8 Sammet geſtict Ihnen Tchtes, Ge nerie, dlum und d zahl⸗ nd dafanne aus
bei behut⸗ 4 nallen T Tempe⸗ aſch a bſterben.
Er hat zu Weih⸗ aun auf ihm über den und Kiefern Seiten während Pfingſten grünt em F leiſcherplatze. ken, die unter dem n den Mann ge⸗
aten ſonſt unſern 1s nach dem teiche pracht⸗ könnten wir das ſtem, unter denen devorzugten Ahorne nden Linden erſett. zu der eine Stunde deſſ n werfen wir eben der Johannis⸗ ihn in ſeiner nisfeſt beſuchen. mgebung ſorm⸗ rrabblicken könnte, d mehr wandernde jeilen und auf zu allen anderen Begräbnißplatzes. ben Schauſpiels welt an das Ge⸗ er Immortellen⸗ erpalmen/ die den ten und ſeine dlichen Blumen⸗ n durch ſegſen a des Entſchla⸗
verſinkenden Hügel f. es deckt dann die veichen Txich mit
„ zu räumen tho aus zu r
he
ulen
—
—
1 Thätigkeit und mitten in ſeinem Elemente.
— 139
Gedanken voll, floh er die Kreiſe ſeiner Altersgenoſſen und erging ſich auf einſamen Pfaden. In Kleidung und hochtrabenden Reden ſpielte er gerne den Großen, oft zum Gelächter der dadurch Geärgerten, gegen die er dann ſehr geſchickt Intriguen anzuſpinnen und Verlegenheiten herbeizuführen verſtand, aus welchen ihm ſeine K lugheit aber immer einen Ausweg eröffnete.
Die angenommene Rolle weiter zu ſpielen, ging aber auf die Dauer nicht an. Als der völlige Ruin des väterlichen Hausweſens hereinbrach und die Familienglieder ſich einzeln zerſtreuten, blieb unſerm Johann Georg nichts anderes übrig, als unter die preußiſchen Huſaren zu gehen. Das Kriegerleben dauerte nicht lange. 1768 kam Schröpfer in die Muſenſtadt Leipzig, nicht etwa um den Muſen ſeine Reverenz zu machen und aus dem Borne der Weisheit zu ſchöpfen, ſondern um den tollen Muſenſöhnen in einer Kneipe als Kellner zu ſerviren. Trotz dieſer untergeordneten Stellung wußte er ſich doch ſolche Verbindungen zu verſchaffen, daß man ihn als„dienenden Bruder“ in die dortige Freimaurerloge aufnahm.
Von dieſem Augenblicke an ſchien ſein Weizen blühen zu wollen.
Die Freigebigkeit ſeiner Bundesbrüder machte es ihm möglich, in der Kloſtergaſſe eine Kaffeewirthſchaft zu etabliren, Sanals eins der ren⸗ tabelſten Geſchäfte, und ſich zu verheirathen. Eine Zeitlang ging alles flott, wie einſt in der Rathhausſchenke zu Nürnberg. Und eine anziehende Perſon, ein ſeſſelnder Erzähler war der neue Kaffeewirth, das mußte ihm auch der Feind laſſen. Bald vertraute er ſeinen ver⸗ ſchwiegenſten Stammgäſten auch das Geheimniß an, daß er mit der höheren Welt in Verbindung ſtehe, Geiſter citiren und Schätze ans Licht bringen könne.
Dieſe Sache wurde ſchnell ruchbar, und wenn ſie vielen auch lächerlich vorkam, ſo fehlte es doch andererſeits auch nicht an Leicht⸗ gläubigen, die ihm willig Glauben und Gehör ſchenkten. Schade nur, daß er für ſich ſelbſt von ſeinen vergeblichen Künſten keinen Ge⸗ brauch machte, er hätte es mehr, als nöthig gehabt, denn ſiehe da: eines Tages blieb das Lokal des unterhaltenden Kaffeewirths ver⸗ ſchloſſen, und die Frager erfuhren zu ihrem nicht geringen Erſtaunen, daß er gänzlich fallirt und Bankerott gemacht habe.
