Jahrgang 
01-12 (1867)
Seite
159
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denten darauf, aus 8 Worten beſtehend und vom 30. Juli datirt, traf am 31. Juli ¾ 4 Uhr Nachmittag in Heart's Content Bay ein, um ſofort nach England weiter befördert zu werden. In ähnlicher Weiſe wurden Beglückwünſchungen an den Gouverneux von Canada, den Staaten⸗Secretär und andere vornehme Perſönlichkeiten geſandt, ſo wie zwiſchen den Hauptperſonen der bei dem Unternehmen bethei⸗ ligten Compagnien ausgetauſcht.

Da zwiſchen Newfoundland und Irland mehr als 40 Längen⸗ grade liegen, ſo beträgt der Zeitunterſchied zwiſchen beiden Orten über 2 Stunden. Geht alſo von Irland aus eine Depeſche früh 9 Uhr ab, ſo kommt ſie bereits ½ 7 Uhr deſſelben Tages nach ameri⸗ kaniſcher Zeit in Newfoundland an, alſo ſcheinbar faſt drei Stunden früher, als ſie abging. Beim Telegraphiren in umgekehrter Richtung ſcheint die Depeſche dagegen eben ſo viele Stunden mehr zu bedürfen, als ſie wirklich braucht.

Es blieb der Telegraphenflotille nun noch der zweite Theil ihrer Aufgabe zu löſen übrig, nämlich das im vorigen Jahre verlorene Kabelende aufzuſuchen, ein neues Kabelſtück daran anzuknüpfen und dies ebenfalls bis nach Newfoundland zu führen. Der Dampfer Albany hatte zu dieſem Zwecke bereits am 1. Auguſt die Anker wieder gelichtet und war ſeewärts gegangen, um die Stelle aufzuſuchen, an welcher das Kabel lag. Der Terrible unterſtützte den Albany bei ſeinem Werke, und in einer Entfernung von 600 Seemeilen öſtlich von Newfoundland begann man mit den Unterſuchungsarbeiten zum Aufſuchen des Kabels. Bei 51 Grad 25 Minuten 45 Secunden nördlicher Breite und 38 Grad 57 Minuten 15 Secunden weſtlicher Länge von Greenwich ſetzte der Albany die erſte Boye, um die Lage des Kabels den nachfolgenden Schiffen zu markiren. Solcher Boyen hatte man kleinere zum Bezeichnen der Kabellage und größere zum Halten des theilweiſe gehobenen Kabels. Beide hatten eine birnen⸗ förmige Geſtalt, eine Höhe von 10 und mehr Fuß und waren luft⸗ dicht aus Kupferblech gearbeitet. Auf ihrer Spitze trugen ſie einen Flaggenſtock.

Der Hauptapparat, den jedes der drei Schiffe des Geſchwaders an Bord hatte, war ein ſogenannter Grapnel, ein Greifer oder Schleppanker aus Eiſen, deſſen fünf Arme in einem ſpitzeren Winkel, als ſonſt, an den Enden der Stange befeſtigt und noch mit einer An⸗ zahl Springfedern verſehen waren, um das Ausgleiten des gefaßten Kabels zu verhüten. Die Stange des Greifers war 4 Fuß lang und jeder Arm einen Fuß. Jeder Arm hatte eine Tragfähigkeit von 10 Tonnen(200 Ctr.). Außer dieſem gewöhnlichen Greifer hatte man noch einen zweiten, der eingerichtet war, das Kabelende feſtzu⸗ halten, im Fall dieſes etwa gefunden würde und behufs der Ver⸗ knüpfung heraufgezogen werden ſollte. Ein dritter Greifer war mit ſcharfen Stahlſchneiden verſehen, beſtimmt das Kabel zu zerſchneiden, wenn dies etwa in der Tiefe nöthig werden würde. Das Tele⸗ graphenkabel von 1865 war von gleicher Dicke, wie das von 1866, nur ſein Umhüllungsmaterial etwas anders conſtruirt. Der Greifer war an einer Ankerkette befeſtigt und dieſe an einem Drahtſeile von 6 ½ Zoll Umfang und zuſammengeſetzt aus 49 Drähten, deren jeder wieder mit Manillahanf umſponnen war. Die Tragkraft des Taues war auf 29 ½ Tonnen(590 Ctr.) berechnet. Das Geſchwader hatte davon 20 Meilen mitgenommen und dieſe in der Weiſe vertheilt, daß der Great Eaſtern 7 ½ Meile an Bord bekam, der Medway eben ſo viel und 5 Seemeilen der Albany.

