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der geſchulteſten en ermüdendſten maßte ein Fluß aae überſchritten mußten erſtürmt Hinderuiß ſein in den Storen u war nicht bei meine Frende—' hatten das Glück, u zu ſehen. Ich 3 Glälen ſuche, 1 In Kiſſingen ſſtein, in welcher 6 tets in der Avant⸗ beſtanden hätte, als unbedeutende abe daher der di⸗ r... die Arriere⸗ ziemlich unange⸗ dentlich vor, als daß es unmöglch „vas ſie geleiſtet, V Commandirende, Ich mußte mich in Nanteuffel meinen Roſenfarbiger m,— doch was urt begonnen, wo ten. Da plüßlich , die ſeine ganze unte von Tag zu den Pre e Baſſs aufgeſtlt wäre. In wenigen Pnglichen Plan, auf Mainarmee biegt ne Glecher= Re Armee, wäh⸗
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und werden von der Wahrheit gezwungen werden, nur zu rühmen, doch eins ſage ich Ihnen mit Beſtimmtheit: rühmen, loben, verherr⸗ lichen Sie, ſo viel Sie wollen und können... Generale, Officiere und Soldaten der 13. Diviſion haben ſo viel Rühmliches vollbracht, daß Sie immer unter dem Niveau der Wahrheit bleiben werden, das ſage ich Ihnen, ich, der es am beſten weiß!“
.... Ich ſaß ſtumm bei dieſen Worten dem General gegenüber; ich glaube, ich habe geſehen, was wenige geſehen haben,... das marmorn kalte Geſicht des Generals Goeben ſtrahlend von freudigem En⸗ thuſiasmus.
„Ich hoffe, Excellenz,“ ſagte ich endlich,„daß, wenn Sie einmal en chef commandiren werden, man Ihnen Ihre 13. Diviſion laſſen wird!“ Er nahm mit einem Male ſein ernſtes Geſicht von vorhin an.
„En chef commandiren?“ ſagte er, indem ſich ſeine Stirn langſam furchte,„ich weiß nicht, ob jemand das je wünſchen ſoll! Unter einem Obercommandirenden, deſſen Vertrauen man das Glück hat, zu genießen, iſt man wahrhaftig am allerglücklichſten! O, ich habe oft meinen alten Helden faſt mit Schrecken Maßregeln nehmen ſehen, deren Verantwortlichkeit den Entſchloſſenſten zurückgeſchreckt hätte. Es iſt wahr, daß dieſer Feldzug den Namen Falckenſtein mit unver⸗ gänglichen Buchſtaben in die preußiſche Geſchichte eingeſchrieben hat, aber welche Verantwortlichkeit!... doch laſſen wir das, trotz aller Verantwortlichkeit wird wohl jeder General hochbeglückt ſein, durch das Vertrauen ſeines Königs die Oberleitung eines Feldzuges zu empfangen. Ja, aber...“
Der General hielt inne; düſtere Wolken legten ſich auf ſeine Stirne;— ich ſchwieg, ich errieth ſeine Gedanken!
„In Preußen,“ fuhr der General endlich fort,„ſetzen wir unſeren Soldatenſtolz darin, unſerem Könige freudig,— unbedingt— wort⸗
los zu gehorchen; jedoch unſer König wäre ſicherlich der erſte geweſen,
der unſere Trauer um den verehrten Führer begriffen und gewürdigt hätte. Eine Armee, die ſo ihren Commandirenden liebt und ehrt, wie die Mainarmee, die unter ſeiner Führung ſo Bedeutendes geleiſtet hat, konnte ſeine unbegreifliche Entfernung nicht ohne tiefes Beileid mit anſehen. Ich ſage Ihnen, es war ein Trauertag in Frankfurt, wie ich einen andern in meinem Leben nicht geſehen habe, und ſicherlich einen andern nicht zu ſehen wünſche... um alles in der Welt. Vom gemeinen Soldaten bis zum Generallieutenant herrſchte eine Wehmuth, die ſich nicht beſchreiben läßt, und ich weiß nicht, wem dieſes Gefühl mehr zur Ehre gereicht, dem General von Falckenſtein oder ſeinen Soldaten! doch... laſſen wir das!— der Krieg nahm nun eine andere Wendung, und da das Schwerſte vollen⸗ det war, konnten wir auf einen unbedingt glücklichen Fortgang rechnen.— Wir haben noch harte Sträuße zu pflücken gehabt, und meine Diviſion hat bei Tauberbiſchofsheim gezeigt, daß ſie immer noch die alte Diviſion Goeben war!... Sie werden das alles be— ſchreiben, und ich werde mit Freude die Heldenthaten meiner Weſt⸗
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falen leſen, ich möchte, daß alle Welt ſie kennte; doch wenn es Ihre Aufgabe wäre, all die Einzelheiten, die ich und meine Officiere zu rühmen haben, wieder zu erzählen, dann könnten Sie ein Jahr an dieſem Werke ſchreiben.“
.... Der General hatte die Güte, noch eine ganze Zeit lang von dieſem und jenem mit mir zu plaudern, und als ich mich endlich von ihm verabſchiedet hatte und mich auf der Straße befand, da bemächtigte ſich meiner jenes eigenthümliche Gefühl, das der Leſer vielleicht kennt, und welches den Schriftſteller ſogar oft ergreift. Wie
lichkeit! Das Leben General von Goebens bietet den reichſten Stoff zu einem Romane; nur würde dieſen Roman der gewöhnliche Vor⸗ wurf treffen, daß heutzutage gar nicht ſo etwas vorkommen, daß ein ſolcher Mann überhaupt gar nicht exiſtiren könne... * *
An der Ecke der Salzſtraße bemerkte ich in der Dunkelheit, daß ein Menſch plötzlich ſtill ſtand und ſeinen Blick auf mich heftete. Ich wandte den Kopf herum und erkannte— wer wird es glauben— meinen„Dreizehner.“— Der Menſch ſchien mich wahrhaft zu ver⸗ folgen.— Ich ging gerade auf ihn los und fragte ihn, was er von mir wolle, er ſah mich groß an und lachte aufs neue.
