Jahrgang 
01-12 (1867)
Seite
175
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Labgeglätte ren, ſondern unſtler hahen. M;; ι den Wii Die erſte deutſche Nordſeefiſcherei⸗Geſellſchaft. ih Den binnenländiſchen Leſern des Daheim, namentlich aber den Haus⸗ 9 frauen, wird es eine willkommene Nachricht ſein, daß ſich vor kurzem in R. K. Bremen die obengenannte Geſellſchaft gebildet hat, um das Innere von V V Deutſchland mit einem neuen, ſchmackhaften, geſunden und billigen Nah⸗ rungsmittel zu verſorgen. V Der friſche Seeſiſch, welcher, wenn er überhaupt zu haben war, nur aals theurer Luxusartikel die Tafel des Reichen zieren konnte, ſoll fortan nach Wlallen Punkten Deutſchlands zu ſo billigen Preiſen geliefert werden, daß er als Erſatz des immer theurer werdenden Fleiſches wöchentlich auch mehrere Male als Hauptgericht auf dem Tiſche des Unbemittelten erſcheinen kann. Unſere beiden deutſchen Meere, Oſft⸗ und Nordſee, namentlich aber die letztere, bergen in ihrem Schoße unerſchöpfliche Reichthümer an wohl⸗ und wittert ſchmeckenden Fiſcharten. In früheren Zeiten wurden auch dieſe Schätze, fuden Auflô⸗ welche die Natur gleichſam vor unſere Thüre gelegt, von unſeren Küſtenbe⸗ ſich ganz n. wohnern ausgebeutet, und Emden z. B. verdankte zu Ende de ganz un- Jahrhunderts dem Häringsfange ſeinen großartigen Aufſchwung. die franzöſiſche Herrſchaft, die Continentalſperre und andere ungünſtige Um⸗ ſenſchätbarez ſtände gerieth dieſer Induſtriezweig jedoch gänzlich in Verfall, und ſeitdem n in hohem wurde die deutſche Seefiſcherei nur in ſo geringem Umfange betrieben, daß ict 8 Wihr Ertrag wenig über die nothdürftige Verſorgung der Küſtenbevöl t ſeinen zu binaus reichte. Dagegen erſchienen allmählich engliſche und holländiſche fang erreicht Fiſcher auf unſeren reichen Fiſchereigründen vor der Elbe, Weſer und Ems,

lin, wo das 1 3 ad ſich den fremde Fiſcherflotten von hunderten von Fahrzeugen, hdent Fang machen, um ihn nach England und Holland

Am Jamilientiſche.

gebracht werden ſoll, und deſſen den erſten 14 Tagen gezeichnet w tals iſt natürlich vorbehalten,

Anfang; ihre Zahl würde ſich i dem Bedarfe zu genügen, wenn e

In weiterer Ausdehnung ſchaft auch auf Züchtung von Auſt und geſunde Nahrungsmittel zu b lich zu machen.

Es hat langer Zeit bedurft, bis wir Deut daß Gott die Meere, welche unſ unerſchöpflichen Schätzen geſegnet hat, und daß jetzt unverantwortlicher Weiſ chdemt nun aber durch die erſte deutſche Nord der Anſtoß gegeben, find Bereits hat ſich in Bremerhaven für eine dritte und vierte wird in gen Jahren werden hunderte vo Meeren ſchwimmen und uns auch Wir wollen dem Unternehmen Wiederbelebung unſerer deutſt Beziehung von größter ſchmeckendes und billiges Nahrungsmittel ver vermehren, das Seeweſen heben und einen zahlreichen Stamm der tüchti Seeleute heranbilden.

größter Theil(150,000 Thlr.) bereits in Eine Erweiterung des A denn 20 Fahrzeuge ſind n n wenigen Jahren verzehnfachen müſſen, um inmal erſt ein Markt geſchaffen iſt.

