸗ ſehen, in jenes wichtige Buch eingetragen wurde.

Ueber Fräulein Roſauras Alter wären wir alſo im Reinen, ohne uns auch nur der geringſten Indiscretion ſchuldig gemacht zu haben. Das Kirchenbuch hat's ja ausgeplaudert.

Wir bedauern, die Schuld des Signalements von Fräulein Roſaura nicht ebenfalls auf fremde Rechnung ſchreiben zu können. Aber Fräulein Roſaura iſt leider niemals ſteckbrieflich verfolgt, noch hat ſie eine Reiſe ins Ausland gemacht wir können alſo un⸗ möglich ein amtliches Signalement von ihr citiren. Aber Du ſollſt darum nicht zu kurz kommen, lieber Leſer, wir nehmen das Sig⸗ nalement und alle Verantwortlichkeit auf unſere eigenen Autoren⸗ ſchultern um Dir ein möglichſt deutliches Bild von Roſaura Strant

zu verſchaffen! Hier iſt es:

Alter bekaunt. Figur: lang, dürr und ſiſchbeinern.

dann e

·H Weile allein in dem dämme⸗ ſehen, beſönders aber am Weihnach