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wie gewöhnlich einige gleichgültige Blicke darauf werfen und es dann beſeitigen. Da fiel ihm der Name Johann Keil in die Augen. Er las und fand, daß derſelbe begnadigt und freigelaſſen ſei. Mit llautem Aufſchrei rief er den Knecht zurück, der das Blatt gebracht hhatte.„Wißt Ihr's?“ rief er ihm zu.„Sie haben Leopolds Mörder freigegeben!“
„Ja, wir wiſſen es wohl,“ erwiderte der Knecht.„Es iſt Unrecht genug. Leute aus Stellbach wollen ihn ſchon geſehen haben. Sie erzählten, daß er verſucht habe, die ſchöne Philippine zu ſprechen, aber es ſei ihm nicht gelungen. Er ſoll ſich bei den Köhlerleuten im Walde oberhalb Stellbach aufhalten.“
b„So? Es iſt gut. Geh!“ ſagte Welzer. Ein Blick auf das Amtsblatt zeigte ihm, daß daſſelbe ſchon acht Tage alt ſei.
Von dieſem Augenblicke an und ohne weitere Ueberlegung ſtand der Vorſatz bei ihm feſt, das richterliche Tovesurtheil, das die Menſchen wirkungslos gemacht, mit eigner Hand zu vollſtrecken. Er hatte nicht das mindeſte Gefühl, damit ein Unrecht zu begehen, ja es war ihm eher, als ob er ſich einer heiligen Pflicht unterzöge. Und jetzt fiel ihm
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ein, daß die Büchſe des Jägers auf der Bodenkammer ſtehe. Er ging hinauf, reinigte ſie und lud ſie, kam wieder herunter mit ihr, nahm ſeinen Hut und verließ das Hans. Obwohl er nicht die mindeſte Abſicht hatte, ſich zu verbergen, fügte es ſich doch ſo, daß ſein Weggehen unbemerkt blieb.
Sein Weg führte ihn über jenen Fußſteg am Teiche. Seit dem Tode ſeines Sohnes hatte er den Ort nicht betreten. Während er langſam hinüberging, ſuchte ſein Auge nach Blutſpuren. Sie mußten längſt vom Regen weggewaſchen ſein, und doch glaubte er ſie in einem dunklen Fleck noch zu finden. Er blieb ſtehen, faltete die Hände über der Büchſe und blickte hinab. Während er der Stelle genahet, war es ihm doch mehrmals geweſen, als ſollte er wieder umkehren. Nun aber faßte ihn die Erinnerung jener That, jener ſchrecklichen Nacht, und ſein Vorſatz ſtand wieder feſt.„Gerechtigkeit!“ flüſterte er vor ſich hin;„das unſchuldig vergoſſene Blut ſchreit zum Himmel um Ge⸗ rechtigkeit!“ und mit raſchen Schritten ſetzte er ſeinen Weg fort.
(Schluß folgt.)
ine Reiterthat vor den Thoren von Preßburg.
Nach dem Bericht eines Augenzeugen. (Mit Abbildung auf Seite 133.)
Beim Beginn des jetzt ſo ruhmvoll beendigten Feldzuges d. J. wurde vielfach die Befürchtung gehegt, die preußiſche Reiterei werde der öſterreichiſchen gegenüber im Nachtheil bleiben. Der Erfolg hat gezeigt, wie ungegründet dieſe Beſorgniß geweſen, wie ſehr dieſe Waffe in ihrer taktiſchen Ausbildung unterſchätzt worden iſt. Ueberall, wo die preußiſchen Reiter ſich mit dem Feinde zu meſſen Gelegenheit hatten, zeigten ſie ſich den altberühmten kaiſerlichen Regimentern nicht nur ebenbürtig, ſondern oft genug überlegen und erkämpften ſo neue Lorbegren zu den alten aus den Zeiten der Seydlitz, Zieten und Büüucher.
Wir heben heute aus der glänzenden Reihe ſolcher Gefechte ge⸗ rade das letzte hervor, um ſo mehr, als daſſelbe zugleich das äußerſte Vordringen der ſiegreichen Preußen bis vor die Thore Preßburgs auf ungariſchem Boden bezeichnet und als das Treffen bei Blumenau oder Preßburg bekannt geworden iſt.
Am 21. Juli hatte die 7. und 8. Infanteriediviſion, der für dieſen Tag die Cavalleriediviſion Hann beigegeben war, unter General⸗ lieutenant von Franſecky bei den Dörfern Blumenau und Kalten⸗ brunn am Weſtabhange der Karpathen Angeſichts ſtarker feindlicher Corps Stellung genommen. Am Morgen des 22. früh 6 Uhr er⸗ hielt der Major von Hymmen den Befehl, mit ſeiner Escadron, der 3. des Magdeburgiſchen Huſarenregimentes No. 10, als Vorhut der Avantgarde, zum Recognosciren abzurücken und die feindliche Ca⸗ vallerie, die ſich bei Neudorf gezeigt hatte, wo möglich zu vertreiben. Den erſten Zug ſeiner Escadron vorgenommen, ging der Major gegen einen etwa 2000 Schritt quervorliegenden, ſehr hohen Eiſenbahn⸗ damm vor und ließ, als vom erſten Zuge die Meldung kam, daß dieſer Damm mit feindlicher Infanterie beſetzt ſei, den genannten Zug ganz in Flanqueurs ausſchwärmen. Kaum waren dieſe näher an den Damm gekommen, ſo brachen aus zweien, etwa 6— 800 Schritt von einander gelegenen, großen und breiten Bahndurchgängen zwei feindliche Ulanenescadrons hervor. Die eine derſelben, weiter zur Rechten, ging in Zügen gegen die linke Flanke der Huſaren, die andere marſchirte ſofort auf, um dieſe anzunehmen. Major von Hymmen rief ſeiner Escadron zu, er werde zunächſt weiter rechts und, wenn nöthig, etwas zurückgehen, dann aber Front machen und ſofort
attackiren.
