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Zu dieſen allzu nüchternen Köpfen und unverbeſſerlichen Zweif⸗ lern zählten indes die vornehmſten Glieder der Geſellſchaft durchaus nicht. Der Herzog von Kurland, der Miniſter Wurmb, die Kammer⸗ herrn Hopfgarten und Biſchofswerder waren vollſtändig gewonnen und von der Realität der Geiſtererſcheinung überzeugt. Sie ſchloſſen ſich um ſo feſter an Schröpfer an und ſchenkten ſeinen Worten von nun an unbedingtes Zutrauen.
Da der Herzog auf eine nochmalige Befragung des Geiſtes Verzicht leiſtete, ſo hatte er allerdings die gewünſchten Schätze nicht in ſeinen Beſitz bekommen. Aber der Wundermann, der von ihm reich belohnte und verehrte, war ihm geblieben, und der konnte auch auf anderem Wege ſeinen Getreuen zu Reichthum verhelfen.
Nach der allgemeinen Sage ſollte der damals aufgehobene Jeſuitenorden unermeßliche Schätze in Sicherheit gebracht haben und durch geheime Agenten in Hoffnung beſſerer Zeiten verborgen halten. Einen großen Theil derſelben zugänglich zu machen, verhieß Schröpfer.
Zu dieſem Zwecke ließ er öfters verlauten, daß darauf bezügliche Enthüllungen von Frankfurt a/M. aus an ihn erfolgen würden, daß es ſich dabei um viele Millionen handle, welche er übrigens nicht in ſeine eigne Taſche wandern, ſondern zu Nutzen des ſächſiſchen Vater⸗ landes verwenden, namentlich aber davon ſeinen Feinden und Ver⸗ folgern Gutes thun wolle, um ſie zu beſchämen. Ausſicht auf Antheil an dieſen zu erlangenden Schätzen könne jedoch nur derjenige haben,
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der ſich zuvor einer beſonderen Buße unterwerfen werde. Man müſſe
ſeinen Wandel ganz exemplariſch beſſern, ſeine Sünden, ohne das geringſte Hehl, im Beichtſtuhl offenbaren und ſich mit allen, die man beleidigt, aufrichtig verſöhnen.
Die vornehmen Herren gingen auf dieſe Eröffnungen vertrauens⸗ voll ein und zweifelten nicht daran, daß noch im Herbſte des Jahres die betreffenden Briefe an Schröpfer aus Frankfurt ankommen würden. Sie nahmen die angeſonnenen ascetiſchen Uebungen auf ſich, und namentlich der Miniſter, der mit ſeiner Gemahlin auf keinem beſonders guten Fuße lebte, bat ſie zu verſchiedenen Malen um Verzeihung wegen zugefügter Beleidigungen.
In der Michaelismeſſe des Jahres 1774 war das ſehnſüchtig erwartete Packet aus Frankfurt wirklich eingelaufen, und Schröpfer hatte ſeinen„Erweckten“ einen Tag beſtimmt, wo daſſelbe in ſeiner Wohnung geöffnet werden ſollte. Zur feſtgeſetzten Stunde ſtellten ſich die„Erweckten“ ein; ſie fanden ſeine Thür verſchloſſen. In nicht geringer Beſtürzung vernahmen ſie, daß er, wegen eines Ge⸗ ſchäftes von allergrößter Wichtigkeit, eilig Poſtpferde genommen und nach Leipzig gereiſt ſei.
Das öffnete mehreren die Augen, insbeſondere wollte der Miniſter darin Unrath wittern und ging ſo weit in ſeinem Zorn, daß er ohne weiteres ſich von der ganzen Affaire losſagte und auf eins ſeiner thüringiſchen Güter abreiſte. Die anderen aber, wenn auch mißver⸗ gnügt, beharrten auf ihrem Glauben, ließen das Packet unerbrochen, und die beiden Kammerherren Hopfgarten und Biſchofswerder eilten der Spur des Flüchtlings nach..
