feſt entſchloſſen, 1 7
Lußgegeben iſ te Mä nner, die Die Hinderuiſſe, ſen, werden mit u eifrig arbeiten Seile hinab, um len und vielleicht Verſchütteten zu Eiſenſtange aus ſchüſſigen Hange bfolgend donnerte des Verſchollenen lettert mit hinab, une Staubwolke rdem Abgrunde. iud die Mühe ge⸗ te von Kryſtallen kücken zahlte man Fund. Bei ge⸗ —e gewiſſenhaft ge⸗ oft nur kärgliche tere Entdeckungen auf gemeinſchaft⸗ te nicht immer ſo erreichen, bleibt immer gefährlich. jeden Schritt des lien, oft muß die ichen. Es finden löſt, die entweder Lawinen ins Thal fällig ein ſchönes üt, der durchſpäht
n Geſteine liegen n übereinander, n Silur, der am ch Spuren orga⸗
—
biefer, die plutov⸗ he Gewalten g-⸗⸗ hegen Gneiß und Baſalt. Keile f. Die lr⸗
Unbe-
ſind. a rEinlagerungen Verſteinerungen G ſeinerunge merklärliche Er⸗
n hat an Goll⸗ in ſehsſelige ul ſch ile eſpitt aſtein⸗ 1, welche dura 4, uwelle me bürn⸗
4 en uweilen fiden
2*⅓₰ —,—
—
—————;—;ÿ;;— —
ſich in den Kryſtallen kleine Höhlungen, oft auch mit Waſſer darin. Der Bergkryſtall iſt häufig mit Turmalin braun durchwachſen. Seiner großen Härte wegen gehört er zu den Edelſteinen, er ritzt Glas und Feldſpath und wird daher auch zu Schmuckſteinen vielfach verwendet, auch zu Petſchaften, optiſchen Gläſern, Linſen ꝛc. Die aus ihm ge⸗ ſchliffenen Brillengläſer zeichnen ſich dadurch aus, daß ſie nicht, wie die von Glas, durch Abwiſchen die Politur verlieren. Die Alten ſchliffen Kugeln daraus, um ſich die Hände zu kühlen.
Von den im Maderanerthale gefundenen Kryſtallen werden viele wie man ſie fand, im Laufe des Sommers an Touriſten und Sammler verkauft, andere kommen geſchliffen in den Handel und liegen in den Läden der Juweliere, vielleicht neben ihrem oſtindiſchen Verwandten, dem ſchönen Amethyſt aus Ceylon. Einige machen die Reiſe nach Frankfurt, wo ſie geſchliffen werden, und kehren noch einmal zurück an den Fuß ihrer heimatlichen Berge; das ſind die, welche in Amſteg als Schmuckſachen verkauft werden, Petſchafte, Broſchen, Medaillons und allerlei zierliche Gegenſtände. Es iſt nur ein kurzer Abſchieds⸗ beſuch, denn lange dauert es ſelten, bis ſie ſorgfältig eingewickelt, in Schachteln und Schächtelchen verpackt, den Inhalt eines gewichtigen Koffers vermehren, um als Andenken von der Reiſe die heimgebliebenen Lieben zu erfreuen.
Als erfahrene Kryſtallſucher ſind Johann Walker bekannt und Oswald, der mich in die unwegſamen Einöden führte und mir zeigte, was noch kein neugieriger Fremder von ihm zu ſehen begehrt hatte. Ihm vorzüglich verdanke ich die eigene Anſchauung der intereſſanteſten Oertlichkeiten. Außer dieſen beiden iſt es Tröſch mit ſeinen Söhnen und Verwandten, der alte Gedeon Tröſch, die Chronik des Thales.
Ich kann dieſe Erinnerungszeilen nicht ſchließen, die mich in eine noch ſo nahe, ſchöne Vergangenheit zurückverſetzen, ohne des oberen Maderanerthales voch mit einigen Worten zu gedenken; auch würde mir zürnen, wer dageweſen und von den Waſſerfällen, vom Brunni⸗ thale und Hüfigletſcher kein ſterbendes Wörtlein hier fände. Allen gefallen, iſt freilich ſchwer, und wer eine ausführliche Beſchreibung dieſer Herrlichkeiten erwartet, wird ſich getäuſcht finden, nur im Fluge durcheilen darf ich ſie noch.
