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Ein deutſches Familienblatt mit Illuſtrationen. Erſcheint wöchentlich und iſt durch alle Buchhandlungen und Poſtämter vierteljährlich für 18 Sgr. zu beziehen. Kann im Wege des Buchhandels auch in Monatsheften bézogen werden.
III. Jahrgang. Ausgegeben uam 2¹1. November 1866. DBer Jahrgung läuft vom October 1866 bis dahin 1867.
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1867 ℳ 8.
Die Wittwe Jautenſpihl. Novelle von George Heſekiel. (Schluß.)
Immer öfter erinnerte ſie ſich, wie treu und liebevoll Lu⸗ dolf ſtets an ihr gehandelt, wie er ſie eigentlich immer beſchützt,
namentlich auch zu Lebzeiten des wüſten, alten Lautenſpihl und wie er nun endlich in ſeiner großen Liebe zu ihr ſich auch mehrfach dazu her⸗ gegeben, den Liebſten für ſie zu ſuchen. Das machte jetzt den tiefſten Eindruck auf das Herz der Frau, während ſie's vordem gar nicht ſo beſonders hoch angeſchlagen; kurz, Frau Chriſtiane wünſchte, wenn ſie ſich darüber auch vielleicht noch nicht vollſtändig klar war, jetzt ſchon gar nicht mehr recht, daß der Theerbuſch gefunden werde. Davon aber hatte der Vetter nicht die geringſte Ahnung, obwohl
er's leicht genug in ihren Augen hätte leſen können, welche eine gar
offene Sprache redeten, wenn auch der Mund noch ſtumm blieb; aber
das böſe Gewiſſen wegen des geſpielten Betrugs hatte den ſo
ſcharfſichtigen Mann blind gemacht. Als es gegen den Frühling ging, hatte ſich die Wittwe Lauten⸗
ſpihl ſchon zu allerlei Dingen entſchloſſen, von denen ſich der arme
Vetter nichts träumen ließ, denn während das treue Herz im Stillen
immer noch ſein Chriſtianichen beklagte und auf den infamen Stroh⸗
wiſch von Feldwebel ſchimpfte, was das Zeug hielt, verſpürte das Chriſtianichen ſelbſt kaum noch eine Sehnſucht nach dem Geliebten
ihrer Jugend; ſie hatte denſelben völlig verloren gegeben, und eines
Tages ertappte ſie ſich dabei, wie ſie halblaut zu ſich ſelbſt ſagte: „Auf nächſten Herbſt heirathe ich meinen lieben Vetter!“ Sie wurde ſehr roth dabei, als ſie das ſagte, aber beſchloſſen
war's doch, denn da juſt der Knecht in die Stube trat und im Auf⸗
trage des Verwalters nach den neuen Pferdegeſchirren fragte, die in Gebrauch genommen werden ſollten, da antwortete ſie haſtig, der Ver⸗ walter ſolle doch mal auf ein Wort zu ihr hereinkommen, aber gleich.
„Ich ſag's ihm auf der Stelle!“ ſprach ſie entſchloſſen zu
ſich ſelbſt.
Nach einer kleinen Weile ſah ſie den Vetter über den Hof
kommen— ſie freute ſich der Stattlichkeit, in welcher dieſer Mann einhertrat, ein Mann vom Scheitel bis zur Sohle. Er redete zu einer Magd, und die Stimme des Mannes, der länger um ſie gedient,
als einſt der Erzvater um die ſchöne Rahel, klang ihr wohltönender, als je, ſie drang ihr mächtig ans Herz.
„Und wie ſauber er immer geht!“ ſprach ſie freudig bewegt, in⸗ dem ſie den Kommenden mit frauenhaft ſcharfem Blick muſterte.
Der Vetter trat ins Haus, ſie hörte ſeinen militäriſch ſtraffen Tritt auf den Steinfließen und hatte auch daran ihre Freude; als er aber die Thüre öffnete, ging ſie ihm raſch entgegen.
„Guten Morgen, Chriſtianichen!“ rief er laut.
„Guten Morgen!“ entgegnete ſie leiſe und konnte ihn ſonder⸗ barer Weiſe nicht dazu anſehen.
Der Vetter nahm die ihm dargereichte, hübſche, runde, glückliche Hand in ſeine gewaltige Rechte und ſtreichelte ſie mit der Linken, wie er gerne that; die Wittwe aber war heute, zum erſten Male in ihrem Leben, der alten, treuen Seele gegenüber verlegen.
„Was willſt Du, Chriſtianichen?“ fragte der Verwalter, ohne eine Ahnung von dem Glück, das ihm beſchieden war,„mach's kurz, ich muß nach der Mühle hinüber, vielleicht können wir heute Nacht noch mahlen!“
„Wir werden nicht gleich verhungern, Vetter“, entgegnete die Wittwe und nahm ſich ſehr zuſammen,„wenn wir heute Nacht auch nicht mahlen; ich wollte Dich nur mal ordentlich auszanken; auf dem Hof und im Felde draußen biſt Du immer zufrieden, bei mir in der Stube aber niemals; ſeit Du das letzte Mal in Berlin geweſen, haſt Du mir auch nicht ein einziges Mal aus einem Buche, oder aus der Zeitung vorgeleſen; haſt mir nicht einmal einen luſtigen Reim ge⸗ bracht und weißt doch, daß ich das für mein Leben gern habe! Denkſt Du denn, weil ich den Theerbuſch, Gott habe ihn ſelig, denn er iſt wohl längſt todt! habe aufgeben müſſen, ich wollte nun auch den Käsmark miſſen, meinen lieben Vetter, meinen älteſten Freund?“
Die Wittwe glühete im ganzen Geſicht, als ſie das ſagte, dem Vetter aber ſchoß das Blut ſo gewaltig zum Herzen bei dieſer Rede, daß er todtenbleich wurde, bald aber ermannte er ſich, faßte die Frau, die er ſo gewaltig liebte, zwiſchen ſeine mächtigen Arme und rief:„Ei! Du Herzens⸗Chriſtianichen! Herzens⸗Chriſtianichen!“ und als er


