Jahrgang 
01-12 (1867)
Seite
181
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Vogel von Falckenſtein und Goeben. Originalzeichnung von E. Hartmann.

Die Kruſte war gebrochen; es war nicht mehr der neugierige Berichterſtatter, der dem General gegenüber ſaß, ſondern ein Mann, der lange und in ſpäterer Zeit in dem Lande gelebt, wo auch er die ſchönſten Jahre ſeines Jünglingsalters verbracht hatte. Wir hatten uns jetzt ſo gar viel von jenem wunderbaren Lande zu erzählen, nach welchem man ſich ſtets zurückſehnt, wenn man Jahre dort verlebt hat, daß, ich glaube, wir beide vollſtändig vergeſſen hatten, welchen Zweck mein Beſuch eigentlich hatte. Wir ſprachen von Sachen und Perſonen der Neuzeit Spaniens, und da wir beide ſtets von entgegen⸗ geſetzten Geſichtspunkten betrachteten, ſo kann, ich meinerſeits wenigſtens, behaupten, daß ich ſelten mich ſo in die Vergangenheit wieder hinein zu leben fähig geweſen war, als bei dieſer Plauderei. Alles andere war natürlich vollſtändig vergeſſen, ja ſogar die glorreiche Gegenwart der Feldzug der Mainarmee; alles; unſere Gedankenwelt lag jenſeits der Pyrenäen.

Es war unterdeſſen dunkel geworden wir hatten es nicht bemerkt, und der Diener brachte Licht. Der Leſer wird wohl ſchon bemerkt haben, daß eine plötzlich ſich ändernde Beleuchtung ein ganzes Gedankengerüſt in einem Nu umreißt und am meiſten dazu geeignet iſt, die Träume der Vergangenheit zu verſcheuchen und uns zur Gegenwart zurückzuführen!

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So geſchah es auch jetzt; mit dem Lichte verſchwand das Andenken an Spanien, wie der letzte wehmüthige Accord einer Guitarre, die in den alten Straßen Cordovas eine Copla begleitet. Ich trennte mich ungern von der Unterhaltung über Spanien; doch ich wußte wohl, daß, wenn der General mir von der Gegenwart erzählen wollte, ich bald reichlichen, geiſtigen Erſatz für das verlaſſene Thema finden würde. Jetzt konnte ich auch meine Bitte vortragen, mit der Gewißheit, daß dieſelbe einen günſtigen Erfolg haben würde; denn der General war jetzt eben ſo freundlich und liebenswürdig, wie er bei meinem Eintritte ceremoniös geweſen.

Er ſann einen Augenblick nach, als ich ihn bat, mir aus ſeinem vergangenen Leben zu erzählen; dann ſagte er:

Was habe ich auf der Schule leiden müſſen! davon haben Sie keinen Begriff und wiſſen Sie, warum? weill ich ſchon als Knabe mit Kopf und Herz ein enthuſiaſtiſcher Preuße war. Wie das kam, weiß ich ſelbſt nicht; aber jedesmal, wenn ich ein Gedicht meiner Wahl recitiren ſollte, beſang das Gedicht eine preußiſche Helden⸗ that; alle meine hiſtoriſchen Aufſätze waren der preußiſchen Geſchichte entnommen, und wenn ich mit meinen Altersgenoſſen gewichtig über Politik discutirte, ſo vertrat ich ſtets energiſch die Meinung, daß Preußen das Non plus ultra aller Länder wäre! Es wſ ebdr der

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