Wirklich trafen ſie ihn auch in Leipzig, wo er ohne die geringſte Verlegenheit ihnen entgegenkam. Das richtete denn ihr Vertrauen wieder auf und belebte ihre Hoffnung auf endliche Erreichung des Verheißenen. Als letzte Friſt bedingte ſich der Wundermann den 7. October 1774, einen Tag, mit welchem die Meſſe zu Ende ging, und nicht blos die beiden hohen Herren, ſondern auch vigle der Gläubiger deſſelben wurden darauf vertröſtet.
Am Abende jenes Tages lud Schröpfer die beiden und noch zwei andere zu Gaſte. Während des Nachteſſens vertraute er ihnen an, daß er morgen in aller Frühe, vor Aufgang der Sonne, ihnen das Außerordentlichſte zeigen und ſie in das dritte und letzte ſeiner Geheim⸗ niſſe einweihen wollte. Zu gleicher Zeit ſtellte er ihnen allen ver— ſiegelte Billets zu, mit der Weiſung, ſie erſt, wenn er ſein Ver⸗ ſprechen gehalten, zu öffnen.
Am Morgen des 8. October fanden ſich die viere wieder in ſeiner Wohnung zuſammen. Nach eingenommenem Frühſtücke begab ſich Schröpfer mit ihnen durch die noch ruhigen Straßen der Stadt hinaus in das bekannte Roſenthal.
Es dämmerte bereits und die Morgenröthe ſtieg auf am Himmel.
Einzelne Vögel ſchlugen ſchon im Dickicht, Duftig war's in der Frühe. Noch hatte kein Sonnenſtrahl die Wipfel der Bäume ver⸗ goldet. Nur die Morgenglocken der Stadt onten herüber.
Stiller und einſilbiger, als ſonſt, ſchien heute Schröpfer zu ſein. III. Jahrgang.—
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Sein Auge ſtrahlte in düſterer Glut. das Letzte und Höchſte?
Jetzt wies er jedem einzeln einen Platz an und gebot ihnen, den⸗ ſelben nicht zu verlaſſen, ſondern auf ihn zu warten. Dann ſchritt er von ihnen hinweg und drang langſam in das Gebüſch.
Nach einiger Zeit hörte man in der Ferne einen Schuß. Was mochte das wohl ſein? Die vier machten ſich nicht viele Gedanken darüber und warteten, und warteten!
Längſt ſtand die Sonne am Himmel. Ringsum begann das alltäglich gewohnte Leben. Spaziergänger kamen und gingen und beſchauten neugierig die einſam Stehenden. Da riß ihnen denn auch die Geduld. Auf die Gefahr hin, ſelbſt um das Geheimniß zu kommen, vereinigten ſie ſich und beſchloſſen, denſelben Weg einzuſchlagen, auf welchem Schröpfer ins Dickicht gedrungen war. Sie hatten nicht nöthig, den Verſchwundenen allzu lange zu ſuchen. Ein gräßliches Schauſpiel bot ſich ihnen dar. Auf dem feuchten Boden lag die Leiche des Wundermannes, neben ihr ein Taſchenpiſtol.
Das war das letzte und größte Myſterium, in welches ſie ein⸗ geweiht wurden. Der Geiſterſeher hatte ſich ſelbſt hineinbefördert!
Man kann ſich die Stimmung der Zuſchauer vorſtellen. Sie eilten davon, um Anzeige zu machen. Auf dem Rathhauſe wurden die ihnen übergebenen Billets geöffnet. Es ſtanden nur die lakoniſchen Worte darin:„Wenn Sie dies leſen, werde ich nicht mehr ſein.“
Ein anderer Zettel, an den Bruder Schröpfers gerichtet, lautete: „W. und D. ſind die Urheber meines Unglücks; nimm dich meiner Frau und Kinder an!“— Offenbar war unter dem W. der Miniſter von Wurmb gemeint. Man meldete demſelben durch eine Eſtafette alsbald die tragiſche Geſchichte und ſetzte ſich, da er es um jeden Preis alſo befahl, ſelbſt gegen den Proteſt der Leipziger Polizeibehörde, für ihn in den Beſitz der Papiere Schröpfers. Was ſie Werthvolles ent⸗ halten, darüber iſt keine Kunde auf uns gekommen.