Aus den Gletſchern des Oberalpſtockes entſpringt der wilde Grießernbach und kreuzt den Thalweg, auf dem der Wanderer anſteigt. Durch Tannenwald und grüne Matten geht es weiter bis zur Säge⸗ mühle, wo ein ſchmaler Steg über den Bach führt. Einige Häuſer⸗ gruppen ſind bald durchſchritten, dann kommt der Balmwald, wo der Weg wieder ſteil im Zickzack hinanſteigt. Auf einer Erhebung mitten im Thal, die rechts vom Wege als ſenkrechte Felswand abfällt, liegt der Gaſthof zum ſchweizeriſchen Alpenclub, an der einzigen Stelle, die von den Lawinenſtürzen verſchont bleibt, welche alljährlich das obere Thal heimſuchen. Die prachtvolle Ausſicht von oben beherrſcht
das ganze Thal. Anlauf. Die Tannen, welche in der Nähe des Gaſthofs die Anhöhe krönen, gehören zu den ſchönſten, die man ſehen kann. Einzelne dürften ſich kühn mit den Prachtexemplaren vergleichen, die bei der Handeck im oberen Haslithale jeden Beſchauer mit Staunen erfüllen. Schöner ſah ich ſie nur einmal bei— doch von denen ſo beiläufig zu reden, wäre unverzeihlich! Sobald der Gaſthof hinter uns liegt und die hohen Tannen, ändert ſich der Charakter des Thales. Der Weg von hier bis zum Gletſcher, eine Stunde, führt durch die großartigſte Hochgebirgslandſchaft. Hier und da ragt noch der weiße Stamm einer kummergewohnten Edeltanne aus den rings verſtreuten Felsblöcken, oben kahl, der Rinde beraubt, nur zur Hälfte noch lebend. Einſamkeit weit umher. Durch die Stille tönt nur das Rauſchen der Waſſerfälle, die zu beiden Seiten vom Felſen ſpringen. Links vom Wege folgt einer dem andern, einer ſchöner wie der andere. Rechts am jenſeitigen Ufer des Kerſtelenbaches öffnet ſich das Brunnithal und ſchleudert den Stäuber ins Thal, den Waſſerfall des Brunnibaches, der alle anderen an Schönheit übertrifft. Durch das Brunnithal führt ein Gletſcherpaß nach Diſſentis. Die letzte Felſenterraſſe hinauf! iſt ſie erſtiegen, ſo liegt der Hüfigletſcher zu unſern Füßen. Um uns baut ſich ein wildes Gebirge, wo nur das Murmelthier pfeift und der Adler horſtet, ſchneebedeckte Felſenhäupter ragen gen Himmel, und vom Hüfi, wie eine weiße Decke gebreitet, ſenkt ſich der Gletſcher herab. Ein Sprung, und wir ſtehen auf dem Eiſe.— Sollen wir weiter gehen? Sieben Stunden über das Eis des Hüfi⸗ und Clariden⸗ gletſchers in das glarneriſche Lintthal? Oder das Scheerhorn er⸗ klimmen, deſſen grauenhaft ſteile Wände dort zur Linken ſich zeigen? Faſt in derſelben Zeit könnten wir ſeinen Gipfel erreichen und die Berge von Glarus, Graubünden und Uri mit einem Blicke umfaſſen. Oder in das Stachelberger Bade es ſind nur eilf Stunden.— Nein, laſſen wir es genug ſein für heute. Ein Lebewohl noch dem ewigen Schnee und dem Maderanerthale, ehe wir ſcheiden.
