Jahrgang 
01-12 (1867)
Seite
184
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in dem durch die Gläſer gebrochenen Blicke, daß man zu der Ueber⸗ zeugung gelangt, dieſer Mann ſei zum Befehlen geboren. Seine Geſten ſind äußerſt ſparſam, kurz, gebieteriſch; der Klang ſeiner Stimme iſt kalt, ſtreng, doch ſeine Ausdrücke bleiben ſtets äußerſt ge⸗ wählt. Er ſpricht langſam und betont, wie das gewöhnlich bei Leuten, die Jahrelang keine Gelegenheit gehabt haben, deutſch zu ſprechen, der Fall iſt, die Endſilbeen mit ſeltener Schärfe. Aus alle dem wird der Leſer vielleicht den Schluß ziehen, daß die Perſönlichkeit des Generals von Goeben ſich nicht oder gar wenig eignet, Sympathie zu erregen. Er täuſcht ſich vollſtändig. Dieſes kalte Aeußere wird von einem ſo liebenswürdigen Lächeln ich möchte ſagen, erwärmt, daß ich geſtehen muß, ſelten eine gewinnendere Phyſiognomie geſehen zu haben. Es liegt in ſeiner ganzen Erſcheinung ſo viel Adel und zu gleicher Zeit ein ſo energiſch ausgeprägter Ausdruck desWollens, daß man nicht umhin kann, ſich zu ihm hingezogen zu fühlen. Ich glaube, daß General von Goeben eine unwiderſtehliche Gewalt über alles, was ihn umgibt, ausüben muß.

Es iſt mir unmöglich, meine Meinung über den Eindruck der Perſönlichkeit des Generals zu geben, ohne die beiden ſo gleichklin⸗ Ausdrücke:Gentleman undGen⸗ So mancher Menſch kann einGentleman ch dieGentilshommes ſind t den Eindruck...

tilhomme zu benutzen. ſein, es gibt deren tauſende; do zu zählen, und General von Goeben mach eines vollendeten! * Ja, das war ein Feldzug! begann der General,ich begreife ganz gut, daß in der erſten Zeit er nicht allein vom Volke, ſondern auch von... anderen unterſchätzt wurde, da man ihn gar nicht begriff. Ich will Ihnen noch mehr ſagen ich ſelbſt begriff ihn zuerſt nicht, und bin immer noch nicht überzeugt, daß mein ſo hoch verehrter Führer mich nicht hätte den Baiern bei Dermbach eine vollkommene Niederlage beibringen laſſen müſſen. Dieſe Taktik des Generals von Falckenſtein, nie eine gewonnene Schlacht auszu⸗ beuten, ſteht einzig da, und wird noch immer angefochten, obgleich der glänzendſte Erfolg ſie gekrönt hat. Ich verehre nicht den Erfolg ich verehre die geniale Auffaſſung der Idee des Feldzuges, wie ſie im Geiſte des Obercommandirenden entſtanden und bei Dermbach ſich zuerſt gezeigt hat. Es iſt möglich, daß man es hätte anders machen können, jeder Feldherr hat darüber ſeine eigenen Ideen, aber ſo viel ſteht ſicherlich feſt, daß General von Falckenſtein in dieſem Feldzuge Beweiſe von militäriſchem Genie gegeben hat, wie nur wenige glaubten, daß er ein ſolches beſäße; und Sie wiſſen ja wohl, daß das Genie ſtets und in allen Verhältniſſen den meiſten Angriffen ausgeſetzt iſt und auch am meiſten Stoff für die Kritik liefert. Doch der Erfolg iſt da, und ſo glänzend und ruhmvoll, daß er weder abgeleugnet, noch verringert werden kann. Ich habe Ihnen nichts bis nach der Capitulation von Langenſalza zu erzählen; ich ſollte am nächſten Morgen angreifen, und obgleich ich mit größter Sehnſucht den Augenblick erwartete, meine Diviſion ins Feuer zu führen, ſo kann ich Ihnen doch die Verſicherung geben, daß ich recht von Herzen glücklich war, nicht gegen die Hannoveraner kämpfen zu müſſen, denn obgleich ich Preuße vom Scheitel bis zur Sohle bin, ſo iſt und bleibt Hannover dennoch das Land meiner Geburt, das Land, in dem meine Familie lebt und ich zählte in der hannoverſchen Armee faſt ebenſo viel Freunde, wie in der preußiſchen... ja mein eigener Bruder führte ein hannoverſches Bataillon bei Langenſalza. Gott gebe, daß die Zukunft uns für immer ſolche Zwiſte erſparen möge! Aber ſchon einige Tage nachher hatte ich meine Revanche. Mir war die Ehre zugedacht, zuerſt die Baiern zu erproben! Das war ein Tag! ich hatte große Hoffnungen auf meine Weſtfalen geſetzt, aber ſie übertrafen ſie alle. Die Stellungen des Uebelberges und des Kloſters Zella ſind genommen worden mit einem Elan, wie man ihn in einer deutſchen Armee kaum zu ſinden glaubte. Ich hatte den Befehl, nur einenſtarken Vorſtoß zu machen und wäre es nicht meine Gewohnheit, ſtrict zu gehorchen, ſo hätte ich hier ein glän⸗ zendes Gefecht gewinnen können; doch, wie Sie wiſſen, überließen wir das Schlachtfeld dem Feinde, nachdem wir ihn verjagt hatten. Die Baiern konnten dies nicht begreifen, ſchrieben ſich den Sieg zu und po⸗ ſaunten ihn in die Welt hinaus. Natürlich war Jedermann erſtaunt, daß trotz dieſes vorgeblichen Sieges wir ſieben Tage ſpäter einen recht hübſchen Vormarſch bis Kiſſingen gemacht hatten und ſie am ſelben Tage drei Mal ſchlugen. Das war wiederum für meine Diviſion