ihres Wirkungskreiſes wird die Geſell⸗ ern Bedacht nehmen, illigen Preiſen ebenf

zur ein ſchwacher

um dies ſchmackhafte alls dem Volke zugäng⸗

ſche uns daran erinnert haben, ſpülen, mit ſo reichen und an denken, ſie ſelbſt zu heben, was wir bis e andern Nationen über⸗ Geſellſchaft einmal et das Beiſpiel auch ſchnell Nach⸗ eine zweite Geſellſchaft gebildet; Hamburg und Berlin agitirt, und in weni⸗ i deutſchen Fiſcherfahrzeugen auf unſern in dieſer Beziehung vom Auslande eman⸗ den beſten Erfolg wünſchen, die chen Seefiſcherei wird in volkswirt Sie wird dem Volke ein wohl⸗ ſchaffen, den Nationalwohlſtand für unſere Kriegs⸗ und Handelsmarine gſten und in jeder Witterung geſchulten

Bedeutung ſein.

und ſeit einem Jahrzehnt erblicken wir wenige Meilen von unſeren Küſten die den ergiebigſten von dort aber zum gro⸗

leichter, der ßen Theile wieder nach Deutſchland zurückzuführen. Um zu zeigen, in wie

ſo kenne ich d ſich dieſes

hre 1 20,000 Tonnen von deutſchen Fiſchern gefangen wurden. linentbehrlich

opas. Das ſine Wirkun

Das Dampfroß auf der Straße.

er hinweg und unter den Häuſern geht es bereits mit gſtens in England, und die größten Berge bie i dem Eiſenwege mehr dar. ſtraßen und Straßen der Städte ſ einer Dampfdroſchke umherkutſchiren

Sir Iſaae Newton hat ihn bereits vor etwa 2 ſeine Ausführung nicht unverſucht geblieben. ſeit 100 Jahren, wo ein Herr C wagen ſchenkte, namentlich in En alle als mehr oder minder unpr 1830 bereits eine Dampft eine andere von O Stunde zurücklegt

großartigem Maßſtabe letzteres geſchieht, mag die ſtatiſtiſche Notiz genügen, daß im Jahre 1864 allein 565,495 Tonnen Häringe in Deutſchland impor⸗

Ueber die Häuſ Jahre hin tirt wurden, die ſämmtlich aus der Nordſee ſtammten, von denen jedoch nur

Aber auf den Straßen Land⸗ ollten wir eigentlich doch auch ſchon in Der Gedanke iſt nicht neu 00 Jahren gehabt auch iſt Die verſchiedenen Verſuche, die ugnot dem Duec de Choiſeul einen Dampf⸗ gland, gemacht worden ſind, haben ſich jedoch raktiſch erwieſen. Allerdings ging im Jahre chen Glouceſter und Cheltenham, und rford nach Birmingham, die 10 14 engl. Meilen in der In Folge der ſich dagegen erhebenden Oppoſition kam

Ein Vergleich mit der Einfuhr des Jahres 1858, die nur Tonnen betrug, beweiſt, wie bedeutend der Häringsverbrauch wächſt, aber verhältnißmäßig iſt der Conſum der friſchen Seefiſche ſeit der Eröffnung der Küſteneiſenbahnen Emden nnd Geeſtemünde⸗Hannover in noch weit höherm

Grade gewachſen. Der geringe bisherige Betrieb der deutſchen Seefiſcherei

poſtkutſche zwiſt

in, kratzenden hat indeſſen den Verſand friſcher Fiſche faſt nur auf Berlin beſchränkt, und dargeſtellen ſelbſt wenn Ueberfluß vorhanden geweſen wäre, würde die mangelhafte Be⸗ eht im heil⸗ handlung der Waare ihrer weiteren Verſchickung hindernd entgegengetreten Ehl in heil⸗ ſeein und der Süden Deutſchlands wenig davon gehabt haben.

eſpirations- So delicat und wohlſchmeckend friſcher Seefiſch iſt, ſo wenig einladend

die Sache damals vo beſtimmte Commiſſion erſtattete einen

r das Haus der Gemeinen, und die zur Unterſuchung

höchſt günſtigen Bericht. Dennoch ſchei⸗

jnlichen Zu⸗ wiirrd er, wenn er ſich mehrere Tage ohne geeignete Conſervirung auf dem

waſſers den zuſtand, wel⸗ da der Laie katarrh oder ſch beruhigt. der Lungen⸗

b Aufgabe ſtellte, den Seefiſch zu einem Volksnahrungsmittel des

Waſſer kommt. 1I Zu dieſem Zwecke werden die Fiſche unmittelbar na

Transporte befunden hat, und wenn die neue Fiſchereigeſellſcha

terte dieſer Verſuch, wie eine Maſſe ähnlicher Unternehmungen, die ihren Ur⸗ ltig viel Geld koſteten. So groß auch der Wunſch der vom Ei ten, ja ganzer Diſtrikte war, Dampfroſſe en zu können die Schwierigkeiten a Pferde ſcheu gemacht, bald gelang ſchwingliche Steigerung der Chauſſeegelder zu chinen zu ſchwer, oder es war unmöglich, das