Während der erſte Zug im Flankiren theils gegen die Flanken⸗, theils gegen die angreifende Schwadron blieb, ließ er dann auch mit Zügen Kehrt ſchwenken und ging im Trabe zurück. Nun brüllte die feindliche Escadron Hurrah! und folgte den Huſaren, wobei die Diſtance zwiſchen beiden ſich raſch verkleinerte. Hymmen, den rechten Moment erfaſſend, wo ſeine Verfolger in langer Linie aufge⸗ löſt, herankamen, ließ nun plötzlich Front blaſen und ſprengte mit„Marſch, Marſch!“ ſeiner Schwadron mit ſeinen Officieren, von Maltzahn und Bodenhauſen, voraus, den feindlichen Ulanen entgegen. Sein erſter Zug unter Lieutenant Lübbe folgte ſofort,
während der zweite Zug, der des widrigen Windes wegen das Signal nicht gehört hatte, leider nicht gleich herankam. Als beide Theile ſich bis auf 10 bis 12 Schritt nahe gekommen waren, trat ein Moment plötzlichen Stutzens ein, und es folgte nun eine jener öfteren Epiſoden perſönlichen Zweikampfes der feindlichen Officiere. Major von Hymmen drang auf den Führer der Ulanen ein und ſtach ihn durch den Hals, während ein Hieb des vom Pferde Sinkenden ihm die Backe und Lippen ſchlitzte. Im Begriff, zu neuem Hieb auszuholen, ſah er einen Ulanen mit eingelegter Lanze auf ſich einſprengen. Im Nu gab er ſeinem Schimmelhengſt die Sporen, dieſem neuen Angreifer ent⸗ gegen und traf ihn mit gewaltigem Streich über den Arm, daß dieſer kraft⸗ los die Lanze fallen ließ. Dann gewahrend, wie einer ſeiner Officiere, Lieutenant von Maltzahn, von fünf Ulanen umringt, ſich mit dieſen herumſchlug, ſprengte er mit den Huſaren, die ſich inzwiſchen nun auch in die feindlichen Lanzenreiter hineingekeilt hatten, auf dieſe Gruppe ein, und bald war es ihm gelungen, rechts und links Hiebe austheilend, ſeinen gefährdeten Kameraden aus dem Gedränge her⸗ auszuhauen. Einige Minuten lang bot jetzt das Ganze den Anblick eines wildverworrenen Knäuels von Mann und Roß dar, dann aber von den Streichen der kräftigen Magdeburger völlig geworfen, machten die Ulanen Kehrt und gingen eiligſt zurück, indem ſie bei der Ver⸗ folgung noch 6 Mann und 9 Pferde in den Händen der Huſaren zu⸗ rückließen. Mehrere der letzteren waren während des Kampfes über die das Terrain durchziehenden Gräben im hohen Korn geſtürzt und in Feindeshand gerathen. Dieſe alle wurden nun leicht wieder be— freit, bis auf einen, der gleich anfangs, unter ſeinem geſtürzten Gaul liegend, gefangen und mit fortgeführt worden war. Da nun aber die obengenannte feindliche Flankenſchwadron vorkam, ſo mußte Major von Hymmen halten bleiben und ſeine zerſtreuten Huſaren ſammeln. Als aber die geworfene feindliche Escadron durch einen der beiden er⸗ wähnten Eiſenbahnthorwege verſchwunden war, ließ er aufs neue zur Attacke auch auf die zweite Schwadron blaſen, die indeſſen den An⸗ griff nicht abwartete, ſondern mit Zügen Kehrt machte und gleichfalls eiligſt durch jenen Thorweg zurückging. Da Hymmen bei weiterem Vorgehen nun aber auch in das feindliche, wie eigene Granatfeuer kam, ſo ging er, nachdem ſeine Aufgabe ſo glänzend erfüllt war, mit ſeinen Huſaren bis auf das Gros der Avantgarde zurück. Verloren hatte er einen Mann und zwei Pferde, und außer ihm ſelbſt waren noch vier Leute leicht und ebenſoviele ſchwer verwundet worden. Lieutenant von Maltzahn hatte einen Schrammſtich ins Genick, Lieutenant Lübbe einen flachen Hieb über den Arm bekommen. Das ganze Gefecht war unter den Augen der commandirenden Generäle vorgegangen, von denen allen der Major bei ſeinem ſiegreichen Wieder⸗ eintreffen auf das Anerkennendſte beglückwünſcht wurde. Von ſeiner nicht unbedeutenden Hiebwunde ließ er ſich nicht abhalten, an der Spitze ſeiner braven Reiterſchar zu verbleiben, mit der er auch vor dem heutigen glücklichen Gefecht, bei mancher früheren Gelegenheit ſich
Kein in dem dämme⸗ ſehen, beſonde
Ler am Wer