Der Vorgang beim Auffiſchen des Kabels war folgender: Nach⸗ dem das betreffende Schiff ſich über die Lage des Kabels möglichſt

Geywißheit verſchafft, dampfte es, je nach der herrſchenden Windrich⸗

tung 3 oder 4 Seemeilen nördlich oder ſüdlich gegen den Wind, ließ dann den Greifer mit ſeinem Tau über die Rolle am Stern hinab auf den Grund, der hier durchſchnittlich 2 Seemeilen tief lag und ließ ſich dann, indem es einige Segel beiſetzte, mit der Breitſeite langſam vor dem Winde treiben. An dem Abwindungsapparat war ein Kraftmeſſer(Dynamometer) angebracht, welcher nachwies, mit welcher Stärke das Tau anzog. Mit ſeiner Hilfe vermochte man zu erkennen,

ob der Greifer in der Tiefe noch loſe auf dem Grunde entlang glitt,

oder ob er etwas gefaßt hatte.

Bei den erſten Sondirungen fand der Dampfer Albany eine Tiefe von 2100 Faden(12,600 Fuß). Man brachte Proben vom Grunde mit herauf, die nachwieſen, daß der Seeboden mit einem

weeißen, ſehr feinkörnigen Schlamm bedeckt war, in welchem kleine

Muſchelſchalen eingebettet lagen. Am 9. Auguſt hakte der Greifer

des Albany das Kabel, und man hob es ein gutes Stück, als die G Zell dicke Ankerkette zerriß und das Kabel wieder zur Tiefe ſank.

Während dem hatte der Great Eaſtern noch in der Heart's Content Bay Kohlen eingenommen. Am 9. Auguſt lichtete er die Anker, um gemeinſchaftlich mit dem Medway die beiden vorange⸗ gangenen Schiffe aufzuſuchen. Das Kabelſtück am Bord des Medway, welches noch zur Fortſetzung des Telegraphentaues von 1865 be⸗ ſtimmt war, ward auf den Great Caſtern übertragen, ſo daß dieſer jetzt eine Länge von 838 Seemeilen hierzu im Vorrath hatte, ein Paar hundert Meilen mehr, als die gerade Entfernung betrug.

Am 12. Auguſt trafen die vier Schiffe auf der verabredeten Stelle im Ocean wieder zuſammen. Am Bord des Great Eaſtern hielten die Oberen eine Conferenz und beriethen, in welcher Weiſe man weiter vorgehen wolle. Ein vorbeikommender Dampfer, nach Glasgow beſtimmt, nahm Depeſchen nach England mit, welche daſelbſt über den Stand des Unternehmens berichteten. Das Wetter, bisher leidlich ruhig, ward ſtürmiſch, und die See ging ſehr hoch, ſo daß ſelbſt das Rieſenſchiff ſtark ins Rollen kam. Als am 13. Auguſt Nach⸗ mittags das Wetter etwas ruhiger ward, begann der Great Eaſtern ſeinen Greifanker auszuwerfen, zunächſt jedoch ohne Erfolg. Am 14. und 15. ſtürmte es wieder und machte das Arbeiten unmöglich. Als es am Abend des letzten Tages etwas ſtilleres Wetter ward, ſetzte der Great Eaſtern das Suchen fort; der Midway warf ſeinen Grapnel zwei Meilen weſtlich aus, und der Albany faßte in der Nähe der Boye Poſto, um die Lage des Kabels zu bezeichnen. Nach einigen Stunden zeigte der Kraftmeſſer des Great Eaſtern an, daß man das Kabel gefaßt habe, und man ging daran, die größte Boye, die man beſaß, am Greifertau zu befeſtigen, da die unruhige See das Aufwinden des Kabels nicht zuließ. Jene Boye war ein Monſtrum von 3 ½ Tonnen (70 Centner) Gewicht. In dem Augenblick erhielt der Great Eaſtern einen bemerkbaren Stoß, und beim Nachſuchen ergab es ſich, daß man auf die vom Albany zuerſt gelegte Boye gekommen war, welche die ſtarke Driftſtrömung hierher getrieben hatte. Die Furcht, daß die Schiffsſchraube durch jene Boye verletzt werden könnte, erwies ſich glücklicher Weiſe als unbegründet. Indem man aber im Begriff war, das Tau des Greifers mit demjenigen der großen Boye zu ver⸗ binden, zerriß die Spleißungsſtelle, und das an Bord befindliche Stück lief mit furchtbarer Gewalt über die Rolle ab, verſchwand in der See, und zwei Meilen des Greifertaues waren verloren.