Und rootz alledem iſt noch in jüngſtverfloſſener e gemacht worden.

nnetze entfernt wohnenden Ortſchaf ohne Schienen auf den Landſtraß erwieſen ſich ſtets zu groß. Bald wurder es der Concurrenz, eine uner erzielen, bald waren die Maſ nöthige Waſſer zu beſchaffen. Zeit eine Dampfkutſchreiſ

machen, ſo mußte ſie vor allem darauf bedacht ſein, ihn an die ver b Punkte ganz Deutſchlands in demſelben Zuſtande zu liefern, wie er aus dem

ch dem Fange en g ad, daß ſie ſelbſt im heißeſten Sommer längere Zeit das Eis vor dem Schmelzen bewahren.

In dieſer Verpackung halten ſich die Fiſche mehrere Wochen vollſtändig n Kehltopf⸗ friſch. Ein Dampfer der Geſellſchaft holt den Fang von den Fahrzeugen

ker verſüßt, reicht man en Flaſchen alzbonbons und Markt⸗ treuen und

V V zwiſchen gekleintes Eis in Kiſten gepackt, die ſo eingerichtet ſir armen Sh⸗

V per Bahn nach dem Innern befördert wird, ſo daß die Fiſche alſo überall, meine Einführung des neuen Speiſeartikels iſt natürlich

ftande ankommen.

Schellfiſch gefangen, die an Ort und Stelle einen Verkau

Vor fünf Jahren ſahen die Bewohner der Entſetzen, den Grafen von Caithn anlangen. Eines ſchönen Morgen Geiſtlichen und dem Erfinder abgefahren und hatte die erſter ten, incl. einiger kleinen Aufenthalte Vor dem Grafen ſtreckt ſich ein lan benutzt er, die Schnelligkeit auf 18(engl. Hügel auf, Hügel ab geht es tapfer v einer Nachtruhe ging es früh Morg nach Dunorbin Caſtle hinauf,

ſchottiſchen Hochlande, zu ihrem auf einer Dampfequipage in ihrer Mitte s war derſelbe mit ſeiner Gemahlin, einem ſeines Fahrzeuges, Hrn. Ricket, von Inverneß n 14(engl.) Meilen in 1 Stunde und 20 Minu

Aufs neue begann die ger, gerader Weg aus das ) Meilen die Stunde zu ſteigern orwärts, daß die Funken ſtieben. Nach ens weiter, die jähe Steigung von Golspie und von da über Holmsdale au

ab und bringt ihn je nach dem jeweiligen Aufenthaltsorte der letzteren zu dem zunächſtliegenden Eiſenbahnhafen Geeſtemünde oder Emden, von wo er ſofort

wo ſie durch die Agenten der Geſellſchaft verlangt werden, im ſchönſten Zu⸗ V Die zweite Bedingung für die von der Geſellſchaft beab

zeine C d 1 die größtmögliche Zilligkeit. Der Preis der Fiſche muß geringer ſein, als der des Fleiſches,

f den Ord von

5 nur un⸗ und es unterliegt keinem Zweifel, daß ſich dies herſtellen laſſen wird. 1w b Jahre 1864 wurden von den Norderneyer Fiſchern etwa 3 Millionen Pfund u. J. w.

geil vieler

verſendet, ſo dürfen unſere Hausfrauen darauf rechnen, ſp

Aufguß friſchen Schellfiſch zu 2 3 Sgr. auf ihren Märkten kaufen

d Zucker. dieſe nun in Breslau oder Kaſſel oder Wien liegen. Feinere Fiſche, wie nichts als Lachs, Steinbutte, Zunge, Zander 26., würden natürlich doppelt ſo theuer iinaden ſein, andere dagegen, wie z. B. friſche Häringe, ſich wieder um die Hälfte trickna. billiger ſtellen, und es iſt wohl außer Frage, daß unter ſolchen Umſtänden bſung 5 derdreſch ſich bald bei Reich und Arm als eine Hauptſpeiſe einbürgern mittel wird.