Gegen alle Erwartung ſah man etliche Wochen nach dieſem Ereigniß Schröpfer wieder in der Stadt. Er ging vornehmer ge⸗ kleidet, als jemals, und trug den Kopf um ein merkliches höher, denn ſonſt. Was für eine Wandlung war mit ihm vorgegangen, was war geſchehen? Mit der gewichtigſten Miene von der Welt offenbarte er ſeinen alten Bekannten, daß er nicht der Sohn des Rathhaus⸗ vogts zu Nürnberg, ſondern der natürliche Sproſſe eines franzöſiſchen Prinzen ſei, durch deſſen geheime Vermittelung den Titel eines Barons von Steinbach trage und den Rang eines Oberſten Sr. königlichen Majeſtät in Frankreich inskünftig führen werde. Daß er franzöſiſche Uniform anlegte, unterſtützte die kühne Behauptung.
Bei ſo günſtiger Lage der Dinge war es ihm denn auch ein Leichtes,„eine innere Loge des Gold⸗ und Roſenkreuzer⸗Ordens vom alten Syſteme“ zuſammenzubringen, einen Orden, der von dem ehe⸗
maligen ungariſchen Jeſuiten Großinger ſich herleitete, und nmelchem
alles auf groben Betrug abgeſehen war.
Jetzt befand ſich Schröpfer auf dem rechten Schauplatze ſeiner Die Fäden der geheimen Verbindung liefen in ſeiner Hand zuſammen, und ſo hob ſich ſeine Perſon höher und höher vor den ſtaunenden Augen ſeiner Gläubigen. Er nährte und beſtärkte gefliſſentlich die von ihm ſchon früher ange⸗ deutete Meinung, daß er in directem Verkehr mit der Geiſterwelt ſtehe.
Von hier aus war es nur ein Schritt, um eine Geiſterbeſchwö⸗ rung zu verſuchen, und der Schritt ward bald gethan. Daß die erſten Verſuche nur vor ſogenannten„Erweckten“ und„Auserwählten“ ſtattfinden konnten, und daß man„profane Augen“ davon fernhielt,— wer hätte ihm das billigerweiſe verübeln wollen?
In einem beſonders hergerichteten Zimmer geſchahen die Be⸗ ſchwörungen. Schröpfer reichte den Anweſenden einen Trank zur Stärkung vorher und erzählte ihnen von den Dingen, die da kommen würden, dann fiel er unter erſchrecklichen Anrufungen in Krämpfe und gebot den Geiſtern, Perſonen aus alter und neuer Zeit aus dem Todtenreiche heraufzubringen. Auf Säulen von Rauch erſchienen dann die Verufenen die längſt im Grabe gemodert hatten, in ganzer Figur, mit menſchenähnlichem Geſichte, das übrigens ſonſt nichts mit Fleiſch und Blut gemein hatte, ſondern ſich wie der aus brennendem Spiritus aufſteigende Dunſtſchein anſah. Gewöhnlich zeigten ſich die
ſolchergeſtalt Citirten mit über die Bruſt gekreuzten Armen, und wenn
ſie redeten, ſo klang ihre Stimme ſchauerlich und hohl———
II.
An einem prächtigen Sommertage des Jahres 1774 rollte eine ſtattliche Poſtkutſche zu den Thoren der kurfürſtlichen Hauptſtadt Dresden herein und hielt endlich vor dem Hotel de Pologne ſtill. Sehr vornehm mußte die Herrſchaft ſein, die dieſes Gefährte trug, denn der Gaſthalter kam ſelber unter die Halle ſeines Hauſes ge⸗ gangen und machte einen tiefen Bückling nach dem andern vor dem Schlage, während die Kellner dienſteifrig nach allen Seiten hineilten, und ein langer, hagerer, etwas blaß ausſehender Mann, der die Uniform eines franzöſiſchen Oberſten trug, langſam die Stiege hinaufſchritt.
Es war der Baron von Steinbach, dem die beſten Zimmer des Hauſes bereitwillig eingeräumt wurden, und der ſich's darin ſo be⸗ quem wie möglich machte; es ſchien, als wolle er länger die Annehm⸗ lichkeiten Dresdens koſten, wie andere Fremde. Das imponirende Aeußere des Mannes, die vielen Beſuche, die er empfing oder erwi⸗ derte, und endlich das vor aller Ohren hingeworfene Wort, daß er demnächſt am kurfürſtlichen Hofe ſich werde vorſtellen laſſen, ver⸗ ſtärkten die Aufmerkſamkeit, mit der man ihn auf Schritt und Tritt beobachtete, und machten ihn bald zu einer Perſönlichkeit, von der man in allen Kreiſen redete.