Am 17. ließ der Great Eaſtern den Greifanker abermals hinab und faßte das Kabel wieder. Man ſignaliſirte dem Terrible, daß er ſeine zwei Kutter zu Hilfe ſende, um das Kabel faſſen zu helfen, ſobald es an der Oberfläche ſichtbar würde. 2300 Faden(13,800 Fuß) des Greifertaues waren bereits glücklich an Bord des Great Eaſtern aufgewunden, nur noch 15 Faden der 1 S Zoll ſtarken Kette fehlten, die den Greifanker trug. Die ganze Mannſchaft des Schiffes befand ſich in größter Aufregung. Jeder beugte ſich über Bord, um zu ſehen, wie der Greifer das verlorene Kabel emporbringe. Jetzt er⸗ ſchien auch der Anker in Sicht, das Kabel feſt zwiſchen ſeinen Zähnen haltend. Die Bootsleute machten ſich fertig, das Kabel mit Tauen zu unterſtützen und feſtzuhalten. Donnernde Hurrahs begrüßten den langgeſuchten Schatz da brach das Kabel durch die Spannung im Anker und ſank in ſein mehr als zwei Meilen tiefes Grab zurück. Die Jubelrufe erſtarben den Mannſchaften in der Kehle!

In ähnlicher Weiſe ſetzten die vier Schiffe ihre Bemühungen ziemlich drei Wochen lang fort. Einmal unterbrach ſtürmiſches Wetter das Arbeiten, ein ander Mal riß das Greifertau, dann wieder brach ein Arm des Eiſenhakens, der das Kabel gefaßt hatte, ein ander Mal das letztere ſelbſt.

So ging es fort bis Sonnabend, den 1. September. An dieſem Tage warf der Great Eaſtern ſeinen Greifanker aus bei 2150 Faden Tiefe d. h. 12,900 Fuß oder 900 Fuß mehr, als eine halbe deutſche Meile. Er befand ſich nördlich von der Linie des Kabel, ſetzte Segel auf und trieb langſam ſüdwärts während des ganzen Nachmittags. Gegen Mitternacht zeigte der Kraftmeſſer(das Dynamometer) ein Steigen der Spannung von 7 Tonnen zu 8, dann auf 9 und 9 ½ (190 Ctr.) Es war kein Zweifel, daß man das Kabel gefaßt hatte. Zu gleicher Zeit ſignaliſirte der Medway, daß er das Kabel gefaßt, dabei aber den Anketarm zerbrochen habe. Der Great Eaſtern ſetzte ſeine Dampfmaſchine zum Aufwinden in Thätigkeit und fuhr fort mit Emporziehen des Taues, bis das Kabel noch 300 Faden von der Oberfläche war.

2 2 Weile allein in dem dämme⸗ ſehen, beſonders aber am Weihnachte