Der im Zettel mit D. Bezeichnete war ein gewiſſer Dubosc, ſeines Zeichens ein reicher Seidenhändler, außerdem ein eifriger Maurer. Schröpfer ſchuldete ihm die bedeutende Summe von 4 bis 5000 Thlrn. Um ihn über ſein Abſcheiden zu tröſten, hatte er für dieſen ebenfalls einen Zettel hinterlaſſen, in welchem ihm zu Neujahr 1775 Zahlung verſprochen ward. Da es aber an jenem Tage nach der alten proſaiſchen Weltordnung, wie gewöhnlich, Schnee und nicht Ducaten vom Himmel regnete, ſo mußte denn wohl oder übel auch dieſe Hoffnung des Betrogenen— zu Waſſer werden.
Kammerherr von Biſchofswerder aber gelangte in den Beſitz des geſammten Zauberapparates, mit welchem der Wundermann die Geiſter beſchworen hatte. Metallene Hohlſpiegel von ungeheurer Größe, eine Camera obſcura, mit Milchflor überſpannte Rahmen, auf denen die Bilder der Hohlſpiegel reflectirten, große Trommeln, um den Donner nachzuahmen, Elektriſirmaſchinen und anderes fand ſich vor. Die beſtochene Dienerſchaft und der als Hauptgehilfe be⸗ nutzte ehemalige Kellner Schröpfers konnten ganz genau angeben, wie täuſchend die Einrichtung zuſammenhing.
Aber das myſteriöſe Packet aus Frankfurt, das noch in Dresden deponirt war,— welche Aufſchlüſſe enthielt dieſes?
Es enthielt nichts als— einen Stoß unbeſchriebenes Papier und mehrere Zettel, in welchen wiederum in unverſtändlichen Worten auf andere Schriftlichkeiten vertröſtet wurde.
Manches in dieſer Darſtellung iſt Dir vielleicht, lieber Leſer, gar bekannt vorgekommen. Es dünkt Dich, als ob Du es ſchon irgendwo, nur noch ausführlicher geleſen hätteſt. Du biſt auf dem rechten Wege, wenn Du ſo denkſt.„Schillers Geiſterſeher“ hat mehrere ſeiner bedeutſamſten Züge den hier mitgetheilten That⸗ ſachen entlehnt, die Figur des„Sicilianers“ lehrt dies zur Genüge.
Aufſehen und Spannung erregte aber, noch viele Jahre nach dem jammervollen Ende, der Lebenslauf des vom Schauplatze ſo un⸗ vermuthet abgetretenen Wundermannes.
Mochten es auch viele ſein, welche ihn zu einem elenden Betrüger ſtempelten, der, weil er Unmögliches verſprochen, aus Angſt vor dem geſpenſterhaft winkenden Zuchthauſe, ſein Leben genoſſen, ſo lange es anging, und ſich dann mit einem Piſtolenſchuſſe der gefürchteten Ver⸗ antwortung enthoben habe, es fehlte auf der anderen Seite niemals an Leuten, welche von dem Glauben nicht loskommen konnten: Schröpfer habe den böſen Geiſtern allzu ſehr Abbruch gethan, und dieſe hätten rn ee— gzit allerlei Plagen dergeſtalt zugeſetzt, daß er d ſelbſe⸗ es in Gottes n Faüſen. 4 ux 3
Aber galt es denn nicht auch
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mWee allein in dem dimme⸗ lchen, Leſoöndders aber am Weihnachten—