„Aber—!“ rief ich,„worüber lachen Sie denn?“
Er ſah mich mit ironiſchem Geſichte an.
„Na!“.. ſagte er,„haben Sie ſich zu General Goeben gefunden?“
„Ja... aber warum lachen Sie?“
„Haben Sie auch mit ihm geſprochen?“
„Ja!“
Er ſchlug ein helles Gelächter auf, drehte ſich auf dem Hacken um und ging ſeiner Wege.
Ich wußte nicht, was ich davon halten ſollte und bekümmerte mich nicht weiter um den närriſchen Kauz. Am folgenden Tage jedoch erzählte ich den ganzen Vorfall einem Officier des dreizehnten In⸗ fanterieregimentes und erhielt folgende merkmürdige Aufklärung:
„General von Goeben iſt bei ſeiner Diviſion dermaßen populär und beliebt, daß er die Leute in den Mond ſchicken könnte, wenn es ihm Spaß machte; und dies iſt um ſo ſonderbarer, da er noch nie mit einem Soldaten eine Silbe gewechſelt hat. Stumm und ernſt iſt er in den Schlachten an ihnen vorübergeritten, ich möchte ſagen, ohne ihre Gegenwart zu bemerken. Und dennoch ſchwärmt der Soldat für ſeinen General, nur, Sie werden lachen, glaubt der gemeine Soldat, daß der General nicht ſpricht. Es wäre der größte Spaß von der Welt, wenn General Goeben einmal die Regimenter verſammeln ließe und ihnen eine Rede hielte.— Was Ihren Drei⸗ zehner betrifft, ich weiß nicht, aber ich denke mir, daß er Ihnen keinen Glauben ſchenkte, als Sie ihm ſagten, Sie wollten zum General, und ſpäter, daß Sie mit ihm geſprochen!“ M.
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Mecklenburgiſche Originale.
Von Eduard Hobein.
Die alten Originale ſind ſelten geworden, an ihren Gräbern rauſcht die neue Zeit vorüber, die Zeit der Eiſenbahnen und Tele⸗ graphen, der gleichmachenden politiſchen und ſocialen Bildung, die Zeit des allverbreiteten Gedankenfluges. Sähen ſie aus ihren Grä⸗ bern, ſie würden die veränderte Welt kaum als ihre Heimat wieder⸗ erkennen. Durch den faſt antiken Frieden unſerer Literatur brach „der Flügelſchlag der neuen Zeit“, der Dämon des Parteihaſſes ent⸗ fremdete die Gemüther, das Gefühl der Zuſammengehörigkeit, der Heimat ward gelockert, die romantiſche Ferne verlor ihren Zauber. Die Berechtigung perſönlicher Eigenthümlichkeit ſchwand. Duldung, Freundſchaft, verwandtſchaftliche und nachbarliche Anhänglichkeit ſind in der allgemein gewordenen Zerſtreuung getrübt. Man lebt und ſtrebt ja auf dem Dampfwagen, der Telegraph entführt das geflügelte Wort mit unruhiger Haſt: an verſunkenen Wegen ſteht ein einſamer Meilenzeiger mit erſchlafften Armen und erloſchener Schrift.
Wer jetzt im Mannesalter ſteht, gedenkt mit Rührung ſeiner Kindheit und der Geſtalten, die ſie umgaben. Wer gedächte des elterlichen Hauſes, der Nachbarſchaft, der Stadt, des engeren Vater⸗ landes von damals und ſähe nicht mit Befremdung um ſich! Cr
III. Jahrgang.
glaubt ſich an der Grenze zweier Culturepochen. Rückwärts ſchaut er wie in unermeßliche Fernen, aus denen ſich neben dem eigenen Sein nur vereinzelte Symptome, Reſte der alten Zeit in die Gegenwart flüchteten. Und wer freute ſich nicht, die Originale jener Zeit, wenig⸗ ſtens in der Erinnerung, noch einmal aufleben zu ſehen? Wir denken, es wird den Leſern willkommen ſein, wenn wir ihnen auf den folgenden Blättern einige ſolche aus unſerer eigenen Vergangenheit vorführen.
In Roſtock lebte,— irre ich nicht, noch in den dreißiger Jahren — ein alter Schiffer, Peter Lorenz, eine Ruine verſchwundener Zeiten, der mit einem Dutzend ähnlicher, altfränkiſcher Geſellen allabendlich in einem bekannten Weinlocal erſchien, wo dieſe eigenthümliche Ge⸗ ſellſchaft, abgeſondert von den modernen Standgäſten deſſelben, in einer Ecke um den runden Tiſch auf ledergepolſterten Sitzen ſaß und ſich in die Arbeit einer grande patience theilte, d. h.„Rabuſe“ ſpielte, ein Spiel, das ſeiner Einförmigkeit wegen in unſeren Tagen faſt außer Uebung gekommen. Stumm ſaßen ſie da und verrichteten mit vereinter Kraft die einfältig ſchlichte Arbeit des Spiels. Schließlich erzählte der alte Renommiſt Peter Lorenz aus dem reichen Schatz
ſeiner eingebildeten Erlebniſſe. Er wollte nämlich mit allen große
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ſchwach! ſagte ich mir, iſt die Phantaſie im Vergleich zur Wirk⸗