Als aber die pompös angekündigte Vorſtellung am Hofe durch den franzöſiſchen chargé d'affaires, den Monſ. de Marbois, vor ſich gehen ſollte, war dieſer Diplomat, dem man ſo etwas nicht von fern zugetraut hätte, indiscret genug, nach der Legitimation des Herrn Ba⸗ ron zu fragen, insbeſondere Erkundigungen darüber einzuziehen, wie und wo der Titel jenes Oberſten herſtamme, und als er es um dieſe Beweiſe ſchlecht beſtellt fand, ſelbſt die Berufung auf eine hohe fürſt⸗ liche Perſon im Hintergrunde nicht gelten zu laſſen.
Entrüſtet in innerſter Seele wandte der Baron von Steinbach dieſem„vertrockneten Actenmenſchen“ den Rücken, der als chargé d'affaires doch auch etwas von dem berühmten Hanauer Landrechte hätte wiſſen können, welches ſo lautet:„Das wäre mir eine ſchöne Sache, wenn ich das, was ich ſage, auch noch beweiſen ſollte! Wofür behaupte ich's denn?“
Auch focht ihn das nicht ſonderlich an, denn„ein Weiſer läßt ſich nicht irren durch Pöbels Geſchrei“, daß Neider von ihm aus⸗ ſprengten, er ſei gar kein Baron, ſondern der ehemalige Kaffeewirth Schröpfer von Leipzig, und daß der malhonnette Monſ. de Marbois einen Brief an ihn veröffentlichte, worin er ihm mit„unangenehmen Maßregeln“ drohte, falls er ſeinen behaupteten Charakter beibehalte.
Weniger mit Zweifeln an ſeiner Perſon geplagten Leuten aber wußte er ſich trefflich zu legitimiren. Dieſen producirte er großartige Beglaubigungsſchreiben des Herzogs Ferdinand von Braunſchweig, als des Großmeiſters aller Freimaurerlogen in Deutſchland, welche dahin lauteten, daß er eine Vereinigung des aufgehobenen Jeſuiten⸗ Ordens mit dem der Freimaurer anbahnen ſolle, und ebenfalls ſolche, welche auf den Namen Louis Philippes, des Herzogs von Chartres, ausgeſtellt waren, als des„souverain grand-maitre de tous les conseils chapitres et loges écossaises de France.“ Einzig und allein letzterem zu Liebe, erklärte er, hätte er nämlich den Oberſten⸗ Rang und den Titel eines Barons angenommen, weil das zur Aus⸗ richtung ſeiner Aufträge nun doch einmal unumgänglich erforderlich wäre; was ihn aber ſelbſt betreffe, ſo gab er nicht undeutlich zu ver⸗ ſtehen, daß er katholiſch und ſogar ein rechtmäßig geweihter Prieſter ſei, und noch etwas mehr leiſten könne, als Brevierbeten und Meſſeſingen.
So wuchs von Tag zu Tag der Ruf des Wundermannes in der Stadt, und das Gerücht von ſeiner Macht über die Geiſterwelt erhöhte ſeinen Anhang und Nimbus und ließ ihn immer kecker und offener vor die Menge treten.
Vor allem intereſſirte ſich für ihn der Herzog Karl von Kurland, ein Oheim des damaligen, regierenden Kurfürſten. Er bewohnte das ſchöne Palais, in welchem ſich jetzt die mediciniſch⸗chirurgiſche Klinik befindet, und hatte ſchon früher die Bekanntſchaft deſſelben gemacht. Freilich waren die erſten Berührungen nicht gerade ſehr zarter Natur geweſen. Der Wundermann erlaubte ſich beleidigende Aeußerungen gegen den Herzog in Angelegenheiten der Loge, und da Satisfaction nicht zu erlangen war, ſo beauftragte der Herzog den Obriſtlieutenant von Sydow, den Attentäter perſönlich dafür abzuzüchtigen.
— 2 n d e en
—