nneij V, Die Geſellſchaft, welche ſich am 15. November conſtituirt hat, und deren heh itung praktiſchen Männern anvertraut iſt, wird ihre Thätigkeit im nächſten ſich ſe Frühjahr beginnen. Sie beabſichtigt zunächſt, im Laufe des Sommers elbſt be⸗ 20 größere Fahrzeuge auf einmal auszuſenden, die nach dem Muſter der über den engliſchen Fiſcherſmacks erbaut und, mit den neueſten Verbeſſerungen ver⸗ ahiißen ſehen bei jeder Witterung die See halten und fiſchen können.

2. 98 drei Nal wöchentlich wird ein Dampfſchiff den Fang abholen und den Fahr⸗ en Rhom⸗e zeugen friſches Eis, Proviant ꝛc. zuführen. In Geeſtemünde wird der Haupt⸗ it Blatt⸗ b aueriangshafen ſein; hier werden auch die Eishäuſer, die Etabliſſements

ſiehen, 1 zum Salzen und Räuchern, ſowie die Fabriken zur Bereitung von Guano u aus den Abfällen angelegt. Das Capital der Geſellſchaft iſt vorläufig auf

fswerth von circa 30,000 Thalern hatten. Das Pfund koſtete alſo noch nicht 4 Pfennige. Da nun friſche Seeſiſche im Zollverein keinen Eingangszoll bezahlen und die ddeartikel. V Geſellſchaft den Fang direct an ihre Agenten in den verſchiedenen Städten

Caithneß, einen ſo ſteilen Bergpfad, da Doch nichts davon geſchah die Ma löſte ihre Aufgabe vortreff Aufenthalt. Bergab fuhr und von da an auf eb des Grafen Reſidenz, die längſte in einer D ü: eine Reiſe von Maſchine glich einer hinter, und nahm etw Pferde⸗ Der Graf

Gräfin und der Geiſt der Maſchine, um ſie

ß Jedermann ein Unglück vorherſagte. ſchine keuchte und puſtete gewaltig, aber flich und erreichte den Gipfel ohne irgend welchen das ſeltſame Gefährt mit eben ſolcher Leichtigkeit, enen Wegen raſch vorwärts bis nach Ballogell Caſtle, wo ſie vor dem Einbruch der Nacht eintrafen. Das war pfkutſche auf einer gewöhnlichen Straße zurückgelegte 150 engliſchen(= circa 30 deutſchen) Meilen. Art bedeckter Chaiſe, mit einer kleinen Locomotive da⸗ a ſo viel Raum ein, als ein Wagen, beſpannt mit einem ahm den Kutſcherſitz ein, auf dem Vorderſitze ſaßen die liche, Hr. Ricket befand ſich auf einem kleinen Platze bei mit Kohlen und Waſſer zu verſ ür 30, dagegen Waſſer nur für 15 Meilen. chſt glücklich und ohne Gefahr.

So ſchien die Sache denn ganz gut ausführbar, und v nete man in England mit ſolcher Sicherl Straßen durch Dampffuhrwerke, daß lirung derſelben proclamirte. doch einige ängſtliche Gemüth dieſen bedenklichen Straßenve ſelben ſind indes ſo ſtreng denken wird; denn ab wird ihnen auferlegt

äterhin das Pfund zu können, mögen

orgen; von erſteren trug Die ganze Fahrt verlief

or 4 Jahren rech⸗ heit auf die Befahrung der öffentlichen eine Parlamentsacte eine geſetzliche Regu⸗ Obgleich dieſelbe ſchon ſtreng genug war, ruhten er nicht, bis noch mehr Einſchränkungen über rkehr vom Parlamente verhängt wurden. Die⸗ ge, daß wohl ſobald niemand mehr an Dampfomnibuſſe geſehen von allen anderen hemmenden Beſtimmungen, auf Chauſſeen nicht raſcher zu fahren als 4 engliſche

te Roſaura

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250,000 Thlr. feſtgeſetzt, welches durch Ausgabe von Actien zu 50 Thlr. au⸗

Weike allein in dem

ellei dem damme feſen ſeſenders aöer i We c