18½ ein ſchöner Tag,

Diviſion gegen

V

der von Kiſſingen, denn ſie hatte Feinde vor ſich, die ſich mit höchſter Bravour ſchlugen, und an dieſem einzigen Tage leiſtete ſie in allen Bran chen das, was man von der geſchulteſten und tapferſten Armee nur verlangen kann. Nach den ermüdendſten Gebirgsübergängen mußte gekämpft werden es mußte ein Fluß unter feindlichem Feuer auf einer improviſirten Brücke überſchritten werden, bewaldete, mit Feinden geſpickte Höhen mußten erſtürmt werden eine ſtark barrikadirte Brücke durfte kein Hinderniß ſein und endlich das Schrecklichſte von allem, Hin den Häuſern! Der General von Falckenſtein war nicht bei mir während des Gefechtes von Kiſſingen; das trübte meine Freude er war bei Hammelburg, und unſere Kameraden hatten das Glück, den Feldherrn während des Gefechtes in ihren Reihen zu ſehen. Ich ſagte Ihnen vorhin, daß mein Soldatenglück ſeines Gleichen ſuche; jetzt werde ich Ihnen ein Beiſpiel davon anführen. In Kiſſingen hatte ich eine Unterredung mit General von Falckenſtein, in welcher 4 er mir vorhielt, daß meine Diviſion, welche bisher ſtets in der Avant⸗ garde geweſen, nun ſchon zwei glückliche Gefechte beſtanden hätte, während eine andere ſeiner Diviſionen wenig mehr, als unbedeutende Scharmützel mit dem Feinde gehabt hätte er habe daher der Di⸗ viſion Manteuffel die Avantgarde gegeben und mir... die Arriere⸗ garde. Ich muß geſtehen, daß mich dieſe Anzeige ziemlich unange⸗ nehm berührte; im erſten Augenblicke kam es mir ordentlich vor, als wenn mir Unrecht geſchähe; jedoch bald ſah ich ein, daß es unmöglich ſei, daß jemand der dreizehnten Diviſion nach dem, was ſie geleiſtet, Unrecht thun könne und am allerwenigſten der Commandirende, welcher ſie ſtets vor allen anderen auszeichnete. Ich mußte mich in das Unvermeidliche fügen und dem General von Manteuffel meinen Poſten an der Spitze der Mainarmee überlaſſen! Roſenfarbiger Laune war ich nicht, das kann ich Ihnen verſichern, doch was half's? So wurde denn der Zug nach Schweinfurt begonnen, wo die Baiern, wie man ſagte, unſeren Angriff erwarteten. Da plötzlich erhält der General von Falckenſtein eine Depeſche, die ſeine ganze Dispoſition verändert. Der Waffenſtillſtand konnte von Tag zu Tag abgeſchloſſen werden, und man⸗ mußte um jeden Preis genug Land beſitzen, damit, wenn das uti possidetis als Baſis aufgeſtellt würde... die Mainlinie in Preußens Händen wäre. In wenigen Augenblicken hat der Commandirende ſeinen urſprünglichen Plan, auf Schweinfurt loszugehen, geändert die ganze Mainarmee biegt rechts ab und... wahrhaftig, es i*ſt ein Glück ohne Gleichen die Diviſion Goeben marſchirt von neuem an der Spitze der Armee, wäh⸗ rend das Corps Manteuffel die Arrieregarde bildet! Und was iſt die Folge davon? daß mir das Gefecht bei Laufach und die glorreiche Schlacht bei Aſch affenburg zufällt!

