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„Apeud rrüblic lenallein?
—
Elſe ſagt nichts, ſie kann vor Schluchzen nichts ſagen.
„Kind, Du ſollteſt vernünftig ſein und Dir den Walter aus dem Sinne ſchlagen. Glaube mir, kein Mann verdient es, daß wir uns um ihn grämen— darum bin ich Jungfrau geblieben— und freiwillig, Elſe, Du darfſt es glauben— und ich bin ſo— ſehr— ſehr glücklich!l?
Aber warum zittert Tante Roſauras Stimme bei dieſem Be⸗
kenntniſſe ihres jungfräulichen Glückes ſo auffallend?— warum ſchimmert es in ihren Augen ſo verdächtig ſeucht?—— ſollte Tante
Roſaura doch vielleicht trotz ihrer jetzigen Männerfeindſchaft vor Jahren— vor vielen, vielen Jahren den ſüßeſten aller Erdenträume geträumt haben und noch immer nicht vergeſſen können, daß es nur ein— Traum war?
Wir wiſſen es nicht— das Kirchenbuch läßt uns hier voll⸗ ſtändig im Stich. Es nimmt von ſolchen Träumen nur Notiz, wenn vier wachende Lippen ihr:„Ja! ja!“ dazu geflüſtert haben!
Und ſchon iſt der feuchte Schimmer der waſſerfarbenen Augen wieder verflogen, ſchon iſt Tante Roſauras Stimme wieder feſt und ſelbſtbewußt.
„Nun ſei aber auch wieder vergnügt, Elſe,— rathe mal, was für eine Ueberraſchung ich für Dich habe! Nein, Du räthſt es doch nicht— Elſe, gleich nach dem Feſt wollen wir eine Sitzung halten!“
O, wie erſchrocken die großen ſchimmernden Augen die Tante anſehen— wie ängſtlich die ſüße Stimme ausruft:„Tante, doch nicht ſchon wieder——!*
„Ja, Elſe, ich werde Dich malen!“
„Du haſt mich ja aber ſchon 17 Mal gemalt!“
„Es kömmt noch nicht auf jedes Deiner Jahre ein Bild. Ich hoffe aber, wir holen dies über Winter nach. Aber Elſe,“ fügte ſie nach einer Pauſe hinzu,„in welchem Koſtüm ſoll ich Dich malen?“
Elſe war wieder eifrig beim Zuſpitzen des blauen Strümpfchens — ſchon ſtieg ſie die Treppen des römiſchen Hauſes zu dem traurigen Maleratelier hinauf—— da kam die Koſtümfrage— die arme Elſe fiel ſämmtliche Treppen hinunter— o wie erſchrocken die Strick⸗ nadeln gegen einander klappern!
„Ja, Elſe, das Koſtüm wird ſeine großen Schwierigkeiten haben, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, ein originelles achtzehntes Cha⸗ raktercoſtüm für Dich zu erſinnen, da es mir ſchon 17 Mal ſo über⸗ raſchend geglückt iſt. Und es iſt kein einziges Hauskleid dabei, nicht 'mal eine Balltoilette. Das kann jeder malen. Charakter und originell— das iſt bei mir Bedingung— und ohne Koſtüm kein Charakter!“
Tante Roſaura legt den Finger an die Naſenſpitze und murmelt ſinnend:„Kinderengel— Bettelkind— Gärtnerin— Schäfer— mädchen— Tirolerin— Fiſcherin— Schottin— Nonne— alles ſchon dageweſen— hm. ſehr ſchwierig— halt! ich hab's, Elſe, ich male Dich als Waſſernixe: weißes wallendes Kleid— triefendes Haar mit einem Kranz von Schilf und Waſſerroſen— in der Hand ein reizendes Muſchelhütchen— das Bild wird ſo ideal“——
„Daß niemand die kleine Elſe Strant drin wieder erkennen kann!“ ſagt eine luſtige Stimme plötzlich ſo dicht hinter Tante Ro⸗ ſaura, daß ſie vor Schreck die Balance auf dem Stuhle verliert und — in Onkel Tobs rettende Arme ſinkt.
Tante Roſaura ſucht ſich den Retterarmen zu entwinden, aber es gelingt ihr nicht ſo leicht.
„O ich böſer Menſch, daß ich unſer Tantchen ſo erſchrecken konnte— nur ſachte, Tantchen, erholen Sie ſich erſt ordentlich—
die ganze Welt könnte uns ſo ſehen, ohne was Arges zu denken, ich
alter Knabe kann ja recht gut Ihr Vater ſein, Tantchen!“
„Herr Mäuslein!“
„Schon mehr Maus, Tantchen!“
Ein kühner Ruck, und Tante Roſaura iſt frei.
Der dicke Onkel mit dem lächelnden, ehrlichſten Geſichte und die dürre Tante Roſaura mit der zuckenden Miene eines Kampfhahnes ſtehen ſich gegenüber.
„Apropos, Tantchen, um wieder auf die Waſſernixe zu kommen — wahrhaftig, eine koloſſale Idee, ganz Ihres Genies würdig und wie gemacht für Ihr Genre: Waſſernixen— Waſſerfarben— bravo, charmant!— das Waſſer können Sie alſo gar nicht verfehlen! dann noch ein Paar reizende kaffeebraune Wölkchen am kornblauen Himmel und— Himmel und Waſſer Ihrer Schöpfung ſind fertig!“
Endlich kann Tante Roſaura Gebrauch von ihrer Zunge machen:
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„Ah! der Herr Onkel ſind ja in der roſigſten Weihnachtslaune,— danke devoteſt— für die Vorleſungen über Kunſt, ja, bei Hertn Mäuslein kann man viel lernen, wie ſeine Kunſttableaux von Roß⸗ käfern und Kohlweißlingen zur Genüge zeigen!“
Die arme Tante Roſaura verſucht ebenſo untadelhaft zu lächeln, als zu knixen, aber es gelingt ihr nicht halb ſo gut.
