Jahrgang 
01-12 (1867)
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Ein deutſches Familienblatt mit Illuſtrationen.

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III. Jahrgang. Ausgegeben am 3. November 1866. Der Jahrgang läuft vom Ortober 1865 bis dahin 1867.

1867 N 5.

Antker den Donnern des Staatsſtreiches.

Von dem Verfaſſer desWie man kaiſerliche Manuſcripte druckt.*)

Der Prinzpräſident Louis Napoleon Bonaparte geht in ſeinem

Cabinette auf und ab; wir ſind am Abend des dritten Decembers,

auf ſeinem Arbeitstiſche liegen aufgeſchlagene Bücher, eine Unmaſſe von Papieren, Depeſchen, Briefe, Rapports über die Ereigniſſe dieſes und des vorhergehenden Tages.

Ein Plan von Paris iſt auf einem andern Tiſche ausgebreitet, und durch Stecknadeln mit farbigen Köpfen ſind einige Linien punktirt, die gewöhnlich eine Straße durchſchneiden. Von Zeit zu Zeit er⸗ ſcheint der General Roguet und bringt irgend ein Papier,... der Prinz öffnet es haſtig, und da es immer nur einige Zeilen enthält, hat er es mit einem Blicke überflogen, dann nähert er ſich beſagter Karte, und nimmt in der Regel gewöhnlich eine Veränderung mit den Stecknadeln vor. Seit einigen Stunden hat er oft in das Schächtel⸗ chen greifen müſſen, welches die Nadeln mit rothem Glaskopfe ent⸗ hält, und gar viele Straßen ſind durch dieſelben auf ſeiner Karte geſperrt worden.

Die Nadeln mit rothen Köpfen bedeuten aber... Barrikaden!

... Er geht auf und ab, die Arme auf der Bruſt gekreuzt, den Blick klar und feſt vor ſich hin gerichtet, dann wieder bleibt er ſtehen, ſtützt eine Hand auf die Lehne eines Stuhles und wirft einen langen Blick... auf das Bild des großen Kaiſers! Oder er ſetzt ſich an den Tiſch, ergreift eine Feder, und mit jener unleſerlichen Handſchrift, die gar keinen franzöſiſchen Charakter hat, wirft er einige Zeilen aufs Papier!...

Langſam ſchleichen die Stunden dahin, es iſt ſieben Uhr, es ſchlägt acht, es ſchlägt neun! man ſervirt ihm ein einfaches Souper, und nachdem er gegeſſen, macht er einen Gang durch die übrigen Ge⸗ mächer des Elyſée.

Als er in ſein Cabinet zurückkehrt, liegt auf ſeinem Tiſche ſchon ein großes Packet von neuen Depeſchen, welche der General Roguet

gebracht. Er öffnet... lieſt... und unbeweglich bleiben ſeine Züge.

Es ſind die mitVictor Hugo unterzeichneten Manifeſte des

*) Die ſo bekannt gewordenen beiden Vorläufer dieſes Aufſatzes:Wie man kaiſerliche Manuſcripte druckt undAm Borabend des Staatsſtreichs, ſind enthalten in Nr. 14 und 19 des II. Jahrgangs. 2

Comité de résistance, welches das Volk zu den Waffen ruft und ihm anzeigt, daß bewaffnete Haufen Demokraten aus der Provinz auf Paris marſchiren, um vereint mit den Republikanern der Haußtſtadt zu kämpfen. Andre Manifeſte dekretiren eine Volksverſammlung; noch andre ſind an die Armee gerichtet, und in feurigen Worten, in ſchwungvollen Phraſen ſucht man den Soldaten ins Gedächtniß zu rufen, daß ſie Kinder des Landes, der Republik ſind, und daßder Verräther Bonaparte dies Land dem Bürgerkriege preisgibt und die Republik tödtet!

Der Prinz legt dieſe Manifeſte, eins nach dem andern, bei Seite; dann nimmt er einen Brief, deſſen Handſchrift ihm bekannt zu ſein ſcheint, und mit dem Ausdruck der Neugier öffnet er ihn. Doch bald verwandelt ſich dieſer Ausdruck auf ſeinem Geſichte in den des Miß⸗ muthes, des Unwillens; endlich wirft er den Brief bei Seite und geht mit gefurchter Stirn einige Mal im Cabinette auf und ab. Aber auch dieſer Unwille ſcheint ſich bald zu legen; denn mit leichtem Achſelzucken nimmt er den Brief wieder auf, lieſt ihn zu Ende und ein verächtliches Lächeln umſpielt ſeine Lippen.

Es iſt ein Schreiben des Ex⸗König von Weſtfalen, der ſich geſtern noch bereit erklärt hatte, ſein Schickſal auf Tod und Leben mit dem des Prinzpräſidenten zu verknüpfen. Der Heldenrauſch iſt ſchnell verflogen, der Herr Jérome Bonaparte hat berechnet, daß er als Marſchall von Frankreich und Gouverneur des Invalidenhotels ein Einkommen von 50,000 Franken hat und daß wenn der Staats⸗

ſtreich fehlſchlägt, er wiederum den Weg ins Exil nehmen muß.

Vielleicht hat er auch eine Karte von Paris auf ſeinem Tiſche liegen, auf der er durch Stecknadeln mit rothen Köpfen die ſich ſeit dem Mittage ſtündlich vermehrenden Barrikaden punktirt,... mit einem Worte... der Bruder des großen Kaiſers gibt ſeinem Neffen den Rath, die Partie aufzugeben, die verhafteten Deputirten in Freiheit zu ſetzen, eine Nationalverſammlung zu berufen ꝛc. ꝛc.

... Es klopft an die Thür des Prinzen, und diesmal iſt es nicht der General Roguet, der dieſelbe öffnet, ſondern Charles, und gleich hinter ihm zeigt ſich ein ſchneeweißes Haupt und ein Geſicht mit feſten, männlichen, intelligenten Zügen.

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