Alſo... unterbrach ich,iſt es die Diviſton Goeben, die mit Ausnahme von Hammelburg ſämmtliche Gefechte bis zum Einzuge in Frankfurt geliefert hat... und wenn ich nicht irre, war Ihre 14,000 Mann ſtark, und die Baiern und die

Reichsarmee... hatten zwei Heere im Felde ſtehen!... Es iſt unbegreiflich. Ja, das Glück meiner Diviſion, erwiderte der General, der

ſchien,unbegreiflich! die erſten zum Ein⸗ rücken in Frankfurt! verdient hatte ſie es reichlich. Wahrhaftig, wenn ich an meine Diviſion denke, dann ſteigt es mir warm zu Kopfe, dann fühle ich mich ſtolz, ſolche Leute befehligt zu haben! Vorzüglich außerordentlich waren die beiden Brigaden dieſer Diviſion, aber noch vorzüglicher waren die beiden Generale, die ſie führten. Ich weiß, daß General von Falckenſtein meiner Diviſion den Hauptantheil ſeiner glänzenden Erfolge zuſchreibt, aber ich muß meinerſeits den Generalen von Kummer und von Wrangel das Zeugniß geben, daß ſie mich mit ſolcher Intelligenz und Bravour unterſtützt haben, daß meine ſchwere Aufgabe um vieles erleichtert wurde. Ich hoffe, daß zukünftige Geſchichtsſchreiber dieſen meinen beiden treuen Freun⸗ den und Gehilfen, Wrangel und Kummer, die vollſte Gerechtigkeit widerfahren laſſen werden, denn ihre Namen ſind untr ennbar von den Erfolgen, die ich das Glück hatte, zu erringen.

Der General hielt einen Augenblick inne dann fuhr er lächelnd fort:

Ich habe gehört, daß Sie ſelbſt dieſer zukünftige Geſchichts⸗ ſchreiber der Mainarmee ſein werden; gegenüber einen Urtheilsſpruch über meine Diviſion fällen müſſen. Studiren Sie ihr Wirken, Sie werden nur Ruhmvolles finden

mich nicht zu verſtehen

der Kampf in den Straßen V b

Sie werden alſo Ihren Leſern

lalte eſiht des G tuſiaemus. Ich hoffe, E Gl Chef commandi vird! Er nahm: En chef c langſam furchte, Unter einem 9 ber hat, zu genießen, V habe oft meinen a V ſehen,deren Verant V Er iſt wahr, daß gänglichen Buchſteb aber welche Lerant Venautwortlichleit! das Vertrauen ſein empfangen. Ja, Der General Stirne; ich ſch In Preußer Soldatenſtolz dar V los zu gehorchen V der unſere Trauer V

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hätte. Eine Arm wie die Mainarme hat, konnte ſein Beileid mit anſehe Ftane we ich,

und ſicherlich einee der Welt. Vom herrſchte eine Weh nicht, wem dieſes Falcenſtein oder ns nahm nun e

war, konnten rechnen. Wir h meine Diviſion hat V noch die alte Divi I ſoräden, und ichh

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