Heute klingt mein Gruß euch wieder aus nebliger Ferne, ihr Alpen, ihr grünen Matten, ihr Hütten am Berge, und euch, ihr freund⸗ lichen Geſichter im Thal! 8
Wenn die Gotthardspoſt durch wirbelnden Schnee oder klirrenden Froſt dieſe Nummer des„Daheim“ nach Amſteg gebracht hat, und im„weißen Kreuz“ eine fürchterliche Kritik über die vorſtehende Schilderung eröffnet wird; wenn man in ihr die Poeſie nicht wieder findet, die in den funkelnden Kryſtallen ſchläft, aus allen rieſelnden Quellen flüſtert und durch die Tannenwipfel des Balmwaldes weht, o, ſo leſet doch zwiſchen den Zeilen, ihr klugen Augen! da ſteht es alles, was ich in Worten nicht zu geben vermochte. Der krachende Sturz der Lawine läßt ſich mit Druckerſchwärze nicht malen, auch nicht die blauen Eisgrotten des Gletſchers, noch das Rauſchen der
Waſſerfälle an einſamer Felswand.
Naturgeſchichtliche Weihnachtswanderungen in einer Großſtadt.
Von Hermann Wagner.
Die Haupßtfeſte ſind Hügel im Meere der Zeit, an welchen nicht bloß der Wellenſchlag der Jahrhunderte die Reſte untergegangener Gebräuche und Anſchauungen, wie um einen feſten Felſenkern, abſetzte, an ihnen ſtauet ſich auch der Strom der Gegenwart zur Springflut. Von allen unſeren Feſten iſt gerade das Weihnachtsfeſt dasjenige, an welchem ſich dieſe Erſcheinung am ſtärkſten zeigt.
Zur Zeit der Sommerfeſte eilt der Städter hinaus aufs Land. Er genießt die ſonnenhelle Natur und kehrt ſchließlich mit einem Strauß Feldblumen und fröhlichen Erinnerungen an das,„was der Wald erzählt,“ nach ſeiner engen Behauſung zurück. Um Weihnachten dagegen zieht der Landbewohner hinein nach der Stadt, um aus dem bunten Allerlei, aus den tauſend und aber tauſend verſchiedenen Herrlichkeiten, welche ihm in den erleuchteten Verkaufsläden dort ent⸗ gegenſchimmern, dasjenige auszuleſen, womit er den Seinen daheim die Einförmigkeit des Winterlebens zu erheitern gedenkt!
Zu Weihnachten ſtauet ſich alles das in der Stadt auf, was während des ganzen Jahres in Wald und Flur erzeugt ward, was der Handel aus allen Erdtheilen herbeiſchaffte und was die verſchie⸗ denſten Zweige menſchlicher Thätigkeit aus jenen Rohſtoffen formten. Alles dies erhielt die möglichſt angenehme Geſtaltung, um zu gefallen
und bei der übermächtigen Concurrenz aller gegen alle ſich Bahn zu brechen. Weihnachtsmärkte ſind Induſtrieausſtellungen, über alle Städte des Landes vertheilt; ſie bieten aber auch mitten im Winter dem Freund der Natur ein ſo überreiches Material, daß er darauf verzichten muß, den geſammten Stoff zu erſchöpfen. Höchſtens kann er den begleitenden Freund auf einige der hervorſtechendſten Gruppen aufmerkſam machen und ihm eine Andeutung davon geben, wie er in ſeiner Weiſe ſich das Chaos zurechtlegt und„einen ruhenden Pol in der Erſcheinungen Flucht“ ſucht.
Wir wandern zuſammen über den freien Platz vor der Poſt.
Die Menge der Kiſtchen und Kaſten, welche auf den Schultern der Männer oder hochgethürmt auf Tragen und Karren hinein⸗ und herausſtrömen aus dem großen Gebäude, geben uns einen Wink, daß jetzt der Pulsſchlag des Verkehrs ſich fieberhaft ſteigert, bis er in den letzten Tagen eine ſolche Höhe erreicht, daß das bedeutend ver⸗ mehrte Perſonal der Beamten kaum im Stande iſt, die Unzahl der Geſchäfte zu überwältigen, ſelbſt wenn keine ſchwer beſtellbaren Briefe: „An den heiligen Chriſt“ darunter vorhanden ſind.
Auf dem Platze ſelbſt iſt über Nacht ein Wald empor⸗ geſchoſſen. Fichten bilden ſeinen Hauptbeſtand, Edeltannen
Noch einmal nimmt die Begetation einen mächtigen
7——
Weile allein in
——— 94— dem dämme⸗ ſehen, beſönders aber am Weihnacht⸗
—