„Ja Tantchen, das habe ich immer geſagt, wir beide Hand in Hand könnten eine neue Aera in der Kunſt herbeiführen: Sie im Wäſſerigen— ich im Plaſtiſchen.— Tantchen, Tantchen, wenn ich nicht recht gut Ihr Großpapa ſein könnte, ich ſtände für nichts!“
„Lieber Onkel,“ ſagt Elſe, und die freundlichen, großen Kinder⸗ augen blicken faſt vorwurfsvoll über das Strickzeug hinweg,„heute iſt heiliger Chriſtabend!“
„Lieber Onkel,“ fügt ſie dann leiſe hinzu,-, komm mal zu mir, ich möchte Dir etwas ins Ohr ſagen!“
„Da bin ich, Kindchen, nun flüſtere mir Deine Geſchichte zu.“
„Lieber Onkel, haſt Du mir zum Chriſtabend nichts mitgebracht?“
„Was denn, Elſe?“
„Du weißt es ja, Onkel, was es nur ſein kann— einen Brief!“
„Einen Brief, Elſe?— wie ſollte ich zu einem Brief für Dich kommen?“
„Onkel, das iſt nicht hübſch von Dir, mich ſo zu quälen,“ und ihre Stimme zittert im unterdrückten Schluchzen.
Da hält der gute dicke Onkel Tob ſich nicht länger, er legt ſeine beiden fetten Hände an Elſens Wangen und zieht das glühende Geſicht mit den thränenverſchleierten Augen zu ſich empor, er drückt einen innigen Kuß auf die zitternden Lippen und flüſtert:„Darfſt nicht traurig ſein, Liebling, ſagſt ja ſelbſt, heute iſt fröhlicher Chriſtabend, und es wird noch alles gut!“
Da lächelt ſie unter Thränen zu dem rothen Vollmondſchein hinauf:„So gib mir meinen Weihnachtsbrief, lieber Onkel.“
„Ich habe wahrhaftig keinen Brief für Dich, Elſe!“
„So iſt er krank, Onkel, krank und allein in der Fremde, o wie traurig wird ihm das Weihnachtsfeſt ſein!“
Und plötzlich weint Elſe laut auf und birgt ihr Geſicht an der breiten Bruſt Onkel Tobs.
O, wie es da zuckt und arbeitet in dem runden, rothen Geſicht Onkel Tobs, er muß die Zähne zuſammenbeißen, daß nicht alle die jubelnden Worte, die ſein Herz bewegen, unverſehens über feine Lippen ſpringen. Jetzt hat er ſich ſo weit gefaßt, daß er dem Herzen etwas Luft geben kann, ohne Gefahr, daß ihm die luſtigen Gefangenen echappiren.„Nein, Elſe, nicht krank, bei Gott nicht krank, geſund wie ein Fiſch, und auch nicht allein in der Fremde, nein, in luſtiger Geſellſchaft, denk' ich, in der allerfidelſten, Elſe, ha! ha! ha! es wäre wirklich lächerlich, wenn er heute Abend traurig ſein wollte, ha! ha! o! ich würde es ihm ſein Lebenlang nicht verzeihen, wenn er heut Abend nicht wenigſtens bis an die Decke ſpringt.“
„Onkel! was haſt Du, es iſt etwas vorgefallen, o, ſage mir alles, alles, liebes, gutes Onkelchen!“
„Nein, Elſe, ich denke aber, es ſoll noch etwas vorfallen, etwas recht Hübſches, Weihnachtsfröhliches— aber, wenn Du Deinen alten Onkel lieb haſt, dann frage ihn nicht weiter, gönne ihm die Freude der Ueberraſchung, Du weißt, Elſe, das Ueberraſchen iſt eine kleine Leidenſchaft von mir!“
„Fröſche in die Stube ſetzen, Maikäfer in die Nachthaube, Hähne ins Kleiderſpinde, die dann mitten in der Nacht laut an zu krähen fangen, das ſind ſo die witzigen Ueberraſchungen des Herrn Onkels!“ ſchaltet Tante Roſaura in Parentheſe ein.
„Wenigſtens gut gemeint, Tantchen, ah! da iſt ja Papa Dorr, nun, ſind meine Jungen da?“
„Zu Befehl, junger Herr!“ ſagt ein rieſiger, alter Mann, der jetzt kerzengerade an der Thür ſteht. Er trägt einen grauen Schaf⸗ pelz, ſchwarzlederne Kniehoſen und hohe Leinwandgamaſchen. Sein dichtes hochſtehendes Haar und der lange Vollbart ſind ſchneeweiß. Nur die breiten Augenbrauen ſind noch ganz ſchwarz. Die ganze Erſcheinung hat etwas Hünenartiges. Der ſehnigen, behaarten Hand fehlt nur eine entwurzelte Tanne, ſonſt könnte der Alte recht gut für den wilden Mann im Märchen gelten..
Das iſt der alte Hausknecht des Geſchäfts, Theodor Huke.
Die Hukes ſind ſchon ſeit hundert und fünfunddreißig Jahren erbliche Hausknechte der Firma J. C. Strant u. Comp.— Dies weiſen die ſchweinsledernen Contos aus. Wie lange der Name


